Aktuelles aus dem OTB
Unsere Abteilung Sportakrobatik hat sich verkleinert
Nach den ersten Anfängen in Wardenburg und Hundsmühlen hat das Trainerehepaar Manuel und Christiane Kaczmarzyk fast 20 Jahre die Ressourcen des OTB nutzen können, um in den vergangenen Jahren mit einer ausgewählten Gruppe von OTB-Mitgliedern herausragende Erfolge zu erzielen. Zum 31.10.19 endete nun die Zusammenarbeit des OTB mit dem Trainerehepaar in gegenseitigem Einvernehmen. Die von beiden Seiten unterzeichnete Vereinbarung und etwaige wechselseitige Ansprüche unterliegen der – wie in solchen Fällen üblichen – vereinbarten Verschwiegenheit. Der Verein wird sich daher zu anders lautenden Äußerungen und Mutmaßungen nicht äußern, sondern zur Klärung noch offener Fragen weiterhin das Gespräch suchen.
Als Verein sind uns Werte wie Respekt, Wertschätzung und das Engagement für die Gemeinschaft wichtig. Der Vorstand des OTB trifft daher seine Entscheidungen stets in Abwägung der Interessen des Vereins und aller seiner Mitglieder unter Berücksichtigung der Interessen und des Wohls einzelner Sportlerinnen und Sportler und ihrer Leistungen und Verdienste.
Sport bedeutet für uns Motivation und Leistungsbereitschaft, die zusammengehen müssen mit Teamgeist, Fair Play, Toleranz und Rücksicht auf Schwächere – Werte, die wir im Sport für selbstverständlich halten.
Dr. Beate Bollmann
Vorstandsvorsitzende
Mit Turnshow 2019 "Eilmeldung" folgt der OTB einem traditionellen Vorbild

Unter dem Motto „Eilmeldung! – Der OTB macht Schlagzeilen!“ veranstaltet der Oldenburger Turnerbund am 23. November 2019 seine diesjährige Turnshow. Im 2-Jahres-Rhythmus unterhalten dort Vereinsmitglieder die Zuschauer mit ihren Bewegungskünsten, die jeweils einem Motto folgend, von mehreren hundert Mitgliedern aller Altersstufen zum Teil extra hierfür eingeübt wurden.
Damit folgen die Mitglieder einer Tradition, die bereits in der Nachkriegszeit Mitte des 18. Jahrhunderts ihren Ursprung fand. In die damalige Zeit fällt die Gründung einer eigenartigen Einrichtung, nämlich die des Turnerzirkus „Phalobautia“. Nach dem Bericht eines Mitgründers, des Arztes Dr. Hand Töpken, kamen einige junge, übermütige Turner im Winter 1875/76 auf den Einfall, während des Kürturnens, das an jedem Turnabend den Abschluss bildete, allerhand Kunststücke ohne Gerät zu versuchen.
Angeregt durch die Akrobaten des Berufszirkus übten sie am Boden Rollen, Handstände, Überschläge, Radschlagen, Saltos und dergleichen, fernere fröhliche Reiterkünste, das Aufeinandersteigen zu Pfählen und Pyramiden. Den Beschluss bildete jedesmal ein tolles Hindernisrennen über die im Rund aufgestellten beweglichen Geräte, das sie „Steeplechase" nannten. Der Anführer dieser fröhlichen Bande war der Kaufmann Karl Kathmann, der später nach Amerika auswanderte. Beim Stiftungsfest am 2. Dezember 1877 trat die Vereinigung der Pfahlbauer, vom Direktor Kathmann, der später latinisiert zu „Phalobautia“, erstmalig öffentlich auf. Sie zeigte dem überraschten Publikum einen komischen Chinesentanz und eine Anzahl sehr gelungener Pyramiden. In der Sitzung am 6. Juli 1878 wurden die ersten Phalbaugesetze beschlossen, die urkundlich im Archiv des Turnerbundes aufbewahrt werden. Diese Sitzung wurde später als die Gründungsversammlung angesehen, und danach wurden die Zirkusjubiläen begangen. Der Zirkus trat fast bei jedem Stiftungsfest auf, und zwar bestritt er mit seinen kühnen Bauten und humorvollen Akten den Zweiten Teil des Festabends im Ziegelhof und später in der Rudelsburg.
Auch nach dem 2. Weltkrieg stellten die jährlichen Schauturnen besondere Höhepunkte dar. Der Turnlehrer Johannes „Hannes“ Schmidt, ließ an mehreren Tagen ein vielseitiges, gut einstudiertes Programm ablaufen, das stets Zeugnis ablegte von dem hohen Niveau der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Im November 1949, zum Ausklang des 90. Geburtstages, waren in der Schauturnwoche 444 Mädchen, 219 Knaben, 185 Jugendturnerinnen und Frauen, 95 Jugendturner und Männer, insgesamt also 943 Turnende in sechs Einzelschauturnen und einem Gesamtschauturnen vor 3.500 Besuchern beteiligt.
