Aktuelles von den Volleyballern

29.10.2020

Wettkampf-Lockdown bis Januar?

Die Volleyballerinnen des OTB sind mit einer Niederlage beim SC Langenhagen und einem Sieg gegen den VfL Oythe II in die Regionalliga-Spielzeit gestartet. Das dritte Saisonspiel am vergangenen Wochenende gegen den SC Spelle-Venhaus wurde wegen Corona-Verdachtsfällen abgesagt. Jetzt könnte es zu einem längeren Wettkampf-Lockdown kommen. Bild: Sascha Stüber

 

Frühzeitig wurden die Spiele für das kommende Wochenende abgesagt. Beim Oldenburger TB befürwortet man einen längeren Wettkampf-Lockdown und hofft, zumindest teilweise weiterhin trainieren zu dürfen.

Schon vor den Beratungen von Kanzlerin und den Ministerpräsidenten über drastische Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie hat der Nordwestdeutsche Volleyball-Verband (NWVV) alle am Wochenende angesetzten Spiele aufgrund der aktuellen Situation abgesagt.

Der Wettkampf-Lockdown könnte jetzt sogar länger dauern, als die an diesem Mittwoch in Berlin verkündete Zeit bis Ende November.

• Die Hoffnung
„Ich persönlich hoffe sehr, dass es nicht zum vollständigen Lockdown kommen wird,“ hatte Ralf Gewald, Geschäftsführer der Region Oldenburg, zuvor betont. Das NWVV-Präsidium wolle am kommenden Wochenende prüfen, wie es weitergehen könne. „Wir sollten als Zwischenlösung immer noch einen Spielplan für die Rückrunde ab Januar parat haben für den Fall, dass es wieder möglich sein wird, Volleyball zu spielen“, meinte Gewald.

• Der Hamburger Weg
Einen möglichen Weg hat der Hamburger Verband aufgezeigt: Dort wurde die Saison in den verschiedenen Ligen als „nullwertend“ deklariert. Keiner wird ab- oder aufsteigen. Die Spieltage sind zwar angesetzt, aber die beiden Mannschaften einigen sich jeweils untereinander, ob sie antreten möchten oder nicht.

• Die OTB-Meinung
„Das ganze Wettkampfthema sollten wir nach hinten stellen“, meinte OTB-Abteilungsleiter Benjamin Kern. Man habe bisher „froh sein“ können, „überhaupt unseren Sport beim Training teilweise ausüben zu können“. Richtig planbar war das aber bisher auch nicht. Die Lage war zum Beispiel durch die vielen pendelnden Arbeitnehmer und die vielfach im Schulwesen tätigen Volleyballer immer wieder schwer einzuschätzen.
• Die Zukunft
Wie es weitergehen könnte, dazu hat Kern einen eigenen Vorschlag: „Wir sollten dieses Jahr keine Wettkämpfe mehr veranstalten und ab Januar die Situation neu bewerten.“ Vor den für das Wochenende geplanten Tagungen zum weiteren Vorgehen hat der NWVV alle Vereine mit der Bitte angeschrieben, dem Verband Meinungen und Einschätzungen mitzuteilen. Was dabei raus kommt, wird sich zeigen, doch alle rechnen mit einem längeren „Wettkampf-Lockdown“.

Quelle: www.nwzonline.de

24.10.2020

Derby gegen VSG Ammerland fällt Corona zum Opfer

Die OTB-Volleyballer um Jason Prostka (rechts, hier im Heimspiel gegen Osnabrück) wollten im Derby gegen die VSG Ammerland für eine Überraschung sorgen. Daraus wird nun nichts, das Duell wurde abgesagt. Bild: Piet Meyer

In den unteren Teams habe es Verdachtsfälle gegeben, bestätigte OTB-Abteilungsleiter Benjamin Kern. Die Gesundheit der Spieler und Spielerinnen gehe vor. Auch das Spiel der OTB-Frauen wurde wegen Verdachtsfällen abgesetzt.

