Aktuelles vom Tischtennis

08.02.2022

Später Beginn, frühe Entscheidung

Regionalliga-Team schlägt TSV Sasel mit 10:0

Finde den Fehler: In der unfreiwillig verlängerten Einspielzeit konnte Mathis Bälle in die Rückhand auch schon mal ungewöhnlich beantworten...

In der Regionalliga ging das Spiel gegen den TSV Sasel am Sonnabend, 5. Februar,  erst mit einstündiger Verspätung los. Die Entscheidung für unser Team, in dem die Youngster Mathis Kohne und Justus Lechtenbörger zum Einsatz kamen, fiel dafür aber schon schnell.

Glatteis hatte am Sonnabend für Unfälle und Staus auf der Autobahn gesorgt. Unsere Gäste aus Hamburg kamen glücklicherweise sicher in Oldenburg an, waren aber erst rund 40 Minuten nach eigentlichem Spielbeginn in der Halle. Nach 20 Minuten Einspiel-Zeit ging es mit der Partie statt um 13 Uhr erst um 14 Uhr los . Danke auch an die schon früher anwesenden Zuschauer für ihre Geduld!

Bei unseren Gästen fehlte die etatmäßige Nummer drei, David Masur, dafür spielte Chen Xie Min aus der Landesliga-Mannschaft.

Bei uns war die Personalsituation anfangs etwas diffus: Nicolai Popal setzte aus, eigentlich sollte auch Andy Römhild pausieren. Da aber kurzfristig nicht sicher war, ob Danilo Toma mitspielen könnte, war Andy dann doch dabei. Klar war auch, dass Mathis Kohne und Justus Lechtenbörger zum Einsatz kommen sollten.

 

Am Ende hatten wir fünf einsatzfähige Spieler, Valentin Nad Nemedi spielte so nur im Doppel mit, dafür sprang dann im Einzel Justus ein.

Über vier Stunden Anfahrt, Stau, Stress, kurze Einspielzeit - die Voraussetzungen für unsere Gäste waren sicherlich alles andere als ideal. Das merkte man dann auch im Doppel. Unsere Paarungen Danilo/Mathis und Valentin/Andy gingen die Aufgaben gegen  Mariano Lockward/Adrian Weyhe und David Altenkamp/Chen Xie Min ganz konzentriert und souverän an. Unsere Gäste dagegen schienen verständlicherweise noch nicht so richtig angekommen zu sein und so standen am Ende zwei ganz souveräne Erfolge für uns auf der Haben-Seite. In zwei Spielen gaben wir dabei nur 19 (!) Punkte ab.

Und deutlich ging es dann auch weiter. Mit dem schuss-starken Adrian Weyhe und der 20 Jahre alten Nr. 718 der Weltrangliste, Mariano Lockward, verfügt Sasel über ein ganz starkes oberes Paarkreuz. Danilo und Andy gaben aber keinen Satz ab, wie auch unten Mathis und Justus in der ersten Einzelrunde. Damit war nach nur 18 gespielten Sätzen der Sieg schon in trockenen Tüchern.

Trotzdem wollten wir nicht nachlassen und machten konzentriert weiter. Danilo gewann das Latein-Amerika-Duell gegen Lockward aus der Dominikanischen Republik ganz souverän, und Andy zeigte auch bei seinem 3:1 gegen Weyhe, dass er auch im oberen Paarkreuz zu den Besten der Liga gehört.

Das einzig wirklich spannende Spiel des Tages lieferten sich dann Mathis und David Altenkamp. Nach 2:0 Satzführung musste Mathis doch noch in den fünften Durchgang, in dem er anfangs auch deutlich zurücklag. Doch unser Youngster zeigte gewohnten Kampfgeist und kam nach einer Auszeit zurück. Mit 13:11 entscheid er den Entscheidungssatz dann doch noch für sich. Ein 3:0 von Justus gegen Chen machte dann den 10:0 Sieg perfekt.

Insgesamt eine sehr souveräne Leistung, bei der sich wieder zeigte, dass wir uns auch auf die Spieler verlassen können, die in der Aufstellung hinter den ersten Vier stehen. Mathis und Justus kommen damit in dieser Saison bisher auf je 4:0 Siege.

Die Gäste wurden dabei natürlich unter Wert geschlagen. Unter "normalen" Voraussetzungen hätte Sasel uns sicherlich deutlich mehr Paroli geboten.

