So hatten sich die Basketballer des Oldenburger TB den Start ins neue Jahr ganz und gar nicht vorgestellt: Das Team von Cheftrainer Vangelis Kyritsis (nun 17 Spiele/12 Punkte/11. Platz) kassierte im Derby bei den Eisbären Bremerhaven II (16/12/9.) eine herbe 67:97-Klatsche. Damit hat der Turnerbund nicht nur zum ersten Mal in dieser Spielzeit drei Spiele in Serie verloren, sondern ist auch ins untere Tabellendrittel abgerutscht. Der Vorsprung auf die drei Abstiegsränge beträgt nur noch zwei Zähler.
Das Rätsel: „Wir hatten nicht die richtige Körpersprache, wir hatten nicht die richtige mannschaftliche Geschlossenheit und wir waren nicht kompakt genug in der Verteidigung, so dass wir keine Chance auf den Sieg hatten“, klagte Kyritsis, dessen Mannschaft nach der dritten Pleite gegen einen direkten Konkurrenten aus dem Tabellenmittelfeld in den ganz scharfen Abstiegskampf geschlittert ist. „Es ist mir ein Rätsel, warum das so schiefgegangen ist“, sagte der Oldenburger Trainer.
Der Ausfall: Lediglich im ersten Viertel spielte das OTB-Team wirklich mit. Nach zehn Minuten führten die Gastgeber nur knapp mit 19:16. Vor dem Spiel hatten die Oldenburger kurzfristig auf den etatmäßigen Starting Point Guard Tyrell Nwaki (krank) verzichten müssen. Dafür war Flügelspieler Johannes Heiken aber nach monatelanger Verletzung zurück.
Der Einbruch: Im zweiten Viertel verloren die Gäste jedoch völlig die Kontrolle. Die ProA-Reserve aus Bremerhaven, die anders als der Turnerbund zwischen Weihnachten und Silvester kein spielfreies Wochenende gehabt hatte (56:76 in Bramsche), scorte 34 Punkte in den zweiten zehn Minuten und setzte sich bis zur Halbzeit auf 53:32 ab.
Die Kritik: Die Gründe für den harten Einbruch konnte Kyritsis ganz schnell festmachen. „Nachdem wir die ersten Wechsel vorgenommen haben, wurde der Gameplan gar nicht mehr umgesetzt“, meinte der Oldenburger Trainer und sparte keinesfalls mit Kritik: „In der Defensive sind wir viel zu spät zurückgelaufen und haben Bremerhaven zu viele einfache Punkte erlaubt. Offensiv haben wir die Basics überhaupt nicht gespielt. Es war eher eine Art Streetball.“
Die Schwächung: Zu allem Überfluss verletzte sich in der Folge auch noch „Energizer“ Melvin Papenfuß, der in der zweiten Hälfte kaum noch eingreifen konnte. Lediglich Guard Piet Niehus, der aufgrund der Abwesenheit von Nwaki die gesamte Verantwortung im Spielaufbau tragen musste, stemmte sich mit einer guten Leistung (27 Punkte) gegen die Niederlage. In Schlagdistanz kamen die Oldenburger aber nicht mehr.
Die Lage: „Die Situation wird jetzt schwieriger für uns. Wir haben noch einen kleinen Puffer auf die Abstiegsplätze. Es geht nun darum, dass wir uns wieder finden. Dafür müssen wir in erster Linie auf uns selbst schauen“, gibt Kyritsis die Richtung für die nächsten Wochen vor. Am kommenden Samstag (17.30 Uhr, Sporthalle Haarenufer) empfängt der OTB den Playoff-Kandidaten SG Braunschweig (16/22/3.). (Quelle NWZ: 05.01.2026)