Aktuelles von den Wanderern

Die Jahreswanderpläne 2019 für die Sonntagswanderer und den Weitgehclub (WGC) sind eingestellt (siehe Gruppen) .

13.06.2019

Kulturwanderung des Weitgehclubs (WGC) führt in die Großleitstelle Oldenburger Land und zum EDEKA-Zentrallager Neuenkruge

Folker von Hagen organisiert interessanten Informationstag

WGC mit Sicherheitswesten vor dem Besuch des Zentrallagers

Auch in diesem Jahr erweckte die  sog. Kultur- oder auch Sitzwanderung des WGC wieder großes Interesse! Es handelte sich in gewisser Weise um eine Premiere, insofern, als dass diverse Wanderfreunde mit dem Fahrrad zum Treffpunkt Ziegelhof in Oldenburg anreisten. Das fiel nicht nur wegen des schönen Wetters recht leicht, sondern auch, weil es erst ganz gemächlich um 9.45 Uhr los ging.

Der erste Weg führte uns auch nur über die Straße zur Großleitstelle Oldenburger Land. Hier erwartete uns die junge Frau Gülöz, gelernte Rettungssanitäterin und jetzt Leiterin der Abteilung Ausbildung und Qualitätsmanagement, um uns alte Herren in den nächsten 2 Stunden ausgiebig mit dieser wichtigen Einrichtung bekannt zu machen. Hier laufen in 2 großen, mit zahlreichen Monitoren ausgestatteten Räumen sämtliche Notrufe der Region ein. Schwerpunkt der Erläuterungen war die Leitstelle für Feuerwehr, Rettungsdienst und Krankentransport, die man im Notfall über die 112 erreicht. Der Einzugsbereich umfasst die beiden Städte OL und DEL, dazu die Landkreise Wesermarsch, Oldenburg, Ammerland und Cloppenburg, insgesamt einen Bereich mit 736.000 Einwohnern. Bis zu 700 Anrufe gehen hier täglich ein, von denen allerdings ein Großteil durchaus nicht als „Notfall“ eingestuft werden kann (Beispiel: „Die Mülltonne ist heute noch nicht geleert worden“).  Für echte Notfälle allerdings stehen 151 Feuerwehren – weit überwiegend freiwillige  -   30 Rettungswachen mit Notarzt- und Krankentransportwagen und insgesamt 2.500 Einsatzfahrzeuge zur Verfügung, die von hier aus in Marsch gesetzt werden können. Zu ruhigen Zeiten geht es relativ gemächlich zu, wie wir uns bei einem abschließenden Blick in den großen Zentralraum vergewissern konnten, aber z.B. bei einem Sturm und Unwetter können es auch mal 400 Anrufe pro Stunde sein ! Die große Kunst der Annehmenden, in der Regel erfahrene Rettungssanitäter, besteht dann darin, die Spreu vom Weizen, d.h. den echten Notfall von der Bagatelle zu unterscheiden – und das weite, dazwischen liegende Feld ein- und richtig zuzuordnen. Binnen 15 Minuten soll, falls erforderlich, Hilfe am Ort des Geschehens sein !

Nachdem wir noch einen abschließenden Blick in die gleich nebenan liegende Großleitstelle der Polizei werfen konnten (Notruf 110, mit einem noch weit größeren, über die Weser reichenden Zuständigkeitsgebiet), verabschiedeten wir uns mit Dank und mit dem beruhigenden Gefühl, dass wir, die wir ja in einem durchaus notfallträchtigen Alter sind, in einem solchen Fall der Fälle auf rasche und kompetente Hilfe rechnen können!

Nun gab es gegenüber im Restaurant Zeus erst einmal ein üppiges griechisches Mittagessen, bevor es weiter ging zur nächsten Station: nach Neuenkruge, zum großen Edeka-Zentrallager ! Einige von uns, die sicher besonders fit bleiben wollen, um nicht demnächst als Notfall aufzufallen, legten auch diese 8 km mit dem Fahrrad zurück, die anderen verteilten sich auf die diversen Autos.

