Aktuelles von den Wanderern

Die Jahreswanderpläne 2020 für die Sonntagswanderer und den Weitgehclub (WGC) sind eingestellt (siehe Gruppen) .

23.11.2020

45. Wanderreise der Sonntagswanderer führte nach Damme

30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erleben aktive Wanderreise - warum in die Ferne schweifen?

Sonntagswanderer mit Mundschutz auf Wanderfahrt-vorbildlicher Schutz in Pandemie-Zeiten

Das Ziel der fünftägigen Wanderreise war Damme mit seiner Umgebung. An Damme rauschen wir auf der A 1 gewöhnlich vorbei und nehmen meist nur das Restaurant zur Kenntnis, das sich über beide Spuren dieser Autobahn erstreckt. Nun erlebten wir diese kleine gepflegte Stadt und durchwanderten deren Umgebung, teils mit örtlicher Führung, teils führten uns Mitglieder unseres Leitungsteams. Sowohl gemeinsame als auch unterschiedliche Ziele waren für die drei Wandergruppen vorgesehen. Hinzu wurde uns Wissens-wertes über die Stadt und seine Geschichte auf vielfältige Weise nahegebracht.

Bedingt durch die kurze Anfahrt konnten wir gleich am ersten Vormittag zu einer Wanderung im Bexaddetal aufbrechen zusammen mit einem örtlichen Führer aus Damme, dessen Themen schwerpunktmäßig biologische Aspekte waren. Der Weg verlief durch die nach der Saaleeiszeit gebildete Endmoränenlandschaft der Dammer Berge, deren höchste Erhebung 146 m beträgt. Große Aufmerksamkeit erregten auf einer Weide kräftige Rinder mit einem sehr mächtigen Gehörn, die Rückzüchtungen zu den Auerochsen waren. Wir konnten uns auf der Wanderung von zahlreichen Renaturierungsbemühungen überzeugen, die seit einigen Jahren durchgeführt werden: u. a. picknickten wir am Rand einer sehr schönen neu angelegten Streuobstwiese; wir wissen jetzt Bescheid über den Entwicklungs-lauf der Hirschkäfer; wir durchquerten ein ehemaliges großes Bundeswehrgelände, das bis ca. 1980 als Depot diente und nun ein eingezäuntes Naturschutzgebiet ist, auf dem verschiedene Projekte versucht werden wie Wildblumenareale, Heideansiedlung u.a.

Der Vortrag am Abend von Eckhard Grotelüschen über den ehemaligen Erzbergbau in Damme bereitete uns auf die Wanderung des folgenden Tages vor, die vorbeiführte an dem stillgelegten Erzbergwerk, das nun von der Firma Paul Schockemöhle als Logistikzentrum benutzt wird. Bereits seit 1909 hatte man Probebohrungen vorgenommen, aber erst 1939 wurde das Bergwerk errichtet und 1942 mit dem Abbau begonnen, weil das gewonnene Eisen kriegswichtig war. Der Höhepunkt des Abbaus war 1960, aber 1967 musste er eingestellt werden, weil das Erz aus dem Ausland besser und billiger zu beziehen war.

Der heutige Wanderführer erklärte uns die Funktion der ehemaligen Gebäude und Schächte, soweit sie noch vorhanden waren, und zeigte uns Relikte am Wege, wie eine Abraumhalde, alte Röhren und Gleise, einen fast zugewachsenen alten Klärteich usw.

Weiter wanderten wir zum Mordkuhlenberg, der eine Höhe von 141 m aufweist und mit einem 20 m hölzernen Turm auf dem Gipfel eine gute Aussicht bietet, die leider durch den Regen etwas eingeschränkt war. Eine schaurige Sage zu diesem Berg, die uns Heiko Dinklage vortrug, ist zu einem Theaterstück verarbeitet worden, deren handelnde Personen als mannshohe Eisenskulpturen beim letzten Anstieg am Wegesrand zu sehen waren.

Am Nachmittag besichtigten wir im Rahmen einer Führung die große Pfarrkirche St. Viktor, die wegen ihrer Größe auch Dammer Dom genannt wird. Diese Anfang des 20. Jahrhunderts erbaute neugotische Hallenkirche hat diverse Vorgängerbauten.

