Aktuelles von den Basketballern

03.11.2025

Niehus lässt Oldenburger final grinsen

OTB-Guard dreht bei 63:62-Sieg gegen Lichterfelde in Endphase auf

Einem nicht erfolgreichen Beutezug am Feiertag bei den Freibeutern Berlin haben die Basketballer des Oldenburger TB einen knappen Heimsieg gegen den TuS Lichterfelde folgen lassen. Nur rund 44 Stunden nach dem 74:84 gelang am frühen Sonntagabend nach dem Zünden eines Defensivturbos ein 63:62 gegen den zweiten Hauptstadt-Club. Piet Niehus wurde zum Matchwinner.

Vorgetäuscht und verloren: „Wenn du gegen Berliner Teams spielst, muss man nicht nur schön spielen, sondern auch geschlossen und als Kollektiv“, betonte OTB-Coach Vangelis Kyritsis: „Außerdem ist Härte gegen die Berliner gefragt.“ Und das bekamen die Oldenburger am Freitag in Friedrichshain nicht über die ganze Spielzeit auf das Parkett.

Nach zwei ausgeglichenen Abschnitten verloren die Gäste nach dem 37:40-Halbzeitstand den Zugriff. Die Freibeuter setzten sich im dritten Viertel auf 66:54 ab, weil dem Turnerbund die defensive Intensität abhandenkam. Ein Grund für den entscheidenden Lauf der Gastgeber waren laut Kyritsis auch drei technische Fouls gegen sein Team aufgrund von Floppings. So wird das Vortäuschen eines Fouls durch eine übertriebene Reaktion auf geringen oder gar keinen Körperkontakt mit einem Gegner bezeichnet. Den Rückstand aus der unglücklichen Phase machten die OTBer nicht mehr wett.

Gekämpft und gewonnen: „Wenn man ein Spiel mit 63:62 gewinnt, dann war es immer ein defensives Hin und Her“, beschrieb Kyritsis glücklich den Sieg am Sonntag. Auch gegen den guten Aufsteiger hatte es lange nach einer Niederlage ausgesehen. Vor dem Schlussviertel lagen die Oldenburger 44:54 zurück, legten in dem ohnehin defensivgeprägten Duell aber am Ende noch eine Schippe drauf und erzwangen insgesamt 29 Ballverluste der Berliner.

24 eigene Turnover waren aber ein Grund dafür, dass das Kyritsis-Team in der Schlussminute noch 56:62 zurücklag. Dann übernahm Niehus jedoch auf beeindruckende Weise. Der Guard traf zwei Angriffe in Serie trotz Fouls gegen sich und stellte auf 61:62. Eine Sekunde vor Schluss sorgte der Führungsspieler aus der Mitteldistanz für den Sieg. (Quelle NWZ: 03.11.2025)

30.10.2025

OTB-Team erwartet eine Berliner Woche

Turnerbund trifft auswärts auf Freibeuter und empfängt Lichterfelde

Piet Niehus (am Ball, hier beim klaren Heimerfolg gegen die Freibeuter) führte den OTB vor fast genau einem Jahr zum dramatischen Sieg bei den Berlinern. BILD: Anastasiia Hrytsenko

Doppelspieltag für die Basketballer des Oldenburger TB: Am bevorstehenden langen Wochenende mit dem Reformationstag ist das Team des Turnerbunds in der 1. Regionalliga gleich zweimal gefordert – und das beide Male gegen Vertreter aus Berlin. An diesem Freitag reist das Team von Headcoach Vangelis Kyritsis erst zum Feiertagsduell in die Bundeshauptstadt und trifft um 19.30 Uhr in Friedrichshain auf die Freibeuter 2010. Am Sonntag (16 Uhr, Sporthalle Haarenufer) gastiert dann der TuS Lichterfelde in Oldenburg.

Drama oder klare Sache

Die erste Aufgabe bedeutet für den OTB nicht nur eine lange Auswärtsfahrt, sondern auch gute Erinnerungen an die vergangene Saison. Da gastierten die Oldenburger vor fast genau einem Jahr am 10. November 2024 zum ersten Mal bei den gerade erst aufgestiegenen Friedrichshainern und siegten auf spektakuläre Art und Weise in der Verlängerung. Piet Niehus brachte die Kyritsis-Auswahl mit dem Ausgleich in allerletzter Sekunde in die Overtime. Dort behielt der OTB mit dem Momentum im Rücken die Oberhand und gewann 80:67. Im Rückspiel im Februar gab es einen deutlichen 88:66-Heimerfolg.