In Neuenkruge empfing uns Herr Thieben, ein Edeka-Veteran, der jetzt als Ruheständler Besucher durch diese riesige Anlage – 28 Hektar Grundstücks-, 12 Hektar Lagerfläche – führt. Seinen lockeren Vortrag garnierte er mit vielen launigen Bemerkungen, Seitenhieben gegen manche (besonders stadtoldenburger)  Behörden und zahlreichen Insider-Infos zum Stand des Lebensmittelhandels regional und in Deutschland – wo es nur noch 4 große Handeslgruppen -  Edeka, Rewe, Aldi und Lidl - gibt !

Ansonsten hatte Herr Thieben einen Überblick über die Edeka-Geschichte, über die heutige Organisationsform dieser Genossenschaft und eine Menge eindrucksvoller Zahlen zu berichten. Nur die wichtigsten:

Täglich – d.h. Tag und Nacht, rund um die Uhr -  schaffen ca 500 LKW rund 7.000 Europaletten hierher, die durch ein raffiniertes und hochkomplexes System auf 500 Lebensmitteleinzelhändler in der Weser-Ems-Region verteilt werden, entsprechend der jeweiligen Bestellungen. Mehr als 20.000 Artikel lagern hier, darunter auch Tiefkühlkost, Gemüse und Frischeartikel, die also sehr kurzfristig rein – raus müssen ! 1.500 Mitarbeiter sorgen dafür, dass alles reibungslos läuft, 230 Berufskraftfahrer gehören dazu, die im Schichtdienst 130 Edeka-LKW bewegen und sich an 274 Verladetoren ihre Waren abholen.

Anschließend nahm Herr Thieben uns mit auf einen, wie er sagte, kurzen, 3 km langen Rundgang durch einen Teil des Lagers. Gabelstapler flitzten herum, teils automatisch fahrend, teils von jungen Männern, gelegentlich auch Frauen gesteuert, die aus aller Herren Länder stammen - allein in einer der Hallen aus 15 Nationen. Insgesamt sind übrigens im ganzen Edeka-Bezirk Minden-Hannover, der in einem breiten Streifen von der holländischen bis zur polnischen Grenze reicht, 73.000 Mitarbeiter aus 95 Nationen tätig !

Eine allerletzte Zahl, dann reicht es: wir durften bei 25 Grad minus durch die große Tiefkühlhalle spazieren! Bei eher sommerlicher Kleidung war das nicht ohne besonderen Reiz, aber ehe uns die Eiszapfen aus der Nase sprossen, waren wir schon wieder draußen !

Fazit: eine weitere Erkenntnis heute darüber, welch Ausmaß an Organisation und welcher Aufwand hinter Dingen stecken, die uns alltäglich und selbstverständlich sind !

Erst am späten Nachmittag kamen wir von diesem ereignisreichen Tag nach Hause !

Ein ganz großer Dank gilt auch diesmal wieder unserem Folker von Hagen, der uns erneut, wie schon in den vergangenen Jahren, einen hervorragenden Einblick in bisher fremde Welten verschafft hat !

Hermann Klasen

  

13.06.2019

Klas Krüger erwandert 10.000 Kilometer

Der Weitgehclub ehrt seinen aktiven Sportler für herausragende Wanderleistung

Klas Krüger (links im Bild) erhält vom "Vortreter" Berndt Wozniak das Goldene Holzschuhpaar mit der Inschrift 10.000

Eine der schönsten Wandergegenden im Umland Oldenburgs – das Huntetal bei Dötlingen -  hat sich Klas Krüger ausgesucht, um die 10.000 Kilometer – Grenze zu überschreiten. Er ist damit nach Johann Vollmers und Dieter Mielenz der dritte noch aktive Wanderer, der den „Kultstatus 10.000“ erreicht. In nur 423 Wanderungen seit seinem Eintritt in den WGC am 01.09.1998 hat er diese Entfernung am 28. Mai 2019 zurückgelegt, das sind im Durchschnitt 23,5 km pro Wanderung. Im Kreis des WGC gehört Klas zu den aktivsten Wanderern. Er erarbeitet nicht nur neue Wanderstrecken, sondern führt die Langlöper im WGC als Wanderführer auch oft in das schöne Oldenburger Umland. An jedem 2. Sonntag ist er zudem als „Sonntagswanderer“ unterwegs. Auch in dieser gemischten Wandergruppe übernimmt er häufig die Rolle des Wanderführers. Er gehört ferner zum Organisationsteam der jährlichen Wanderfahrt des OTB, die die Wanderer in diesem Jahr nach Hannoversch-Münden führen wird.

