29.07.2019

OTB-Routinier zieht positives EM-Fazit

In der ungarischen Hauptstadt schied Nicolai Popal im Viertelfinale aus. Auch im Doppel, wo für ihn mit einem Partner aus Baden-Württemberg das Achtelfinale Endstation war, wäre mehr drin gewesen.

„Schöne Spiele, sympathische Gegner“: Nicolai Popal (links, mit Franz Kraus-Güntner) genoss die EM in Budapest.

Quelle: Nwz online v. 10.07.19

Nur knapp hat Nicolai Popal vom Oldenburger TB eine Medaille bei den Tischtennis-Europameisterschaften der Senioren in Budapest verpasst. In der Ü-50-Klasse scheiterte er im Einzel erst im Viertelfinale, im Doppel war für ihn mit Rainer Theiß von der TG Donzdorf (Baden-Württemberg) im Achtelfinale Schluss. „Ich kann aber zufrieden sein, habe gut gespielt – aber die Gegner waren eben auch sehr stark“, erklärte Popal.

Breit gestreutes Niveau
Durch die Vorrunden-Gruppe war der OTB-Routinier in der ungarischen Hauptstadt gegen unbekannte Kontrahenten aus Schweden, Estland und Frankreich ohne Satzverlust marschiert.

Das Spielniveau bei Senioren-Welt- oder Europameisterschaften ist sehr breit gestreut, da es keine Qualifikations-Kriterien bis auf das Alter gibt. So kamen an den 130 Tischen in Budapest gut 3500 Aktive ganz unterschiedlicher Spielstärke zusammen.

Popal hatte auch in den ersten Hauptrunden keine Probleme und blieb gegen Rivalen aus England, Slowenien und Deutschland weiter ohne Satzverlust. In der Runde der letzten 32 wartete dann in dem Schweden Thomas Eriksson der erste Härtetest. „Ein sehr schweres Spiel, aber ich habe gut gespielt“, erklärte Popal nach dem 3:1-Sieg gegen den Skandinavier.

Auch im Achtelfinale gewann der Spitzenspieler des Oberliga-Aufsteigers aus Oldenburg in vier teilweise sehr umkämpften Sätzen. Gegen den Abwehrspieler Franz Kraus-Güntner kam es zu vielen sehenswerten Ballwechseln. Kraus-Güntner spielt in der zweiten österreichischen Liga, holte bei der letzten Senioren-EM Bronze und wird mit 2250 TTR-Punkten geführt.

Alter Schwede
Im Viertelfinale war dann aber das nächste spielerische Schwergewicht zu stark. Gegen den schwedischen Zweitliga-Mann Mats Källberg, mehrfacher Medaillengewinner bei Senioren-Weltmeisterschaften und -Europameisterschaften, vergab Popal im ersten Abschnitt eine 8:4-Führung, auch im vierten Durchgang reichte ein 4:0 nicht zum Satzgewinn, teilweise auch wegen Netz- und Kantenbällen seines Gegners. „Källberg ist extrem gut, aber ich hätte gewinnen können“, ärgerte sich Popal nach dem 1:3 ein wenig über die verpasste Medaille.

Auch im Doppel war an der Seite des Verbandsliga-Spielers Theiß sogar mehr drin für den Oldenburger. Beim 2:3 im Achtelfinale gegen den 14-maligen Schweizer Männer- Einzelmeister Thierry Miller und den Dänen Henrik Vendelbo verloren die beiden Deutschen Satz drei ebenfalls noch nach einer 8:4-Führung.

Ex-Nationalspieler siegt
Die Titel der Männer-50-Klasse holte am Ende Yan Min. Der italienische Ex-Nationalspieler setzte sich im Einzel wie im Doppel mit Marcello Cicchitti durch. „Insgesamt war das ein gutes Turnier mit schönen Spielen gegen starke, sehr sympathische Gegner“, zog Popal letztlich ein positives Fazit.

Quelle: Nwz online v. 10.07.19

20.06.2019

Oldenburger gehen leer aus

Neun Spieler aus dem Stadtverband Oldenburg traten bei den Deutschen Meisterschaft der Leistungsklassen an. Nur Nane Emme und Thuong Nguyen kamen bis ins Achtelfinale.

