Aktuelles vom Tischtennis

21.06.2020

Damen des OTB zukünftig in der Verbandsliga!

Ein an der richtigen Stelle gesetztes Häkchen hat den OTB-Frauen das Ticket in die Verbandsliga gebracht. Der Verband warnt aber schon einmal vor einem alternativen Corona-Spielbetrieb.

Unverhofft kommt oft: OTB-Kapitänin Nane Emme freut sich über den Aufstieg aus der Landesliga und auf die neuen Aufgaben in der Verbandsliga. Bild: NWZ / Martin Remmers

Überraschung für die Tischtennis-Frauen des OTB: Als Vierter der aufgrund der Corona-Pandemie abgebrochen Landesliga-Saison erhalten sie unverhofft einen Nachrückerplatz für die Verbandsliga. Weil einige Kontrahenten nicht wollten, treten die Oldenburgerinnen in der kommenden Spielzeit eine Klasse höher an.

„Wir sind selber ganz überrascht“, kommentiert Nane Emme die Nachricht. „Wir hatten einfach mal das Häkchen gesetzt, dass wir einen Platz in einer höheren Klasse annehmen würden, ernsthaft gerechnet hatten wir damit aber nicht“, erklärt die Mannschaftsführerin des OTB. Der Aufstieg wird möglich durch den Rückzug von Oldendorf II sowie den Verzicht von Wissingen II (Neunter der Verbandsliga) sowie der vor dem Turnerbund platzierten Landesliga-Mannschaften.

Der durch ein kleines Häkchen Realität gewordene Sprung in die höhere Spielklasse hat aber auch einen kleinen Haken. „Wir werden natürlich absoluter Außenseiter in jedem Spiel sein“, glaubt Emme und ergänzt: „Aber ich freue mich darauf, mal in einer anderen Liga gegen andere Gegnerinnen zu spielen. Vielleicht gibt es in der Verbandsliga ja auch nicht mehr ganz so viele Materialspielerinnen wie in der letztjährigen Landesliga.“

Wie genau die Aufstellung des OTB nun aussehen soll, müsse noch abschließend besprochen werden. Und ob die Saison wie geplant losgehen wird, sei ja sowieso noch unsicher, gibt Teamkapitänin Emme zu bedenken.

Das hatte auch der Tischtennis-Verband Niedersachsen betont. „Uns ist bewusst, dass die Meldeprozesse in diesen Zeiten eine besondere Herausforderung darstellen“, hatte der Verband auf seiner Internet-Seite publiziert und damit auf einen weiteren Haken hingewiesen: „Es kann durchaus sein, dass wir diese Meldung zu einem späteren Zeitpunkt wiederholen, wenn sich herausstellt, dass wir einen alternativen Corona-Spielbetrieb organisieren müssen, weil der normale Spielbetrieb einfach nicht sinnvoll durchgeführt werden kann und die Saison nachträglich unter Aussetzung von Auf- und Abstieg annulliert wird.“

Trotzdem galt wie in jedem Jahr der 10. Juni als Stichtag zur Meldung der Teams für die betreffenden Ligen, so dass die Klassen nun vorerst eingeteilt sind. Bei Oldenburgs Männern gab es keine größeren Überraschungen. SWO als Absteiger aus der Oberliga und die künftige Regionalliga-Reserve des OTB als Aufsteiger spielen in der Verbandsliga Nord. BW Bümmerstede und SWO II sind weiterhin in der Landesliga Weser-Ems aktiv.

Quelle: NWZ Online vom 13.06.2020

11.06.2020

Herzlich Willkommen Andre Stang!

Weiterer Aderlass für SWO: Nach dem Abstieg aus der Tischtennis-Oberliga und dem Abgang des oberen Paarkreuzes, Philipp Flörke (SC Poppenbüttel) und Hendrik Z’dun (SV Wusterwitz), geht in Andre Stang auch die bisherige Nummer drei. Der 36-Jährige wechselt zu Lokalrivale OTB und wird dort in der zweiten Mannschaft spielen, die in die Verbandsliga aufgestiegen ist.

„Der Abschied von Schwarz-Weiß fällt mir schwer, weil wir wirklich eine gute Truppe mit sehr netten Mitspielern und SWOern haben. Aber nach den bisherigen Abgängen fehlt die Perspektive, wieder kurzfristig oben anzugreifen“, erklärt Stang den Dominoeffekt, der schon Flörke nach Z’duns Abgang in die brandenburgische Heimat zur Rückkehr nach Hamburg bewogen hatte.

