Massiv übermüdet, um viele Erfahrungen reicher und mit einem zwölften Platz im Gepäck sind die Volleyball-Talente vom Oldenburger TB von den Deutschen Meisterschaften der U-20-Klasse aus Biedenkopf zurückgekehrt. Die Mannschaft der Coaches Michael Tabke und Torsten Vogel war nach einer guten Vorbereitung mit hoher Trainingsbeteiligung und viel Teamspirit als Vizemeister des Nordwestdeutschen Volleyball-Verbandes (NWVV) für Niedersachsen und Bremen nach Nordhessen gefahren.
Das ausgegebene Ziel: „Großes Lob vor allem an die Auswärtigen, die viel auf sich nahmen, am Training teilzunehmen“, betonte Tabke. Er hatte mit Vogel die Erwartungshaltung trotzdem tief gehalten. „Wir wollten vor allem realistisch bleiben. In der Vergangenheit war unser Verband oftmals gegen andere unterlegen“, erklärte er und ergänzte: „Weswegen wir anstrebten, mindestens ein Spiel zu gewinnen, um nicht als Gruppenletzter um die letzten Plätze spielen zu müssen.“ Zugleich wünschte er sich als Trainer, dass sich „jeder Spieler als wichtiger Teil des Teams identifiziert“.
Die verpasste Chance: Die Rechnung ging auf: Nach einem relativ knappen 24:26, 21:25 im Auftaktspiel gegen die TG Mainz-Gosenheim (Rheinland-Pfalz) und einem deutlichen 16:25, 19:25 gegen die späteren Deutschen Meister vom Berliner TSC behielt der OTB-Nachwuchs in der letzten Partie gegen den aus Bayern stammenden TSV Grafing die Nerven (25:20, 19:25, 15:9) und wahrte die Chance auf ein Ticket ins Viertelfinale. In einem hitzigen Duell um den Einzug in die Runde der besten Acht riefen die Oldenburger allerdings gegen die überraschend starken Gastgeber vom TV Biedenkopf nicht ihr ganzes Potenzial ab. „Das Spiel haben wir ehrlicherweise selbst verloren, das können wir gewinnen“, sagte Vogel schwermütig nach dem 21:25, 24:26 gegen die hessischen Lokalmatadore.
Die schnellen Rückstände: Auch am letzten DM-Tag wäre zum Start der Runde um die Plätze neun bis zwölf gegen den Rumelner TV aus Duisburg (Nordrhein-Westfalen) mehr drin gewesen. Nach raschen Rückständen (4:9, 8:19) hatten die Trainer „beschlossen, allen Spielanteile zu geben – dann kamen unsere Rückwechsel viel zu spät, so dass der eigentlich schlagbare Gegner als Sieger vom Platz ging“, gestand Vogel nach dem 17:25, 22:25.
Das finale Wiedersehen: Im letzten Spiel kam es zum erneuten Kräftemessen mit den Tebu Volleys aus dem Tecklenburger Land, die sich wie beim NWVV-Finale auch in Hessen durchsetzten (14:25, 25:23, 12:15). „Wir sind sehr glücklich mit der Erfahrung, die jeder hier erleben durfte“, resümierte Tabke: „Und wir glauben fest daran, dass es eine große Erinnerung für alle sein wird.“ (Quelle: NWZ, 07.06.2025