Aktuelles vom Tischtennis

18.01.2022

Zum TT-Spiel in Regionalliga am 22. Januar sind Zuschauer zugelassen!

Und diese Regeln gelten für die Partie gegen Lunestedt

Am Sonnabend, 22. Januar, holen wir ab 16 Uhr unser letztes Hinrunden-Spiel in der Regionalliga gegen den TSV Lunestedt nach. Zuschauer sind in der Halle am Haarenesch nach 2G Plus-Regeln zulgelassen, also genesen oder vollständig geimpft plus tagesaktuellem Test.

Die Testpflicht entfällt für Zuschauer unter 18 Jahre und für Menschen, die bereits ihre Booster-Impfung erhalten haben. Es gilt FFP2-Maskenpflicht, auch auf dem Sitzplatz! Für Zuschauer unter 14 Jahre reicht eine Alltags- oder OP-Maske, für Kinder unter 6 Jahre gilt keine Maskenpflicht. Kontaktdaten-Erhebung erfolgt durch Einchecken per Luca-App oder alternativ durch Ausfüllen eines Fragebogens.

Wir freuen uns auf und über Unterstützung und hoffen, dass die Oldenburger TT-Fans diese aktuell eher seltene Chance nutzen, sich hochklassigen Sport anzuschauen!

18.01.2022

Rückblick auf die Hinrunde: 1. Damen

Erster Verbandsliga-Sieg als Highlight

Strahlende Gesichter nach dem ersten Verbandsliga-Sieg in Lunestedt: Anastasia, Nane, Lisa und Bettina (v.l.)

Nachdem wir zuletzt die (fast kompletten) Hinrunden zweier ungeschlagenen Mannschaften betrachtet haben, möchten wir uns heute der ersten Damenmannschaft widmen, deren Ausbaute mit 2:12 Punkten und aktuell Platz acht in der Verbandsliga zwar nicht so eindrucksvoll aussieht, deren Ausgangslage aber auch eine ganz andere war als bei der ersten und zweiten Herren.

Die Ausgangslage:

So richtig wusste auch im zweiten Verbandsliga-Jahr niemand, wo wir eigentlich stehen. Wir erinnern uns: Als Vierter der abgebrochenen Landesliga-Spielzeit 19/20 war das Team nachgerückt, mit einem negativen Punktekonto von 14:16. Klar war also schon, dass es eine Mammut-Aufgabe werden würde, als erste OTB-Damenmannschaft überhaupt in der Verbandsliga bestehen zu können. Nur zwei Partien gab es dann 20/21, die zwar zeigten, dass das Niveau noch einmal ein anderes ist, in der wir aber das Gefühl hatten, doch einigermaßen mithalten zu können.

21/22 also der nächste Anlauf, Hoffnung machte die Verstärkung durch Anastasia Peris, unsere neue Nummer eins.

 

Der Start:

Ernüchternd... Der TSV Hollen war einer von nur zwei Gegnern der Liga, die wir schon aus dem Vorjahr kannten. Damals hatten wir uns gegen die erfahrenen Hollenerinnen beim 4:8 achtbar geschlagen, vielleicht wäre mit verstärkter Mannschaft noch mehr drin?

War es nicht, nach dem 2:8, bei dem nur Lisa Tinney/Anastasia Peris, sowie Lisa im Einzel punkten konnten, herrschte Enttäuschung. Diese Einschätzung allerdings relativierte sich im Laufe der Saison ein wenig. Denn es zeigte sich, dass auch ganz andere Mannschaften gegen Hollen verlieren, der TSV ziert die Tabellenspitze mit 14:4 Punkten.

 

Die Entwicklung:

Es ging eigentlich so weiter. Wir spielen gegen die meisten Gegner in den einzelnen Spielen gut mit, am Ende fehlt es aber dann doch oft an Erfahrung auf dem Niveau, die letzten nötigen Punkte wollen nicht kommen. Es fällt aktuell nicht leicht, so richtig in der Liga anzukommen, wenn auch die Spiele gegen starke Gegnerinnen durchaus Spaß machen. "Der letzte Tick..." ist ein von Nane Emme in der Analyse der Spiele oft gebrauchter Ausdruck. Negativer Höhepunkt war die Partie in Hundsmühlen, wo allerdings das Spielerische nicht ins Gewicht fiel, sondern der Ausfall von Lisa während des Spiels mit aller Aufregung drumherum.