 

Hier die Ergebnisse

28.01.2022

Jahresbericht 2021

Das Jahr 2021 hätte ein weiteres sehr erfolgreiches in der Geschichte der Tischtennisabteilung werden können, wenn auch unser Sport nicht außerordentlich stark von der Corona-Pandemie beeinträchtigt worden wäre. Da die Wettkampfsaison in allen Spielklassen abgebrochen und nicht gewertet wurde, fand für mehrere Mannschaften als Tabellenführer kein Aufstieg statt. Zum Jahresende 2021 wiederholte sich die Situation in nahezu jeder Hinsicht, so dass zu Beginn des Jahres 2022 nur die Hoffnung bleibt, dass die Leistungsmannschaften ihre angestrebten Ziele auch unter Corona-Bedingungen tatsächlich erreichen können. Dann würde der OTB erstmals mit einer (Herren-)Mannschaft in der 3. Bundesliga antreten.

In die neue Wettkampfsaison gingen sieben Herren- und mehrere männliche Nachwuchsmannschaften. Weiterhin konnten drei Damenmannschaften und mehrere Mädchenmannschaften gemeldet werden, sodass der Stellenwert des Frauen-Tischtennis in unserer Abteilung erhalten blieb, zumal die Damenmannschaften durchweg Startplätze in höheren Ligen erhielten. Die Voraussetzung dafür bildet nach wie vor die kontinuierliche Aktivität im weiblichen Nachwuchsbereich.

Während der Sommermonate wurde versucht, vereinsintern sowie auch auf höherer Ebene, „ersatzweise“ Wettkampfmöglichkeiten zu schaffen. Mehrere OTBer beteiligten sich daran. Ähnliche Projekte waren im Jugendbereich noch stärker erschwert, so dass man leider sagen muss, dass die Tischtennisjugend am meisten unter der Pandemie zu leiden hatte und noch leidet. Gesellschaftliche Veranstaltungen und soziale Kontakte persönlicher Art waren ja ohnehin kaum möglich.

Unter der Abteilungsleitung von Hiroki Ishizaki hat sich ein Team von Mitgliedern gebildet, das arbeitsteilig die verschiedenen Funktionen und Aufgaben wahrnimmt, unterstützt von verlässlichen Sponsoren. Dem Team gehören auch mehrere jüngere Mitglieder an, so dass langsam, aber stetig eine Umstrukturierung stattfindet, was in Richtung einer Semi-Professionalisierung für die 3. Bundesliga in Teilen der Vereinsarbeit auch notwendig ist. Zu Beginn der Wettkampfsaison 2021/22, im Herbst, konnte nunmehr zum vierten Mal ein Jahresheft herausgegeben werden, das nicht zuletzt zur Mitfinanzierung der Abteilungsarbeit maßgeblich beiträgt, vor allem aber die Gemeinschaftsbindung in der Abteilung und mannschaftsübergreifend zu stärken in der Lage ist.

Das längerfristig angelegte Konzept, Leistungssport, Breitensport und Jugendarbeit miteinander zu verbinden, war trotz aller Einschränkungen von Erfolg gekrönt, auch mit einer intensiven Weiterführung des Trainingsbetriebs. Dazu gehörten dankenswerterweise die Angebote des OTB, die Haareneschhalle auch im Sommer für unseren Sport in „dosierter“ Form nutzen zu können. Die qualifizierten Trainingsangebote im Leistungsbereich, aber auch in der Nachwuchsförderung haben unter anderem auch zu einer deutlichen Verjüngung der Abteilung beigetragen. Spielstarke und leistungsorientierte Spielerinnen und Spieler finden in zunehmendem Maße den Weg zum OTB.

OTB-Tischtennis möchte auch in Zukunft ambitionierten Spielern eine Perspektive und Herausforderung bieten, die männliche und ganz besonders die weibliche Jugend in einem attraktiven Trainingsprogramm fördern und fordern, möglichst hochklassiges Tischtennis bieten und sich zugleich dem Breitensportgedanken verpflichtet fühlen, in der Erkenntnis, dass man Tischtennis aktiv und erfolgreich bis ins hohe Alter spielen kann.

Hiroki Ishizaki, Abteilungsleiter
Kurt Dröge, Pressewart

26.01.2022

Regionalliga-Partie in Düppel fällt aus

Kampflose 10:0 Wertung für uns

Die für kommenden Sonnabend angesetzte Partie unserer Regionalliga-Mannschaft beim TTC Dentalspace Düppel wurde von den Gastgebern wegen corona-bedingter Ausfälle abgesagt.

Wegen eines Ersatz-Termin fragte Düppel gar nicht erst an, so dass die Partie mit 10:0 für uns gewertet wird.

