Aktuelles von den Basketballern

24.01.2023

72:91 gegen VfL Stade

Wieso der OTB trotz Negativlauf zuversichtlich ist

Andre Galler (links, hier gegen Lukas Benthien) erzielte 24 Punkte für den OTB. Bild: Tobias Frick

Dem nun allein an der Spitze der 1. Basketball-Regionalliga stehenden VfL Stade reichten zwei gute Läufe, um beim Oldenburger TB zu siegen. Dessen Trainer zog dennoch ein motivierendes Fazit.


 Verteidigt: „Wir haben sehr gut angefangen in der ersten Halbzeit und diese größtenteils kontrolliert“, meinte OTB-Coach Vangelis Kyritsis zum guten Auftreten seines Teams in den ersten Vierteln: „Erst zum Ende hatte Stade einen guten Lauf – vor allem hat uns das Doppeln in der Verteidigung stellenweise große Probleme bereitet.“

Verworfen: Nach dem Seitenwechsel kamen beide Mannschaften nicht gut zurück in die Partie. Den Oldenburgern gelangen im dritten Viertel nur fünf Punkte, während Stade zum Ende des Abschnitts einen weiteren Lauf initiierte und durch gute Abschlüsse aus der Distanz brillierte. „Wir haben viele einfache Körbe liegengelassen – und die Stader haben ihre Würfe in der Phase getroffen“, sagte Kyritsis: „Das war dann spielvorentscheidend.“ Nach dem 53:69-Zwischenstand schaffte es der OTB nicht mehr, die Hoffnung auf eine Überraschung zu nähren.

 Verwandelt: Mit starken Trefferquoten überzeugte aus den Reihen der Gastgeber besonders Andre Galler an diesem Tag. Er verwandelte fünf von siebten Versuchen aus der Distanz, war am Ende mit 24 Punkten erfolgreichster Korbjäger der Partie und legte dazu auch sechs Assists auf. Paul Kleihauer kam auf zwölf Zähler und sechs Rebounds. Für die Gäste punkteten vier Spieler zweistellig.

Versprüht: „Ich bin trotzdem zufrieden mit den Jungs und ihrem Kampfgeist. Wir sind in guter Form und müssen die anstehenden Spiele gewinnen, weil das die Gegner sind, die für uns in greifbarer Nähe sind“, versprüht Kyritsis mit einem motivierenden Fazit Zuversicht. Am kommenden Samstag geht es nach Rendsburg (14/8/9.), eine Woche später gegen Schlusslicht Bergedorf. Es ist eine Phase, in der der OTB neu angreifen und sich Luft im Abstiegskampf verschaffen möchte. (Quelle: NWZ, 24.01.2023)
 

16.01.2023

So stark debütiert ein alter Bekannter gegen den OTB

Piet Niehus in Aschersleben

Bis ins neue Jahr spielte Piet Niehus (rechts, hier kurz vor Weihnachten gegen Itzehoes Leevi Erkilä) für die BBG Herford in der ProB. Jetzt geht er für Aschersleben auf Korbjagd. Bild:Imago

Trotz eines lange Zeit ganz starken Auftritts haben die Basketballer des Oldenburger TB am Samstag bei den Aschersleben Tigers ihre sechste Niederlage in Serie in der 1. Regionalliga kassiert. Beim 68:83 (36:36) hatte der Aufsteiger nach drei Vierteln noch 56:50 geführt, ehe die individuelle Klasse der Gastgeber den Ausschlag gab. „Das war eine der besten Partien in dieser Saison. Ich bin super-zufrieden mit den Jungs“, lobte OTB-Trainer Vangelis Kyritsis.

 

Die knapp hinter den vier Playoff-Rängen liegenden Tigers (13 Spiele/16 Punkte/6. Platz) stecken im Umbruch, haben nicht nur den Trainer ausgetauscht, sondern sind auch dabei, den Kader umzubauen. Eine Neuverpflichtung ist Piet Niehus, ein alter Bekannter für Oldenburgs Basketball-Fans. Der beim OTB und im Nachwuchsprogramm der Baskets groß gewordene 24-Jährige wurde von der BBG Herford aus der ProB geholt, bis zum Saisonende engagiert und zeigte mit 16 Punkten gegen seinen Ex-Verein einen starken Einstand.

Erfolgreichste Akteure der weiterhin knapp vor Abstiegsrang zwölf liegenden Oldenburger (13/4/10.) waren Andre Galler (23 Punkte) und Nick Sander (16). Letzterer holte dazu sieben Rebounds. „Alle haben ihre Rolle gefunden. Auch die Bankspieler haben sich stark verkauft“, resümierte Kyritsis: „Wir haben das Reboundduell gewonnen und waren über 35 Minuten gleichauf mit dem Gastgeber, bevor dieser individuell noch eine Schippe draufpackte.“

 

14.01.2023

Wieso Armani Moore dem Oldenburger TB wieder fehlt

Ungewöhnliches Angebot

Schon wieder weg: Armani Moore (links, hier zuletzt beim 65:88 gegen den ASC Göttingen), Bild: Fabian Steffens

Eine An-Aus-Beziehung erleben die Basketballer des Oldenburger TB in dieser Saison mit dem im Herbst nachverpflichteten Armani Moore. Der früher für die EWE Baskets in der Bundesliga aktive US-Amerikaner fehlt dem abstiegsbedrohten Aufsteiger (12 Spiele/4 Punkte/10. Platz) nicht nur an diesem Samstag im um 19.30 Uhr beginnenden Duell bei den Aschersleben Tigers (12/14/7.), sondern auch in einigen weiteren Partien in der 1. Regionalliga.
 