Eine Ehrung besondere Art wurde Nikolaus Bernett 1952 zu seinem 70. Geburtstag zuteil. Am Abend vorher zogen Hunderte von OTBern mit Fackeln zu seiner Wohnung. Am Tag darauf wurde ihm zu Ehren einer Turnschau in der OTB-Halle Haarenufer dargeboten.
Glanzpunkt aller Veranstaltungen, insbesondere wegen seiner Einmaligkeit war jedoch der Zirkus „ Phalobautia“. Das 75jährige Bestehen feierte er im Jahre 1953. Wie beim 60jährigen Bestehen im Jahr 1938 war die Turnhalle in eine Arena umgewandelt worden.
Aus Anlass des 95. Stiftungsfestes am 10. November 1954 wagte der Oldenburger Turnerbund ein Großschauturnen in der Weser-Ems-Halle. Es wurde ein ungeahnter Erfolg. Bei der abschließenden Gymnastik konnten die Zuschauer 800 aktive Teilnehmer zähle.
Der einfallsreiche, bautechnisch und organisatorisch begabte Zirkusdirektor Rudi Harms zauberte mit Helfern und Darstellern ein Programm, das neue Maßstäbe setzte. Er war ein würdiger Nachfolger der vormaligen Zirkusdirektoren Kathmann, Höpfner, Siemer, Jockheck, Schwantje, Franke, Braungardt, Krüger, Hillje, Pfund. Ca. 4.500 Zuschauer in zehn Vorstellungen waren begeistert von den einmaligen Zirkusdarbietungen.
Seit Mitte der 80ziger-Jahre übernahmen wechselnde Verantwortliche die Organisation entsprechender Veranstaltungen, zunächst in der neueren Halle am Haarenufer. Mal als Schauturnen, mal als Turnschau und mal als Turnshow. Eines hatten jedoch alle Veranstaltung gemeinsam: jeweils einem Motto folgend hinterließen sie, zwischenzeitlich aufgewertet durch zeitgemäße Beleuchtungs- und Beschallungstechnik, bei den Zuschauern unvergessliche Eindrücke.
Mitte der 90er-Jahre erfolgte wg. der besseren Möglichkeiten ein Wechsel in die OTB-Sporthalle Haarenesch. Hatte man sich in den 80er-Jahren mit jeweils einer Veranstaltung begnügt, so führte man fortan zwei Veranstaltungen an einem Wochenende durch, um zum einen den Aktiven die Möglichkeit zu geben das Geübte mehrfach zu zeigen und um mehr Zuschauern die Möglichkeit zum Veranstaltungsbesuch zu geben.
Seit 2013 wird die Turnshow mit großem Engagement und Erfolg von Susanne Köster mit ihren Orgateammitgliedern Mareike Juds, Katja Leinau, Frauke Würtz,
Carina Matzel und Corina Paradies geleitet.
Gesundheitsmagazin „Visite“ berichtet über Lungensport im OTB

Arthur Kaper beim Interview mit "Visite"-Redakteurin Nadine Becker und ihrem NDR-Kamerateam. .Foto: Hartmut Kern
Über die Lungensportgruppe des Oldenburger Turnerbundes berichtete das NDR-Fernsehen in seiner Sendung „Visite“ am Dienstag, 29. Oktober., unter dem Titel „COPD behandeln: Wie Lungentraining helfen kann“. Bei einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) bekommen Betroffene immer schlechter Luft. Eine Heilung ist nicht möglich, doch Sport kann die Beschwerden lindern.
Bei den Aufnahmen am 17. Oktober in der Turnhalle der Cäcilienschule wurden auch Arthur Kaper (Foto) und Claus Gudwin von Redakteurin Nadine Becker und ihrem Kamerateam interviewt und gefilmt. Die beiden Lungensportler wurden den ganzen Tag vom NDR-Team begleitet. Gefilmt wurde erst Zuhause, beim Nordic Walking, beim Lungensport, beim Singen im Chor und beim Arztbesuch.
COPD ist eine der häufigsten Todesursachen – häufiger noch als Herzinfarkt. Allein in Deutschland leiden derzeit mindestens 2,6 Millionen Menschen ständig an Symptomen wie Husten, Auswurf und Atemnot. Die Betroffenen bekommen selbst bei kleinsten Anstrengungen kaum noch Luft, spüren ständig eine Enge in der Brust.
Genauso wichtig wie die Behandlung mit Medikamenten ist das Training der sogenannten Atemhilfsmuskulatur. In speziellen Lungensportgruppen wie beim OTB unter der Leitung von Anja Kuhlmann trainieren Betroffene Brustkorbmobilisation, Atemgymnastik und Armarbeit gezielt gegen ihre Krankheit an.
Das Lungentraining für Menschen mit COPD unterscheidet sich vom Training von Hochleistungssportler nur in der Intensität. Damit die für Herz und Lunge so wichtige Muskulatur wieder stärker wird, müssen Betroffene mit Ausdauer, Kraft und Dehnung an die Grenzen gehen – so gewinnen sie wieder mehr Kraft fürs Atmen.
Den Bericht sehen Sie hier