„Ich hatte auch noch andere interessante Angebote, aber habe mich dann für den OTB entschieden, weil ich gerne in Oldenburg weiterspielen möchte und es auch interessant finde, was hier aufgebaut wurde und wird“, sagt Stang, der bei SWO in der Oberliga 11:8 Siege im mittleren und 2:0 im oberen Paarkreuz geholt hat. Sein aktueller TTR-Wert von 2027 Punkten dürfte in der Verbandsliga zu den höchsten gehören. „Kurios ist, dass ich beim OTB nun wieder auf Detlef Jahn treffe, meinen alten Trainer aus Schweriner Zeiten“, sagt Stang.

Gleichzeitig verkündete der Turnerbund mehrere Abgänge. Neben Thuong Nguyen, dessen Abgang aus der Reserve zum TuS Lutten schon bekannt war, gehen auch Heiko Wirkner und Wang Yansheng aus der ersten Mannschaft. Wirkner hatte in der Oberliga-Saison 2019/20 schon kein Spiel mehr für den OTB bestritten, davor aber großen Anteil an der Verbandsliga-Meisterschaft und den beiden Deutschen Meisterschaften der Ü-50-Senioren. Zu den DM-Titeln hatte auch Wang Yansheng beigetragen. Für den Liga-Betrieb der ersten Männermannschaft war er erst 2019 von Drittligist SV Siek gekommen. Nun wechselt er zurück nach Schleswig-Holstein zu Verbandsliga-Aufsteiger VfL Bad Schwartau.

„Der OTB wird in der kommenden Saison in der Regionalliga mit einer stark verjüngten Mannschaft antreten, deren Angehörige schwerpunktmäßig aus Oldenburg und der Region Nordwest kommen. Dies ist seit mehreren Jahren als Ziel unserer Aufwärtsentwicklung ausgegeben und verfolgt worden“, heißt es in der Abschieds-Mitteilung des OTB zu den Abgängen.

Die dürften durch die vermeldeten Zugänge mehr als kompensiert werden. Als Verstärkungen kommen die Oldenburg-Rückkehrer Johannes Schnabel (TSV Lunestedt) und Heye Koepke (Hannover 96) sowie der in Bremen lebende Valentin Nad Nemedi (Siek).

Quelle: NWZ vom 10.06.2020

 

22.04.2020

Auch Valentin Nad Nemedi verstärkt Kader vom Regionalliga-Aufsteiger OTB

Die Tischtennis-Abteilung vom Oldenburger TB arbeitet nach dem Regionalliga-Aufstieg weiter am Kader für die kommende Saison. Nach den Oldenburg-Rückkehrern Heye Koepke und Johannes Schnabel wechselt auch Valentin Nad Nemedi zum Regionalliga-Aufsteiger. Der 24-Jährige lebt in Bremen und hat zuletzt beim SV Siek (Schleswig-Holstein) im oberen Paarkreuz der 3. Bundesliga Nord gespielt.

Seit vier Jahren ist der Serbe in der 3. Bundesliga aktiv, drei davon in Siek. Mit seinen aktuell 2242 TTR-Punkten hätte der Angriffsspieler in der abgelaufenen Regionalliga-Saison zu den Spitzenakteuren der Liga gehört. In der Weltrangliste stand der Neu-Oldenburger 2016 schon einmal auf Rang 333. Da die Weltrangliste inzwischen nach anderen Kriterien berechnet wird, die vor allem internationale Vielspieler honorieren, liegt der Serbe derzeit nur noch auf Rang 927.

Quelle: NWZ Online, Meldung vom 22.04.2020 

 

14.04.2020

Heye Koepke erklärt seinen spektakulären Wechsel zum OTB

Ehe die Coronavirus-Krise den Betrieb in den Hallen lahmlegte, trainierte Heye Koepke ab und an in der Halle seines Heimatvereins SWO. In Zukunft tritt er für den OTB an.

Bild: Nwz Online v .14.04.20

Nachdem er 2017 seinen Heimatverein SWO verlassen hat, schlüpft Heye Koepke nun beim OTB wieder in ein Oldenburger Trikot. Hier verrät der 17-Jährige auch, was für eine Rolle das Fahrradfahren in Zusammenhang mit dem Wechsel zum Turnerbund spielt.

