Aktuelles von den Basketballern

08.10.2024

OTB verliert nach Streit auf dem Feld

Turnerbund kassiert 0:3 in Bremen – SGO unterliegt Göttingen

Viel gemeinsam haben aktuell die Oldenburger Teams in der Volleyball-Regionalliga der Männer. Beide haben keine große Kaderdichte, beide verloren am Wochenende, beide gewannen dabei keinen Satz, beide treffen am 19. Oktober (Samstag, 20 Uhr, Sporthalle Lagerstraße) aufeinander.

Bremen 1860 - Oldenburger TB 3:0 (25:22, 25:19, 25:17). „Unter den Voraussetzungen war das ein verschenkter Sonntag“, maulte OTB-Trainer Jörg Johanning nach dem Duell beim Meisterkandidaten, wo ihm beide Zuspieler aus dem Kader nicht zur Verfügung standen. Die Oldenburger führten trotzdem anfangs 19:16, ehe aber Streitigkeiten auf dem Feld für Unruhe und ein Kippen der Partie sorgten. „Bremen hat ein starkes Spiel gemacht“, meinte Johanning und erklärte: „Wir haben neue junge Leute im Team, die wir im Training an das Niveau heranbringen wollen und werden.“ Bis zum Derby kommt auf seine Mannschaft wie auf die SGO noch viel Arbeit zu – wie voll die beiden Kader dann sind, wird sich zeigen.

SG Ofenerdiek/Ofen - ASC Göttingen 0:3 (11:25, 24:26, 26:28). „Dafür, dass wir viel umstellen mussten, bin ich eigentlich mit den Jungs ganz zufrieden“, meinte SGO-Coach Simon Adelmann, der keinen regulären Mittelblocker und nur einem Wechselspieler aufbieten konnte. Nach dem klaren ersten Satz steigerte sich sein Team in den Durchgängen zwei und drei enorm. „Wir haben in beiden die Chance gehabt, uns aber leider nicht belohnt“, sagte der Trainer und warf schon einen Blick auf das erste Oldenburger Derby nach dem Aufstieg der Ofenerdieker und dem Drittliga-Abstieg des Stadtrivalen: „Wir bereiten uns nun auf den OTB vor – da stehen wir auch endlich mit mehr als nur acht Spielern in der Halle.“ (Quelle NWZ, 08.10.2024)

07.10.2024

OTB zeigt zu großen Respekt

Oldenburger unterliegen Spitzenreiter Stade 59:85

Das war keine gute Woche für die Basketballer vom Oldenburger TB: Nachdem das Team von Cheftrainer Vangelis Kyritsis am Feiertag durch ein ärgerliches 66:69 in Bramsche die erste Saisonniederlage in der 1. Regionalliga kassiert hatte, gab es jetzt am Samstag zu Hause gegen den VfL Stade die erste klare Pleite. Der Spitzenreiter (nun 8:0 Zähler/1. Platz) ließ dem OTB (4:4/7.) beim 85:59 (45:25) eigentlich keine Chance auf eine Überraschung.

Der Respekt
Dabei hatten die Oldenburger zunächst sogar noch gut ins Spiel gefunden. Nach den ersten fünf Minuten war die Partie ausgeglichen. In der Folge führten jedoch einige unglückliche Offensivaktionen der Gastgeber zu einer Verunsicherung. „Wir haben besonders in der ersten Halbzeit ein bisschen zu viel Respekt vor dem starken Gegner mit seinem schnellen und variablen Spiel gehabt“, meinte Kyritsis: „Dadurch haben wir vermeintlich leichte Chancen liegengelassen.“ Die teamdienlich agierenden Stader setzten sich bis zur Halbzeit schon auf 45:25 ab.

Die Rebounds
Vor allem die Stader Überlegenheit an den Brettern zog dem OTB den Zahn. Ganze 18 Offensivrebounds gaben den Gästen immer wieder weitere Abschlusschancen, die sie auch erfolgreich nutzten. „Das tat uns weh. Stades Wurfquote war gar nicht so außergewöhnlich gut. Aber sie haben sich einfach deutlich mehr Angriffe herausgespielt“, erklärte Kyritsis.

