Aktuelles aus dem OTB

02.04.2020

OTB eröffnet Online-Shop

Ab sofort nutzt der Oldenburger Turnerbund das Angebot der Fan12 GmbH & Co. KG, um seinen Mitgliedern im Rahmen eines Online-Shops eine breite Produktpalette anzubieten, mit denen auf die Verbindung zum OTB in der Öffentlichkeit aufmerksam gemacht werden kann.

Ob für den persönlichen Gebrauch, die eigene OTB-Gruppe oder Mannschaft oder für Familie, Freunde und Bekannte als Geschenk. Da dürfte für jede und jeden etwas dabei sein.

Wer Versandkosten sparen möchte, kann seine Bestellung auch per Email bei der OTB-Geschäftsstelle vornehmen, die regelmäßig Sammelbestellungen vornimmt. Die bestellten Artikel müssen in dem Fall in der OTB-Geschäftsstelle, Haareneschstr. 70,  persönlich abgeholt werden.

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01.04.2020

Sportvereine sind keine Supermärkte

Alle Sportvereine in Deutschland sind derzeit geschlossen. Sie befinden sich im Time-out-Modus. Alle Aktiven müssen auf ihren regelmäßigen Sport dort verzichten. Es klingt paradox, ist aber Realität: Wir treiben Sport, um etwas für unsere Gesundheit zu tun. Jetzt können wir es nicht, weil wir unsere Gesundheit schützen müssen. Mehr noch: Wir treiben Sport im Verein, weil wir hier mit anderen Menschen zusammenkommen, uns sogar mit anderen beim Spiel und im Wettkampf messen. Jetzt können wir es nicht, weil wir eine soziale Distanzhaltung einnehmen müssen. Sportvereine sind – so gesehen – derzeit völlig überflüssig geworden. Sind sie es wirklich?

Wer so fragt, sollte sich die originäre Idee vom Turn- und Sportverein erneut vor Augen führen. Sie existiert nun schon seit mehr als 200 Jahren. Der Hamburger Sportsoziologie Prof. Dr. Hajo Schulke hat sie in eindrucksvoller Weise mehrfach als immer noch und mehr denn je als zeitgemäß beschrieben. Diese Idee lebt deswegen, weil es Menschen gibt, die bereit sind, sich für ihren Verein (ehrenamtlich) zu engagieren. Daher dürfen Sportvereine auch ein „Mehr an Mitgliedschaft“ (nach Ommo Grupe) erwarten. Deshalb gilt: Solange diese Idee im Verein mit seinen demokratischen Entscheidungsstrukturen funktioniert, wird es kein Sportver-einssterben geben, nicht wegen und nicht nach Corona.

Trotzdem oder gerade deswegen appellieren inzwischen immer mehr Verbände, Bünde und die Vereine selbst an ihre Mitglieder, jetzt nicht dem Verein den Rücken zu kehren, nach Möglichkeit auch darauf zu verzichten, bereits gezahlte Mitgliedsbeiträge zurückzufordern, nur weil das Training abgesagt ist oder ein Kurs ausfällt. Sportvereine sind in dieser Hinsicht keine Dienst-leister für ihre Kunden. Sportvereine sind auch keine Supermärkte für Sportangebote. Im Sportverein kann man sich nichts kaufen. Im Kern sind Sportvereine eine Gemeinschaft von Gleichgesinnten, die ihren Sport „amateurhaft“ (wörtlich: aus Liebe) ausüben. Je größer die Liebe, desto … egal!

Wann das sportliche Leben in Deutschland bzw. in den Sportvereinen vor Ort wieder „hochgefahren“ werden kann, entscheidet nicht der Deutsche Olympische Sportbund oder einer seiner Mitgliedsverbände. Aber sie alle und noch viel mehr die kommunalen Bünde und Verbände in den Städten und Gemeinden teilen eine Hoffnung, sobald es wieder losgeht mit Sport: Mögen alle Sportvereine möglichst gestärkt aus der Zeit nach Corona hervorgehen. Damit das der Fall ist, dafür können dann sogar alle Vereinsmitglieder im konkreten und im übertragenen Sinne des Wortes ihren „Beitrag“ leisten. Vielleicht kommen dann sogar noch viele neue Mitglieder hinzu und machen die Sportvereine noch stärker. Ganz egal, ob der Sportverein in Hildesheim oder in Heidenheim, in Magdeburg oder in Flensburg beheimatet ist – Hauptsache: Sportdeutschland bewegt sich (wieder) … im Sportverein! / Prof. Dr. Detlef Kuhlmann