Bei einem zünftigen Spargelessen im Landhotel Dötlingen anlässlich der 1.785. Wanderung des WGC am 28. Mai 2019  überreicht der Leiter der Wanderabteilung und Vortreter des WGC, Berndt Wozniak,  das „Goldene Holzschuhpaar mit der Aufschrift 10.000 km an Klas. Ein donnernder Applaus der Wanderbrüder für dieses herausragende Wanderjubiläum und alle guten Wünsche sowie die nötige Fitness für noch viele weitere Wanderungen runden die Ehrung ab.

Klas bedankte sich bei den Wanderbrüdern für den herzlichen Beifall und die ihm entgegengebrachte Kameradschaft mit einer Spende für die Wanderkasse.

13.06.2019

Kulturwanderung der Sonntagswanderer führte nach Verden/Aller

Dom, Verdener Dühnen und Schloss Etelsen begeistern Teilnehmer

Sonntagswanderer vor dem Verdener Dom

Auch wenn die Natur noch Regen gebrauchen könnte, so war es doch sehr angenehm, dass die Sonntagswanderer des OTB ihren Kulturwandertag am 26. Mai 2019 ohne ihre Regenschirme aufspannen zu müssen genießen konnten. Das kam der allgemeinen Stimmung und der Wanderung, die zusätzlich zum Kulturteil eingeplant war, sehr zu gute.

Doch der Reihe nach:

Geplant und vorbereitet von Anne Dobrat und Hans-Martin Schutte, und unter ihrer bewährten Leitung, setzte sich der gut besetzte Bus pünktlich um 8.30 Uhr in Bewegung. Während der Anfahrt Richtung Verden an der Aller, informierte H.M. Schutte uns über das erste Ziel, das Schloss Etelsen! Es liegt kurz vor Verden und ist ein Neo-Renaissancebau, mit Baubeginn 1887. Über die Architektur und auch die wechselvolle Geschichte dieses Schlosses referierte er während der Fahrt. Wir konnten es leider nur von außen betrachten, denn eine Führung innerhalb des Schlosses war nicht möglich. Dafür konnten wir aber in dem sehr schönen, im englischen Stil angelegten Schlossgarten eine gute halbe Stunde flanieren.

Weiter ging es zum Naturschutzgebiet Neumühlen, einem Dünengebiet, das man hier nicht erwartet. Nach einer einstündigen Wanderung durch dieses Areal schloss sich eine Besichtigung des Verdener Domes an, eine imposante Hochgotische Hallenkirche. Der romanische Glockenturm kündet noch davon, dass hier vormals eine romanische Kirche gestanden hatte. Abgesehen von einem großen Blasorchester, das uns unbestellter Weise ein Stück von Mendelssohn spielte und uns einen Eindruck von der Akustik dieses großen Bauwerks lieferte, hatten wir zwar eine etwas gestörte, aber dennoch sehr interessante Führung. Uns wurde zusätzlich zu der Geschichte und den Besonderheiten des Domes auch die Geschichte der Stadt Verden erzählt, die beide eng miteinander verbunden sind.

Nach diesen abwechslungsreichen Stunden, fuhren wir schon in Richtung Oldenburg. Aber in Achim, Stadtteil Baden, wartete noch eine schöne Überraschung auf uns.

In dem Lokal „Weserterrassen“ mit einem tollen Blick auf die mäandernde Weser und den Schleusenkanal wurden wir kulinarisch verwöhnt. Ein wunderbarer Abschluss unseres Kulturwandertages!

Ein großes Dankeschön der Sonntagswanderer für einen schönen, interessanten Ausflug an Anne Dobrat und Hans-Martin Schutte!