Holte im vergangenen Jahr Bronze im Doppel: Nico Schulz (Bild) und sein Teamkollege Hendrik Z’dun.
Bild: Nwz Online v. 19.06.19

Eine starke Oldenburger Beteiligung hat es bei den Deutschen Meisterschaften der Leistungsklassen gegeben: Gleich neun Spieler aus dem Stadtverband waren in Dinklage dabei. Während es in einigen Verbänden Qualifikationsturniere gab, wurden die Plätze in Niedersachsen unter den Bewerbern ausgelost.

Anders als 2018, als Nico Schulz, Hendrik Z’dun (beide SW Oldenburg) und Daniel Trendelbernd (BW Bümmerstede) Bronze im Doppel holen konnten, gingen die Oldenburger dieses Mal allerdings leer aus.

Erfolgreichste Akteurin war Nane Emme vom Oldenburger TB bei den Frauen B (bis 1500 TTR-Punkte). Im Einzel wurde sie bei ihrer bereits dritten Teilnahme mit 2:1-Siegen Gruppenzweite. Das entscheidende Spiel um den Einzug in die Hauptrunde gewann die Landesliga-Spielerin mit 12:10 im fünften Satz gegen Carina Weiß aus Rheinland-Pfalz. Im Achtelfinale war dann allerdings nach einem 1:3 gegen die spätere Zweite Larissa Schmidt aus Berlin Schluss. „Das war dennoch ein tolles Turnier mit besonderer Atmosphäre. Nach sehr nervösem Beginn habe ich auch ordentlich gespielt. Ein bisschen schade war das Ausscheiden, weil die Auslosung in den nächsten Runden gut gewesen wäre“ erklärte Emme. Im Doppel überstand sie an der Seite von Teamkollegin Christina Schulz die erste Runde, verlor dann aber gegen die späteren Siegerinnen. Schulz war im Einzel nach drei Niederlagen ausgeschieden.

Der einzige Oldenburger, der neben Emme im Einzel am zweiten Tag vertreten war, war der kurzfristig bei den Männern A (bis 2000 Punkte) nachgerückte Thuong Nguyen vom OTB. Mit zwei 3:2-Siegen und einer 2:3-Niederlage schaffte er es ins Achtelfinale. Hier scheiterte er in vier Sätzen an Thomas Herr (St. Augustin). Im Doppel kam Nguyen an der Seite von Josef Rempe ebenso wie Vereinskollege Malte Plache mit Justin Huszti nicht über die erste Runde hinaus.

Im Einzel hatte Plache in der Gruppe drei Niederlagen kassiert, genauso wie alle anderen Oldenburger Starter: Jessica Boy (TuRa Oldenburg) und Stephanie Kerber (SW Oldenburg) bei den Frauen A (bis 1700 Punkte), Marie Kutscher (Hundsmühler TV) bei den Frauen C (bis 1300) sowie Lynn Liebert (TuS Eversten) und Manuel Kerber (HTV) bei den Männern B (bis 1800).

Quelle: Nwz Online v. 19.06.19

07.06.2019

OTB-Team verpasst großen Wurf

Beim Kräftemessen der Landes-Pokalsieger gehörten die Oldenburger zum Favoritenkreis. Der Ausfall von Ex-Doppel-Weltmeister Steffen Fetzner wog aber schwer

Seine fünf Einzelsiege reichten nur zum Sprung ins Viertelfinale: Nicolai Popal

Bild: Nwz Online v. 05.06.19

Die Tischtennisspieler vom Oldenburger TB haben sich bei den Deutschen Pokalmeisterschaften für Verbandsklassen im bayerischen Gaimersheim ordentlich präsentiert, den ganz großen Wurf aber wieder verpasst. Wie 2018 zog der OTB beim Kräftemessen der Landes-Pokalsieger ins Viertelfinale ein, wo dann aber Schluss war.

„Unser Ziel war zumindest das Halbfinale“, meinte Thuong Nguyen, der zusammen mit Nicolai Popal und Lars Brinkhaus das Team des Turnerbunds gebildet hatte. „Das Feld war allerdings in der Breite noch stärker als im vergangenen Jahr“, erklärte er.