Am Saisonende waren die Berliner Tabellenletzter (22 Spiele/10 Punkte/12. Rang – OTB: 22/18/8.) blieben aber drin, weil es nach dem Rückzug des Bramfelder SV keine weiteren Absteiger gab. In dieser Spielzeit, in der es in der auf 15 Teams aufgestockten 1. Regionalliga nun drei Absteiger geben wird, stehen die Freibeuter (7/4/11.) nach Siegen gegen Rendsburg und Vechta aktuell zwei Plätze hinter den Oldenburgern (7/6/9.).

Dabei setzen die „Piraten“ wie der Turnerbund nicht auf Verstärkungen durch Import-Profis, sondern ausschließlich auf heimische Spieler. Zudem wirken die Berliner bisher sehr ausgeglichen als Team, versuchen wie der OTB den Ball gut zu bewegen, produzieren dabei aber die zweitmeisten Ballverluste der Liga (21 pro Spiel).

Oben oder unten

Einen diesjährigen Aufsteiger erwarten die Oldenburger zwei Tage später. Lichterfelde brauchte keine lange Anpassungsphase, liegt nach dem ersten Saisonviertel im oberen Tabellendrittel (7/8/5.) und überzeugt bislang an beiden Enden des Feldes. Der Traditionsclub aus dem Berliner Südwesten ist bisher offensiv wie defensiv ein Top5-Team und bewegt den Ball noch besser als der OTB. Während die Oldenburger die fünftmeisten Assists spielen (15,3 pro Partie), ist der Liganeuling in dieser Kategorie Zweiter (18,6).

Für die Oldenburger kann sich an diesem Doppelspieltag entscheiden, ob der Blick vorerst in Richtung oberes oder in Richtung unteres Tabellendrittel geht. Mit zwei Siegen könnten sich die Huntestädter in die Top5 vorarbeiten. Bei zwei Niederlagen droht ihnen allerdings ein zweistelliger Tabellenplatz.

28.10.2025

Der Basketball trauert um Gert Harms

Der Mitbegründer des Basketballs im OTB ist im Alter von 88 Jahren gestorben.

Gert Harms in der Sporthalle

Bild: Helmut Behrends

Der gesamte Basketball der Region trauert um Gert Harms, der – 1954, zusammen mit Jost Möller, beide 17-jährige Gymnasiasten – den vereinsmäßigen Basketball im OTB auf den Weg gebracht hat.

Sein Leben lang ist er seinem Hobby und seiner Leidenschaft BASKETBALL treu geblieben, als Spieler, als Manager und als treuer Zuschauer, zum Schluss in der Großen EWE-Arena und am Haarenufer.

Die Basketball-Abteilung bedankt sich bei ihm in besonderer Weise – Gert hat den Grundstein in Oldenburg gelegt, sodass Oldenburg seit nunmehr sechs Jahrzehnten eine Basketball-Hochburg in Deutschland ist!

 

DANKE, Gert!

27.10.2025

OTB findet nicht in seinen Flow

64:72-Pleite gegen Tigers

Die Basketballer des Oldenburger TB mussten am Samstagabend in der Regionalliga eine 64:72 (24:33)-Niederlage gegen die Aschersleben Tigers hinnehmen. Nach zuletzt zwei Siegen in Serie unterlagen die Huntestädter gegen die bis dato punktgleichen Konkurrenten aus Sachsen-Anhalt verdient. „Die Niederlage geht so in Ordnung. Aschersleben hat am Ende die Big Points gemacht“, sagte OTB-Coach Vangelis Kyritsis.

