Aktuelles vom Tischtennis

29.11.2019

OTB-Frauen brechen Bann im Kellerduell

Das lange Warten der Tischtennis-Spielerinnen des OTB auf den ersten Saisonsieg in der Landesliga hat ein Ende gefunden. „Das wurde auch Zeit und war gegen einen direkten Konkurrenten natürlich doppelt wichtig“, freute sich Nane Emme nach dem 8:5 im Kellerduell bei Union Meppen, durch das der Turnerbund den Anschluss zu den Nichtabstiegsrängen herstellte.

Die Nummer zwei des OTB spielte gegen den Tabellenvorletzten selbst nicht so stark wie gewohnt auf und blieb ohne Einzelerfolg. Dafür punkteten alle anderen Oldenburgerinnen gleich doppelt. Für Katharina Thüer waren es der zweite und dritte Saisonsieg, für Lisa Tinney der dritte und vierte. Die Nummer eins des Turnerbunds schlug dabei überraschend auch Meppens Spitzenspielerin Stephanie Eichhorn, eine der stärksten Spielerinnen der Liga.

Vorentscheidend war schon die 2:0-Führung nach den Doppeln für den OTB, die erste in dieser Saison. „Die Aufstellung Meppens war günstig für uns“, erklärte Emme. Sie gewann mit Bettina Lechtenbörger gegen Eichhorn und Antitop-Spielerin Anja Brand mit 3:0, genau wie Tinney und Thüer gegen Meppens Duo aus dem unterem Paarkreuz, Ronja Zaudtke und Annika Knurr.

Für den OTB punkteten Emme/Lechtenbörger, Tinney/Thüer, Tinney (2), Lechtenbörger (2) und Thüer (2).

Quelle: Nwz Online v. 27.11.19

29.11.2019

Das große Hadern nach dem Aus

Unzufrieden: Nico Schulz attestierte sich nach den Bezirksmeisterschaften in Langförden eine durchwachsene Leistung

 

Bild: Nwz Online v. 27.11.19

Obwohl sich Nico Schulz und Thuong Nguyen als Halbfinalisten bei den Bezirksmeisterschaften das Ticket für die nächsthöheren Titelkämpfe sicherten, war das OTB-Duo unzufrieden. Vereinskollege Malte Plache gewann mit seinem Einzel-Besieger aus Hude Silber im Doppel.

Trotz der geglückten Qualifikation für die Landesmeisterschaften waren die OTB-Spieler Nico Schulz und Thuong Nguyen nicht ganz glücklich mit ihrem Auftritt beim Kräftemessen der besten Spielerinnen und Spielern des Tischtennis-Bezirks in Langförden. Die erfolgreichste Frau des Stadtverbandes Oldenburg war Laura Feldmann vom Hundsmühler TV, die wie die beiden Männer vom Turnerbund im Einzel in Vechta das Halbfinale erreichte und sich so das Ticket für die nächsthöheren Titelkämpfe sicherte.

„Ganz zufrieden bin ich nicht. Die Leistung war durchwachsen und nicht so wie in den vergangenen Wochen“, meinte Schulz und ergänzte: „Aber natürlich ist es gut, dass ich mich qualifizieren konnte.“

„Hätte ich Satz eins ...“

Nachdem der Oberligaspieler seine Vorrundengruppe souverän gewonnen hatte, war er auch in den nächsten beiden Duellen kaum gefordert. Im Halbfinale gegen Finn Oestmann von Verbandsligist TV Hude kam Schulz jedoch zwei Sätze lang überhaupt nicht in den Angriff. Danach wurde er zwar etwas besser, doch Oestmann setzte sich 3:1 durch.

Auch der im Landesliga-Team spielende Nguyen verpasste den Finaleinzug. Er unterlag dem späteren Sieger, Kristof Sek von Oberligist TuS Lutten, ebenfalls 1:3. Im ersten Durchgang hatte der Oldenburger eine 6:1-Führung verspielt, alle weiteren waren auch umkämpft. „Hätte ich den ersten Satz gewonnen, wäre vielleicht mehr drin gewesen“, stimmt auch Nguyen ins große Hadern von Schulz ein, ergänzte aber angesichts der Gegner aus Bezirks- und Bezirksoberliga, dass er zuvor Losglück gehabt habe.

Die Vorrunde hatten alle Oldenburger überstanden. Anschließend war für Daniel Trendelbernd (BW Bümmerstede) schon in der ersten Hauptrunde gegen Marian von Oy (Osnabrücker SC) Schluss. Später schieden Alex Oleinicenko (Achtelfinale gegen Oestmann) und SWO-Kollege Jan Huster (Viertelfinale gegen Sek) sowie OTBer Malte Plache (Viertelfinale gegen Oestmann) aus.

