Aktuelles von den Basketballern

18.08.2025

Kraushaars Sprung in 1. Bundesliga macht OTB mächtig stolz

Bild: Helmut Behrends

Eine großgewachsene Basketballerin, die beim Oldenburger TB im Nachwuchs mit anderen großartigen Talenten für großes Aufsehen gesorgt hat, macht einen weiteren großen Schritt auf der Karriereleiter: Antonia Kraushaar, die vor gut zehn Jahren beim OTB angefangen hatte, wechselt vom BBC Osnabrück, mit dem sie im Mai Zweitliga-Vizemeister geworden war, zum USC Freiburg in die 1. Bundesliga.

„Wir sind im OTB mächtig stolz auf Toni, wie sie von allen genannt wird“, sagt OTB-Trainer Sebastian Brunnert zum geglückten Sprung zu den „Eisvögeln“ aus dem Breisgau in die Ende September startende 1. DBBL. Beim Turnerbund hatte die jetzt 23-Jährige in der U 12 angefangen. „Zusammen mit vielen Nachbarskindern aus der Yorckstraße“, verrät Brunnert: „Trainer war zu dem Zeitpunkt Dirk Jensen, der das Riesentalent besaß, alle, die in die Halle kamen, für Basketball zu begeistern.“

Kraushaars Jahrgang 2002 war wie die Jahrgänge 2001 und 2003 stark besetzt. Die junge Mannschaft sorgte in Niedersachsen und auch bei internationalen Turnieren für Furore. Etwas später gewann das Team um die heute 1,86 Meter große Centerin, die laut Brunnert mit Hanna Knoll „ein kampfbereites Duo“ bildete, „das immer besser wurde, wenn die Spiele auf der Kippe standen“, unter Frank Richter und Petra Gerdes zweimal das wichtigste Turnier Deutschlands, das Pfingstturnier in Zehlendorf.

Um einen Tag verpasste Kraushaar mit ihrer Mannschaft 2020 den Titel des Niedersachsenmeisters: Am 15. März hätte im entscheidenden Spiel in der U-18-Landesliga gegen den OSC Osnabrück sogar eine Niederlage mit 17 Punkten gereicht. Am 14. März erklärte der Verband, dass aufgrund der gerade eskalierenden Corona-Pandemie alle Spiele abgesagt würden. Es gab keine Wertung der Saison.

„Das war bitter“, betont Brunnert: „Toni war aber inzwischen auch die spieltragende Spielerin der ersten Damenmannschaft.“ Und ihr Ehrgeiz sei groß gewesen. „Mit Mühe und Not konnten ihre Eltern sie überreden, erst ihr Abitur in Oldenburg zu machen und dann die größeren Herausforderungen im Basketball zu suchen“, erzählt der OTB-Coach. Nach dem Abi ging’s 2022 zu Erstligist Panthers Osnabrück, wo Kraushaar ein Jahr in der „Zweiten“ (1. Regionalliga) spielte und dann zum BBC ging.

2024/25 wurde sie an der Seite von Sarah Nocke, die in der Oldenburger Heimat parallel auch weiter bei den BTB Royal Ladies spielte, nicht nur Vizemeisterin der 2. DBBL, sondern auch beste Blockshoterin der Liga. Starke 326 Punkte und 216 Rebounds standen für sie zu Buche. „Mehrere Erstligisten wollten sie nach der Saison“, weiß Brunnert: „Doch sie erteilte allen anderen eine Absage.“ Aus persönlichen Gründen zog es sie ins Breisgau.

(Quelle: NWZ, 18.08.2025)

14.07.2025

Drei OTB-er bei der Senioren-WM in der Schweiz

Bronzemedaille für Marcus Preemann

Marcus Preemann gewann die Bronzemedaille bei der Senioren-WM – Foto: privat 

 

Die Basketball-Weltmeisterschaften der Senioren*innen fanden in diesem Sommer in der Schweiz statt. 400 Teams aus allen Erdteilen traten in den Altersklassen bei den Männern Ü 30 bis ü85 und bei den Frauen ü30 bis ü70 an – eine gigantische Großveranstaltung der Nationalmannschaften mit rund 4.000 Teilnehmern und 1.000 Spielen in den Spielorten Lugano, Locarno und Bellinzona - die größte Basketball-Senioren-WM aller Zeiten.

Der Oldenburger TB war bei dieser WM einmal mehr vertreten, und zwar mit Petra Gerdes in der Altersklasse ü55, Marcus Preemann (ü55) und Thomas Völcker (ü60).

Die beste Platzierung schaffte das ü55-Team mit Marcus Preemann: Platz 3 – und damit Bronzemedaillengewinner.