Mit Spannung war das Regionalliga-Derby zwischen de Volleyballern des Oldenburger Turner Bund und der VSG Ammerland am Samstag in der Haarenesch-Halle erwartet worden – rund 24 Stunden vorher folgte am Freitagabend noch die Absage. „Wir haben Verdachtsfälle in den unteren Teams. Deshalb haben wir das Spiel abgesagt“, begründete Abteilungsleiter Benjamin Kern. Die Sicherheit und Gesundheit aller Beteiligten gehe vor.Beide Teams hatten sich auf das Derby gefreut. In den letzten Jahren bot sich den zahlreichen Volleyball-Fans zumeist ein großes Spektakel während des Duells. Das ist dieses Jahr in Zeiten von Corona anders. Nur 100 Zuschauer wären erlaubt gewesen, diese hatten sich vorher online registrieren müssen. Zum Vergleich: Beim ersten Derby nach elf Jahren in der Saison 2018/2019 besuchten 350 Zuschauer die Haarenesch-Halle.

„All-In heißt es für uns“, hatte OTB-Coach Jörg Johanning, der sein Team als Außenseiter einstufte, vor der Absage gesagt. Er meinte damit auch bereits den Umstand, dass das Derby zum letzten Spiel der Saison hätte werden können. Jetzt ist klar: Die letzte Partie ist vielleicht sogar schon gespielt.

Schon zuvor war das ebenfalls am Samstag angesetzte Spiel der OTB-Frauen gegen den SC Spelle-Venhaus abgesagt worden. Dort habe es Verdachtsfälle ohne positive Testergebnisse gegeben. „Es gab Kontakt mit positiv Getesteten innerhalb der Mannschaft, wobei die Schnell-Untersuchungen negativ ausgingen“, erklärte OTBerin Kaya Roy: „Wir haben dann zusammen besprochen, es abzusagen.“

Der Deutsche Volleyball-Verband kommuniziert aktuell mit seinen Landesverbänden über mögliche Konzepte, wie die Saison weiter geht. Hamburg macht schon mal etwas vor: Dort verabreden die Mannschaften die Spiele selber und die Saison ist wertfrei.

Quelle: www.nwzonline.de

23.10.2020

Am 24. Oktober kein Volleyball beim OTB

Auch wir können nicht vor dem Corona-Virus wegrennen. Daher müssen wir schweren Herzens die Spiele der D1 gegen Volleyball SC Spelle-Venhaus und das Derby der H1 gegen VSG Ammerland am Sonnabend, 24. Oktober, absagen. Gerade beim Derby wäre eine Kulisse wie 2018 gut für alle gewesen, aber es geht leider nicht!

Bleibt bitte alle zu Hause und vermeidet Kontakte!

21.10.2020

OTB-Volleyballer mit Maximalausbeute

Zwei Spiele, zwei Siege fuhren die beiden Regionalliga-Volleyballteams vom Oldenburger TB ein.

 

Männer: Oldenburger TB - USC Braunschweig II 3:1. „Das Spiel war anfangs auf Augenhöhe“, meinte OTB-Coach Jörg Johanning: „Aber je länger die Partie ging, desto mehr konnten wir ihnen den Zahn ziehen.“ Beide Teams lieferten sich in der Haarenesch-Halle, in der bis zu 100 Zuschauer zugelassen wurden, starke Ballwechsel. Vor allem Talent Laurin Oldenburg überzeugte. „Laurin mussten wir auf die ungewohnte Liberoposition stellen“, sagte Johanning über den 17-Jährigen: „Das hat er saustark gemacht.“ Mit gerade mal vier etablierten Spielern aus der ersten Mannschaft musste der Trainer erneut kreativ werden. Neben Oldenburg, der zum wertvollsten Spieler gekürt wurde, überzeugten Jason Prostka im Angriff und Jelte Johanning in der Annahme. Das Selbstvertrauen braucht der OTB auch, wenn am Samstag um 20 Uhr die VSG Ammerland gastiert.