04.03.2019

Dieter Mielenz erwandert 10.000 Kilometer

Weitgehclub ehrt eifrigen Wanderer für tolle Leistung

Der scheidende Vortreter des WGC, Dieter Finck, gratuliert Dieter Mielenz  und überreicht das "Goldene Holzschuhpaar 10.000"

Am 05. Februar 2019 war es soweit. Es war die 1.776. Wanderung des Weitgehclubs (WGC). Bei seiner 448. Wanderung mit dem WGC überschritt Dieter Mielenz die magische  10.000 km – Grenze. Langanhaltender Applaus und „Standing Ovations“ von den Wanderbrüdern für diese imponierende Leistung. Dieter Finck, scheidender Vortreter des WGC, ehrte Dieter Mielenz mit dem „Goldenen Holzschuhpaar mit 10.000 km-Aufschrift “ als Ehrenzeichen für diese zurückgelegte Strecke. Er folgt damit Johann Vollmers in den 10.000 er-Club der derzeit noch aktiven Wanderer.

Dieter Mielenz ist seit 19. März 1996 Mitglied im WGC.

Bei einem Blick in die Chronik der Wanderabteilung stellt man fest, das Dieter Mielenz bei der 1.188. Wanderung  am 05. März 1996 erstmals als Gast dabei war. Er wanderte damals seine  ersten 14 km bei den „Spitzenmittelpettern“. Es muss damals ein schöner Vorfrühlingstag gewesen sein, denn die Chronik berichtet von „Ländlichen Gerüchen“. Es war wohl auch damals schon reichlich Dünger ausgebracht worden. Die Chronik berichtet weiter von der Sichtung eines Hochgeschwindigkeitshasen. Als Spruch des Tages steht in der Chronik: „Wer kriecht, stolpert nicht“.

Dieter war von dieser Wandergruppe offenbar so angetan, dass er in den OTB eintrat und bis heute aktiv dabei geblieben ist. Am 20. August  1996, bei der 1.200. Wanderung, wechselte Dieter dann zu den Langlöpern. Es ist in der Chronik nicht überliefert, ob das damalige Heidschnucken Essen im Gasthof Sieger/Thüle ursächlich dafür war. Von da an betrugen die Wanderstrecken jedenfalls  zwischen 20 und 25 km pro Wanderung.

Bereits am 6. Januar 1998 war Dieter bei den Wanderern so etabliert, dass er zum Vortreter des WGC gewählt wurde. 10 Jahre übte er dieses Amt aus. Er erarbeitete die Wanderpläne, sorgte für das leibliche Wohl nach den Wanderungen in den Landgasthöfen des Oldenburger Landes und war unermüdlicher Wanderführer der Langlöper. Er wurde für seinen langjährigen Einsatz  zum „Ehrenvortreter“ des WGC ernannt.

Von 2000 bis Ende 2009 leitete Dieter zudem als Abteilungsleiter die Geschicke der Wanderabteilung im OTB.

Die Wanderer sind Dieter Mielenz für sein großes Engagement in den langen Jahren der ehrenamtlichen Tätigkeit und der aktiven Förderung der Gemeinschaft sehr dankbar und wünschen ihm noch viele schöne Wanderjahre.

26.01.2019

Wanderabteilung zieht Bilanz des Wanderjahres 2018

Berndt Wozniak legt Bericht über das Wanderjahr vor

Wandern und Wohlfühlen

Wandern, das ist weder Sonntagsspaziergang noch „Streckemachen“, sondern die wohltuende Mischung aus Fitness, Entspannung, Naturerlebnis und Geselligkeit – kurz: ein ganzheitliches kombiniertes Fitness- und Wellnessprogramm.  

In der Medizin hat der Gehsport mittlerweile einen neuen Stellenwert erhalten. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die schonende, aber konsequente Bewegung Beschwerden lindert und Krankheitsrisiken senkt. Statt aggressivem Auspowern empfehlen Ärzte zunehmend Wandern als Königsdisziplin zum Erlangen stressfreier Fitness.

Wandern ist also Gesundheitssport.

Die Wanderabteilung hat zum Stichtag 31.12.2018 116 Mitglieder, davon 97 aktiv, 19 inaktiv. 47 Mitglieder wandern beim WGC, 55 bei den Sonntagswanderern und 11 bei den Seniorenwanderern.