Am 3. Tag war der Dümmer das Ziel. Ein Bus brachte uns zum Ostufer des Sees und setzte unsere drei Gruppen an verschiedenen Stellen ab, von denen wir alle – mit unter-schiedlichen Etappenlängen - zum selben Ziel wanderten, einem bezaubernden Gartencafé am süd-östlichen Rand des Dümmer Sees, wo wir mit ausreichend Kaffee und selbst-gebackenem leckeren Kuchen bewirtet wurden. Beim Wandern machten wir ab und zu kurzen Halt und genossen den Blick auf das Wasser. Da es am Vortag und in der Nacht geregnet hatte, war die Luft heute besonders klar und die Sicht über das Wasser sehr gut. Für diese Wanderung gab es am Vorabend vorbereitende Erläuterungen von Hans-Martin Schutte: Der Dümmer ist ca. 2 ½ mal so groß wie das Zwischenahner Meer mit einer durch-schnittlichen Tiefe von 1,00 m (maximal 1,40 m). Die ab 1939 vorgenommene Eindeichung zur Vermeidung von Überschwemmungen und zur Gewinnung von landwirtschaftlichen Flächen hatte zur Verschlammung des Sees geführt. Dazu kamen die Überdüngung der Randzonen sowie die Massentierhaltung und der Torfabbau. Daher wurde er in den letzten Jahren nicht nur mehr und mehr unter Naturschutz gestellt, sondern sogar als FFH-Gebiet ausgewiesen. Dadurch wurde - vorwiegend am Westufer - das Gelände der Vogelwelt als Brut- und Rastplatz und zur Überwinterung zurückgegeben. Besiedlung und Tourismus in unmittelbarer Seenähe gibt es nur noch am Ostufer.

Am 4. Tag konnten die Langlöper und Kurzpedder wiederum in den Dammer Bergen unterschiedliche Ziele und Strecken erlaufen, während die 3. Gruppe mit einem Kleinbus zur Mühle Höltermann gefahren wurde, wo sie im Zuge einer Führung den Betrieb dieser Wassermühle erleben konnten.

Am letzten Abend referierte Hans-Martin Schutte über die wechselvolle Geschichte des Münsterlandes und dessen Zugehörigkeit erst zum Fürstbistum Münster und später zum Großherzogtum Oldenburg. Nach der Auflösung der Fürstbistümer wurden 1803 zunächst Cloppenburg und Vechta dem Großherzogtum Oldenburg zugeschlagen, Damme erst 1870. Dieses neue Gebiet wurde zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor des Großherzogtums Oldenburg. Durch die einstige Zugehörigkeit zum Fürstbistum Münster erklärt sich der Katholizismus der Bewohner dieses Gebietes, dessen Grenze kurz vor dem Westufer des Dümmer verläuft. Auch die Geschichte des Oldenburger Landes ab 1918 wurde kurz gestreift.

Nachdem am letzten Tag die gepackten Koffer im Hotel deponiert worden waren, war heute erneut das Bexaddetal unser Wandergebiet, das wir dieses Mal auf anderen Wegen durch-wanderten und bei schönem Wetter genossen bis zum gemeinsamen Treffpunkt am Mittag im Klosterhotel Damme, wo uns ein Imbiss erwartete.

Das bisher übliche Singen von Wanderliedern an einem der Abende musste in diesem Jahr coroanabedingt leider ausfallen, lediglich ein Geburtstagsständchen haben wir - sehr gern -der Hauptorganisatorin dieser Reise Bettina von Alten dargebracht.

Wir erlebten erneut eine sehr schöne Wanderreise, den Organisatoren Bettina von Alten, Hille und Hans-Martin Schutte, Klas Krüger und Anne Dobrat sei an dieser Stelle nochmals sehr herzlich gedankt für die aufwendige Vorbereitung, Durchführung und Betreuung der Gruppen!

(Eva-Maria Fischer)

05.05.2020

Wanderstrecken in und um Oldenburg

23.01.2020

Wanderer im OTB blicken auf Aktivitäten des vergangenen Wanderjahres 2019 zurück

Abteilungsleiter Berndt Wozniak legt Bericht über das Wanderjahr vor

 

 

Breitbandtherapeutikum Wandern

 

Erst seit sich in Langzeitstudien die Indizien für krankheitspräventive Effekte des Ausdauergehens häufen, nimmt sich die Medizin mehr und mehr des Themas an. Dabei erweist sich Wandern als geradezu ideales Breitbandtherapeutikum für die Vorbeugung und Therapie fast aller Zivilisationskrankheiten. Der "Erste Gesundheitskongress Wandern" versuchte, das Wissen darüber zu bündeln. Konzipiert unter der wissenschaftlichen Leitung des Deutschen Wanderinstituts, entstand eine konzeptionelle Vorausstudie:

Danach trägt Wandern auf vielfältige Weise zu unserem Wohlbefinden bei: •Immunsystem: Mobilisierung natürlicher Killerzellen •Krebs: Verminderung des Risikos für Brust- und Dickdarmkrebs sowie teilweise auch für andere Krebsarten •Stoffwechsel: Zunahme des gesundheitsfördernden HDL-Cholesterins, Senkung des gesundheitsgefährdenden LDL-Cholesterins, Senkung des Laktatspiegels bei Anstrengungen •Übergewicht: Wirksamer Beitrag zum Abnehmen ohne Jojo - Effekt

Wandern ist also Gesundheitssport.

