Aktuelles von den Basketballern

24.11.2025

OTB-Gala erfüllt gleich mehrere Wünsche

Oldenburger filetieren Stade 107:72 – Erster Sieg gegen Spitzenteam

Mit einer berauschenden Basketball-Gala gegen den VfL Stade haben die Spieler des Oldenburger TB am Samstag die Stimmung für die im Anschluss anstehende Weihnachtsfeier kräftig angeheizt und sich wie ihrem Trainer gleich mehrere Wünsche erfüllt. Durch ein 107:72 gelang der Auswahl von Vangelis Kyritsis nicht nur der fünfte und höchste Saisonerfolg (jetzt 12 Spiele/10 Punkte/9. Platz), sondern auch der erste gegen eins der Spitzenteams der 1. Regionalliga.

„Das war ein glorreicher Sieg für uns. Es wurde endlich einmal Zeit, dass wir eine der Topmannschaften schlagen“, freute sich Kyritsis, dessen Team eine Woche zuvor gegen den zweitplatzierten TSV Bargteheide noch hauchdünn an einer Überraschung vorbeigeschrammt war (69:70). Mit einem offensiven Feuerwerk warf der OTB nun den Playoff-Dauergast und Vorjahresfinalisten aus Stade (12/16/3.) buchstäblich aus der Halle.

Gleich 17 Dreier fanden ihr Ziel. Herausragend war Tim Insinger, der zehn seiner 15 Distanzwürfe traf (insgesamt 37 Punkte). Viermal aus 6,75 Metern oder mehr war Piet Niehus (22) erfolgreich. „Diese ganzen Dreier waren das Resultat einer Mannschaftsleistung. Wir bewegen den Ball jetzt viel besser, sind geduldiger, warten auf die beste Option“, lobte Kyritsis, der in den vergangenen Wochen immer wieder seine Unzufriedenheit mit der Angriffsleistung bekundet hatte, die Umsetzung seiner Wünsch: „Dazu haben wir unser Transitionspiel deutlich gesteigert, spielen insgesamt mit mehr Tempo und zeigen Entschlossenheit.“

Nach einer 52:41-Halbzeitführung ließ der OTB zudem gegen eine der konstantesten Regionalliga-Offensiven der vergangenen Jahre defensiv nur noch 31 Punkte zu. Den Gästen fehlten die Leistungsträger Nil Angelats und Robert Heise, doch auch mit ihnen wäre es an diesem Abend schwer geworden. „Wir haben ihnen kaum Platz für ihre Würfe gegeben“, sagte Kyritsis und durfte nahezu wunschlos die Weihnachtsfeier genießen. (Quelle NWZ: 24.11.2025)

21.11.2025

OTB-Zugang glänzt im Duell mit Schwester

Nach Sieg gegen Vörden gehen „Wochen der Wahrheit“ weiter

Besondere Duelle, besondere Leistungen: Beim 64:42 im Oldenburger Derby gegen die BTB Royal Ladies war Malea Sprehe Anfang November schon einmal beste Schützin der OTB-Basketballerinnen in der 2. Regionalliga gewesen – allerdings gemeinsam mit Mia Fittje (beide 11 Zähler). Beim 54:51-Krimi im Heimspiel gegen ihren Ex-Verein TV Vörden, das durch das direkte Duell mit Schwester Pia zum ganz speziellen Kräftemessen wurde, legte die 22-Jährige nun noch einen oder vielmehr zwei drauf. Mit 13 Punkten war sie alleinige Topscorerin und führte den Spitzenreiter (6 Spiele/12 Zähler/1. Platz) gegen den Rivalen aus dem Landkreis Vechta (5/4/6.) zum sechsten Saisonsieg.

Jung und trickreich

„Im Duell mit ihrer durchsetzungsstarken und trickreichen jüngeren Schwester auf Vördener Seite war sie nun die auffälligere Spielerin“, meint OTB-Trainer Sebastian Brunnert mit Blick auf die starke Phase nach der Halbzeitpause, wo die Oldenburgerinnen den Grundstein für den Heimerfolg gelegt hatten. Zuvor hatten sich die Gastgeberinnen sehr schwergetan, das erste Viertel zwar 16:15 gewonnen, aber nach dem zweiten 28:31 zurückgelegen. „Teilweise wurde regelrecht rumgewurstelt“, moniert Brunnert.

Studieren und spielen

Nachdem ein schöner Dreier aus der Ecke von Hanne Kleihauer und ein Korb von Jana Braun eine 33:31-Führung gebracht hatten, drehte Sprehe auf. „Malea ging nun jedem Ball hinterher, setzte sich auch in schwierigen Positionen unter dem Korb gekonnt durch und hatte immer ein Auge für freie Mitspielerinnen“, lobt Brunnert. Dass die Studentin, die „mit ihren jungen 22 Jahren schon auf eine beachtliche Karriere“ zurückblicken könne (sie spielte in Osnabrück Mädchen-Bundesliga und dort auch beim OSC in der 2. Bundesliga), mit ihren Anlagen „hervorragend in das Spielkonzept“ passe, hatte der Coach schon zu Saisonbeginn angekündigt. Ende September war die frühere Vördenerin zum Beginn des Wintersemesters voll ins Training beim OTB eingestiegen.