 

Das Highlight:

Natürlich der erste Sieg einer OTB-Damenmannschaft in der Verbandsliga überhaupt. In Lunestedt platzte Anfang November der Knoten doch einmal so richtig. Die jungen Gegnerinnen lagen uns spielerisch, das hatte schon die Partie im Vorjahr gezeigt. Allerdings hatte es damals doch ein 3:9 gegeben und Lunestedt hatte dieses Mal sogar noch eine neue Nummer eins mit Kristin Hermann dabei.

Trotzdem, dieses Mal lief es von Anfang an. Zwei recht souveräne Siege im Doppel, auch oben verhältnismäßig klare Erfolge von Anastasia und Nane - und unten kam dann auch Bettina Lechtenbörger zu ihrem ersten Erfolg: 5:0 führten wir plötzlich. Und diese Führung brachten wir dann auch ins Ziel, vor allem Dank des absolute Sahnetages von Bettina. Nane hatte noch den Punkt zum 6:2 gemacht, und danach war es Bettina, die noch zweimal punktete. Riesig war die Freude nach ihrem 3:1 über Lunestedt Nummer zwei, Eline Gall, der den Siegpunkt zum 8:5 bedeutete. "Das baut uns natürlich auf", erklärte Nane danach.

 

Die Spielerinnen:

Jede Stammspielerin konnte mindestens drei Einzel gewinnen, bei Anastasia, Nane und Lisa waren es jeweils fünf. Nach fünf Jahren in Herren-Mannschaften musste Anastasia sich erstmal wieder ein wenig an das Spiel in der Damen-Verbandsliga gewöhnen, gerade in den jeweils ersten Spielen gegen die Nummer zwei der Gegnerinnen sorgt sie aber zuverlässig für einen guten Start in die Einzelrunden. Und auch Das Doppel mit Lisa ist ganz stark: Auf 4:1 Siege kommen die beiden.

Nane hatte in den beiden Spielen 20/21 mit 5:1 einen Wahnsinns-Start hingelegt. Das ging in dieser Saison nicht ganz so weiter, dennoch bestätigte sie ihre Leistungssteigerung. Mit 1563 TTR-Punkten liegt Nane aktuell auf dem höchsten Wert ihrer "Karriere", das sind nochmal 16 mehr als bei Abbruch der vergangenen Saison.

Lisas 5:10 Bilanz ist eigentlich gar nicht so richtig zu werten. Kampflose Spiele beim HTV, danach gegen Lunestedt noch nicht richtig fit - das verfälscht die Bilanz. Und trotzdem konnte Lisa sogar ein paar TTR-Punkte gut machen in dieser Hinrunde. Dazu trug vor allem der bärenstarke Auftritt gegen Bawinkel bei, als sie nach oben rutschte und dort gegen die oberliga-erfahrenen Nina Pieper und Antonia Joachimmeyer gewann - beides Spielerinnen, die über 150 TTR-Punkte mehr aufwiesen als Lisa.

Dass der Wechsel von der Landes- in die Verbandsliga schwer für Bettina würde, war klar. Gegen die Durchschlagskraft, die viele Spielerinnen hier haben, ist es mit ihrer Sicherheit nicht einfach, sich drei Sätze lang erfolgreich durchzusetzen. Abgesehen vom TSV Altenbruch ist sie eben auch gegen jede Stammspielerin der Liga mit ihrem TTR-Wert der Underdog. Das hat Bettina aber nicht davon abgehalten, beim Sieg in Lunestedt zum Matchwinner zu werden mit drei ganz starken Siegen.

Das ein oder andere Mal benötigten wir auch Ersatz. Einzelsiege gelangen zwar weder Annette Hofmann, Katharina Thüer noch Mia Heike, dennoch ganz großer Dank für Eure Unterstützung!

Mia konnte in gleich zwei Spielen wichtige Erfahrungen sammeln. Ein besonderer Auftritt war auch der von Annette, die nach langer TT-Pause einsprang als die Personal-Not groß war, und so zumindest auch noch einmal zusammen mit Tochter Nane an den Tisch gehen konnte.

 

Der Ausblick:

Die Zeichen mehren sich, dass es wohl wieder keine ganze Saison werden könnte, sondern evtl nur noch die fehlenden Hinrunden-Partien gespielt werden. Das wäre natürlich unheimlich schade. Wieder hätte man keine ganze Spielzeit, um richtig in der Liga anzukommen, sich in einem Rückrunden-Spiel mal steigern zu können, ein wenig auch die Nervosität gegen unbekannte, starke Kontrahentinnen abzulegen.