Die Wanderabteilung hat zum Stichtag 31.12.2019 120 Mitglieder, davon 99 aktiv, 19 inaktiv. 50 Mitglieder wandern beim WGC, 46 bei den Sonntagswanderern und 11 bei den Seniorenwanderern.

Schauen wir uns das Wanderjahr 2019 an, blicken wir auf 51 Wanderungen (ohne Seniorenwandergruppe) bei fast ausschließlich idealem Wanderwetter zurück.

Sonntagswanderer

Wie in den vergangenen Jahren auch, trafen sich die Sonntagswanderer auf dem OTB Parkplatz am Haarenufer zu ihren Wanderungen in die Umgebung. Regelmäßig nahmen  25 bis 35  Wanderer an den Wanderungen teil. Im Wanderjahr 2019 wurden insgesamt 25 Wanderungen durchgeführt, dazu kamen die kleine Kulturwanderung und die Wanderreise.

Gut war in diesem Jahr  das Interesse an der Wanderreise  der Wanderabteilung im August, die traditionell von der Sonntagswandergruppe organisiert wurde und zum 44. Mal stattfand. Dreißig WanderfreundInnen nahmen teil. Ein herzlicher Dank für die Vorbereitung und Organisation dieser Fahrt geht an Bettina von Alten, Anne Dobrat, Klas Krüger und Hans-Martin Schutte. Die Reise führte diesmal vom 24. – 29.08. nach Hannoversch-Münden. Täglich wurde gewandert – zumeist in 2 Gruppen  (Langlöper und Kurztreter) – bei hohen sommerlichen Temperaturen in den die Weser und die Werra umgebenden Wandergebieten des Bramwaldes, des Kaufunger Waldes und des Reinhards Waldes. Die abwechslungsreiche Umgebung nördlich, östlich und südlich von Hann. Münden wurde intensiv kennengelernt,  in Niedersachsen, in Hessen, oder auch mit einigen Schritten in Thüringen.  Eine dieser Wanderungen führte zur sagenumwobenen 450 m hohen Teufelskanzel, mit einem herrlichen Blick auf eine hufeisenförmige Schleife der Werra.

Eine andere ging zum ca. 640 m hochgelegenen Naturdenkmal Bilstein im Kaufunger Wald - geologisch eine Basaltkuppe. Das dortige Bergrestaurant wurde bereits zu Kaisers Zeiten ca. 1890 gegründet und wird noch heute ohne Elektrizität und fließendes Wasser bewirtschaftet.

Die nicht mehr so fußläufigen Reiseteilnehmer wurden bei ihren Spaziergängen begleitet und betreut von Hille Schutte. Auch wurden Besichtigungen vorgenommen, z. B. die Burg Ludwigstein mit dem Archiv der Wandervogelbewegung.

Kulturbesichtigungen kamen ebenfalls nicht zu kurz: Die Innenstadt von Hann. Münden wurde besichtigt, die nie durch einen Stadtbrand zerstört wurde, so dass noch heute von ca. 700 vorhandenen Fachwerkhäusern etwa 450 bewohnt sind. Die Stadt war im Mittelalter durch Handel reich geworden; daher ließen die Stadtväter das einst gotische Rathaus im 17. Jahrhundert sehr reich im Stil der Weserrenaissance umbauen. Die Stadt konnte es sich sogar leisten, Butzenscheiben aus Muranoglas einsetzen zu lassen. Jahrhundertelang hatte die Stadt immer mal wieder mit Hochwasser zu kämpfen, verursacht durch Eisgang auf Werra und Fulda mit gleichzeitiger Schneeschmelze und Regen, was entsprechende Hochwassermarken bezeugen. Durch den Bau der Edertalsperre, die das Wasser der Fulda reguliert, besteht diese Gefahr nun seltener.

Nach dem Abendessen fanden mehrmals - wie es bei diesen Wanderfahrten die Tradition gebietet – gesellige Zusammenkünfte statt. U.a. Hans-Martin Schutte berichtete in einem Vortrag mit Thema „Vom Nutzen der Toleranz“ über die Geschichte der Gründung der Stadt Bad Karlshafen zur Ansiedlung der Hugenotten Ende des 17. Jahrhunderts. Die damaligen Pläne zum Bau der Stadt wurden zu einem großen Teil verwirklicht.

