Aktuelles von den Basketballern
OTB-Spielerinnen schrauben Erfolgsbilanz im Stadtderby hoch
Spitzenreiterinnen besiegen BTB Royal Ladies vor gut 150 Zuschauern 64:42
„Ein Lokalderby, wie man es sich nicht besser wünschen kann“, sagte Trainer Sebastian Brunnert nach dem Duell seiner Basketballerinnen vom Oldenburger TB mit den BTB Royal Ladies mit Fokus auf die Atmosphäre auf der Tribüne und auf dem Feld – und natürlich auch mit Blick auf das Ergebnis. Mit einem 64:42 (35:26) hatte sein OTB die weiße Weste und die Tabellenführung in der 2. Regionalliga der Frauen verteidigt.
Vor gut 150 Zuschauern entwickelte sich beim Kräftemessen des Spitzenreiters (jetzt 4 Spiele/8 Punkte/1. Platz) mit dem zuvor ebenfalls verlustpunktfreien Stadtrivalen (3/4/4.) ein zunächst sehr eindeutiges Duell. Mit hohem Verteidigungsdruck sowie vielen Ball- und Laufbewegungen im Angriff verdienten sich die Gastgeberinnen eine 22:7-Führung nach dem ersten Viertel. „Es wurden Erinnerungen an den 121:36-Kantersieg zum Saisonstart in Rotenburg wach“, meinte Brunnert.
Bis zur 13. Minute brauste der OTB-Derbyzug weiter (30:11), doch der BTB stemmte sich nach und nach konsequenter und physischer dagegen. Vor der Halbzeitpause holten die Royal Ladies Punkt um Punkt auf und gingen mit einem einstelligen Rückstand in die Kabine (26:35).
Im dritten Viertel schraubte der OTB den Vorsprung durch einen Korbleger von Malea Sprehe, den ersten Dreier von Hanne Kleihauer und zwei verwandelte Freiwürfe von Pauline Hotze wieder auf 16 Zähler (42:26). Die Bürgerfelderinnen hielten aber mit „Stolz und Moral“, wie Brunnert es nannte, dagegen und waren vor dem letzten Viertel noch längst nicht aussichtslos abgehängt (38:52).
Im Schlussabschnitt zeigten die OTB-Spielerinnen aber, dass sie in ihrer zweiten Saison nach dem Wiederaufstieg dazugelernt haben. Geschickt wurde der Ball länger in den eigenen Reihen gehalten, dem Gegner wurden kaum noch Würfe genehmigt, der finale Durchgang wurde 12:4 gewonnen. Nur Annabel Hase, mit 17 Zählern erfolgreichste Schützin des Spiels, traf noch zweimal für den BTB. „Auch wenn der Sieg deutlich war, war das Spiel bis zum Schluss packend, weil man zwei Mannschaften gesehen hat, die 40 Minuten lang alles gegeben haben“, fand Brunnert: „Und wirklich sehenswerten Basketball geboten haben.“
OTB: Sprehe 11, Renke 2, Fittje 11, Katzmarski 5, Braun 5, Hotze 3, Kleihauer, Bujisic 4, Hoffbauer, Kaune 6, Cole 4.
(Quelle NWZ: 03.11.2025)
Niehus lässt Oldenburger final grinsen
OTB-Guard dreht bei 63:62-Sieg gegen Lichterfelde in Endphase auf
Einem nicht erfolgreichen Beutezug am Feiertag bei den Freibeutern Berlin haben die Basketballer des Oldenburger TB einen knappen Heimsieg gegen den TuS Lichterfelde folgen lassen. Nur rund 44 Stunden nach dem 74:84 gelang am frühen Sonntagabend nach dem Zünden eines Defensivturbos ein 63:62 gegen den zweiten Hauptstadt-Club. Piet Niehus wurde zum Matchwinner.
Vorgetäuscht und verloren: „Wenn du gegen Berliner Teams spielst, muss man nicht nur schön spielen, sondern auch geschlossen und als Kollektiv“, betonte OTB-Coach Vangelis Kyritsis: „Außerdem ist Härte gegen die Berliner gefragt.“ Und das bekamen die Oldenburger am Freitag in Friedrichshain nicht über die ganze Spielzeit auf das Parkett.