 

Frauen: Oldenburger TB - VfL Oythe II 3:1. Die alte Volleyball-Weisheit, der Satz nach einer 2:0-Führung sei der schwierigste, traf auf den OTB voll zu. Deutlich gewannen die Huntestädter die ersten beiden Durchgänge, vor allem durch den starken Annahmeriegel um Libera Anna Thuernagel, Zugang Tea Onkes und Kapitänin Lea Peters. Zuspielerin Jonna Tegtmeier fand oft den Weg zur angriffsstarken Kaya Roy, die nach Belieben punktete. Dann folgte der dritte Satz. „Wir wollten aggressiv in allen Elementen auftreten und den Gegner beherrschen“, gab Coach Stefan Noltemeier vor: „Das ist uns nur in zwei Sätzen gelungen.“ Die junge Mannschaft aus Oythe kämpfte sich ins Spiel und verkürzte auf 1:2. Im besten Satz des Spiels drohte die Partie noch zu kippen, doch Noltemeier wechselte clever: Rein kam die großgewachsene Franziska Lath, die das Vertrauen von Tegtmeier direkt mit zwei wichtigen Punkten zum Ende zurückzahlte. Ebenfalls am Samstag empfängt der OTB in der Haarenesch-Halle um 16 Uhr den SC Spelle-Venhaus.

 

Quelle: www.nwzonline.de

29.09.2020

OTB-Trainer greift in Schatzkiste

Großer Nachwuchsblock: Am Netz versuchen Jason Prostka (rechts) und Robin Remmers, einen Angriff des Osnabrückers Lukas Grimm abzuwehren. Hinten schauen unter anderem (von rechts) Marten Faß und Joke Johanning zu. Bild: Piet Meyer

Als die Oldenburger gegen den VC Osnabrück schon 0:2 zurücklagen, zauberte Jörg Johanning das nächste Juwel aus der Jugend hervor. Sein 14-jähriger Sohn Joke trug entscheidend zur Wende bei.

Nach einem weiteren Griff ins große Talentreservoir haben die Volleyballer des Oldenburger TB am Wochenende einen 0:2-Satzrückstand im Heimspiel gegen den VC Osnabrück noch in ein 3:2 (25:27, 25:27, 25:15, 25:19, 15:8) gedreht. Die Frauen vom Turnerbund verloren ihre erste Saisonpartie in der vierthöchsten Spielklasse beim SC Langenhagen dagegen mit 1:3 (19:25, 25:17, 22:25, 23:25).

Die wahnsinnige Wende

„Die OTB-Jugendarbeit ist wie eine Schatztruhe“, meinte OTB-Trainer Jörg Johanning nach dem Kraftakt und ergänzte: „Da greifst du einfach rein und ziehst ein Juwel nach dem nächsten raus.“ Das jüngste Team der Liga (Altersschnitt: 20,5 Jahre) wurde zunächst aber kalt erwischt. Die Osnabrücker waren griffig in der Abwehr und machten anders als die Oldenburger in den entscheidenden Phasen des ersten und zweiten Satzes keine Fehler.
Mit dem Rücken zur Wand bei 0:2-Sätzen stellte Johanning um, stellte Jason Prostka (20 Jahre) und Marten Faß (16) als Angreifer auf und wurde mit einer 19:14-Führung im dritten Durchgang belohnt. Dann folgte der große Auftritt des Jüngsten: Joke Johanning (14). Der frischgebackene Doppel-Landesmeister im Beach servierte wie ein Großer und sorgte mit seinen Aufschlägen für die Entscheidung.

„Das war der Knackpunkt des Spiels“, meinte Papa Johanning und ergänzte: „Als die anderen den Mut von Joke sahen, war das wie eine Initialzündung.“ Die Osnabrücker hatten der wahnsinnigen Jugend-Power des OTB nichts mehr entgegenzusetzen. Speziell Prostka und Faß punkteten nach Belieben und führten das Team zum Sieg.

Die bröckelige Basis
Den Frauen fehlte dagegen in ihrer ersten Regionalliga-Partie nach der langen Corona-Zwangspause der Zugriff. „So richtig sind wir nicht ins Spiel gekommen“, sagte Kapitänin Lea Peters nach dem wechselhaften Duell und ergänzte: „Insgesamt waren wir nicht gut genug in den Basics.“ Damit meinte sie die stabile Annahme und den hohen Aufschlagdruck, die das OTB-Spiel sonst prägen.

In Langenhagen wirkte das Team nach dem Umbruch mit einigen Wechseln in der Mannschaft speziell in Drucksituationen verunsichert. „Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen“, sagte Trainer Stefan Noltemeier: „Im Training sind wir schon sehr stark, aber im Wettkampf hakt es noch.“ Unter den aktuellen Bedingungen sei das aber „zu erwarten“ gewesen.

Quelle: www.nwzonline.de