Was war bei den OTB-Boulern im Sommer so los? Richtig viel! Auf den 10 Boulebahnen am Osterkampsweg spielten während der Woche regelmäßig bis zu 75 Personen, einige vormittags, andere nachmittags, manche auch vor- und nachmittags.
Die größte Gruppe trifft sich mit bis zu ca. 30 Personen seit vielen Jahren jeden Dienstag ab 15h zu einem Turnier mit jeweils 2 Spielen. Die Ergebnisse werden erfaßt, verrechnet und am Ende stehen alle Platzierungen fest. Im abgeschlossenen Sommerturnier haben es Jeff auf den 1., Werner auf den 2. und Wilhelm auf den 3.Platz geschafft. An alle herzliche Gratulation!
Jetzt müssen endlich auch einmal diejenigen erwähnt werden, die das Turnier alljährlich organisatorisch möglich machen: die Hauptarbeit bewältigt Hans Rademacher, die Zuarbeit bei der Spiele-Auslosung leistet Werner Brand. Dafür an dieser Stelle ein riesiges Dankeschön!! (s. Fotos)
So, und jetzt wird wieder gespielt, den ganzen Winter durch, jeden Vormittag in der Woche ab 10.30h bis 12h - auch gerne mit Anfängern zum Schnuppern -, an so manchen Nachmittagen und insbesondere beim Dienstags-Turnier.
Mit „geschlossenen Füßen“ richtig Pétanque spielen
Und jetzt geht noch ein großes Dankeschön an Jules LeNoir aus La Ciotat an der französischen Côte d´Azur. Wegen seines Rheumaleidens bewältigte der passionierte Spieler damals das „Jeu Provencal“ nicht mehr, eine Bouleart mit Anlauf beim Abwurf und längeren Bahnen. Seinetwegen wurde 1907 eine weitere Bouleart entwickelt (es gibt einige, z.B. auch das italienische Boccia): auf einer kürzeren Bahn und ohne Anlauf, gerade recht für Jung und Alt. Der Abwurf geschieht aus einem Kreis, ohne Anlauf und vor allen Dingen mit „geschlossenen Füßen“, französisch: „pieds tanque‘s“, im provenzalischen Südfranzösch: „ped tanco“, daraus wurde unser „Pétanque“.
Wir Hobby-Petanquisten haben nur sehr wenige Regeln zu beachten, aber die wichtigste basiert auf der primären Spielidee: beim Abwurf der Eisenkugel müssen beide Füße innerhalb des Kreises stehen und Bodenkontakt behalten, bis die gespielte Kugel den Boden berührt. Sonst ist der Wurf ungültig, getroffene Kugeln werden zurückgelegt. Viele Anfänger, aber leider auch einige Fortgeschrittene missachten diese originäre Spielidee. Das ist so, wie wenn man beim Fußball mit der Hand spielt!
Entschieden: Boule-Platz bleibt weiterhin erhalten
Um eine eventuelle Verlegung des Bouleplatzes wegen eines vermeintlichen Mehrbedarfs der Tennissparte ging es bei einer Besprechung am 24. Juni. In einem sachlichen Gespräch stellte sich heraus, dass im Tennisbereich nun doch kein Bedarf an weiteren Plätzen besteht.
Teilgenommen hatten der OTB-Geschäftsführer Frank Kunert, Vertreterinnen und Vertreter der Tennis- und der Gesundheitssportbereiche und etliche Boulisten. Ein sachkundiger Boulespieler, von Beruf Vermessungsingenieur, schätzte allein nur für die Erdbewegungen von 8 Boule-Spielfeldern Kosten von rund 38.000 Euro. Zudem müssen im OTB andere Vorhaben am Haarenesch finanziell bewältigt werden.
Text: Theo Stenert