Aktuelles von den Basketballern
OTB spielt Hase und Igel mit Gegner

Durchgetankt: OTBerin Johanna Göpfert (am Ball) auf dem Weg zum Korb BILD: Verein
Mit souveränen Siegen haben Oldenburgs Basketball-Spielerinnen am letzten Spieltag des Jahres in der 2. Regionalliga ihre Ausgangslage für den weiteren Saisonverlauf verbessert. Die Aufsteigerinnen vom Oldenburger TB (9/10/5.) erreichten eine Woche nach dem 66:74 im Stadtderby ein 78:52 beim TSV Quakenbrück (7/10/3.).
Ganz überzeugend: „Das war sicher das beste Spiel, was unsere jungen Damen in dieser Saison bisher geboten haben“, meinte OTB-Trainer Sebastian Brunnert: „Mit einer extrem aggressiven Verteidigung ging es gleich fulminant los.“ Ein schnelles 11:3 wurde bis zur 16. Minute auf 43:28 ausgebaut, ehe die Gastgeberinnen bis zur Pause auf 38:47 herankamen. „In Halbzeit zwei wurde die Defense noch einmal besser“, lobte Brunnert und fand auch die Offensivleistung clever: „Wie beim Hasen und Igel musste Quakenbrück die ganze Zeit immer vergeblich laufen und laufen und laufen. Und wurde müder und müder und müder.“ Sein Team dürfe nun „hochzufrieden Weihnachten feiern“. (Quelle NWZ: 18.12.2024)
OTB dominiert trotz Ausfällen
105:81 gegen Aschersleben

33 Punkte für den OTB: Andre Galler (links) BILD: A. Hrytsenko
Was für ein letztes Jahres-Heimspiel vom Oldenburger TB: Trotz mehrerer Ausfälle dominierten die Regionalliga-Basketballer am Samstag in der Halle am Haarenufer gegen die Aschersleben Tigers und siegten völlig verdient mit 105:81.
Gegen die Sachsen-Anhaltiner hatten die Oldenburger von der ersten Minute an das Spiel unter Kontrolle, fuhren durch überzeugenden Teambasketball den dritten Sieg aus den letzten vier Spielen ein und ziehen dadurch an den Tigers in der Tabelle vorbei.
Trotz der Verletztenmisere um Piet Niehus, Jan König und Nick Sander war der OTB vor allem offensiv gar nicht zu kontrollieren. Angeführt von einem überragenden Andre Galler (33 Punkte), der die ersten zwölf OTB-Punkte markierte, erspielten sich die Huntestädter nach dem ersten Viertel eine 25:19-Führung. Auch im zweiten Viertel riss der Offensivfluss der Gastgeber nicht ab. Durch eine gute Ballbewegung und 23 Assists scorten die Oldenburger aus allen Lagen und bauten die Führung bis zur Halbzeit auf 52:36 aus. Neben Galler verteilte das Team von Headcoach Vangelis Kyritsis die Scoring-Last mit zunehmender Spieldauer auf immer mehr Schultern. So punkteten auch Tyrell Nwaki (16), Lion Braimoh (14), Bart Zents (14) und NBBL-Spieler Leander Nzume (11) zweistellig. Beim 78:56 am Ende des dritten Viertels war die Partie endgültig entschieden.
Trotz 103 eigener Punkte war auch die OTB-Defense ein wichtiger Faktor für den klaren Heimerfolg. So hielt das Kyritsis-Team den Tigers-Topscorer Dmonte Terin Brown bei nur 16 Zählern und einer schwachen Wurfquote. Auch der Bruder von OTB-Spieler Lion Braimoh, der Ascherslebener Leistungsträger Dion Braimoh, musste durch die OTB-Defense hart für seine Zähler arbeiten und traf weniger als 40 Prozent aus dem Feld. (Quelle NWZ: 16.12.2024)
OTB schluckt einige Hiobsbotschaften
Führungskräfte fehlen nicht nur im Heimspiel gegen Aschersleben

Er fehlt: Piet Niehus (rechts, hier gegen Stade) hat sich verletzt. BILD: Anastasiia Hrytsenko
Die Rückrunde in der 1. Basketball-Regionalliga beginnt für den Oldenburger TB vor allem mit Hiobsbotschaften. Im Heimspiel gegen die Aschersleben Tigers muss das Team von Trainer Vangelis Kyritsis an diesem Samstag (17.30 Uhr, Halle am Haarenufer) mindestens auf drei Leistungsträger verletzungsbedingt verzichten. „Es ist ein Jammer und macht unsere zwei letzten Spiele in diesem Jahr natürlich schwer – jetzt ist eine Mannschaftsleistung gefragt“, betont der Chefcoach.