An der Seite des im Einzel am Ende zweitplatzierten Huders erreichte Plache im Doppel das Finale. Dort setzten sich aber Sek und Vereinskollege Lenard Budde mit 3:2 durch. Gegen das Duo aus Lutten waren im Halbfinale auch Nguyen und von Oy ausgeschieden.

OTB-Doppel holt Silber

Bei den Frauen unterlag HTV-Spielerin Feldmann in der Vorschlussrunde der späteren Siegerin Sinja Kampen (TuS Sande, früher auch in Hundsmühlen aktiv). Im Viertelfinale war Lea Freese (ebenfalls HTV) an Kampen gescheitert, nachdem sie im Achtelfinale OTBerin Nane Emme aus dem Turnier geworfen hatte. Auch für deren Vereinskollegin Lisa Tinney war im Achtelfinale nach fünf Sätzen gegen Saskia Trüün (Hoogsteder SV) Endstation.

Maria Kutscher vom HTV war schon in der Vorrunde ausgeschieden. Im Doppel-Finale standen dafür gleich drei Oldenburgerinnen: Feldmann und Kampen triumphierten gegen Emme und Tinney souverän mit 3:0.

Quelle: Nwz Online v. 27.11.19

15.11.2019

OTB glückt leichter Doppelschlag

Ungeschlagen: Nico Schulz (links) und Andy Römhild gewannen gegen Lutten auch ihr fünftes gemeinsames Doppel in dieser Saison.
Quelle: Nwz Online v. 13.11.19

Nur Wang Yansheng hatte am Wochenende überraschend Probleme. Gegen Luttens litauischen Jugend-Nationalspieler Agnius Kacerauskas verlor der Ü-55-Weltmeister nach einer 2:1-Satzführung.

Mit zwei klaren Heimsiegen haben die Tischtennis-Spieler des Oldenburger TB ihren Erfolgskurs in der Oberliga fortgesetzt. „Gut für das Spielverhältnis. Das kann ja noch wichtig werden – man weiß nie, was passiert“, freute sich Nicolai Popal über die deutlichen Erfolge am Samstag gegen den zuvor erst einmal geschlagenen TuS Lutten (9:2) und am Sonntag gegen den SC Marklohe (9:1).

Die Doppelaufstellung des Tabellenzweiten aus Lutten, bei dem Routinier Audrius Kacerauskas fehlte, ließ vermuten, dass es ihm eher auf Schadensbegrenzung ankam: Ersatzmann Lenard Budde und die Nummer sechs, Julian Nordiek, wurden als Doppel eins aufgestellt, um das Dreierdoppel stark machen zu können. Das gelang: Malte Plache und Justus Lechtenbörger mussten sich Kristof Sek und Jan Vodde in drei Sätzen geschlagen geben.

Andy Römhild holte dann gegen die letztjährige Nummer drei des OTB, Lars Brinkhaus, einen 0:2-Satzrückstand auf und erhöhte auf 3:1 für die Oldenburger. Dafür konnte Wang Yansheng gegen den litauischen Jugendnationalspieler Agnius Kacerauskas eine 2:1-Führung nicht nutzen. Der Routinier verlor gegen den 19-jährigen Linkshänder mit 2:3.

Danach allerdings zeigte sich der OTB ganz souverän, lediglich bei Nico Schulz gegen Sek wurde es noch einmal knapp. Mehr Probleme als der Gegner bereitete fast schon der zweimalige Ausfall des Lichtes in der Halle, der für unfreiwillige Pausen sorgte.

Mit Marklohe war dann am Sonntag der letztjährige Vizemeister zu Gast. Wegen Verletzungssorgen und beruflicher Termine waren allerdings nur zwei Stammkräfte dabei, immerhin spielen drei der Ersatzspieler aber auch nur eine Liga tiefer in der Verbandsliga. „Wegen der Personalprobleme steht das Team wohl auch eher unten drin, eigentlich ist Marklohe ja eine richtig starke Mannschaft“, meinte Popal.

So aber konnten die Gäste den Tabellenführer (jetzt 12:0 Punkte) nie ernsthaft gefährden. Überraschend musste sich aber Wang Yansheng zum zweiten Mal an diesem Wochenende geschlagen geben. Er schaffte es nicht, genügend Druck aufzubauen, um das beidseitige Topspin-Spiel von Nikolai Marek zu unterbinden. Für den bei den Jugend-Bezirksmeisterschaften aktiven Lechtenbörger kam Josif Radu zu seinem Oberliga-Debüt und konnte gleich punkten.