Auf der Heimfahrt wurde in Minden noch eine kleine Schiffsrundfahrt unternommen, ehe alle Teilnehmer sehr zufrieden in Oldenburg wieder aus dem Bus stiegen. Ein Bericht von Eva-Maria Fischer ist in OTB-Mitteilungen Nr.4/2019 erschienen.

Die Kulturwanderung am 26. Mai führte die Sonntagswanderer nach Verden/Aller.

Nach Erläuterungen von Hans-Martin Schutte wurde
das Schloß und der Park in Etelsen, am hohen Ufer der Weser gelegen, besichtigt.
Dann ging es zu einer einstündigen Wanderung über die Binnendüne am Stadtrand von Verden.  Der Verdener Dom, ein imposantes hochgotisches Bauwerk, war am Mittag das Ziel. Mit einem Besuch im Restaurant Weserterrassen in Achim mit Blick auf das weite Weserurstromtal wurde die Kulturwanderung beendet. Ein Bericht über diese Wanderung von Helga Meyer Ist in den OTB-Mitteilungen 2/2019 abgedruckt.

Der neue Wanderplan für  2020 ist inzwischen von den Wanderfreunden Anne Dobrat und Dieter Mielenz zusammengestellt worden.  Für das traditionelle mittägliche Eintopfessen in den Zielgasthöfen sorgt wieder Gerda Salomon, der an dieser Stelle besonders gedankt wird.

Im Winterhalbjahr (von Oktober bis April) fand – wie in den Vorjahren auch –  das beliebte Wanderliedersingen statt. Helga Dalenbrok sagen wir dafür besonderer Dank.

Seniorenwandergruppe

Die Organisation der Seniorengruppe erfolgte – wie in den Vorjahren -  durch Peter Holl und Hajo Gerdes. Die noch Aktiven der Seniorengruppe wurden durch einige WGC – Wanderer ergänzt. Die Gruppe – regelmäßig zwischen 5 bis 9 Teilnehmer stark - trifft sich weiterhin jeden Dienstag um 14 Uhr, um einen gemeinsamen Kaffee - Spaziergang im Eversten Holz zu unternehmen. Mit einem gemeinsamen Kaffee-Trinken im Cafe Cantuccini in der Meinardusstr. endet der Spaziernachmittag.

Weitgehclub (WGC)

Der nunmehr seit 71 Jahren bestehende Weitgehclub (WGC) führte im Jahr 25 Wanderungen durch. Der Chronik nach waren es die Wanderungen 1.775 bis 1.799. Jeden zweiten Dienstag wurde im Umkreis von Oldenburg gewandert –  die Langlöper um 8.00 Uhr, die Mittelpetter um 9.00 Uhr und die Kurztreter um 9.30 Uhr. Treffpunkt war immer eine Gaststätte/ein Restaurant. Von dort ging es dann unter der Leitung der jeweiligen Wanderführer  auf einen Rundwanderkurs von 20 km/15 km/10 bzw. 5 km. Um 12.30 Uhr trafen sich die Gruppen wieder zum gemeinsamen Mittagessen.

Wie gewohnt sorgte Heiko Dinklage dafür, dass wir unseren erwanderten Appetit mit leckeren Gerichten und fantasievollen Desserts decken konnten. Nachmittags ließen einige Unentwegte den Wandertag mit einer kurzen Wanderung von 5 bis 6 km ausklingen.

Die „Kleine Kulturwanderung“, die wieder von Folker von Hagen glänzend organisiert und vorbereitet wurde, führte 26 Wanderer am 14. Mai in die Großleitstelle Oldenburger Land und in das EDEKA-Zentrallager in Neuenkruge. Es handelte sich in gewisser Weise um eine Premiere, insofern, als dass diverse Wanderfreunde mit dem Fahrrad zum Treffpunkt Ziegelhof in Oldenburg anreisten. Das fiel nicht nur wegen des schönen Wetters recht leicht, sondern auch, weil es erst ganz gemächlich um 9.45 Uhr los ging.

Der erste Weg führte über die Straße zur Großleitstelle Oldenburger Land. Hier laufen in 2 großen, mit zahlreichen Monitoren ausgestatteten Räumen sämtliche Notrufe der Region ein. Schwerpunkt des Besuches war die Leitstelle für Feuerwehr, Rettungsdienst und Krankentransport, die man im Notfall über die 112 erreicht. Der Einzugsbereich umfasst die beiden Städte OL und DEL, dazu die Landkreise Wesermarsch, Oldenburg, Ammerland und Cloppenburg, insgesamt einen Bereich mit 736.000 Einwohnern. Bis zu 700 Anrufe gehen hier täglich ein.