Zwei Spiele sollten aber  zumindest noch anstehen: Beim starken Ex-Oberligisten TuSG Ritterhude und beim TSV Altenbruch, der noch auf seinen ersten Sieg wartet.

Lisa steht nach ihrem Umzug weg aus Oldenburg leider nicht/kaum mehr zur Verfügung. Aber wir hatten großes Glück und konnten tatsächlich im Winter mit Nathalie Jokisch noch einen ganz starken Ersatz finden. Und so gehen wir schon mit der Hoffnung in die ausstehenden Spiele, dass doch nochmal etwas gehen könnte. Vor allem bei Altenbruch wäre es mal eine neue Situation, nicht als klarer Außenseiter in eine Verbandsliga-Partie zu gehen.

 

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11.01.2022

Rückblick auf die Hinrunde: 2. Herren

Favoritenrolle eindrucksvoll bestätigt

Nominell nun in der 3. Mannschaft gemeldet, tatsächlich aber weiter ganz wichtiger Bestandteil der 2. : Nico Schulz

Nachdem wir zuletzt auf die bisherige Hinrunde der 1. Herren zurückgeblickt haben, kommen wir nun zur nächsten Herbstmeisterschaft, die schon ein Spiel vor Abschluss der Hinrunde feststeht. In der Verbandsliga kommt die 2. Herren auf 16:0 Punkte und 72:9 (!) Spiele.

Die Ausgangslage:

Das Ziel war klar, der Aufstieg sollte es sein! Der ist zum einen sehr wichtig, um talentierten Spielern die richtige Liga bieten zu können und sie dort ggf auch an die 1. Herren heranzuführen. Und zum anderen muss bei der Stärke der Mannschaft - bei allem Respekt vor den anderen Teams - jedes andere Ergebnis auch sportlich eine Enttäuschung darstellen. 

Schon im letzten Jahr war der Aufstieg das realistische Ziel und die Oberliga wäre wohl auch die passende Klasse, gerade für junge Spieler wie Justus Lechtenbörger oder Mathis Kohne, gewesen. Letzerer war im Frühjahr in der Hoffnung, Oberliga spielen zu können, vom MTV Jever zu uns gekommen, stellte sich aber auch in der Verbandsliga voll in den Dienst der Mannschaft.

 

Der Start:

Von Anfang an ging die Mannschaft die Aufgaben konzentriert und seriös an. Die ersten beiden Spiele schienen im Vorfeld auch schon besondere: Der MTV Jever, bei dem Mathis und Justus noch für die Jungen-Mannschaft in der Niedersachsenliga aktiv sind, und unsere Nachbarn von der SG Schwarz-Weiß Oldenburg, bei denen mit Johannes Schnabel, Nico Schulz und Andre Stang gleich drei der bei uns eingesetzten Spieler lange gespielt hatten.

Gegen das talentierte Team aus Jever gab es dann auch so manch knappes Spiel, und erst nach 4:3 Zwischenstand konnten wir uns dann doch recht souverän mit 9:3 durchsetzen. Dass dies das knappste Ergebnis der bisher absolvierten Spiele werden sollte, war allerdings noch nicht abzusehen. "Es war schon ein komisches Spiel, man kennt sich ja sehr gut und hat im Training schon so oft gegeneinander gespielt", erklärte Justus nach seinen starken Siegen gegen Hendrick Hicken und Bennet Robben.

Bei Schwarz-Weiß hatten wir im Vorfeld auf ein heißes Lokal-Derby gehofft. Leider hatten aber unsere Gastgeber mit großen Personalsorgen zu kämpfen. An drei Tischen spielend kam ein richtiges Derby-Feeling nie auf. Auch wenn dem ein oder anderen in unseren Reihen schon gewisse Startschwierigkeiten gegen befreit aufspielende Gegner anzumerken waren, gab es am Ende nach knapp 75 Minuten ein 9:0.

 

Die Entwicklung:

Die klare Favoritenrolle in jedem Spiel könnte dazu verleiten, Spiele vielleicht einen Tick zu locker anzugehen, was sich dann auch mal schnell rächen könnte. Das aber geschah nicht. Souverän, konzentriert und seriös wurde jede Partie angegangen, und so kam die Mannschaft nie wirklich ins Stolpern.

Zwar mussten wir immer mal wieder auf den einen oder anderen Spieler verzichten, konnten aber immer wieder eine starke Mannschaft aufstellen. So stellte sich zum Beispiel auch Johannes, eigentlich Kapitän der ersten Mansnchaft, in den Dienst des Vereins und half zweimal aus. 