Führen und verteidigen

Auch durch Dreier von Fittje und Matilda Cole gewannen die offensivstarken Oldenburgerinnen den dritten Abschnitt 20:7, führten damit 48:38, hatten aber das Pulver weitgehend verschossen. „Eine regelrechte Abwehrschlacht“ nennt der OTB-Trainer das, was die gut 100 Fans in der Halle am Haarenufer im letzten Viertel sahen. Vörden kam auf 49:50 heran, ehe zwei leichte Körbe von Braun den knappen Sieg absicherten.

Sehen und nachmachen

„In den Wochen der Wahrheit vor Weihnachten“, wie Brunnert es sieht, empfangen die OTB-Spielerinnen nun an diesem Samstag (14.30 Uhr, Haarenufer) den TK Hannover II (4/6/3.). „Wir haben gegen Vörden gesehen, dass wir auch gegen richtig starke Gegner ein knappes Spiel durchbringen können. Warum soll uns das gegen Hannover nicht auch gelingen?“, meint Kapitänin Lea Katzmarski. (Quelle NWZ: 21.11.2025)

17.11.2025

OTB verpasst Coup in letzter Sekunde

Oldenburger unterliegen Aufstiegsanwärter aus Bargteheide 69:70

Die kleine Überraschung gegen einen großen Gegner in der 1. Regionalliga war zum Greifen nah, doch die Basketballer des Oldenburger TB packten nicht zu: Hauchdünn unterlag das Team von Trainer Vangelis Kyritsis am Samstag im Heimspiel am Haarenufer den „Bees“ vom TSV Bargteheide mit 69:70 (34:35). 19 Sekunden vor Schluss hatten die Gastgeber (jetzt 11 Spiele/8 Punkte/10. Platz) mit einem Zähler geführt. Dann setzte US-Profi Toru Dean Jr. den entscheidenden Stich der Bienen (11/20/2.). Piet Niehus schaffte es nicht, die passende Antwort auf den Rückstand zu geben.

„Uns das Spiel geklaut“

„Wir sind natürlich enttäuscht. Gegen Lichterfelde, als wir in der letzten Sekunde gewinnen konnten, haben wir das Spiel geklaut – heute haben wir uns das Spiel geklaut“, umschrieb Kyritsis mit einem Verweis auf den 63:62-Heimsieg vor zwei Wochen emotional angefasst die entscheidende Phase dieses vom Anfang bis zum Ende packenden Duells. Die Oldenburger hatten gegen die favorisierten Gäste vor allem offensiv rasch einen guten Rhythmus gefunden. „Wir waren über das ganze Spiel im Angriff deutlich präsenter als in den Spielen zuvor“, lobte Kyritsis.

Finlay Stamer und Tim Insinger trafen ihre Würfe von der Dreierlinie und sorgten dafür, dass der OTB nach fünf Minuten mit 17:9 führte. Insbesondere US-Leistungsträger Dean Jr. brachte die Gäste mit elf Zählern im Auftaktviertel (insgesamt 31) bis zur Viertelpause auf 22:24 heran. Der Turnerbund lag zur Halbzeitpause 34:35 zurück, auch danach aber meist vorn.

„Kaputtgescoutet“

Zum Ende des dritten Spielabschnitts war es wiederum Stamer (mit 20 Punkten letztlich auch bester OTB-Schütze), der die Gastgeber mit sechs Zählern in Front brachte (49:43). Die seit Jahren vom Aufstieg in die ProB träumenden Schleswig-Holsteiner ließen sich aber nie abschütteln und lagen vor dem Schlussviertel nur 50:51 zurück.

In den letzten zehn Minuten wechselte die Führung siebenmal. „Beide Teams haben sich gegenseitig auch einfach kaputtgescoutet, kannten sich bestens und haben sich nichts geschenkt“, meinte Kyritsis. Am Ende machte der US-Profi den kleinen Unterschied und verhinderte den ersten OTB-Sieg in dieser Saison gegen eins der Spitzenteams der Liga. Auf eine mögliche Auszeit vor dem letzten Wurf hatten die Oldenburger verzichtet. (Quelle NWZ: 17.11.2025)

10.11.2025

Harmloser OTB steckt im Mittelmaß fest

Das war zu harmlos, um von mehr als einem Platz im grauen Mittelfeld der 1. Regionalliga träumen zu dürfen: Mit 66:76 mussten sich die Basketballer des Oldenburger TB (jetzt 10 Spiele/8 Punkte/9. Platz) bei den „Red Devils“ vom TuS Bramsche geschlagen geben. Diese schnuppern damit an Playoff-Rang vier (10/12/5.).