Nachdem wir noch einen abschließenden Blick in die gleich nebenan liegende Großleitstelle der Polizei werfen konnten (Notruf 110, mit einem noch weit größeren, über die Weser reichenden Zuständigkeitsgebiet), verabschiedeten wir uns mit Dank und mit dem beruhigenden Gefühl, dass wir, die wir ja in einem durchaus notfallträchtigen Alter sind, in einem solchen Fall der Fälle auf rasche und kompetente Hilfe rechnen können! Gegenüber im Restaurant Zeus gab es ein üppiges griechisches Mittagessen, bevor es weiter ging zur nächsten Station: nach Neuenkruge, zum großen Edeka-Zentrallager !

In Neuenkruge empfing uns ein kompetenter Edeka-Veteran. Er führte die Gruppe durch diese riesige Anlage – 28 Hektar Grundstücks-, 12 Hektar Lagerfläche. Seinen lockeren Vortrag garnierte er mit vielen launigen Bemerkungen, Seitenhieben gegen manche (besonders stadtoldenburger)  Behörden und zahlreichen Insider-Infos zum Stand des Lebensmittelhandels regional und in Deutschland – wo es nur noch 4 große Handelsgruppen -  Edeka, Rewe, Aldi und Lidl - gibt !   

Bei 25 Grad minus spazierte die Gruppe durch die große Tiefkühlhalle! Bei eher sommerlicher Kleidung war das nicht ohne besonderen Reiz, aber ehe die Eiszapfen aus der Nase sprossen, war die Gruppe schon wieder in der Frühlingsluft !

Fazit: eine weitere Erkenntnis darüber, welch Ausmaß an Organisation und welcher Aufwand hinter Dingen stecken, die für uns alltäglich und selbstverständlich sind !

Erst am späten Nachmittag kamen die Teilnehmer von diesem ereignisreichen Tag nach Hause !

Ein ganz großer Dank gilt auch diesmal wieder unserem Folker von Hagen, der uns erneut, wie schon in den vergangenen Jahren, einen hervorragenden Einblick in bisher fremde Welten gegeben hat.

Die Generalversammlung – gehalten von unserem Vortreter Dieter Finck – mit dem anschließenden gemeinsamen Grünkohlessen war wieder ein Höhepunkt des Wanderjahres. Unser Vortreter Dieter Finck würdigte wieder die Jahreswanderleistungen in seinem detaillierten Statistikbericht. Dann legte er nach elf ehrenamtlichen Jahren als Vortreter sein Amt nieder. Darüber wurde auch in den OTB-Mitteilung Nr.1/2019 berichtet.

Anschließend wurde Berndt Wozniak als neuer Vortreter gewählt. Der amtierende Kohlkönig Dieter der V. (Finck) überreichte dann die Würde an Hans-Jürgen I (Eßer). Für die musikalische Unterhaltung sorgten wieder die drei „Rudijos“ mit Gesang und Gitarrenklängen. Dahinter  verbergen sich unsere Wanderbrüder Rudi Falk, Dieter Hundt und Jochen Schuler. Dieter Finck wurde nach 11 Jahren als Vortreter des WGC zum Ehrenvortreter ernannt.

Sonstiges

Besuch beim Imker Götz Neuber

Achtzehn Wanderer besuchten den Klattenhof von Imker Götz Neuber. Am Klattenhofer Esch betreibt er seit vielen Jahren seine Imkerei. Die Teilnehmer erfuhren, dass die Biene seit ca. 120 Mio. Jahren  bestandskräftig ihr Überleben gesichert hat. Bienen haben seit dieser Zeit das Prinzip entwickelt, ihre Nahrungspflanzen nicht einfach aufzufressen, sondern deren Bestäubung und Erhalt zu kultivieren. Es gibt aktuell aber viele Ursachen für das Bienensterben, auch durch den Menschen mit verantwortet. Biozide, Schadorganismen, Nahrungsmangel und Habitatmangel sind wesentliche Ursachen. Engagiert erläuterte uns der Imker, was der Mensch für den Erhalt beitragen kann. Jochen Schuler und Folker von Hagen sei an dieser Stelle gedankt für die Vorbereitung und Durchführung des informativen Besuches.