Fremdeinwirkung: In Piet Niehus (Bänderriss) und Jan König (Innenbandverletzung im Knie) trugen gleich zwei Führungskräfte des OTB (aktuell 11 Spiele/8 Punkte/9. Platz) bei der 62:80-Niederlage im vergangenen Spiel bei Spitzenreiter TSV Bargteheide (11/20/1.) durch Fremdeinwirkung eine Verletzung davon. Zudem fällt Nick Sander aus, der Einsatz von Tim Rose ist ebenfalls aufgrund von Blessuren aus dem Duell vor zwei Wochen fraglich.
Spielplanung: Nach dem Gastspiel der Tigers aus Sachsen-Anhalt (11/10/6.) muss der OTB kurz vor Weihnachten noch am 21. Dezember (Samstag, 19.15 Uhr) bei den Rendsburg Twisters (11/8/10.) antreten. Danach gibt es über Weihnachten und den Jahreswechsel drei Wochen Zeit zum Durchatmen, ehe es am 11. Januar (Samstag, 17.30 Uhr, Halle am Haarenufer) gegen den TuS Bramsche (11/10/5.) weitergeht.
Erinnerung: Immerhin sollten die Gedanken an das Hinspiel dem OTB ein positives Gefühl geben. Am ersten Spieltag gelang ein überraschender 73:68-Sieg am Nordostrand des Harzes. Seitdem spielen beide Teams eine wechselhafte Saison. Aschersleben fand nach und nach besser zusammen und integrierte vor allem Schlüsselspieler Dmonte Teron Brown (25,1 Punkte/11,3 Rebounds pro Spiel) stärker ins Team.
Aufforderung: Die Oldenburger möchten aber unbedingt punkten. „Wir wollen trotz unserer Kadersituation nicht zu viel jammern und das Spiel gewinnen“, appelliert Kyritsis: „Es geht einfach weiter.“ (Quelle: NWZ, 14.12.2024)
Wieso nicht nur der BTB gewonnen hat
Royal Ladies besiegen OTB – „Beste Werbung für Frauen-Basketball“

Voller Einsatz, volle Tribüne, tolles Spiel: OTB (weißes Trikot) und BTB lieferten sich ein äußerst packendes Duell vor 150 Fans. BILD: Meiburg
Erst die Arbeit, dann das Vergnügen: Als die Korbjägerinnen der BTB Royal Ladies (jetzt 7 Spiele/10 Punkte/4. Platz) am Samstagabend auf dem Weihnachtsmarkt den 74:66 (33:30)-Derbysieg feierten, den sie nachmittags im ersten Stadtduell in der 2. Regionalliga beim Oldenburger TB (8/8/5.) geholt hatten, blickten sie auf jede Menge Arbeit, aber auch schon auf ein wahres Vergnügen zurück. Vor 150 Fans hatten sich die Teams in der Haarenufer-Halle ein Duell geliefert, dass für BTB-Coach Jonathan Gang „beste Werbung für den Frauen-Basketball in der Stadt“ war.
Gewackelt: „Was für ein packendes Spiel“, fand auch OTB-Trainer Sebastian Brunnert, dessen junges Team aber gegen die etwas routinierteren Gäste zunächst etwas zu nervös agiert hatte. „Die Händchen wackelten – es wollten weder die Weit- noch die Freiwürfe im Netz landen“, meinte Brunnert, dessen Mannschaft Viertel eins 12:19 verlor.
Gefoult: Danach agierten die flinken OTBerinnen hinten stark verbessert und waren vorn oft nur mit Fouls zu stoppen. Zwar gingen die Gastgeberinnen mit dem 29:28 (18. Minute) erstmals in Front, doch „eine eklatante Freiwurfschwäche“ (1 von 10 in diesem Viertel) brachte dem Gegner die 33:30-Halbzeitführung. Danach zog der BTB auf 39:31 (25.) davon und führte auch kurz vor der letzten Pause mit gutem Abstand (49:41/28.).