Kurz vor dem Turnier musste Steffen Fetzner verletzungsbedingt passen, so dass der OTB nur als Trio angereist war. „Das hat am Ende auch ziemlich an der Kraft gezehrt“, meinte Nguyen.

Der OTB war in seiner Gruppe an Position eins gesetzt, stand allerdings schon zum Auftakt gegen die TTG Klein-Steinbach/Singen (Baden-Württemberg) kurz vor einer Niederlage. In der ersten Einzelrunde hatte nur Popal gewinnen können, im Doppel lagen er und Brinkhaus schon mit 1:2 Sätzen hinten, setzten sich dann aber doch noch mit 3:2 durch. „Ansonsten hätten wir wohl 1:4 verloren“, erklärte Nguyen, denn Popal unterlag anschließend dem starken Spanier Juan Perez. Nguyen und Brinkhaus sorgten aber für einen 4:3-Sieg.

Im zweiten Spiel gegen den TuS Weitefeld-Langenbach (Rheinland-Pfalz) löste der OTB durch ein 4:2 nach einem 1:2-Rückstand schon das Ticket für die Hauptrunde und untermauerte den Gruppensieg noch mit einem 4:0 gegen Hellas Nauen aus Brandenburg.

Im Viertelfinale erwischten die Oldenburger in dem TV Refrath aus dem Westdeutschen Tischtennis-Verband (WTTV) den vermeintlich stärksten Gruppenzweiten. Popal bezwang zwar im ersten Spiel David Pfabe mit 3:2, doch Nguyen verlor gegen Refraths Einser Jakob Eberhardt, und Brinkhaus war bei seiner Niederlage gegen Marc Hecht die geringe Spielpraxis der vergangenen Monate anzumerken. Nach verlorenem Doppel und Popals 2:3 gegen Eber­hardt stand das Turnier-Aus des OTB fest. Es blieb bei den Punkten durch Popal (5), Brinkhaus (3), Nguyen (2), Popal/Brinkhaus (2) sowie Popal/Nguyen.

Als souveräner Meister der Verbandsliga im nördlichen Niedersachsen gehörte der Turnerbund eigentlich zum Favoritenkreis. „Der Ausfall von Fetzner wog aber schwer. Wir haben nicht unsere Top-Leistung gebracht, die Spieler aus dem Süden sind aber auch oft besser, als es deren TTR-Werte vermuten lassen – und die Ligen dort sind noch stärker “, erklärte Nguyen.

Nach dem Aufstieg in die Oberliga darf die erste OTB-Mannschaft nun nicht mehr am Landespokal teilnehmen und hat so im nächsten Jahr keine weitere Chance auf den großen Wurf.

Quelle: Nwz Online v. 05.06.19

03.06.2019

Tischtennis: Brillante Altstars verstärken Oberliga-Team

Kommt von Hertha BSC zum OTB: Andy Römhild

Bild: Nwz online v. 29.05.19

Zwei weitere Zugänge für die Tischtennis-Oberliga hat Aufsteiger Oldenburger TB präsentiert. Mit den Verpflichtungen der brillanten Altstars Wang Yan­sheng (SV Siek) und Andy Römhild (Hertha BSC Berlin) sind die Personalplanungen für die erste Mannschaft soweit abgeschlossen. Der OTB bringt damit ein Team an den Start, das auch in der höheren Spielklasse wieder eindeutig zum Favoritenkreis zählt.

Wang Yansheng kommt vom SV Siek, für den er 14 Jahre lang gespielt hat, zuletzt in der 3. Liga. Beim OTB ist der amtierende Senioren-Weltmeister der Ü-55-Klasse aber schon länger aktiv: Seit drei Jahren spielt er in der Senioren-Mannschaft des Turnerbundes, mit der er am vergangenen Wochenende zum dritten Mal Deutscher Mannschaftsmeister wurde.

Der in China geborene Linkshänder hat für Norwegen Länderspiele bestritten und kann auch auf eine Menge Bundesliga-Erfahrung zurückblicken. Mit einem Wert von 2209 TTR-Punkten bewegt sich der 58-Jährige auf ähnlichem Niveau wie die besten Oberliga-Spieler der vergangenen Saison.