Bei der „ü55“ hatten die deutschen Männer mit Markus Preemann „Belize“ zum Gegner, den späteren Weltmeister (knappe 5-Punkt-Niederlage, 67:72), Argentinien (66:42- Sieg), und Italien (66:64-Sieg in der Schluss-Sekunde).

Im Halbfinale war Brasilien zu stark für das deutsche Team, aber im Spiel um Bronze siegte Deutschland gegen Puerto Rico mit 74:65, im Endplacement Platz 3.

Bei den ü60-Männern waren 39 Teams mit dem Oldenburger Thomas Völcker am Start, 4 Siege reichten nicht, weil das deutsche Team im Achtelfinale gegen den späteren Weltmeister Canada ausschied. In den Platzierungsspielen errang das Team Platz 9.

Platz 7 ergab sich bei den ü55-Frauen mit der Oldenburgerin Petra Gerdes nach Siegen gegen Peru, Ecuador und Bolivien und einer 4-Punkte-Niederlage gegen Italien.

Der bisher in den deutschen Senioren-Nationalmannschaften erfolgreichsten Oldenburger Holger Smit war in diesem Jahr wegen einer Verletzung am Finger nicht am Start.

 

07.07.2025

OTB-Team siegt bei Basketball-Spektakel

Paulberger Cupp - Oldenburgerinnen dominieren Kräftemessen in Leer

Einen großen Pokal und ein paar Extras nahmen die OTB-Spielerinnen aus Leer mit . BILD: Michael Fittje

In beeindruckender Manier haben sich die Spielerinnen vom Oldenburger TB beim „Paulberger Cup“ in Leer – mit 272 Teams, mehr als 2600 Spielerinnen und Spieler sowie gut 740 Partien in 26 Sporthallen das größte Basketball-Turnier in Deutschland – im Feld der Frauenteams die Siegertrophäe gesichert. „Schon im Vorfeld konnte man deutlich merken, dass die Mannschaft es in diesem Jahr wissen wollte“, sagte Coach Sebastian Brunnert: „Die Trainingseinheiten waren bis zum Ferienbeginn gut frequentiert und beeindruckend intensiv.“

Das Personalkarussell: Nachdem sich alle 15 Spielerinnen zum Turnier angemeldet hatten, „musste erst einmal ein Modus her, wann wer aussetzen musste, wenn man nur mit zehn Spielerinnen in eine Partie gehen wollte“, erklärte Brunnert. Dabei sollten die Spielanteile möglichst gleichmäßig verteilt werden, „selbst wenn man dadurch schlechter abschneiden würde – was das Team von der ersten bis zur letzten Partie aus diesen Voraussetzungen machte, war beeindruckend. Egal in welcher Formation – die Intensität und Qualität des Spiels waren immer gleich hoch.“

Die Kantersiege: Beim Kräftemessen der insgesamt 14 Frauenteams, die zunächst in drei Gruppen aufeinandertrafen, besiegte der OTB in der Vorrunde Assist Assen (46:26), Freibeuter Berlin (42:11), TuS Bad Essen (27:10) und die mit Regionalliga-Spielerinnen der BTB Royal Ladies verstärkten Edewecht Wattworms (44:14). Einem 51:4 im Viertelfinale gegen den Bürgerfelder TB I (der BTB II wurde 14.) folgte ein ähnlich hohes 43:13 im Halbfinale gegen die Utrecht Cangeroes. „Alle gaben hinten Gas ohne Ende und spielten vorn als Team zusammen“, lobte Brunnert.

Die Mentalitätsfrage: Im Finale wartete wiederum das Team aus Bad Essen, das in der Vorrunde klar bezwungen worden war. „Würden sich alle in Erwartung eines sicheren Sieges entspannen und so Bad Essen einladen, das Momentum zu übernehmen?“, fragte sich der OTB-Coach. Doch die Sorge war unbegründet. Die Rivalinnen aus dem Landkreis Osnabrück hatten im Vergleich zum ersten Duell zwar vorn wie hinten einiges umgestellt, doch ein Korb von Tuula Kahl und zwei Dreier von Hanne Kleihauer sorgten für ein schnelles 8:0 der Oldenburgerinnen. Nach zehn Minuten stand ein 17:5, am Ende ein sicheres 34:22 zu Buche.