Während die aktuelle Tischtennis-Saison abgebrochen ist, laufen die Planungen für die neue Spielzeit beim Oldenburger TB weiter auf vollen Touren. Nachdem der Regionalliga-Aufstieg realisiert ist, nimmt das Team Gestalt an. Nach Johannes Schnabel kann der Turnerbund einen zweiten Zugang vermelden, der nach Oldenburg zurückkehrt: Heye Koepke.

Straffes Programm

„Ich freue mich unheimlich, wieder in Oldenburg zu spielen – und so auch wieder mehr Gelegenheit zu haben, meine Eltern und meine Freunde hier zu sehen“, erklärt der 17-Jährige, der vor eineinhalb Jahren auf das Sportinternat in Hannover gewechselt ist und seit 2019 dort auch für 96 in der 3. Bundesliga gespielt hat.

„In den nächsten zwei Jahren, in denen ich auf dem Internat mein Abitur mache, werde ich sicherlich ein straffes Programm haben. Da tut es gut, auch an den Punktspiel-Wochenenden öfter in Oldenburg sein zu können“, meint Koepke, der mit 96 auf Abstiegsrang neun lag, als die Coronavirus-Krise den Spielbetrieb lahmlegte. Er selber kam bis dahin im unteren Paarkreuz auf eine Bilanz von 6:8 Siegen.

Schon im vergangenen Herbst gab es Berichte, dass die Finanzierung der Drittliga-Mannschaft aus der Landeshauptstadt für die Zukunft nicht gesichert sei. Und tatsächlich wurden auch die Spieler bereits vor einiger Zeit informiert, dass das Team wohl aus der 3. Liga zurückgezogen werde. „Darum war es mir jetzt auch wichtig, einen Verein zu finden, bei dem ich eine längerfristige Perspektive sehe. Ich glaube, die ist beim OTB gegeben“, erklärt Koepke.

Anspruchsvolle Aufgabe

Der 17-Jährige ist der aktuell wohl beste aus Oldenburg stammende Tischtennis-Spieler. Als sportlichen Rückschritt versteht er den Wechsel von der 3. Bundesliga in die direkt darunter angesiedelte Regionalliga nicht. „Das obere Paarkreuz wird sicher sehr stark besetzt sein, da werde ich nicht zu den absoluten Topspielern gehören – das ist schon eine sehr anspruchsvolle Aufgabe“, findet Koepke.

Auch der Verband und die Kadertrainer sähen das ähnlich. „Mit denen standen wir in sehr gutem Austausch. Eine ganz klare Vorgabe gab es nicht, aber das mittlere Paarkreuz wäre vermutlich – auch für meine eigenen Ambitionen – zu wenig“, bericht der Oldenburger Nachwuchssportler des Jahres 2016 und hat mit dem Turnerbund viel vor: „Für die Regionalliga sollten wir gut aufgestellt sein und auch Perspektiven haben, vielleicht aufzusteigen.“

Koepke ist eine feste Größe im Nachwuchskader des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) und wurde zuletzt Dritter beim nationalen Top-12-Turnier der U-18-Jungen. Vor allem für sein hohes Spielverständnis ist der Angriffsspieler bekannt. Mit 2186 TTR-Punkten steht er aktuell auf Platz 107 der deutschen Männer- sowie Position drei der nationalen U-18-Rangliste. Im europäischen U-18-Ranking steht für ihn Platz 130 zu Buche, weltweit ist es Rang 273.

Damit es dort und mit dem OTB möglichst noch weiter nach oben geht, hat der Oldenburger nun auch einen Weg gefunden, sich richtig fit zu halten. Nach der Schließung des Internats und der Turnhallen war zunächst nicht viel mehr als Fitness-, Kraft- und Mobilitätsübungen möglich.

„Mittlerweile habe ich privat einen Raum mit Tisch zur Verfügung, wo ich zum Beispiel Aufschlagtraining machen kann“, erzählt Koepke. „Oder auch Balleimertraining – und meine Eltern müssen dann zuspielen“, erklärt er, sehnt aber wie so viele Spieler auf allen Leistungsebenen den geregelten Trainingsbetrieb wieder herbei.