„Jetzt müssen unsere ursprünglichen Leistungsträger wieder ihre Hausaufgaben machen und ihre Rollen besser erfüllen“, sagt OTB-Trainer Vangelis Kyritsis zum erneuten Fehlen von Moore, der im November nach seinem Debüt (Heimsieg gegen Königs Wusterhausen) in die US-Heimat geflogen war und drei Spiele (alle verloren) verpasst hatte, ehe er vor und nach der Weihnachtspause seine Einsätze zwei und drei im OTB-Trikot erlebte (auch beide verloren). Nun hat der 28-Jährige ein Angebot aus Island angenommen. Dort will Moore die Saison abschließen, so dass der Turnerbund bis Ende März auf ihn verzichten muss.

„Armani wollte gerade im letzten Spiel einfach zu viel und es stellenweise alleine gewinnen“, blickt Kyritsis auf das 65:88 vor einer Woche gegen den ASC Göttingen zurück und richtet den Blick nach vorn: „Die Stimmung im letzten Training war trotz der klaren Niederlage und des Ausscheidens von Armani sehr gut. Wir sind also im Vergleich zu Aschersleben derzeit eine intakte Mannschaft und wollen über unsere Tiefe und Geschlossenheit ein gutes Spiel zeigen.“

Der OTB-Coach spricht damit den Umbruch an, den die Tigers gerade erleben. Beim Tabellensiebten, für den es der erste Auftritt nach dem Jahreswechsel ist, musste nicht nur der Trainer gehen. Auch zwei Leistungsträger, darunter der Niederländer Jamayro de Windt, sind ausgeschieden. „Aschersleben bemüht sich, die Mannschaft mit neuen starken Spielern zu besetzen“, weiß Kyritsis: „Ob ihnen das bis zu unserem Spiel gelingt, ist aber noch sehr fragwürdig.“ (Quelle: NWZ, 14.01.2023)

13.01.2023

Basketball Jahresbericht 2022

Basketballabteilung geht gestärkt aus der Pandemiezeit hervor

 

Jahresbericht 2022

Auch zu Beginn des Jahres 2022 wurde der Spielbetrieb auf Landesebene
und darunter eingestellt. Lediglich die 1. Herren konnten ihren Traum
vom Aufstieg in die 1. Reginalliga Nord weiter verfolgen. Im Mai war es
dann geschafft!
Wie schon erwähnt, hatte Corona die gesamten Landesmeisterschaften im
Jugendbasketball ausfallen lassen, bis auf zwei Ausnahmen: die weibliche
U18 wurde Vizemeisterin bei der Norddeutschen Meisterschaft, musste sich
dabei nur dem amtierenden Deutschen Meister Alba Berlin geschlagen. Die
männliche U12 wurde ebenfalls Vizemeister bei der
Niedersachsenmeisterschaft, konnte Göttingen
mit einem 1,96m großen Spieler nicht bezwingen.
Bei den Senioren errangen die Ü65 die Vizemeisterschaft bei den
Bundesbestenspielen in Oldenburg. Und vier OTB - Spieler (Meister,
Pappert, Völcker, Kriebs, Müller) wurden in einer Spiegemeinschaft
ebenfalls Vizemeister bei den Ü60 - Bundesbestenspielen. Allen
Beteiligten Herzlichen Glückwunsch!

Nach den Sommerferien ging es dann wieder in eine normale Saison, deren
Vorbereitung durch die Baumaßnahnen bei der Haarenuferhalle doch stark
beeinträchtigt wurde.
Im weiblichen Bereich hatten insbesondere die jüngeren Mädchen einen
überzeugenden Start. Die U12 und U14 liegen verlustpunktfrei an der
Tabellenspitze. Die U16 verbessert sich ständig und hat in der
Landesliga langsam Fuß gefasst. Die neuformierte Damenmannschaft  hat
mit zwei Siegen und einer Niederlage gezeigt, dass sie in der Oberliga
mithalten kann.
Im männlichen Bereich war die neue Zusammensetzung in den
Jugendmannschaften nicht immer Garant für einen erfolgreichen Start.
Echte Standortbestimmungen sind wohl erst im Früjahr 2023 zu sehen,
ähnlich wie bei den Seniorenmannschaften. Die 1. Herren haben mit
schwankenden Leistungen noch nicht gezeigt, dass sie in der neuen Liga
bestehen können. Highlight war das Derby gegen die
Basket Juniors / TSG Westerstede am 04.12.2022 vor toller Kulisse in der
Haarenuferhalle mit einer bemerkensweten Choreografie des Fanclubs.
Leider verlor der OTB das intensive Derby deutlich.