 

Das Highlight:

Angesichts der deutlich gewonnen Partien ist ein einzelnes Highlight-Spiel eigentlich gar nicht auszumachen. Auch der Tabellenzweite, die sehr ausgeglichen besetzte TSG Dissen, wurde mit 9:1 bezwungen, das sicherlich die sportlich beste Leistung der Hinrunde. 

Ansonsten gab es natürlich immer mal wieder einzelne Spiele, die sehr stark oder auch mal etwas kurios waren. So zum Beispiel das Einzel von Dirk Vogelsang gegen Jevers Manoel Engelbrecht mit kuriosem Verlauf, Aufholjagden und ungewöhnlich vielen Netzrollern auf beiden Seiten. Andere Highlights waren die "Comebacks" von Steffen Steffen Fetzner oder Josif Radu, die sich jeweils freuten, nach längerer Zwangs-Pause wieder an die Tische gehen zu können.

 

Die Spieler:

Da ist eigentlich niemand hervorzuheben, bei durchweg souverän herausgespielten, hoch positiven Bilanzen. (Fast) Immer dabei waren Mathis Kohne (fehlte nur gegen Jever, 10:0 Bilanz), Justus Lechtenbörger (10:0), Nico Schulz (8:1 nach verlorenem allerersten Einzel gegen Hicken) und Andre Stang (9:0). Stark auch die Doppel-Bilanz trotz gezwungenermaßen häufiger wechselnden Paarungen: 21:3 Siege gab es hier, damit legten wir gleich zu Beginn immer schon das Fundament für die deutlichen Erfolge.

 

Der Ausblick:

Ein Spiel (beim VfL Westercelle) fehlt noch zu Beendigung der Hinrunde. Trotzdem wäre uns selbst bei 0:9 Niederlage und zwei 9:0 Siegen von Verfolger Dissen aufgrund des starken Spielverhältnisses die "Herbstmeisterschaft" nicht mehr zu nehmen.

Ein Ausblick fällt aktuell naturgemäß schwer. Natürlich würden wir, sofern vernünftig und verantwortungsvoll möglich, auch gerne eine komplette Saison spielen. Erstmal heißt es aber, die Entscheidung des TTVN über das weitere Vorgehen abzuwarten, die in der zweiten Januar-Hälfte erfolgen soll.

 

 

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07.01.2022

In einer stark besetzten A-Konkurrenz belegt Mathis einen guten 3. Platz

Erfolgreiches Turnier in Walle-Bremen

Während in Niedersachsen aktuell nicht gespielt wird, fand in Walle-Bremen nach Weihnachten ein Turnier statt, bei dem Mathis in der stark besetzten A-Konkurrenz einen guten dritten Platz belegen und wichtige Wettkampf-Praxis sammeln konnte.

Mit seiner Vorrunde war er nicht ganz zufrieden. Zwar gewann er drei Partien deutlich, verlor aber 2:3 gegen Bahadir Secer vom SV Buschhausen II, der in NRW in der Landesliga spielt. Wegen des bessere Satzverhältnisses wurde Mathis aber dennoch Gruppensieger vor Martin Wille vom SV Marklohe.

Im Achtelfinale verschlief Mathis die ersten beiden Sätze gegen Max Schröter vom NRW-Landesligisten TuS Rahm ein wenig, vielleicht auch dem Freilos in der ersten Runde geschuldet, steigerte sich dann aber und gewann die nächsten drei Durchgänge souverän.

Auch im Viertelfinale brauchte Mathis gegen Ricardo Burmester vom FC Hambergen fünf Sätze. Angesichts der dreier überaus deutlich gewonnener Durchgänge war der Sieg aber nie wirklich in Gefahr.

Im Halbfinale wartete mit Hernán Benjamin Soto Torres ein starker Kontrahent, der beim sächsischen TTC Lugau in der Oberliga spielt. In drei umkämpften Sätzen musste Mathis sich geschlagen geben, konnte sich dafür aber dann noch mit einem 3:0 gegen David Krümpel vom Verbandsligisten Union Mühlheim den dritten Platz sichern.

Zu den Turnier-Ergebnissen auf click-tt

31.12.2021

Rückblick auf die Hinrunde: 1. Herren

Aufstieg in die 3. Bundesliga fest im Blick

Echte Team-Player, nicht nur am Tisch auch an der Bande: Danilo, Valentin und Johannes coachen Nane im Spiel der 1. Damen.