Insgesamt waren in den beiden Spielen Wang/Popal, Römhild/Popal, Wang/Schulz, Römhild/Schulz, Plache/Lechtenbörger, Plache/Radu, Römhild (4), Wang, Popal (2), Schulz (2), Plache (2), Lechtenbörger und Radu erfolgreich.

Quelle: Nwz Online v. 13.11.19

11.11.2019

Feuriger Start – eindeutiges Ende

Enges Duell: Die OTB-Spieler (hinten von links) Justus Lechtenbörger und Malte Plache mussten im Doppel gegen Benjamin Ohlrogge (links) und Daniel Bock den ersten SWO-Punkt zulassen. Im Einzel kam aber nur ein weiterer hinzu.

Bild: Nwz Online v. 06.11.19

Die Zuschauer kamen beim ersten Stadtduell in der Oberliga zwischen Meisterfavorit Oldenburger TB und Abstiegskandidat SWO vor allem anfangs auf ihre Kosten. Am Ende war es aber doch eine klare Angelegenheit für das starke Sextett vom Turnerbund.

Eindeutig war die Favoritenrolle vor dem ersten Oldenburger Derby in der Tischtennis-Oberliga an den OTB verteilt – noch eindeutiger schien die Übermacht angesichts der Verletzungsprobleme von SWO – aber ganz so eindeutig wie erwartet setzte sich der Turnerbund dann doch nicht durch. Es gab vor allem zu Beginn einige sehr umkämpfte Duelle, am Ende stand allerdings doch ein relativ eindeutiges 9:2 für die Gastgeber zu Buche.

 

„Ein bisschen schade, das hat dem Derby ein wenig Reiz genommen“, sagte OTB-Spieler Malte Plache mit Blick auf die verletzungsbedingten Ausfälle von Andre Stang und Felix Barrenschee, die die Schwarz-Weißen wegen des zeitgleichen Spiels der Reserve durch Marco Westermann aus der dritten und Khai Lu aus der fünften Mannschaft kompensierten. Trotz der zusätzlichen Schwächung der Gäste, die am Vortag 3:9 beim TuS Lutten verloren hatten, kamen die 60 Zuschauer beim Derby auf ihre Kosten.

Schon im Doppel ging es feurig zu. Andy Römhild und Nico Schulz gewannen zwar klar gegen die taktisch als Doppel eins aufgestellten Westermann und Lu. Plache und Justus Lechtenbörger unterlagen aber Benjamin Ohlrogge und Daniel Bock im fünften Satz. Zudem setzten sich die OTB-Routiniers Wang Yan­sheng und Nicolai Popal erst nach einem 1:2-Rückstand gegen Philipp Flörke und Hendrik Z’dun durch.

Flörke variiert geschickt
Auch in den ersten Einzeln leisteten die Schwarz-Weißen den Hausherren Widerstand und verloren drei der ersten vier Partien erst im Entscheidungsdurchgang. Dabei war Römhild konstanter als Z’dun, Wang Yansheng fand gegen Flörke erst nach einem 1:2-Rückstand in sein Platzierungs-Spiel.

Spektakulär war auch die Partie des im Sommer von SWO zum Turnerbund gewechselten Schulz gegen seinen ehemaligen Teamkollegen Ohlrogge und dessen Ballonabwehr. Nur Satz fünf wurde mit mehr als zwei Punkten Differenz entschieden.

Das Highlight aus Sicht der Gäste war dann der 3:1-Sieg von Flörke gegen Ex-Bundesligaspieler Römhild, in dem die Nummer eins von SWO immer wieder geschickt zwischen spinnigen und knallharten Rückhandbällen variierte.

Alle anderen Partien gewann aber der OTB souverän, siegte am Ende ungefährdet und kletterte an die Tabellenspitze. „Das Ergebnis dürfte in Ordnung gehen“, fand Plache und ergänzte: „Bei uns war Nico sehr stark, Hut ab auch vor Philipps Leistung.“ Gästekapitän Ohlrogge war ebenfalls zufrieden: „Ich hatte mit etwa sieben Satzgewinnen gerechnet, nun waren es doppelt so viele“, meinte er.

Tags zuvor hatte Flörke aus beruflichen Gründen das Spiel in Lutten noch ganz kurzfristig absagen müssen. Da kein Ersatz mehr zu bekommen war, fuhr der verletzte Barrenschee mit und gab seine Partien kampflos ab. Auch hier wehrte sich SWO angesichts der Umstände tapfer.