Auf der Abteilungsversammlung vom 23.03.2022 wurde Marco Rakelmann mit
großem Applaus für seine jahrelange Arbeit als Verantwortlicher der
weiblichen Mannschaften verabschiedet. Diese Aufgabe hat nun Svenja Alms
übernommem. Wie schon in mehreren Artikeln dargestellt, ist die
Kooperation mit den EWE Baskets zum 31.07.2022 beendet worden. OTB und
EWE Baskets bleiben im Wunsch,bei Kindern und Jugendlichen Begeisterung
für den Basketballsport zu wecken und bestmöglich zu fördern, weiterhin
gewogen und verbunden.

Erfreulich ist, dass die Abteilung im Jahr 2022 auch zahlenmäßig
gewachsen ist. Insgesamt gingen 26 Basketballteams an den Start, sechs
weibliche und 20 männliche (wieder 5 Herrenteams).
Qualifizierte Trainer wie Vangelis Kyritsis, Sebastian Brunnert,
Karl-Heinz Röben, Arne Chorengel Andre Galler und Mladen Drijencic (seit
Herbst dabei) sowie viele junge Übungsleiterinnen waren
und sind weiterhin Quaranten für eine erfolgreiche Arbeit. Große
finanzielle Unterstützung gab es wie schon in den Jahren zuvor von den
Fördervereinen MBO und Assist.

Für die Abteilungsversammlung am 08.02.2023 wird der Vorstand einen
Perspektivplan vorstellen und diskutieren: welche Schwerpunkte will sich
die Basketballabteilung bis 2025 setzen?

Ulli Scheler, Abteilungsleiter Basketball

10.01.2023

65:88 gegen ASC Göttingen

Warum eine Erwartungshaltung den OTB hemmt

Eine schwache Dreier-Quote war nur ein Grund, warum das OTB-Team um Andre Galler (rechts) wieder deutlich verlor. Bild: Fabian Steffens

Beim ersten Spiel in 2023 in der 1. Basketball-Regionalliga hatte der Oldenburger TB wieder Probleme aus der Ferne. Beim ASC Göttingen brillierte ein Spieler – der OTB verließ sich zu sehr auf einen.

 

Statt sich im Abstiegskampf etwas Luft zu verschaffen, haben die Basketballer des Oldenburger TB im ersten Spiel nach dem Jahreswechsel in der 1. Basketball-Regionalliga einen weiteren Dämpfer kassiert. Der Aufsteiger (jetzt 12 Spiele/4 Punkte/10. Platz) unterlag in eigener Halle Playoff-Kandidat ASC Göttingen (13/18/3.) deutlich mit 65:88 (30:43).

„Das war kein gutes Spiel von uns“, klagte OTB-Coach Vangelis Kyritsis, dessen Team unter anderem wieder speziell aus der Distanz große Probleme hatte. Nur einer von 16 Dreier-Versuchen fand den Weg in den Korb. „Wir sind nicht in den Rhythmus gekommen – was einige Gründe hatte“, meinte Kyritsis.

Ein Faktor war vielleicht auch, dass die Gäste ohne Trainer angereist waren und dadurch sehr frei aufspielen konnten. Das nutzte vor allem Topscorer Nick Boakye, der neben 30 Punkten und zehn Rebounds für ein Double Double auch noch fünf Vorlagen und sechs Balleroberungen auf den Spielbogen brachte.

Einen weiteren Grund für die Niederlage sah Kyritsis in der Erwartungshaltung im Team gegenüber Starspieler Armani Moore: „Vielleicht haben wir gedacht, dass er alles macht – aber wir konnten ihn dieses Mal auch nicht so gut einsetzen.“

Der 28-jährige US-Amerikaner kam im Endeffekt auf elf Punkte, während Nick Sander (12 Zähler/10 Rebounds) ein Double Double für den OTB erzielte. Andre Galler wurde mit 18 Punkten zwar effektivster Korbjäger der Oldenburger, versenkte allerdings nur einen seiner acht Versuche aus der Distanz.

Die Göttinger trafen elf von 29 Dreierwürfen, waren aber vor allem auch in der Zone sehr präsent und stark. „Ihnen ist wirklich offensiv alles gelungen – mit einer unglaublichen Trefferquote“, musste Kyritsis anerkennen. Neben Boakye punkteten drei weitere ASC-Akteure zweistellig.

Vor dem OTB klafft nun eine Lücke, weil die Baskets Juniors/TSG Westerstede (13/8/8.) das Duell bei Tabellennachbar Rendsburg (13/8/9.) mit 71:65 gewannen. Da die WSG Königs Wusterhausen (13/4/11.) und die TSG Bergedorf (13/2/12) verloren, ist die Abstiegsgefahr für die Oldenburger immerhin nicht größer geworden.