Das Jahr geht zu Ende, die Saison ist unterbrochen, die nächsten Spiele stehen frühestens in drei Wochen auf dem Programm - Gelegenheit, noch einmal auf die zumeist sehr erfolgreiche Hinrunde zurückzublicken.

Fangen wir standesgemäß mit dem sportlichen Aushängeschild an, der 1. Herrenmannschaft in der Regionalliga.

Aufgrund der tollen Rückrunde besteht die Gefahr der "Lobhudelei", das sei uns hoffentlich verziehen ;-)

 

Die Ausgangslage:

Durch den Abbruch der letzten Saison und den damit verpassten - ansonsten wohl sehr wahrscheinlichen - Aufstieg mussten wir leider Heye Koepke ziehen lassen, der die Herausforderung in der 3. Bundesliga suchte, und dort mit dem SC Buschausen aktuell auf dem zweiten Platz liegt.

In Danilo Toma fanden wir einen sympathischen Nachfolger, der auch sportlich nach kleineren Anlauf-Problemen auf ganzer Linie überzeugte. Dennoch mussten wir uns auf eine schwierige Saison einstellen, auch die Konkurrenz konnte teilweise namhafte Zugänge begrüßen: Bledeln rüstete mit Vincent Senkbeil, Leon Hintze und Rodrigo Hidalgo auf, Poppenbüttel landete mit Daniel Kleinert einen Transfer-Coup, Siek verpflichtete in Wang Yansheng und Mulid Kushov eine geballten Ladung Erfahrung von Jahrzehnten im Spitzen-Tischtennis.

Der Start:

"Holprig" - die Beschreibung von Kapitän Johannes Schnabel trifft es sehr gut. Wir gerieten kurzzeitig ins Straucheln - stürzten aber nicht.

Am ersten Koppel-Wochenende empfingen wir den erfahrenen SV Siek und den TTC Düppel. Beides Mannschaften, vor denen wir großen Respekt hatten, die aber - was der weitere Saisonverlauf zeigte - insgesamt eher zum Tabellen-Mittelfeld gehören. Trotzdem verspürten wir in beiden Spielen früh Druck. Die Doppel funktionierten noch nicht wie erhofft, beide Male gerieten wir mit 0:2 in Rückstand. Obwohl Danilo Toma und Valentin Nad Nemedi in der Theorie (zwei der stärksten Spieler der Liga, Links-Rechts-Kombi) ein super Doppel bilden sollten, fehlte es noch an der Feinabstimmung. Dazu war Danilo, der erst kurz zuvor wieder in Deutschland angekommen war, noch nicht ganz auf seinem möglichen Niveau (1:3 Siege - allerdings auch gegen starke Gegner). Doch die Ausgeglichenheit des Teams stach, aus 0:2 bzw. 3:4 in beiden Spielen machten wir noch jeweils einen 6:4 Sieg.

Die Entwicklung:

Eindeutig positiv! Die Umstellung in den Doppel gelang, in den nächsten Spielen setzten wir jeweils auf die Kombination von Offensiv-Power und Erfahrung. Das funktionierte vor allem bei Valentin und Andy Römhild (3:0 Siege) hervorragend, nach dem 0:4 Start lautete die Doppel-Bilanz in den restlichen Partien 9:3. Auch Danilo zeigte in der Folge, was für ein starker Spieler er ist, ohne Jetlag und mit Wettkampfpraxis. So knapp wie am ersten Wochenende wurde es nie wieder, die restlichen Partien gingen alle mit mindestens 7:3 an uns.

Das Highlight:

Früh zeigte sich, dass der MTV Eintracht Bledeln vermutlich der stärkste Konkurrent sein würde. Als wir im Oktober nach Bledeln reisten, hatte der MTV am Vortag gerade den ebenfalls sehr starken TuS Celle bezwungen und kam auf 8:0 Punkte, genau wie wir. Ein echtes Spitzenspiel mit dem Sahne-Häubchen, dass in Vincent Senkbeil und Valentin Nad Nemedi zwei noch ungeschlagene Spieler im oberen Paarkreuz aufeinander trafen. Dieses Spitzen-Einzel gewann dann der Bledelner, der auch schon im Doppel zusammen mit Leon Hintze gegen Danilo und Nicolai punktete. Doch nach diesem 1:2 Rückstand zeigte wir unser bestes Tischtennis. "Auf den Punkt da", freute sich Kapitän Johannes. Andy und Nico waren unten wieder einmal gewohnt zuverlässig und souverän, Danilo fügte Senkbeil die erste Saisonniederlage zu und schlug auch Abwehrer Hintze, gegen den auch Valentin nach 0:2 Rückstand eine tolle Leistungssteigerung hinlegte. 8:2 - das hatten wir in der Höhe nicht erwartet.