Die Jugendteams: In den Nachwuchswettbewerben des Turniers in Leer sicherten sich die U-16-Spielerinnen vom OTB Platz zwei (21:25 im Endspiel gegen High Five Tilburg). Die U-18-Mädchen verdienten sich mit einem 27:26 im kleinen Finale gegen die Freibeuter Berlin Rang drei. (Quelle: NWZ, 07.07.2025)

 

01.07.2025

Summer-League-Gewinner steht fest – die Turnierzukunft auch

Bild: Martin M.Wilczynski

Nach der „OTB Summer League“ ist vor der „OTB Summer League“: Als die Sieger vom Finalturnier der zweiten Auflage des Oldenburger Basketball-Spektakels feststanden, machten Andre Galler und Henning Hinrichs eine Ansage, die angesichts der großen aktuellen Resonanz keine Überraschung war: Auch 2026 wird es diesen Sommerspaß geben, mit dem beim Oldenburger TB vor einem Jahr erstmals die lange Zeit zwischen dem Ende der alten und dem Beginn der neuen Saison ein wenig überbrückt worden war. „Das Finalwochenende soll der 26./27. Juni 2026 werden“, verkündete Hinrichs.

Das Turnier

Nachdem die zehn Mixed-Teams mit Spielerinnen und Spielern vom OTB sowie von zahlreichen anderen Vereinen aus der Stadt und der Region in den vergangenen Wochen jeweils vier Vorrunden-Duelle in zwei Gruppen absolviert hatten, ging es nun am Freitag und Samstag in den Hallen am Haarenufer um den Gesamtsieg.

Nach Play-In-Duellen sowie Viertel- und Halbfinals standen sich am Ende die Mannschaften „2“ und „Haarenufer Magic“ im Endspiel gegenüber. In einem harten Fight vor rund 250 Fans gewann „Haarenufer Magic“ 87:73. Mit 21 Punkten, sechs Assists und zwei Steals wurde Galler zum wertvollsten Finalspieler gekürt. Das Duell um Platz drei gewann das „Team Umbaubar“ gegen den „2. BC Lötkolben“ mit 94:93.

Die Ehrungen

Schon vor dem Finale hatten die Organisatoren bei einer „Award-Verleihung“ individuelle Auszeichnungen für die Summer-League-Vorrunde verteilt. Der erst 14-jährige Moritz Schmidt vom „2. BC Lötkolben“ wurde von der „Summer-League-Community“ denkbar knapp zum „Rookie of the Year“ gewählt. „Im Voting setzte er sich erst in der vierten Nachkommastelle durch“, verriet Hinrichs. Schmidt kam im Schnitt auf 14,5 Punkte, holte 5,6 Rebounds und traf mehr als 30 Prozent seiner Dreier. Wertvollste Spielerin wurde Sarah Nocke (27,8 Punkte/53 Prozent Trefferquote und 1,5 Steals). Der MVP-Award bei den Männern ging an Lion Braimoh (32,5 Punkte/8,3 Rebounds und 2,5 Steals).

Das Spektakel

Zum Finalturnier gehörte auch ein Rahmenprogramm. Dafür waren draußen unter anderem Streetball-Plätze aufgebaut. „Zwischen den Spielen fand eine Skill-Challenge statt, in der Zweier-Teams einen Basketball-Parkour gegen die Zeit absolvierten. Es gab eine 1-on-1-Challenge, bei der Spieler im Eins gegen Eins gegeneinander antraten. Und dann gab es noch einen klassischen Dreier-Wettbewerb, in dem ausgewählte Spieler ihre Treffsicherheit aus großer Entfernung unter Beweis stellten“, erklärte Hinrichs.

Das Fazit

„Über beide Tage hinweg haben mehrere Hundert Basketball-Interessierte den Weg in die Haarenufer-Hallen gefunden. In Kombination mit dem Sommerfest am Samstag fand die ,Summer League’ einen tollen Abschluss“, resümierte Galler und fügte mit Blick auf die dritte Auflage im kommenden Jahr hinzu: „Die Anmeldung wird dann frühzeitig innerhalb der ,Summer-League-Community’ und über den Instagram-Account der OTB-Basketballer kommuniziert.“

27.06.2025

Korbjägerin schafft es in Landesteam

Einen bleibenden Eindruck hat Milla Stange vom Oldenburger TB beim Auswahllehrgang des Niedersächsischen Basketballverbandes (NBV) für den Landeskader des Jahrgangs 2011 in Hannover hinterlassen. „19 Spielerinnen waren geladen, 12 wurden ausgewählt – Milla gehört dazu“, freut sich OTB-Trainer Sebastian Brunnert.

Die Oldenburgerin fährt nun an diesem Wochenende mit der Mannschaft zu einem Turnier nach Berlin, wo acht Landesteams zwei Tage lang die Kräfte messen. „Milla hat sich diese Berufung ganz sicher verdient. Sie ist groß, schnell und sehr bewegungsbegabt“, lobt Brunnert. Stange zählte 2024/25 zu den besten Scorerinnen der U-14-Landesliga, könne aber auch das Spiel gestalten, Rebounds holen und Würfe blocken: „Und sie ist absolut teamfähig.“

(Quelle: NWZ, 27.06.2025)