Quelle: Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) - DOSB I Presse Nr. 14  •  31. März 2020   

26.03.2020

Rekordteilnahme an OTB-Blutspendeaktion

150 Spender/innen übten sich in Geduld

Mehr als 100 Meter lang war am Mittwoch, 25. März, die Warteschlange bei OTB-Blutspendetermin, die sich teilweise bis zur Haareneschstraße erstreckte. Die Geduld bei den Spenderinnen und Spendern wurde dabei durch das gute Wetter begünstigt. (Foto: OTB)

Die gesamte Sporthalle wird gebraucht: Der Blutspendedienst  des Deutschen Roten Kreuzes strukturiert die Abläufe neu, zum Schutz aller Mitarbeiter und Spender. Das schreckte die Freiwilligen am Mittwoch in der Sporthalle Haarenesch des Oldenburger Turnerbundes aber keineswegs ab.

Bevor die Spender die Halle betreten durften, wurden sie befragt: Zeigen Sie Erkältungssymptome? Waren Sie in den letzten vier Wochen verreist? Hatten Sie Kontakt zu einem Corona-Infizierten? – Wenn auf nur eine dieser Fragen nicht mit Nein geantwortet werden konnte, ging es hier nicht weiter. „Wir haben auch die Temperaturmessung nach vorne gezogen, um Fieber sofort zu erkennen“, sagt Markus Baulke, Sprecher des DRK-Blutspendedienstes. Danach ist das Händedesinfizieren an der Reihe, erst dann kam man in die Halle.

In der Halle wurden die einzelnen Stationen wie die Anmeldung, das Ausfüllen des Fragebogens, die Eisenwertmessung oder das Gespräch beim Arzt räumlich entzerrt. Nur dadurch kann der Mindestabstand von 1,50 Metern eingehalten werden. So läuft ein Spender beim kompletten Vorgang einmal durch die gesamte Halle. Am Ende wartet kein Büfett, sondern ein Lunchpaket in einer Papiertüte. „Oft halten sich die Spender nachher zusammen beim Essen auf, diese Geselligkeit muss leider entfallen“, sagt Baulke.

Die Helfer tragen allesamt einen Mundschutz. „Uns wird erklärt, dass wir wenig reden sollen, am besten nur ja und nein“, sagte Spender Ralf Alves. Er kam für seine 81. Blutspende hierher. Er hat Verständnis dafür, dass sich durch die neuen Gegebenheiten auch alles verlangsamt. „Ich bin positiv überrascht, dass so viele Menschen hier sind“, sagte Franziska Neumann noch auf der Spenderliege. Es war die vierte Blutspende für die 20-jährige Oldenburgerin.

„Wir bemerken sehr viel Akzeptanz bei den Menschen und einen starken Willen, zu helfen“, sagte Melanie Peters vom Team des DRK-Blutspendedienstes.

Dass die hohe Zahl an Blutspenden tatsächlich in Empfang genommen werden konnte, war erst möglich, nachdem zusätzliches Material vom DRK angefordert worden war. Man war zunächst nur auf 80 Spender/innen eingerichtet. Auch der Bereitschaft der DRK- und OTB-Mitarbeiter/innen zu Mehrarbeit war dieses zu verdanken, denn statt um 18 Uhr verließ der letzte Spender erst um 20.15 Uhr die Sporthalle.                                   (Quelle: NWZ-Online 26.03.2020)

Das Deutsche Rote Kreuz musste den beim OTB ursprünglich am Ostersonnabend, 11. April, in der Haarenesch-Halle geplanten Blutspendetermin absagen. Aufgrund eines erhöhten Krankenstandes unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Blutspendedienstes stünden ausreichend personelle Ressourcen nicht zur Verfügung, heißt es beim DRK.Möglicherweise kann am Pfingstsonnabend, 30. Mai, ein weiterer Blutspendetermin beim OTB angeboten werden.