Traditionskohlfahrt

An der Traditionskohlfahrt des OTB, die am 27.01. zum 149. Mal stattfand, nahmen einige Wanderfreunde teil. Die Wanderung führte diesmal zum Gasthof Witte in Jeddeloh. Unser Wanderbruder Michael Huppke übergab die Kohlkönigswürde stilvoll an den neuen Kohlkönig Jochen Steffen.

Am 02.02.2020 findet die 150. Kohlfahrt statt. Es wäre schön, wenn viele Wanderer diese zünftige Kohlfahrt bereichern würden.

Ehrungen

Auch in diesem Jahr fanden die Ehrungen für verdiente Mitglieder durch den Vorstand im Rahmen einer besonderen Feierstunde bzw. im Rahmen der Delegiertenversammlung statt.  Aus der Wanderabteilung war in diesem Jahr niemand dabei.

Innerhalb der Wanderabteilung wurden besonders geehrt:

Dieter Mielenz und Klas Krüger für erwanderte 10.000 km. Hier noch einmal ein herzlicher Glückwunsch für diese tolle Wanderleistung.

Erwähnenswert sind folgende runde Geburtstage, die Mitglieder unserer Wanderabteilung im vergangenen Wanderjahr vollendet haben:

70 Jahre:      Wozniak, Berndt

80 Jahre:      Bojack, Christian, Finck, Dieter, Mohrmann, Irmgard, Müller, Bärbel, Müller, Hans            

90 Jahre:      Harders, Edzard

Besonders hervorheben möchte ich auch in diesem Jahr alle WanderInnen, die in vergangenen Jahr älter als 90 Jahre wurden:

Gisela Ahlring (96), Rudolf Dohrmann (95), Edith Hedden (91),  Hans Hemmen (96), Paul Hey (99), Otto Keune (97), Ilse Kristin (97), Annemarie Krull (94), Hermann Rudolph (94),  Marga Süykers (94)

Unsere herzlichen Glückwünsche zur Vollendung dieser hohen Geburtstage.

Zu unserem Leben - auch zu einem Wanderleben - gehören Abschiede!

Wir Wanderer haben auch im vergangenen Jahr langjährige Wanderfreunde verloren!

Zusammen mit den Angehörigen betrauern wir den Tod von:

Anna Bach , verstorben am 15. Februar im Alter von 107 Jahren

Volker Rowold, verstorben am 22. Mai im Alter von 75 Jahren

Matthias Schachtschneider, verstorben am 02. September im Alter von 85 Jahren

Werner Doerfel, verstorben am 12. September im Alter von 86 Jahren

Dietrich Hundt, verstorben am 04. Dezember im Alter von 83 Jahren.

Viele aus unserem Kreis erinnern sich an die gemeinsamen Wanderungen mit den Verstorbenen und werden sie in guter Erinnerung behalten.

Aus gesundheitlichen Gründen musste sich Dieter Vogt aus unserer Wanderrunde verabschieden.

 

Alle Aktivitäten der Wandergruppen ließen sich nur durchführen, weil engagierte Mitglieder der Abteilung sich eingesetzt haben und nur so die große Vielfalt an Veranstaltungen möglich war.

 

Zu Schluss möchte ich in besonderem Maße Dank sagen:

den Leitern der Seniorenwandergruppe, Peter Holl und Hajo Gerdes,

der Leiterin der Sonntagswandergruppe, Anne Dobrat, die nach nunmehr 3 Jahren als „Kümmerin“ der Sonntagswanderer ihre Aufgaben in die Hände von Ulrike und Holger von der Heide legt,

dem Vortreter des Weitgehclubs, Dieter Finck, der nach mehr als 11 Jahren diese Aufgabe nun an Berndt Wozniak abgegeben hat.

 

Durch Eure selbständige Arbeit in Euren Gruppen habt Ihr meine Arbeit als Abteilungsleiter sehr leicht gemacht. Dafür ein herzliches „Dankeschön“!

Zugleich möchte ich es aber nicht versäumen, auch den Wanderführerinnen und Wanderführern sowie allen, die sich in der Wanderabteilung aktiv durch Übernahme von Sonderaufgaben betätigt haben, sei es durch das Schreiben von Protokollen, Beiträgen und Berichten, das Fortführen der Chronik des WGC, das Pflegen des Internetauftrittes und unseres Archivs, das Absprechen der Mittagsmahlzeiten mit den Lokalbetreibern, das Vortragen von Geschichten und Gedichten, beim Singen im Winterhalbjahr sowie den Besuch bei erkrankten oder zu ehrenden Wanderinnen und Wanderern unserer Abteilung ganz besonders zu danken.