Angenehmer Nebeneffekt

Ganz in Oldenburger Tradition freut sich der 17-Jährige im Zusammenhang mit seiner spektakulären Rückkehr in die Stadt übrigens vor allem über einen angenehmen Nebeneffekt: „Endlich wieder mit dem Fahrrad zu den Heimspielen“, sagt er lächelnd und ergänzt: „Über Strecken, die ich schon unzählige Male gefahren bin – manchmal konnte ich das in Hannover auch machen, aber das hat sich nie so richtig nach zu Hause angefühlt.“

Quelle: Nwz Online v. 14.04.20

14.04.2020

„Die Möglichkeit gab’s bisher noch nie“

Im Angriffsmodus: Johannes Schnabel (hier in seinem vorletzten Spiel für SWO im März 2018 gegen den TuS Lutten) will mit dem OTB eine gute Rolle in der Regionalliga spielen.

Bild: Nwz Online v. 08.04.20

Von SW Oldenburg wechselte Johannes Schnabel 2018 nach Lunestedt und schaffte dort den Sprung ins Regionalliga-Team. Nun freut er sich, beim OTB auch in der Heimat in dieser Liga spielen zu können.

Im Hintergrund waren die Planungen des Oldenburger TB für die kommenden Saison in der Tischtennis-Regionalliga schon längst angelaufen, als der sicher geglaubte Aufstieg aus der Oberliga durch die Coronavirus-Krise noch einmal in Gefahr geriet. Da inzwischen aber feststeht, dass die Saison abgebrochen wird und das Ticket in die vierthöchste Spielklasse durch die beschlossenen Aufstiegsregelungen offiziell gesichert ist, kann der Turnerbund in dieser Woche nun auch den ersten Zugang für die erste Mannschaft vermelden: Johannes Schnabel.

Steigerungspotenzial

„Die Möglichkeit, direkt in Oldenburg Regionalliga zu spielen, gab’s eben bisher noch nie“, nennt Schnabel einen Grund, warum er vom TSV Lunestedt in seine Heimatstadt zurückkehrt: „Zudem reizt mich auch das angeleitete Training beim OTB. Wer weiß, ob da nicht noch Steigerungspotenzial ist.“

Der Hauptgrund für den Wechsel zum OTB sei der deutlich geringere Fahrt-Aufwand zu Heimspielen und vor allem zum Training, erklärt Schnabel, der in Oldenburg wohnt und an der Carl-von-Ossietzky-Universität Gymnasiallehramt studiert.

Vor zwei Jahren war der heute 28-Jährige zum TSV Lunestedt gewechselt, nachdem er mit SW Oldenburg gerade mit 38:2 Punkten den Aufstieg in die Oberliga geschafft hatte. Aus dieser sind die Schwarz-Weißen gerade als Tabellenvorletzter wieder abgestiegen.

Beim Verein aus dem Kreis Cuxhaven hatte Schnabel nach nur einer Halbserie in der Verbandsliga zur Rückrunde 2018/2019 den Sprung ins Regionalliga-Team geschafft. Trotz Schnabels 10:4 Siegen im unteren Paarkreuz und seiner 3:0-Bilanz in den Relegationsspielen stieg der TSV knapp in die Oberliga ab. Hier spielte Schnabel in der nun abgebrochenen Saison mit dem TSV auch gegen den OTB wie SWO. Schnabels Saison-Ausbeute: 3:2 Siege im oberen und 15:5 im mittleren Paarkreuz, dazu eine 11:5-Doppel-Bilanz.

Flinker Angriffsspieler

Seinen TTR-Wert konnte der flinke Angriffsspieler in den zwei Jahren in Lunestedt von 1976 auf aktuell 2100 Punkte verbessern. „Bis vor eineinhalb Jahren hätte ich nie gedacht, dass ich mal direkt in die Regionalliga wechseln würde“, meint Schnabel.

Der Kontakt zum OTB habe schon länger bestanden – auch aus Gründen der Planungssicherheit, da Lunestedt die Rückkehr in die Regionalliga wohl maximal noch über die Relegation hätte schaffen können. Als Zweiter darf der TSV nun aber durch den Wegfall der Relegationsspiele tatsächlich auch aufsteigen, wenn er möchte. An welcher Position Schnabel beim OTB eingesetzt wird, ist noch offen. „Da muss man halt schauen, wie die Mannschaft am Ende aussieht“, erklärt der 28-jährige Rückkehrer.

Quelle: Nwz Online v. 08.04.20