Das Positive
Die 20-Punkte-Hypothek aus Hälfte eins war zu groß für die Oldenburger. Dennoch steigerten sich die Rot-Weißen erheblich. Vermehrt schaffte es der OTB, die Gäste am Punkten zu hindern. Auch die eigene Ballbewegung wurde erfolgreicher. „Das war deutlich besser und zeigt uns, dass wir ein gutes Team sind“, hob Kyritsis das Positive hervor: „Die Stimmung ist weiter gut – und wir haben Lust auf die nächsten Spiele.“ (Quelle NWZ, 07.10.2024)
 

05.10.2024

OTB hat keine Zeit zum Hadern

Nur 45 Stunden nach 66:69 in Bramsche geht’s gegen Primus Stade

Nach einem späten K.o. beim TuS Bramsche, wo sie durch ein bitteres 66:69 im dritten Spiel ihre erste Saisonniederlage in der 1. Regionalliga einstecken mussten, bleibt den Basketballern des Oldenburger TB kaum Zeit zum Grübeln. Keine 45 Stunden später steht das Team von Cheftrainer Vangelis Kyritsis wieder auf dem Parkett. An diesem Samstag (17.30 Uhr, Sporthalle Haarenufer) geht’s gegen den wie Bramsche noch ungeschlagenen VfL Stade.

Die Dreier: „Beide Mannschaften waren gleich stark. Fast alle Statistiken waren ausgeglichen. Am Ende entschied ein X-Faktor das Spiel“, sagte Kyritsis mit Blick auf die späten Dreier von Bramsches US-Import Devonte Thompson. Der Combo-Guard traf bei noch etwa 50 Sekunden auf der Uhr zum 66:66 und nach einem erfolglosen OTB-Angriff fünf Sekunden vor Schluss auch einen schwierigen Wurf aus dem Dribbling zum Sieg.

Die Effektivität: Das Ende war aus Sicht der Gäste besonders bitter, weil sie Thompson zuvor gut kontrolliert hatten. „Bis in die letzte Minute stand er bei elf Punkten und negativem Effektivitätswert – da haben wir eigentlich einen guten Job gemacht“, betonte Kyritsis. Allgemein lief es defensivbetont. Beide Teams waren hervorragend eingestellt und ließen kaum etwas zu. Dementsprechend gering waren die Wurfquoten auf beiden Seiten. Bester OTB-Werfer war Andre Galler mit 20 Zählern.

Die Regeneration: Nach dem körperlich wie mental anstrengenden Duell müssen die Oldenburger rasch regenerieren. Stade hat nach zwei Auftaktsiegen (78:64 gegen Freibeuter Berlin, 95:65 beim Bramfelder SV) am Donnerstag auch das Duell mit dem dritten Aufsteiger klar gewonnen (109:62 gegen Vechta III).

Das Selbstbewusstsein: „Wir müssen auf ihre starken Guards aufpassen. Zudem haben sie exzellente Werfer, für die sie viele Systeme laufen“, warnt Kyritsis und zeigt sich vor dem Kräftemessen mit den starken Gästen zugleich sehr selbstbewusst: „Wir erwarten ein richtig attraktives Spiel und sind mit Sicherheit auch für Stade die bislang größte Herausforderung in dieser Saison.“ (Quelle: NWZ, 05.10.2024)

02.10.2024

OTB-Frauen feiern furiosen Saisonstart

BILD: Helmut Behrends

In beeindruckender Manier hat das junge Frauenteam des OTB um Pauline Hotze (hier bei einem Distanzwurf) in der 2. Basketball-Regionalliga das erste Spiel nach dem Wiederaufstieg 82:47 gegen Eintracht Braunschweig II gewonnen.