Sein Team hatte vor allem am offensiven Ende des Parketts Schwierigkeiten. Von Beginn an fanden die Oldenburger nur schwer in den eigenen Offensiv-Rhythmus. Die Gäste aus Aschersleben, die zwar nur mit einer kleinen Acht-Mann-Rotatation ans Haarenufer kamen, dafür aber gleich drei ProA-Spieler aufbieten konnten, nutzten die OTB-Offensivprobleme im ersten Viertel für einen ersten kleinen Lauf aus (12:22). Im Anschluss entwickelte sich eine ausgeglichene Begegnung, vor allem weil der OTB mit einer starken Defensive die eigenen Defizite in der Offense kaschierte. Nach einem 24:33-Halbzeitrückstand verkürzten die Gastgeber durch ihre beste Phase im dritten Viertel den Ascherslebener Vorsprung auf 47:48.

Richtig in den Flow spielten sich die Rot-Weißen aber nicht. „Wir haben leider nie so richtig die Balance in der Offensive gefunden“, sagte Kyritsis und analysiert: „Das richtige Gefühl für die Situationen hat uns gefehlt. Mal haben wir zu schnell abgeschlossen und mal zu lange gezögert.“ Dennoch blieben die Oldenburger bis zum Ende in Schlagdistanz, konnten die Partie aber nicht mehr entscheidend drehen. „Wir haben gehofft, dass Aschersleben mit der kleinen Rotation im letzten Viertel etwas die Kraft fehlt. Sie haben das aber gut zu Ende gespielt“, sagte Kyritsis anerkennend.

Damit rangieren die Oldenburger in der Tabelle nun auf Rang neun. Am kommenden Wochenende ist der OTB dann gleich doppelt gefordert. Am Freitag gastieren die Oldenburger bei den Freibeutern in Berlin, zwei Tage später geht es mit einem Heimspiel gegen den TuS Lichterfelde weiter. (Quelle NWZ: 27.10.2025)

20.10.2025

OTB lässt sich nicht verwirren

88:73-Sieg in Rendsburg

Der Oldenburger TB nimmt Fahrt auf: Am Samstag siegten die Regionalliga-Basketballer mit 88:73 (47:44) beim BBC Rendsburg und feierten den zweiten Sieg in Serie. Damit steht das Team von Headcoach Vangelis Kyritsis nach sechs Spieltagen mit einer ausgeglichenen Bilanz von drei Siegen und drei Niederlagen auf Rang acht. „Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass wir besser sind und das Spiel gewinnen werden. Dennoch war es nicht einfach“, sagte Kyritsis.

Denn der Tabellenzwölfte machte es den Oldenburgern zunächst schwer. Sowohl offensiv als auch defensiv waren die Twisters für den OTB schwer zu greifen. „Defensiv haben sie eine merkwürdige Art der Zonenverteidigung gespielt, die wir bis zum Ende eigentlich nicht verstanden haben. Offensiv haben sie sehr auf Einzelaktionen gesetzt. Darauf mussten wir uns erst einstellen“, beschreibt Kyritsis.

Durch die gegnerische Zonenverteidigung bekamen die Oldenburger immer wieder offene Würfe, ließen diese aber zunächst liegen. So entwickelte sich ein enges Spiel. Nach dem ersten Viertel führte Rendsburg mit 20:18. Zur Halbzeit lagen die Huntestädter mit 47:44 in Front. Auch im dritten Viertel blieb die Partie unentschieden. Vor dem Schlussabschnitt waren es wieder die Gastgeber, die mit 66:63 in Führung lagen.

Dennoch war der OTB über die meisten Phasen das aktivere Team. Insgesamt 28 Minuten hatten die Rot-Weißen die Führung inne. Im Schlussviertel fanden die Oldenburger dann auch die richtigen Lösungen gegen die unkonventionelle Spielweise der Rendsburger: „Wir haben im letzten Viertel variabler im Angriff gegen die Zonenverteidigung gespielt und hatten vor allem mehr Geduld“, sagte Kyritsis. Auch defensiv schalteten die Gäste in einen höheren Gang: „Rendsburg hat fast nur über Einzelaktionen agiert. Im letzten Viertel haben wir dann den Weg zum Korb dicht gemacht und in den richtigen Momenten gut geholfen“, analysiert der Coach.

Allen voran Yannick Twiehaus läutete im letzten Viertel den entscheidenden Lauf des Spiels ein. Defensiv setzte er den richtigen Ton, zog Offensivfouls und verteidigte stark im eins gegen eins. Ein 25:9-Lauf der Oldenburger sorgte unterm Strich für den Auswärtserfolg. (Quelle NWZ: 20.10.2025)