Schauen wir uns das Wanderjahr 2018 an, gibt es nur ein Fazit: wir hatten ein Traumwanderjahr, Regenschirm und Regenjacken blieben in diesem Jahr in der Versenkung.

Sonntagswanderer

Wie in den vergangenen Jahren auch, trafen sich die Sonntagswanderer auf dem OTB Parkplatz am Haarenufer zu ihren Wanderungen in die Umgebung. Regelmäßig nahmen  25 bis 35  Wanderer an den Wanderungen teil. Im Wanderjahr 2018 wurden insgesamt 26 Wanderungen durchgeführt.

Zufriedenstellend war auch in diesem Jahr wieder  das Interesse an der Wanderfahrt  der Wanderabteilung im August, die traditionell von der Sonntagswandergruppe organisiert wurde und zum 43. Mal stattfand. Dreißig WanderfreundInnen nahmen teil. Ein herzlicher Dank für die Vorbereitung und Organisation dieser Fahrt geht an Bettina von Alten, Anne Dobrat, Klas Krüger, Matthias Schachtschneider und Hans-Martin Schutte. Die Reise führte diesmal vom 25. – 31.08. in die Saale-Unstrut-Region, eine Gegend, wo die Geschichte allgegenwärtig ist und Burgen, Schlösser und Kirchen beliebte Wanderziele sind. Die Wanderungen vor Ort führten u.a. zum Fuchsturm auf dem Hausberg Jenas, ferner wurde  entlang der Saale in das Gebiet von Neuengönna und Postendorf gewandert. Eine kulturhistorisch ebenso schöne Wanderung führte entlang von Saale und Unstrut und durch den Blütengrund von Henne bei Naumburg nach Freyburg. Außerdem wurden entlang der kleinen Saale die Burgen Saaleck und Rudelsburg erkundet. Abendliche Vorträge sowie Fachreferate rundeten das jeweilige Tagesprogramm ab.  Über die interessante, sehr gut organisierte Fahrt wurde schon im letzten OTB-Mitteilungsblatt (03/2018) berichtet.

Auch im nächsten  Jahr soll wieder eine Wanderfahrt stattfinden. Bettina von Alten mit einem kleinen Organisationsteam hat sich wiederum angeboten, die  Vorbereitung und Organisation dafür zu übernehmen. Es soll im September 2019 nach Hannoversch-Münden gehen.

Die Kulturwanderung der Sonntagswanderer führte bei schönstem Sommerwetter am 27. Mai 2018 nach Butjadingen, dem nördlichsten Teil der Wesermarsch. Es wurde über die Entstehungsgeschichte informiert, das Landschaftsbild mit Sielen und Entwässerungsgräben betrachtet, die Wurten und Höfe bewundert. Der Verbandsvorsteher des II. Oldenburgischen Deichbands berichtete über seine Arbeit und aktuelle Probleme des Hochwasserschutzes, über die Ausbreitung der Bisamratten sowie Probleme der Deichschäferei mit dem Wolf. Höhepunkt der Fahrt war die Besichtigung zweier Kirchen mit Orgeln der Orgelbaufamilie Schmidt aus dem 19. Jahrhundert in Waddens und Schwei. Die Orgelsachverständige der evangelisch-lutherischen Landeskirche begeisterte dann zum Abschluss noch mit einem brillianten Orgelspiel. Anne Dobrat und Hans-Martin Schutte hatten diese Fahrt vorbereitet und organisiert.

Der neue Wanderplan für  2019 ist von den Wanderfreunden Anne Dobrat und Dieter Mielenz zusammengestellt worden.  Für das traditionelle mittägliche Eintopfessen in den Zielgasthöfen ist künftig Gerda Salomon zuständig. Anne Meyer sei an dieser Stelle gedankt für die perfekte Organisation in den vergangenen Jahren.

Im Winterhalbjahr (von Oktober bis April) fand – wie in den Vorjahren auch –  das beliebte Wanderliedersingen statt. Helga Dalenbrok gilt dafür ein besonderer Dank.