Nach einer kurzen Phase der Nervosität griff die intensive Verteidigung. Die Gastgeberinnen wechselten wesentlich mehr als der Gegner, brachten auch regelmäßig die jungen Zugänge aufs Feld. „Doch das Spiel blieb erstaunlicherweise immer auf dem gleichen Level“, sagte Trainer Sebastian Brunnert.

22:9 stand es nach Viertel eins, 45:23 zur Halbzeit. Danach wurde, statt sich zurückzulehnen, innerhalb von sieben Minuten ein 23:3-Lauf nachgelegt. „Der Drops war gelutscht“, frohlockte Brunnert: „Was war das denn für ein toller Saisonstart?“ Deutlich knapper war das Auftaktduell der Stadtrivalinnen.

(Quelle: NWZ, 2.10.2024)

30.09.2024

Warum OTB trotz Sieg nicht glücklich ist

Bildunterschrift: Zeitweise verließ sich der OTB im ersten Heimspiel zu sehr auf Einzelaktionen, zum Beispiel von Piet Niehus (rechts). BILD: Nicola Meiburg

Coach Vangelis Kyritsis meckert nach 78:53 gegen Twisters Rendsburg

Es ist – zumindest was die Ergebnisse betrifft – der perfekte Saisonstart für den Oldenburger TB. Nach dem 73:68-Auftakterfolg vor einer Woche bei den Aschersleben Tigers hat der Turnerbund (jetzt 4 Punkte/3. Platz) im ersten Heimspiel der neuen Spielzeit in der 1. Basketball-Regionalliga ein 73:58 gegen die Twisters Rendsburg (2/8.) nachgelegt. Cheftrainer Vangelis Kyritsis war natürlich zufrieden mit dem Resultat, fand aber auch deutliche Worte für das, was ihm zeitweise so gar nicht gefallen hatte.

Der Spaß: „Wir sind gut drauf und haben Spaß am Basketball. Wir wissen, dass wir ein gutes Regionalliga-Team sind“, lautete ein wohlwollendes Gesamtfazit des OTB-Trainers, dessen Team von Beginn an am Gerüst für den Sieg geschraubt hatte. Nachdem sie nach rund drei Minuten das Heft richtig in die Hand genommen hatten und in Führung gegangen waren, lagen die Gastgeber nach Viertel eins 25:19 vorn.

Die Unsportlichkeiten: Im zweiten Abschnitt bauten die selbstbewusst auftretenden Oldenburger den Vorsprung zwischenzeitlich auf 17 Punkte aus. Zudem musste Rendsburgs Schlüsselspieler, der US-Import Jordan Notch, schon zwei Minuten vor der Halbzeit nach seinem zweiten unsportlichen Foul vom Feld.

Die Einzelaktionen: Die vermeintliche Schwächung der Gäste tat dem OTB jedoch gar nicht gut: „In der zweiten Halbzeit haben wir teilweise grottenschlecht gespielt“, monierte Kyritsis und legte verärgert nach: „Nachdem deren Amerikaner vom Feld war, haben wir nur noch verwaltet und uns nicht mehr an den Gameplan gehalten.“ Offensiv verließen sich die Oldenburger zu sehr auf Einzelaktionen. Vor allem Piet Niehus, Tyrell Nwaki und André Galler gingen hier vorn weg. Zudem bekamen Schlüsselspieler wie Jacob Albrecht und Jan König Foulprobleme.

Der Kopf: In der Folge rückten die Twisters auf vier Punkte heran, doch es war positiv zu verzeichnen, dass der OTB nie vollkommen die Ruhe verlor und den Sieg im Schlussviertel ungefährdet ins Ziel brachte. Kyritsis legte aber den Finger in die Wunde: „Wenn wir ein Spiel so kontrollieren, darf es nicht passieren, dass wir als bessere Mannschaft mental so abschalten. Das ist im Kopf passiert. Daran müssen wir arbeiten.“  (Quelle: NWZ, 30.09.2024)