Nach zwei ausgeglichenen Abschnitten verloren die Gäste nach dem 37:40-Halbzeitstand den Zugriff. Die Freibeuter setzten sich im dritten Viertel auf 66:54 ab, weil dem Turnerbund die defensive Intensität abhandenkam. Ein Grund für den entscheidenden Lauf der Gastgeber waren laut Kyritsis auch drei technische Fouls gegen sein Team aufgrund von Floppings. So wird das Vortäuschen eines Fouls durch eine übertriebene Reaktion auf geringen oder gar keinen Körperkontakt mit einem Gegner bezeichnet. Den Rückstand aus der unglücklichen Phase machten die OTBer nicht mehr wett.
Gekämpft und gewonnen: „Wenn man ein Spiel mit 63:62 gewinnt, dann war es immer ein defensives Hin und Her“, beschrieb Kyritsis glücklich den Sieg am Sonntag. Auch gegen den guten Aufsteiger hatte es lange nach einer Niederlage ausgesehen. Vor dem Schlussviertel lagen die Oldenburger 44:54 zurück, legten in dem ohnehin defensivgeprägten Duell aber am Ende noch eine Schippe drauf und erzwangen insgesamt 29 Ballverluste der Berliner.
24 eigene Turnover waren aber ein Grund dafür, dass das Kyritsis-Team in der Schlussminute noch 56:62 zurücklag. Dann übernahm Niehus jedoch auf beeindruckende Weise. Der Guard traf zwei Angriffe in Serie trotz Fouls gegen sich und stellte auf 61:62. Eine Sekunde vor Schluss sorgte der Führungsspieler aus der Mitteldistanz für den Sieg. (Quelle NWZ: 03.11.2025)
OTB-Team erwartet eine Berliner Woche
Turnerbund trifft auswärts auf Freibeuter und empfängt Lichterfelde

Piet Niehus (am Ball, hier beim klaren Heimerfolg gegen die Freibeuter) führte den OTB vor fast genau einem Jahr zum dramatischen Sieg bei den Berlinern. BILD: Anastasiia Hrytsenko
Doppelspieltag für die Basketballer des Oldenburger TB: Am bevorstehenden langen Wochenende mit dem Reformationstag ist das Team des Turnerbunds in der 1. Regionalliga gleich zweimal gefordert – und das beide Male gegen Vertreter aus Berlin. An diesem Freitag reist das Team von Headcoach Vangelis Kyritsis erst zum Feiertagsduell in die Bundeshauptstadt und trifft um 19.30 Uhr in Friedrichshain auf die Freibeuter 2010. Am Sonntag (16 Uhr, Sporthalle Haarenufer) gastiert dann der TuS Lichterfelde in Oldenburg.
Drama oder klare Sache
Die erste Aufgabe bedeutet für den OTB nicht nur eine lange Auswärtsfahrt, sondern auch gute Erinnerungen an die vergangene Saison. Da gastierten die Oldenburger vor fast genau einem Jahr am 10. November 2024 zum ersten Mal bei den gerade erst aufgestiegenen Friedrichshainern und siegten auf spektakuläre Art und Weise in der Verlängerung. Piet Niehus brachte die Kyritsis-Auswahl mit dem Ausgleich in allerletzter Sekunde in die Overtime. Dort behielt der OTB mit dem Momentum im Rücken die Oberhand und gewann 80:67. Im Rückspiel im Februar gab es einen deutlichen 88:66-Heimerfolg.
Am Saisonende waren die Berliner Tabellenletzter (22 Spiele/10 Punkte/12. Rang – OTB: 22/18/8.) blieben aber drin, weil es nach dem Rückzug des Bramfelder SV keine weiteren Absteiger gab. In dieser Spielzeit, in der es in der auf 15 Teams aufgestockten 1. Regionalliga nun drei Absteiger geben wird, stehen die Freibeuter (7/4/11.) nach Siegen gegen Rendsburg und Vechta aktuell zwei Plätze hinter den Oldenburgern (7/6/9.).
Dabei setzen die „Piraten“ wie der Turnerbund nicht auf Verstärkungen durch Import-Profis, sondern ausschließlich auf heimische Spieler. Zudem wirken die Berliner bisher sehr ausgeglichen als Team, versuchen wie der OTB den Ball gut zu bewegen, produzieren dabei aber die zweitmeisten Ballverluste der Liga (21 pro Spiel).