Seniorenwandergruppe

Die Organisation der Seniorengruppe erfolgte – wie in den Vorjahren -  durch Peter Holl und Hajo Gerdes. Die noch Aktiven der Seniorengruppe wurden regelmäßig durch  drei bis vier WGC – Wanderer ergänzt. Die Gruppe trifft sich weiterhin dienstags um 14 Uhr, um einen gemeinsamen Spaziergang zu unternehmen. Dieser führt durch das Eversten Holz oder den Schlossgarten. Gerne angenommen wird aber von den Mitgliedern der Gruppe, denen selbst diese kurzen Spaziergänge zu weit sind, die gemeinsame Kaffeetafel, die im Cafe Janssen oder im Cafe Klinge stattfindet. Hier treffen sich die Mitglieder in geselliger Runde zu anregenden Gesprächen. Erfreut sind die Seniorenwanderer, dass es für das Cafe Janssen im neuen Jahr einen neuen Pächter geben wird, der dieses nah am Eversten Holz liegende Cafe weiterführen wird.

Weitgehclub (WGC)

Am 16. November 2018 bestand der Weitgehclub (WGC) 70 Jahre. Begonnen hatte alles in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg: Karl und Wilhelm Sandstede starteten mit wenigen Gleichgesinnten am 16.11.1948 zu Wanderungen in die nähere Umgebung Oldenburgs. Mit dem Bus oder der Bahn ging es nach Hude, Bad Zwischenahn oder Rastede. Von dort wurde dann der Rückweg angetreten. Das in der Regel nicht auf dem kürzesten Weg, sondern gewandert wurde durch landschaftlich schöne Gegenden. Am späten Nachmittag kehrte man dann nach Oldenburg zurück. Damit war der Weitgehclub (WGC) entstanden. Jede Wanderung wurde protokolliert, Erlebnisse schriftlich fixiert, in Ermangelung von Fotoapparaten schöne Aussichten oder Sehenswürdigkeiten in kleinen Zeichnungen festgehalten

Im November 2018 – zum Jubiläum - wurde bereits die 1.773. Wanderung durchgeführt. In der Tradition von Karl und Wilhelm Sandstede wird immer noch jede Wanderung protokolliert, die Wanderstrecke exakt festgehalten. Bilder von jeder Wanderung – heute allerdings mit dem Fotoapparat oder dem Handy geschossen - erinnern in der Chronik an das Erlebte.

Auch im vergangenen Jahr trafen sich in dieser Tradition jeden zweiten Dienstag im Umkreis von Oldenburg – insgesamt 25 mal - die Langlöper um 8.00 Uhr, die Mittelpetter um 9.00 Uhr und die Kurztreter um 9.30 Uhr an einer Gaststätte. Von dort ging es dann unter der Leitung der jeweiligen Wanderführer  auf einen Rundwanderkurs von 20 km/15 km/10 bzw. 5 km. Um 12.30 Uhr trafen sich die Gruppen wieder zum gemeinsamen Mittagessen.

Wie gewohnt sorgte Heiko Dinklage dafür, dass wir unseren erwanderten Appetit mit leckeren Gerichten und fantasievollen Desserts decken konnten. Nachmittags ließen einige Unentwegte den Wandertag mit einer kurzen Wanderung von 5 bis 6 km ausklingen.

Die „Kleine Kulturwanderung“, die wieder von Folker von Hagen glänzend organisiert und vorbereitet wurde, führte 28 Wanderer am 07. August in das Artland. Mit dem Bus ging es nach Quakenbrück und danach in das Museumsdorf Cloppenburg. Quakenbrück ist das Herz des Artlandes, einer fruchtbaren Landschaft nördlich von Osnabrück, welche der Eiszeit und der Hase landwirtschaftlich ertragreiche Böden verdankt. Entsprechend wohlhabend waren die Bauern, was sie gerne durch prächtige Hofbauten mit aufwändigem Fachwerk demonstrierten. Zahlreiche dieser Höfe sind heute noch in der Region zu finden – viele aber nicht mehr landwirtschaftlich genutzt – einige sind im Museumsdorf Cloppenburg aufgebaut. Eine Stadtführung in Quakenbrück mit dem größten Marktplatz von Nordwestdeutschland und ein in dieser Region einzigartiges Ensemble von gut erhaltenen Fachwerkhäusern beeindruckte uns.  Eindrucksvoll auch die vor über 700 Jahren entstandene Kirche St. Sylvester. Gestärkt haben wir uns mit leckerem Curry-Huhn im Artland-Kotten, herrlich direkt an der Hase gelegen. Nachmittags wurde dann das Museumsdorf Cloppenburg besucht, wo uns ein Volkskundler und Bauhistoriker die im Dorf aufgebaute Wehlburg und den Quatmannshof erklärte. Trotz großer Hitze – es wurden bis zu 36 Grad gemessen – erreichten alle Teilnehmer wohlbehalten wieder den Zielort Oldenburg. Einen besonderen Dank an dieser Stelle noch einmal an den Organisator dieses erkenntnisreichen Ausfluges, Folker von Hagen. Über diese Kulturfahrt hat Hermann Klasen in den OTB-Mitteilungen (03/2018) berichtet.