All diesen fleißigen Helfern ist bewusst, dass unser OTB kein Dienstleistungsbetrieb ist, sondern ein Sportverein, in dem ein kameradschaftliches und helfendes Miteinander zum Gelingen einer jeden Wanderung oder anderen Veranstaltung selbstverständlich ist.

22.11.2019

Sonntagswanderer unter neuer Leitung - Dank an Anne Dobrat

Ulrike und Holger von der Heide neue "Doppelspitze"

Hans-Martin Schutte, Anne Dobrat, Ulrike und Holger von der Heide (von links)

Drei Jahre hat Anne Dobrat die Geschicke der Sonntagswanderer geleitet. Zum Ende des Jahres legt sie das Amt der Koordinatorin der Wandergruppe in die Hände von Ulrike und Holger von der Heide.

In seiner kleinen Dankesrede blickt Hans-Martin Schutte auf die vergangenen Jahre zurück. Sie sei eine engagierte „Kümmerin“ gewesen, die für alle Wanderinnen und Wanderer immer ein offenes Ohr hatte.  67 Wanderungen habe sie in den vergangenen Jahren verantwortet, drei sogenannte kleine Kulturwanderungen organisiert und drei Wanderreisen begleitet.

Anlässlich der Jahresversammlung der Sonntagswanderer dankten die Mitglieder der Wandergruppe mit herzlichem Applaus und einem Blumenstrauß für die geleistete Arbeit. Auch der Leiter der Wanderabteilung, Berndt Wozniak, dankte für die gute Zusammenarbeit.

Anne Dobrat betonte in Ihrer Dankesrede, dass sie sehr gerne ihre Aufgaben wahrgenommen habe. Sie habe durch die Wanderinnen und Wanderer immer Unterstützung erfahren, insbesondere bei der Planung der Wanderungen, als engagierte Wanderführer an den Sonntagen sowie bei Planung und Durchführung der Wanderreisen. Sie wird den Sonntagswanderern weiterhin als Wanderin angehören.

Ulrike und Holger von der Heide werden ab Januar 2020 in die Fußstapfen von Anne Dobrat treten. Beide freuen sich auf die neue Aufgabe. Wie sie betonen, liege man als „Doppelspitze“ gerade im Trend der Zeit.

13.06.2019

Kulturwanderung des Weitgehclubs (WGC) führt in die Großleitstelle Oldenburger Land und zum EDEKA-Zentrallager Neuenkruge

Folker von Hagen organisiert interessanten Informationstag

WGC mit Sicherheitswesten vor dem Besuch des Zentrallagers

Auch in diesem Jahr erweckte die  sog. Kultur- oder auch Sitzwanderung des WGC wieder großes Interesse! Es handelte sich in gewisser Weise um eine Premiere, insofern, als dass diverse Wanderfreunde mit dem Fahrrad zum Treffpunkt Ziegelhof in Oldenburg anreisten. Das fiel nicht nur wegen des schönen Wetters recht leicht, sondern auch, weil es erst ganz gemächlich um 9.45 Uhr los ging.

Der erste Weg führte uns auch nur über die Straße zur Großleitstelle Oldenburger Land. Hier erwartete uns die junge Frau Gülöz, gelernte Rettungssanitäterin und jetzt Leiterin der Abteilung Ausbildung und Qualitätsmanagement, um uns alte Herren in den nächsten 2 Stunden ausgiebig mit dieser wichtigen Einrichtung bekannt zu machen. Hier laufen in 2 großen, mit zahlreichen Monitoren ausgestatteten Räumen sämtliche Notrufe der Region ein. Schwerpunkt der Erläuterungen war die Leitstelle für Feuerwehr, Rettungsdienst und Krankentransport, die man im Notfall über die 112 erreicht. Der Einzugsbereich umfasst die beiden Städte OL und DEL, dazu die Landkreise Wesermarsch, Oldenburg, Ammerland und Cloppenburg, insgesamt einen Bereich mit 736.000 Einwohnern. Bis zu 700 Anrufe gehen hier täglich ein, von denen allerdings ein Großteil durchaus nicht als „Notfall“ eingestuft werden kann (Beispiel: „Die Mülltonne ist heute noch nicht geleert worden“).  Für echte Notfälle allerdings stehen 151 Feuerwehren – weit überwiegend freiwillige  -   30 Rettungswachen mit Notarzt- und Krankentransportwagen und insgesamt 2.500 Einsatzfahrzeuge zur Verfügung, die von hier aus in Marsch gesetzt werden können. Zu ruhigen Zeiten geht es relativ gemächlich zu, wie wir uns bei einem abschließenden Blick in den großen Zentralraum vergewissern konnten, aber z.B. bei einem Sturm und Unwetter können es auch mal 400 Anrufe pro Stunde sein ! Die große Kunst der Annehmenden, in der Regel erfahrene Rettungssanitäter, besteht dann darin, die Spreu vom Weizen, d.h. den echten Notfall von der Bagatelle zu unterscheiden – und das weite, dazwischen liegende Feld ein- und richtig zuzuordnen. Binnen 15 Minuten soll, falls erforderlich, Hilfe am Ort des Geschehens sein !