Oben oder unten
Einen diesjährigen Aufsteiger erwarten die Oldenburger zwei Tage später. Lichterfelde brauchte keine lange Anpassungsphase, liegt nach dem ersten Saisonviertel im oberen Tabellendrittel (7/8/5.) und überzeugt bislang an beiden Enden des Feldes. Der Traditionsclub aus dem Berliner Südwesten ist bisher offensiv wie defensiv ein Top5-Team und bewegt den Ball noch besser als der OTB. Während die Oldenburger die fünftmeisten Assists spielen (15,3 pro Partie), ist der Liganeuling in dieser Kategorie Zweiter (18,6).
Für die Oldenburger kann sich an diesem Doppelspieltag entscheiden, ob der Blick vorerst in Richtung oberes oder in Richtung unteres Tabellendrittel geht. Mit zwei Siegen könnten sich die Huntestädter in die Top5 vorarbeiten. Bei zwei Niederlagen droht ihnen allerdings ein zweistelliger Tabellenplatz.
Der Basketball trauert um Gert Harms
Der Mitbegründer des Basketballs im OTB ist im Alter von 88 Jahren gestorben.

Bild: Helmut Behrends
Der gesamte Basketball der Region trauert um Gert Harms, der – 1954, zusammen mit Jost Möller, beide 17-jährige Gymnasiasten – den vereinsmäßigen Basketball im OTB auf den Weg gebracht hat.
Sein Leben lang ist er seinem Hobby und seiner Leidenschaft BASKETBALL treu geblieben, als Spieler, als Manager und als treuer Zuschauer, zum Schluss in der Großen EWE-Arena und am Haarenufer.
Die Basketball-Abteilung bedankt sich bei ihm in besonderer Weise – Gert hat den Grundstein in Oldenburg gelegt, sodass Oldenburg seit nunmehr sechs Jahrzehnten eine Basketball-Hochburg in Deutschland ist!
DANKE, Gert!
OTB findet nicht in seinen Flow
64:72-Pleite gegen Tigers
Die Basketballer des Oldenburger TB mussten am Samstagabend in der Regionalliga eine 64:72 (24:33)-Niederlage gegen die Aschersleben Tigers hinnehmen. Nach zuletzt zwei Siegen in Serie unterlagen die Huntestädter gegen die bis dato punktgleichen Konkurrenten aus Sachsen-Anhalt verdient. „Die Niederlage geht so in Ordnung. Aschersleben hat am Ende die Big Points gemacht“, sagte OTB-Coach Vangelis Kyritsis.
Sein Team hatte vor allem am offensiven Ende des Parketts Schwierigkeiten. Von Beginn an fanden die Oldenburger nur schwer in den eigenen Offensiv-Rhythmus. Die Gäste aus Aschersleben, die zwar nur mit einer kleinen Acht-Mann-Rotatation ans Haarenufer kamen, dafür aber gleich drei ProA-Spieler aufbieten konnten, nutzten die OTB-Offensivprobleme im ersten Viertel für einen ersten kleinen Lauf aus (12:22). Im Anschluss entwickelte sich eine ausgeglichene Begegnung, vor allem weil der OTB mit einer starken Defensive die eigenen Defizite in der Offense kaschierte. Nach einem 24:33-Halbzeitrückstand verkürzten die Gastgeber durch ihre beste Phase im dritten Viertel den Ascherslebener Vorsprung auf 47:48.
Richtig in den Flow spielten sich die Rot-Weißen aber nicht. „Wir haben leider nie so richtig die Balance in der Offensive gefunden“, sagte Kyritsis und analysiert: „Das richtige Gefühl für die Situationen hat uns gefehlt. Mal haben wir zu schnell abgeschlossen und mal zu lange gezögert.“ Dennoch blieben die Oldenburger bis zum Ende in Schlagdistanz, konnten die Partie aber nicht mehr entscheidend drehen. „Wir haben gehofft, dass Aschersleben mit der kleinen Rotation im letzten Viertel etwas die Kraft fehlt. Sie haben das aber gut zu Ende gespielt“, sagte Kyritsis anerkennend.
Damit rangieren die Oldenburger in der Tabelle nun auf Rang neun. Am kommenden Wochenende ist der OTB dann gleich doppelt gefordert. Am Freitag gastieren die Oldenburger bei den Freibeutern in Berlin, zwei Tage später geht es mit einem Heimspiel gegen den TuS Lichterfelde weiter. (Quelle NWZ: 27.10.2025)