 

 

 

25.01.2022

Regionalliga: 7:3 Sieg über TSV Lunestedt

Hinrunde nun mit 18:0 Punkten abgeschlossen

Souverän im Doppel: Johannes Schnabel (einziger Rechtshänder am Tisch...) und Valentin Nad Nemedi

Im  letzten noch ausstehenden Hinrunden-Spiel konnten wir am vergangenen Wochenende den TSV Lunestedt mit 7:3 besiegen und damit unsere weiße Weste wahren. Gegen die kampfstarken Gäste war dafür aber ein hartes Stück Arbeit vonnöten, lange hing der Sieg am seidenen Faden. Den etwa 35 Zuschauern wurde viel Spannung und gutes Tischtennis geboten.

Auf beiden Seiten setzte die Nummer zwei aus: Bei uns spielte Johannes Schnabel für Danilo Toma und bei Lunestedt Björn Oldenstädt für Routinier Elger Neumann.

Zu Beginn lief es für uns nach Wunsch, aus den Doppel gingen wir mit einer 2:0 Führung. Ein ungewohntes Bild ergab sich am Tisch, an dem Valentin Nad Nemedi und Johannes spielten: Gleich drei Linkshänder waren hier aktiv. Lunestedt setzt regelmäßig auf die ungewöhnliche Links-Links-Kombo Martin Gluza/Matti von Harten. Valentin und Johannes hatten die aber in vier Sätzen recht gut im Griff.

Am Nebentisch wurde es bei Andy Römhild/Nicolai Popal gegen Oldenstädt und Anton Depperschmidt im dritten Durchgang etwas knifflig. Vor allem Depperschmidt hatte mit starken Gegentopspins aufgedreht, es drohte der 1:2 Satzrückstand. Andy und Nico setzten sich aber in der Verlängerung durch und brachten danach Durchgang vier souverän nach Hause.

Start nach Maß - so sollte es eigentlich für uns weitergehen, tat es aber nicht...

Valentin war gegen den nach oben aufgerückten von Harten eigentlich deutlich favorisiert, fand aber im Linkshänder-Duell zu oft nicht die richtige Platzierung und machte auch mehr Fehler als gewohnt. Als er im vierten Durchgang dennoch aus einem 4:7 ein 8:7 gemacht hatte, kam anschließend auch noch etwas Pech dazu, was aber nichts daran ändert, dass sein Kontrahent absolut verdient gewann.

Am Nebentisch hatte Andy die Partie gegen Gluza eigentlich gut im Griff. "Wie viele Blockbälle denn noch", fragte sein Gegenüber zwischenzeitlich entnervt. Immer wieder hatte Andy ihn ausgeblockt und durch gute Platzierungen zu Fehlern gezwungen. Nach 2:0 Satzführung sank bei Andy aber das Konzentrations-Level, Gluza kam besser ins Spiel und holte tatsächlich noch den Punkt zum 2:2 Ausgleich.

Nico holte dann gegen Oldenstädt mit einem souveränen Vier-Satz-Sieg die Führung zurück. Immer sicherer wurde unser Routinier im Laufe des Spiels, obwohl er dennoch oft unzufrieden mit eigenem Spiel, Material und kalter Halle wirkte.

Johannes, der von 2018 bis 2020 selber in Lunestedt gespielt hatte, musste dann gegen Depperschmidt ran. Die Partie bot die wohl spektakulärsten Ballwechsel des Tages. Beide gaben sich in Sachen Kampfgeist nichts, und es ging hin und her. Nach verlorenem ersten Satz schien Jo das Spiel im Griff zu haben, doch Depperschmidt steigerte sich noch einmal, holte Satz vier in der Verlängerung und ließ dann Jo im fünften Durchgang keine Chance.

3:3 Zwischenstand. Gerade nach dem guten Start im Doppel hatten wir uns zu diesem Zeitpunkt mehr erhofft, wussten wir doch, dass man unsere Gäste nie abschreiben sollte. Und das bewahrheitete sich dann auch in der zweiten Einzelrunde.

Valentin und Andy sorgten da erstmal mit zwei Vier-Satz-Erfolgen für die vermeintlich beruhigende Führung.

Gegen Gluza punktete Valentin oft schon mit dem Aufschlag oder nach kurzen Rückhand-Duellen. So auch im Vierten, als bei 4:7 Rückstand der Gang in den Entscheidungssatz drohte. Valentin machte sechs schnelle Punkte in Folge zum 10:7. Bezeichnend dann auch der Matchball zum 11:9: Langer Aufschlag in die Rückhand, direkter Punkt.