Die Spieler:

Nach dem ersten etwas schwierigen Wochenende, in dem einfach noch Training und Wettkampfpraxis fehlten, zeigte Danilo sich als echter Spitzenspieler, verlor nur noch knapp gegen Abwehrer Daniel Kleinert. Gerade im wichtigen Spiel gegen Bledeln war Danilo auf den Punkt da, fügte Vincent Senkbeil die erste Saison-Niederlage zu und gewann auch gegen das eher ungeliebte Abwehr-Spiel von Leon Hintze. Auch an der Bande präsentiert er sich als echter Team-Player.

Das ist auch Valentin - das kannten wir aber ja schon. Spielerisch scheint er noch einmal einen Sprung gemacht zu haben. Er kommt auf eine bärenstarke 14:2 Bilanz, die beste der Liga (und die zweite Niederlage war eine Aufgabe im letzten Spiel, als er krankheitsbedingt geschwächt gegen Jannik Xu nicht mehr durchhalten konnte). Fast hätte Valentin zwischenzeitlich die 2300 TTR-Punkte-Grenze durchbrochen (zur Einordnung: Die würden in der deutschen Rangliste aktuell für einen Platz in den Top30 ausreichen). Aufgehoben ist aber nicht aufgeschoben...Aufgrund des etwas höheren Wertes gegenüber Danilo ist Valentin in der neuen Aufstellung  nun die Nummer eins.

In aller Begeisterung über das obere Paarkreuz darf man das untere nicht vergessen. Aber gerade unsere Nummer drei, Andy Römhild, ist einfach so konstant und souverän, dass man seine Top-Leistungen schon fast als selbstverständlich hinnimmt. Technisch immer spielerisch leicht und unangestrengt aussehend, taktisch ganz stark - so kam Andy im unteren Paarkreuz auf 10:0 Siege. Selbst wenn es mal knapp im Gesamtstand wurde, konnten wir uns immer auf seine wichtigen Siege - meist souverän geholt - verlassen. Die einzige Saison-Niederlage gab es, wie bei Valentin krankheitsgeschwächt, gegen Celles Nummer zwei, Michael Khan Orhan (zuvor gewann Andy aber noch gegen Jannik Xu).

Ebenfalls souverän, zuverlässig, erfahren und taktisch bärenstark - das trifft auch auf unsere Nummer vier, Nicolai Popal zu. Eine Niederlage im ersten Saison-Spiel, danach elf Siege mit nur drei verlorenen Sätzen - unser Kurznoppen-Experte scheint wie guter Wein immer besser zu werden. Neben klugem Spiel hilft ihm dabei auch eine Fitness, die besser ist als die vieler - teilweise Jahrzehnte jüngerer - Gegner.

Auch wenn er "nur" in drei Spielen am Tisch stand: Kapitän Johannes ist ein ganz, ganz wichtiger Bestandteil des Teams. Coaching, Orga, Kampf- und Mannschaftsgeist - in ganz vielen Punkten ist "Jo" ein echtes Vorbild und geht immer voran. Zusätzlich können wir uns auch spielerisch immer auf ihn verlassen, wenn einer der ersten vier nicht dabei ist. Auf 4:2 Siege kommt Jo, wohl dem, der solch einen Spieler "in der Hinterhand" hat.

Apropos Hinterhand: In der haben wir mit Mathis Kohne und Justus Lechtenbörger ja auch noch zwei ganz starke Talente, die auch schon mal Regionalliga-Luft schnuppern konnten und dabei jeweils 2:0 Siege holten. Auch hier gilt, dass wir uns sehr glücklich über solche Spieler schätzen können, die man bedenkenlos in der Regionalliga einsetzen kann, und die nach und nach immer mehr an die Liga herangeführt werden sollen.

Auch deswegen würden wir uns natürlich darüber freuen, wenn die Saison irgendwie noch zu Ende gespielt werden könnte. Ob das funktioniert? Das kann aktuell wohl niemand voraussehen. Umso wichtiger deswegen, dass wir schon jetzt, auch vor dem letzten Hinrundenspiel gegen Lunestedt, sicher Herbstmeister sind.