„Reine Bonus-Spiele“
Stang gewann trotz Rückenschmerzen im oberen Paarkreuz klar gegen Agnius Kacerauskas und Lars Brinkhaus. Z’dun verlor gegen die beiden nur knapp 2:3 wie auch Ohlrogge gegen Audrius Kacerauskas. Den dritten Punkt für die Oldenburger hatten Bock und Ohlrogge im Doppel geholt. „Lutten und OTB sind reine Bonus-Spiele, in denen wir nicht punkten müssen“, erklärte der SWO-Kapitän trotz der Niederlagen und dem vorletzten Tabellenplatz mit nun 2:12 Punkten recht entspannt.

Im Derby punkteten für den OTB Wang/Popal, Römhild/Schulz, Römhild, Wang (2), Popal, Schulz, Plache und Lechtenbörger, für SWO waren Ohlrogge/Bock und Flörke erfolgreich. In Lutten hatten nur Ohlrogge/Bock und Stang (2) ihre Partien gewonnen.

01.11.2019

Nachbarn gehen historisches Stadtderby an

Zu einem geradezu historischen Derby kommt es an diesem Sonntag (16 Uhr, Sporthalle Haarenesch) in der Tischtennis-Oberliga, wenn der Oldenburger TB den Stadtrivalen SW Oldenburg empfängt. Noch nie seit ihrer Einführung in der jetzigen Form gab es in der aktuell fünfthöchsten deutschen Klasse zwei Mannschaften aus Oldenburg. Auch für die Liga ist das Derby speziell. Zwar spielen hier seit Jahren viele Teams aus dem Raum Hannover – nur 610 Meter Luftlinie zwischen den Hallen von zwei Kontrahenten ist aber wohl ein Novum.

„Unser Ziel ist der Aufstieg in die Regionalliga, wo wir gern mittelfristig eine junge Mannschaft mit starkem regionalen Bezug etablieren möchten“, erklärt OTB-Abteilungsleiter Michael Köhler. Sein Pendant bei SWO kann davon nur träumen. „Für uns geht es wie in jedem Jahr nur um den Klassenerhalt. Das wird schwer genug“, sagt Benjamin Ohlrogge, der auch Teamkapitän ist und das Spiel angesichts der geringen Entfernung mit den Kollegen aus der Halle an der Auguststraße buchstäblich angehen kann.

Schwarz-Weiß war 2014 nach 19-jähriger Abstinenz in die Oberliga aufgestiegen, zweimal gelang nach einem Ab- der direkte Wiederaufstieg. Zuletzt wurde die Klasse über die Relegation gehalten. Der OTB spielt dagegen erstmals in der Oberliga. Nachdem 2016 der Verbleib in der Bezirksoberliga nur über das bessere Spielverhältnis in der Relegation gelungen war, ging es steil bergauf. Dreimal in Folge wurde der Turnerbund mit vielen starken, teilweise sehr prominenten Zugängen wie Ex-Doppel-Weltmeister Steffen Fetzner immer mit immensem Vorsprung Meister.

Aktuell stießen Ex-Bundesliga-Spieler Andy Römhild und der amtierende Ü-55-Weltmeister Wang Yansheng, die zuvor schon im Seniorenbereich für den Club aktiv gewesen waren, fest dazu. Zudem kehrten Jonas Pade und der 14-jährige Justus Lechtenbörger zum OTB zurück. Komplettiert wird die Oberliga-Auswahl durch Nicolai Popal, Malte Plache, die für Notfälle bereit stehenden Fetzner und Heiko Wirkner sowie nicht zuletzt durch Nico Schulz, der im Sommer von SWO kam.

An der Auguststraße gab es in den vergangenen Jahren deutlich weniger Wechsel. Für Schulz kam Philipp Flörke als neue Nummer eins. Zudem wurde die Stammbesetzung (Hendrik Z’dun, Andre Stang, Ohlrogge, Daniel Bock) durch Felix Barrenschee aus der eigenen Reserve und den 14-jährigen Melvin Twele vom Hundsmühler TV ergänzt.

Die Zielsetzungen spiegeln sich in der Tabelle wider. Der Turnerbund hat seine ersten drei Spiele alle gewonnen (6:0 Punkte) und ist hinter Hannover 96 II (8:4) Zweiter, SWO (2:8, zwei Remis) wartet als Vorletzter noch auf den ersten Sieg. „Gegen die OTBer ist nichts zu erwarten. Wie überlegen die sind, haben sie beim 9:3 gegen Lunestedt, die wohl zweitbeste Mannschaft der Liga, gezeigt“, glaubt Ohlrogge.

Quelle: Nwz Online v. 01.11.19