Auch gegen von Harten glänzte Andy wieder vor allem mit guten Platzierungen. Auch wenn der bewegliche Lunestedter viele Bälle noch er- und umlaufen konnte, ließ Andy sich auch von Rückständen nicht aus der Rhe bringen und hielt im Gegensatz zum ersten Einzel die Konzentration durchgehend hoch. Im vierten Satz half dann auch noch eine Serie von Netzbällen, der Widerstand von Hartens war gebrochen.

Nicht allerdings der der Gäste. Unten ging es wieder sehr knapp zu und der Sieg geriet noch einmal ernsthaft in Gefahr.

Zwar gewann Nico den ersten Satz ganz sicher gegen Depperschmidt. Der allerdings stellte sich immer besser auf die kurzen Noppen-Blocks ein, griff diese mutig an und ließ Nico zu selten erkennen, wo denn der Angriffsball landen würde. So gingen die Sätze zwei und drei deutlich verloren und im vierten lag Nico dann auch mit 6:10 zurück und hatte vier Matchbälle gegen sich. Zum gleichen Zeitpunkt hatte Johannes gerade den 1:2 Satzrückstand hinnehmen müssen, es drohte also tatsächlich der erste Punktverlust der Saison.

Doch Nico änderte seine Taktik, ging nun mehr Risiko und spielte vor allem seine Noppen-Bälle mit deutlich mehr Druck. So schaffte er es, dass Deppershmidt sich nicht mehr zu seinen Angriffsbällen stellen konnte, Nico wehrte die vier Matchbälle ab und gewann den Satz noch 13:11. Depperschmidt Widerstand war noch nicht gebrochen, im Entscheidungsdurchgang lag Nico beim Wechsel mit 4:5 hinten, sorgte dann aber mit einem 11:7 Erfolg für Erleichterung bei uns.

Die war auch bei Johannes zu verspüren. Gegen Oldenstädt hatte er den ersten Satz ganz souverän dominiert, immer wieder trieb er ihn mit viel Druck weit weg vom Tisch. Allerding wurde sein Gegenüber immer stärker, zu oft traf nun der lang-armige Lunestedter die Gegentopspins aus der tiefen Vorhand. Jo wirkte angespannt, haderte viel und machte zu viele Fehler. Nach 1:2 Rückstand berappelte er sich aber wieder. Auch der Spielverlauf am Nebentisch schien Wirkung zu zeigen. Johannes wurde immer lockerer und fand wieder besser zu seinem Spiel. Oldenstädt dagegen konnte sein hohes Niveau aus den Sätzen zwei und drei nicht ganz halten. Und so machte Johannes dann doch noch den Punkt zum 7:3 Endstand

Klingt beim bloßen Blick auf das Ergebnis deutlich, ist bei 26:18 Sätzen und jeweils zwei gewonnen Fünfsatz-Spielen sicherlich auch nicht unverdient. Aber unsere Gäste waren in der Schlussphase dicht dran am Unentschieden und überzeugten mit großem Kampfgeist.

Aber auch wir können sehr zufrieden sein, gegen einen unbequemen Gegner auch kritische Situationen überstanden und uns am am Ende durchgesetzt zu haben. Neben den zwei Punkten können solche Spiele auch ganz wichtig für die nächsten Aufgaben sein. 

 

Hier geht es zu den Ergebnissen

19.01.2022

Beschluss des TTVN: Unterbrechung des Ligabetriebs wird bis 28.2. verlängert

Danach nur noch Einfach-Runde, Beschluss gilt für Verbandsliga und darunter

Für seine Ligen, also von der Kreisklasse bis zur Verbandsliga, hat der niedersächsische Verband beschlossen, dass die Saison nicht mit Hin- und Rückrunde, sondern nur noch als Einfachrunde gespielt wird.

In den Ligen des DTTB dagegen, also auch in der Regionalliga, soll erstmal weiterhin versucht werden, eine komplette Saison abzuschließen.

Die aktuelle Unterbrechung des Liga-Betriebs auf TTVN-Ebene wird dabei zunächst bis zum 28. Februar verlängert. Das gilt auch für die Landesmeisterschaften der Männer und Frauen und der Jugend. 

Von der Unterbrechung ausgenommen sind allerdings offene Individualturniere und TTVN-Races, diese dürfen ab dem 1. Februar wieder stattfinden.

Ob Pokalspiele durchgeführt werden, obliegt den Kreisen bzw. Bezirken.

Hier geht es zum ausführlichen Beschluss des TTVN