Kurzweilig war auch der Besuch der Landesbibliothek am 09.Oktober 2018 auf Einladung unseres Wanderbruders Lutz Albers. Wir erlebten eine kleine Ausstellung, die anhand von Buch-Beispielen die einzelnen (zumeist privaten) Sammlungen beschrieb, die im Laufe der letzten zwei Jahrhunderte in den Besitz der Bibliothek übergegangen sind.
Highlight war zweifellos der Sachsenspiegel, der in einer Panzerglas-Vitrine zu sehen war.

Im Anschluß an den Vortrag von Herrn Dr. Müller, wissenschaftlicher Leiter des Archives,  erläuterte uns Lutz Albers die  Landkarten, die im Vortragssaal aufgehängt waren. Dabei handelte es sich um eine kleine Auswahl aus der historischen Kartensammlung, die jüngst in den Besitz der Bibliothek übergegangen waren (ca. 16 Exemplare).

Die Generalversammlung – gehalten von unserem Vortreter Dieter Finck – mit dem anschließenden gemeinsamen Grünkohlessen war wieder ein Höhepunkt des Wanderjahres. Unser Vortreter Dieter Finck würdigte einmal mehr die Jahreswanderleistungen in seinem detaillierten Statistikbericht. Der amtierende Kohlkönig Herbert I. (Mesch) hielt eine launige Festrede über die medizinische Wirkung von Grünkohl. Danach überreichte Herbert der I. die Würde an Dieter den V. (Finck). Er hat diese Würde 2018 überzeugend getragen. Für die musikalische Unterhaltung sorgten wieder die drei „Rudijos“ mit Gesang und Gitarrenklängen. Dahinter  verbergen sich unsere Wanderbrüder Rudi Falk, Dieter Hundt und Jochen Schuler.

Sonstiges

Traditionskohlfahrt

Die Traditionskohlfahrt des OTB, die am 28.01.2018 zum 148. Mal stattfand, wurde erstmals von der Wanderabteilung organisiert. Über 70 Teilnehmer begaben sich auf unterschiedlich langen Wanderstrecken von 5 – 10 km um Rastede herum bei idealem Kohlwanderwetter zum Kohllokal „Zum Zollhaus“. Neuer Kohlkönig wurde unser Wanderbruder Michael Huppke, der über diese Kohlfahrt auch in den OTB-Mitteilungen 1/2018 ausführlich berichtet hat.

Am 27. 01.2019 findet die 149. Kohlfahrt statt. Es wäre schön, wenn viele Wanderer unseren Kohlkönig Michael begleiten würden. Ausgerichtet wird die diesjährige Kohlfahrt von den Assistentinnen der Turnabteilung.

Ehrungen

Auch in diesem Jahr fanden im Juni die Ehrungen für verdiente Mitglieder durch den Vorstand im Rahmen einer besonderen Feierstunde statt. Unser Wanderbruder Hans-Jürgen Eßer wurde für seine 75 jährige Mitgliedschaft im OTB geehrt.