Nur drei Punkte weniger hat Römhild aktuell auf dem Konto. Er wechselt ebenfalls aus der 3. Liga nach Oldenburg. Römhild ist ein Hertha-Urgestein, mit den Berlinern hat er bereits vor mehr als 20 Jahren in der Bundesliga gespielt. Auch er hat eine Vergangenheit bei den OTB-Senioren, 2018 wurde er mit der Ü 40 Deutscher Meister.

Mit den bereits vorgestellten Zugängen Jonas Pade, Justus Lechtenbörger und Nico Schulz sowie einigen Spielern der Aufstiegsmannschaft verfügt der OTB damit über eine sehr starke Oberliga-Truppe.

Quelle: Nwz online v. 29.05.19

03.06.2019

Tischtennis: OTB räumt nächsten DM-Titel ab

Ex-Doppel-Weltmeister Steffen Fetzner reiste zwischenzeitlich aus beruflichen Gründen ab. Beim Finale gegen ein ebenfalls prominent besetztes Ü-50-Team aus Nordrhein-Westfalen war er aber wieder dabei.

Teambesprechung: (von links) Wang Yansheng, Lothar Rieger und Steffen Fetzner

Bild: Nwz Online v. 29.05.19

Zum dritten Mal in Folge haben sich die Ü-50-Senioren des OTB bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Tischtennis den Titel gesichert. In Viernheim gewannen die Oldenburger alle Spiele mit 4:0 oder 4:1, hatten dabei aber dennoch einigen Widerstand zu brechen. „Das Feld war auf jeden Fall stärker als in den vergangenen Jahren, der Sieg darum noch einmal höher einzuschätzen“, fand Lothar Rieger, der den Turnerbund mit Nicolai Popal, Wang Yansheng und Steffen Fetzner in Baden-Württemberg vertreten hatte.

Die ersten Spiele gegen den TTC Höchst/Nidder (Hessen) und die Leutzscher Füchse (Sachsen) gewannen die Oldenburger souverän 4:0, ehe im letzten Gruppenduell in dem TSV Gräfelfing der erste echte Prüfstein wartete. In Ralf Schreiner, Andreas Krämer und Berthold Pilsl bot der bayerische Vertreter drei Spieler mit mehr als 2000 TTR-Punkten auf.

Obwohl Fetzner nach dem ersten Gruppenspiel aus beruflichen Gründen zum Playoff-Finale der Bundesliga nach Frankfurt abgereist war, setzte sich der OTB wieder 4:0 durch. Ganz stark präsentierte sich dabei Rieger. 3:1 bezwang er Krämer durch, der immerhin 268 TTR-Punkte mehr aufwies als er.

Am Sonntag traf der Turnerbund dann im Halbfinale auf den TSV Korntal aus Baden-Württemberg. Popal, Wang und Rieger gewannen ihre Einzel jeweils mit 3:0, im Doppel machten Wang und Rieger mit einem 3:2-Erfolg den Einzug ins Finale perfekt.

Im Duell um den Titel mit dem TTC Schwalbe Bergneustadt war auch Fetzner wieder mit von der Partie. Der Gegner aus Nordrhein-Westfalen war allerdings ebenfalls stark besetzt mit dem ehemaligen Bundesliga-Spieler Sandor Jankovic sowie Vladislav Broda, der 1994 Deutscher Meister war, und dem 63-jährigen Manfred Nieswand, der in seiner Karriere zweimal die nationalen Titelkämpfe gewonnen hatte und 2016 Senioren-Weltmeister war.

Alle Partien waren umkämpft und auf sehr hohem Niveau. Popal bezwang Nieswand 3:1, Fetzner verlor 10:12 im fünften Satz gegen Broda, Popal bezwang Jankovic 3:2. Nach dem Sieg von Wang und Popal im Doppel holte Wang gegen Broda einen 0:2-Satzrückstand auf und machte den DM-Titel für die Oldenburger durch ein 3:2 perfekt.

Für den OTB punkteten im gesamten Turnier Wang (5), Popal (5), Fetzner (2), Rieger (3), Wang/Rieger (2), Wang/Popal (2) und Popal/Rieger. „Eine tolle Mannschaftsleistung gegen wirklich starke Gegner“, meinte Rieger.

Quelle: Nwz online v. 29.05.19

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