Nachdem wir noch einen abschließenden Blick in die gleich nebenan liegende Großleitstelle der Polizei werfen konnten (Notruf 110, mit einem noch weit größeren, über die Weser reichenden Zuständigkeitsgebiet), verabschiedeten wir uns mit Dank und mit dem beruhigenden Gefühl, dass wir, die wir ja in einem durchaus notfallträchtigen Alter sind, in einem solchen Fall der Fälle auf rasche und kompetente Hilfe rechnen können!

Nun gab es gegenüber im Restaurant Zeus erst einmal ein üppiges griechisches Mittagessen, bevor es weiter ging zur nächsten Station: nach Neuenkruge, zum großen Edeka-Zentrallager ! Einige von uns, die sicher besonders fit bleiben wollen, um nicht demnächst als Notfall aufzufallen, legten auch diese 8 km mit dem Fahrrad zurück, die anderen verteilten sich auf die diversen Autos.

In Neuenkruge empfing uns Herr Thieben, ein Edeka-Veteran, der jetzt als Ruheständler Besucher durch diese riesige Anlage – 28 Hektar Grundstücks-, 12 Hektar Lagerfläche – führt. Seinen lockeren Vortrag garnierte er mit vielen launigen Bemerkungen, Seitenhieben gegen manche (besonders stadtoldenburger)  Behörden und zahlreichen Insider-Infos zum Stand des Lebensmittelhandels regional und in Deutschland – wo es nur noch 4 große Handeslgruppen -  Edeka, Rewe, Aldi und Lidl - gibt !

Ansonsten hatte Herr Thieben einen Überblick über die Edeka-Geschichte, über die heutige Organisationsform dieser Genossenschaft und eine Menge eindrucksvoller Zahlen zu berichten. Nur die wichtigsten:

Täglich – d.h. Tag und Nacht, rund um die Uhr -  schaffen ca 500 LKW rund 7.000 Europaletten hierher, die durch ein raffiniertes und hochkomplexes System auf 500 Lebensmitteleinzelhändler in der Weser-Ems-Region verteilt werden, entsprechend der jeweiligen Bestellungen. Mehr als 20.000 Artikel lagern hier, darunter auch Tiefkühlkost, Gemüse und Frischeartikel, die also sehr kurzfristig rein – raus müssen ! 1.500 Mitarbeiter sorgen dafür, dass alles reibungslos läuft, 230 Berufskraftfahrer gehören dazu, die im Schichtdienst 130 Edeka-LKW bewegen und sich an 274 Verladetoren ihre Waren abholen.

Anschließend nahm Herr Thieben uns mit auf einen, wie er sagte, kurzen, 3 km langen Rundgang durch einen Teil des Lagers. Gabelstapler flitzten herum, teils automatisch fahrend, teils von jungen Männern, gelegentlich auch Frauen gesteuert, die aus aller Herren Länder stammen - allein in einer der Hallen aus 15 Nationen. Insgesamt sind übrigens im ganzen Edeka-Bezirk Minden-Hannover, der in einem breiten Streifen von der holländischen bis zur polnischen Grenze reicht, 73.000 Mitarbeiter aus 95 Nationen tätig !

Eine allerletzte Zahl, dann reicht es: wir durften bei 25 Grad minus durch die große Tiefkühlhalle spazieren! Bei eher sommerlicher Kleidung war das nicht ohne besonderen Reiz, aber ehe uns die Eiszapfen aus der Nase sprossen, waren wir schon wieder draußen !

Fazit: eine weitere Erkenntnis heute darüber, welch Ausmaß an Organisation und welcher Aufwand hinter Dingen stecken, die uns alltäglich und selbstverständlich sind !

Erst am späten Nachmittag kamen wir von diesem ereignisreichen Tag nach Hause !

Ein ganz großer Dank gilt auch diesmal wieder unserem Folker von Hagen, der uns erneut, wie schon in den vergangenen Jahren, einen hervorragenden Einblick in bisher fremde Welten verschafft hat !

Hermann Klasen