„Wir haben zwar gut verteidigt, aber zu wenig offensive Akzente gesetzt“, meinte OTB-Cheftrainer Vangelis Kyristis, dessen Team sich wie sechs Tage zuvor beim 63:62-Sieg gegen den TuS Lichterfelde mit dem Gegner ein defensiv geprägtes Duell geliefert hatte.

Beide Teams machten sich gegenseitig das Leben schwer. Die Gastgeber lagen aber – angefeuert von einer stimmungsvollen Kulisse – fast über die gesamte Spielzeit in Führung. Die Oldenburger liefen einem schnellen 0:5 lange hinterher, blieben dank einer guten Abwehrarbeit aber in Schlagdistanz. Direkt vor der Halbzeitpause verkürzte Finlay Stamer mit zwei erfolgreichen Dreiern den Rückstand auf nur einen Zähler (35:36).

Im dritten Viertel schaffte es der OTB allerdings weiterhin nicht, offensiv einen Gang höher zu schalten. Dazu wuchsen am defensiven Ende des Feldes die Sorgen. Gerade Bramsches US-Forward Boston Stanton wurde in der Folge immer mehr zum Problem. 14 seiner insgesamt 25 Punkte markierte der viertbeste Scorer der Liga im dritten Spielabschnitt. Dadurch gingen die „Roten Teufel“ erstmals zweistellig in Führung (56:46).

Der OTB steckte zwar nicht auf und kam auf 54:60 heran, am Ende fehlte aber die offensive Variabilität, um den Gegner ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. „Insgesamt war das zu harmlos, gerade weil wir zu viele Einzelaktionen hatten“, monierte Kyritsis: „Das müssen wir besser machen.“ (Quelle NWZ: 10.11.2025)

03.11.2025

OTB-Spielerinnen schrauben Erfolgsbilanz im Stadtderby hoch

Spitzenreiterinnen besiegen BTB Royal Ladies vor gut 150 Zuschauern 64:42

„Ein Lokalderby, wie man es sich nicht besser wünschen kann“, sagte Trainer Sebastian Brunnert nach dem Duell seiner Basketballerinnen vom Oldenburger TB mit den BTB Royal Ladies mit Fokus auf die Atmosphäre auf der Tribüne und auf dem Feld – und natürlich auch mit Blick auf das Ergebnis. Mit einem 64:42 (35:26) hatte sein OTB die weiße Weste und die Tabellenführung in der 2. Regionalliga der Frauen verteidigt.

Vor gut 150 Zuschauern entwickelte sich beim Kräftemessen des Spitzenreiters (jetzt 4 Spiele/8 Punkte/1. Platz) mit dem zuvor ebenfalls verlustpunktfreien Stadtrivalen (3/4/4.) ein zunächst sehr eindeutiges Duell. Mit hohem Verteidigungsdruck sowie vielen Ball- und Laufbewegungen im Angriff verdienten sich die Gastgeberinnen eine 22:7-Führung nach dem ersten Viertel. „Es wurden Erinnerungen an den 121:36-Kantersieg zum Saisonstart in Rotenburg wach“, meinte Brunnert.

Bis zur 13. Minute brauste der OTB-Derbyzug weiter (30:11), doch der BTB stemmte sich nach und nach konsequenter und physischer dagegen. Vor der Halbzeitpause holten die Royal Ladies Punkt um Punkt auf und gingen mit einem einstelligen Rückstand in die Kabine (26:35).

Im dritten Viertel schraubte der OTB den Vorsprung durch einen Korbleger von Malea Sprehe, den ersten Dreier von Hanne Kleihauer und zwei verwandelte Freiwürfe von Pauline Hotze wieder auf 16 Zähler (42:26). Die Bürgerfelderinnen hielten aber mit „Stolz und Moral“, wie Brunnert es nannte, dagegen und waren vor dem letzten Viertel noch längst nicht aussichtslos abgehängt (38:52).

Im Schlussabschnitt zeigten die OTB-Spielerinnen aber, dass sie in ihrer zweiten Saison nach dem Wiederaufstieg dazugelernt haben. Geschickt wurde der Ball länger in den eigenen Reihen gehalten, dem Gegner wurden kaum noch Würfe genehmigt, der finale Durchgang wurde 12:4 gewonnen. Nur Annabel Hase, mit 17 Zählern erfolgreichste Schützin des Spiels, traf noch zweimal für den BTB. „Auch wenn der Sieg deutlich war, war das Spiel bis zum Schluss packend, weil man zwei Mannschaften gesehen hat, die 40 Minuten lang alles gegeben haben“, fand Brunnert: „Und wirklich sehenswerten Basketball geboten haben.“

OTB: Sprehe 11, Renke 2, Fittje 11, Katzmarski 5, Braun 5, Hotze 3, Kleihauer, Bujisic 4, Hoffbauer, Kaune 6, Cole 4. 

(Quelle NWZ: 03.11.2025)