Auf der Delegiertenversammlung am 29.11.2018 fanden traditionsgemäß die Würdigungen von Mitgliedern für besondere Leistungen durch Überreichung von Leistungsnadeln statt. Die Leistungsnadel in Gold erhielt unser Wanderbruder Matthias Schachtschneider. Er hat nicht nur über zehn Jahre das OTB-Archiv gepflegt, sondern hat sich auch als Autor der OTB-Chronik zum Jubiläumsjahr 2009 sowie einer umfassenden Aufarbeitung der Sportgeschichte der Stadt Oldenburg, die in diesem Jahr veröffentlicht wurde,  besonders verdient gemacht.

Lieber Matthias, auch an dieser Stelle noch einmal einen herzlichen Glückwunsch zu dieser verdienten Ehrung.

Erwähnenswert sind folgende runde Geburtstage, die Mitglieder unserer Wanderabteilung im vergangenen Wanderjahr vollendet haben:

70 Jahre:      Rasch, Maria, Jannsen, Günther, Künkel, Jochen

80 Jahre:    Asmussen, Marlies, Dobrat, Anne, Hänßler, Ingrid, Hoedke, Hilke, Mielenz,  

                    Ingrid, Schutte, Hille, Siedenburg, Helga, Ames, Kurt, Krüger, Klas

90 Jahre:     Hedden, Edith

Besonders hervorheben möchte ich auch in diesem Jahr alle WanderInnen, die in vergangenen Jahr älter als 90 Jahre wurden: Gisela Ahlring (95), Werner Dörfel (95), Rudolf Dohrmann (94), Hans Hemmen (95), Paul Hey (98), Otto Keune (96), Ilse Kristin (96), Annemarie Krull (93), Hermann Rudolph (93),  Marga Süykers (93) sowie Anna Bach, die am 22. Mai 2018 ihr 107. Lebensjahr vollendete. Unsere herzlichen Glückwünsche zur Vollendung dieser hohen Geburtstage.

Zu unserem Leben - auch zu einem Wanderleben - gehören Abschiede! Wir Wanderer haben auch im vergangenen Jahr einen langjährigen Wanderfreund verloren! Zusammen mit den Angehörigen betrauern wir den Tod von Walter Schröder, verstorben im Februar 2018 im Alter von 81 Jahren. Er wanderte seit 2004 mit uns Viele aus unserem Kreis erinnern sich an die gemeinsamen Wanderungen mit dem Verstorbenen und werden ihn in guter Erinnerung behalten.

Aus gesundheitlichen Gründen musste sich Armin Zimmermann aus unserer Wanderrunde verabschieden.

Alle Aktivitäten der Wandergruppen ließen sich nur durchführen, weil engagierte Mitglieder der Abteilung sich eingesetzt haben und nur so die große Vielfalt an Veranstaltungen möglich war.<
Zum Schluss möchte ich in besonderem Maße Dank sagen den Leitern der Seniorenwandergruppe, Peter Holl und Hajo Gerdes, der Leiterin der Sonntagswandergruppe, Anne Dobrat und  dem Vortreter des Weitgehclubs, Dieter Finck, der nach mehr als 11 Jahren diese Aufgabe nun abgegeben hat. Durch Eure selbständige Arbeit in Euren Gruppen habt Ihr meine Arbeit als Abteilungsleiter sehr leicht gemacht. Dafür ein herzliches „Dankeschön“!

Zugleich möchte ich es aber nicht versäumen, auch den Wanderführerinnen und Wanderführern sowie allen, die sich in der Wanderabteilung aktiv durch Übernahme von Sonderaufgaben betätigt haben, sei es durch das Schreiben von Protokollen, Beiträgen und Berichten, das Fortführen der Chronik des WGC, das Pflegen des Internetauftrittes und unseres Archivs, das Absprechen der Mittagsmahlzeiten mit den Lokalbetreibern, das Vortragen von Geschichten und Gedichten, beim Singen im Winterhalbjahr sowie den Besuch bei erkrankten oder zu ehrenden Wanderinnen und Wanderern unserer Abteilung ganz besonders zu danken. 

All diesen fleißigen Helfern ist bewusst, dass unser OTB kein Dienstleistungsbetrieb ist, sondern ein Sportverein, in dem ein kameradschaftliches und helfendes Miteinander zum Gelingen einer jeden Wanderung oder anderen Veranstaltung selbstverständlich ist.                                             Berndt Wozniak