Gedreht: Mit druckvoller Defensive und einem 20:4-Lauf zum 61:53 (37.) nährten die Gastgeberinnen aber ihre Hoffnungen. Als Isabel Dinklage, Aiske de Boer und Sarah Kaveh jeweils ihr fünftes Foul kassierten und zuschauen mussten, hatte Gang die Befürchtung, dass das Spiel „komplett kippen“ könnte. „Der Sieg war greifbar nahe“, sagte Brunnert und ergänzte: „Und dann kam die Schlussphase, der Moment, wo Erfahrung zur wichtigsten Währung auf dem Parkett wird.“
Geglänzt: Während der OTB weiter bei Freiwürfen (insgesamt 20 von 44 – BTB: 15 von 21) schwächelte, traf Annabel Hase zwei Dreier für die Royal Ladies. Dazu drehte Sarah Nocke mächtig auf. Die 19-Jährige erzielte in der Endphase zehn ihrer 27 Punkte und war maßgeblich am 18:3-Lauf beteiligt, der das Derby entschied. „Ein hochklassiges Basketball-Spiel“, betonte Brunnert. „Ein echtes Highlight-Duell“, meinte Gang: „Für die Teams wie die Fans, die sicher wiederkommen werden.“
OTB: Katzmarski 9, Kaune 11, Göpfert 10/1, Renke, Cole, Braun 5, Hotze 4/1, Kahl 17/1, Kleihauer 3/1, Fittje 7.
BTB: Witte 10, Nocke 27/1, de Boer 3/1, Niemann 5/1, Albrecht 2, Fentker 9, Kaveh 1, Hase 9/2, Dinklage 4, Roling 4, Bonfils, Grothe. (Quelle: NWZ, 09.12.2024)
Stadtrivalinnen sind auf Derbyerfolg aus
OTB empfängt BTB zum ersten Stadtderby in der 2. Regionalliga
Es ist auch ein Duell der Gegensätze, wenn die Basketballerinnen des Oldenburger TB an diesem Samstag (14.30 Uhr, Sporthalle Haarenufer) im ersten Derby nach dem Sprung in die 2. Regionalliga die BTB Royal Ladies empfangen. Der OTB ist mit einem jungen Team aufgestiegen, die routinierteren Bürgerfelderinnen waren eigentlich Absteiger, blieben aber drin, „weil sonst zu wenig Teams in der Liga gewesen wären“, erklärt Trainer Jonathan Gang.
Die Energie: „Da wir das erfahrenere Team auf diesem Niveau sind und gegen den Aufsteiger antreten, müssten wir eigentlich Favorit sein, aber da sich der OTB überraschend gut schlägt, erwarte ich ein Spiel auf Augenhöhe“, sagt BTB-Spielerin Isabel Dinklage. „Unsere Damen agieren mit Energie und Tempo, haben auch gegen starke Teams immer tolle Kampfmoral gezeigt“, meint OTB-Coach Sebastian Brunnert. Sein Team ist aktuell Fünfter (4:3 Siege). Gangs Ladies sind Vierter (4:2).
Die Studentinnen: „Der BTB ist seit Jahren Anlaufstelle vor allem für Studentinnen. Eine eigene Nachwuchsarbeit gibt es im weiblichen Bereich nicht. Das ist beim OTB ganz anders“, betont Brunnert. „Durch die Uni ist das Team international studentisch geprägt“, sagt Gang, der auf einen tieferen Kader als 2023/24 bauen kann.
Die Erfahrung: Offensiv trägt in Rückkehrerin Sarah Nocke (Zwillingsbruder Tim wurde bei den Baskets Juniors groß, spielt jetzt für die Royals in der 2. Männer-Regionalliga) ein vielversprechendes Oldenburger Talent mit Bundesliga-Erfahrung die Hauptverantwortung. Die 19-jährige Abiturientin sammelte in der vergangenen Saison bei den Panthers Osnabrück Minuten in Deutschlands Eliteliga. Nun geht sie mit einer Doppellizenz für die Royal Ladies sowie beim BBC Osnabrück in der 2. Bundesliga auf Korbjagd.
Das Potenzial: „Wir sehen immer wieder, wie wichtig Erfahrung ist“, meint Brunnert, dessen Team zu großen Teilen dem eigenen Nachwuchs entspringt. In Jana Braun (TV Delmenhorst), Mia Fittje (SV Brake), Johanna Göpfert (BTS Neustadt) oder Mascha Bujisic (TV Zetel) sind aber auch sehr talentierte wie sehr routinierte Kräfte neu beim OTB. Was beide Trainer eint, ist der Glaube an einen weiteren Positivtrend im Oldenburger Frauensektor. „Als Basketball-Stadt sind wir noch nicht so weit wie zum Beispiel Osnabrück“, meint Gang: „Aber das Potenzial müsste durchaus da sein.“ (Quelle NWZ, 06.12.2024)













