Aktuelles von den Volleyballern

04.02.2023

Die Rettungsmission muss beginnen, wenn die Volleyballer des Oldenburger TB den Verbleib in der Dritten Liga West noch schaffen wollen

„Das ist nun wirklich die allerletzte Chance, dass wir noch drin bleiben“, sagt Trainer Jörg Johanning nachdrücklich vor dem Heimspiel an diesem Samstag (20 Uhr, Haarenesch-Halle) gegen die Tecklenburger Land Volleys.

Auf die Angriffskünste von Yannik Ahr muss der OTB jetzt verzichten. (Bild: Martin Remmers)

Bei noch vier Spielen hat der OTB (6 Partien/6 Punkte/6. Platz) als Schlusslicht der Abstiegsrunde drei Zähler Rückstand auf die seit Jahren in dieser Spielklasse aktiven und jetzt auch um den Klassenerhalt zitternden Gäste (6/9/4.). Diese müssen ebenfalls alles geben, um einen der drei ersten Plätze zu ergattern, die am Ende den Gang in die Regionalliga verhindern würden. Dritter ist aktuell der USC Braunschweig (5/9).


Johanning muss auf seinen wichtigsten Spieler verzichten: Yannik Ahr. „Dass er nicht da ist, wird schwer zu kompensieren sein, bietet aber auch die Möglichkeit, dass sich andere hervortun“, sagt der Trainer und ergänzt: „Wir wollen alles geben und bringen uns voll ein – falls das nicht reicht, werden wir die restlichen Spiele genießen und kommende Saison einen Neustart mit dem Team angehen.“


Die Regionalliga-Frauen des OTB (12/16/6.) streben nach sechs Punkten aus zwei Partien und dem wichtigen Sprung aus dem Tabellenkeller am vergangenen Wochenende auch jetzt beim erneuten Doppel-Spieltag die Maximalausbeute an. Am Samstag um 16 Uhr gastiert der USC Braunschweig (11/15/8.) am Haarenesch, am Sonntag um 18 Uhr der TK Hannover (12/27/3.).

„Die Mädels haben gute Trainingseinheiten hingelegt. Und wir wollen dieses Niveau auch im Spiel aufs Feld bringen“, wünscht sich OTB-Trainer Stefan Noltemeier. Den USC habe seine Mannschaft im Hinspiel zwar 3:2 besiegt, doch das Braunschweiger Team habe sich „in der Saison stark verändert“. Hannover ist für Noltemeier ein Aufstiegskandidat und habe eine sehr gute Zuspielerin. „Beide Teams sind uns körperlich überlegen, da müssen wir uns besonders an die Mannschaftstaktik halten“, fordert der Coach. (Quelle NWZ, 04.02.2023)

30.01.2023

OTB-Frauen lassen Herbstkrise hinter sich

Paula Bernecker (Nr. 3, hier vor einer Woche gegen Emlichheim II) kreierte im Heimspiel gegen den SC Spelle-Venhaus viele Einerblock-Situationen für die OTB-Außenangreiferinnen. Bild: Fabian Steffens

Die Volleyball-Krise aus dem Herbst endgültig hinter sich gelassen haben die Regionalliga-Frauen vom Oldenburger TB an ihrem Doppel-Spieltag am Wochenende. Das Team von Trainer Stefan Noltemeier gewann zunächst am Samstag beim VfL Lintorf mit 3:0 (25:20, 25:17, 25:21) und legte am Sonntag ein 3:1 (26:28, 25:15, 28:26, 25:20) gegen den SC Spelle-Venhaus nach.

„Die beiden Siege waren wichtig, besonders für die Moral im Team“, meinte Noltemeier. ,,Endlich sind wir von diesem achten Platz weg“, sagte Anna Thuernagel, die mit ihren Kolleginnen dazu nun zwölf Punkte vor der direkten Abstiegszone liegt (12 Spiele/16 Zähler/6. Rang).

 

Lintorf (13/15/7.) war ersatzgeschwächt, „aber ein starker Gegner“, fand Noltemeier. Sein Team habe – angeführt von der zur wertvollsten Spielerin gekürten Thuernagel – „schwere Situationen gut gelöst“, sei aber beispielsweise bei „einfachen Dankeball-Situationen“ zu spät organisiert gewesen: „Das hat zu viel Kopfenergie gekostet.“

 

Spelle (13/4/9.) sah der OTB-Coach „viel stärker, als es die Tabelle aussagt“. Dennoch löste sein Team nach unnötig verlorenem ersten Satz die Aufgabe. Paula Bernecker, die viele Einerblock-Situationen für die Außenangreiferinnen kreierte, sei zu Recht als besten Spielerin geehrt worden. (Quelle: NWZ, 30.01.2023)

25.01.2023

Warum der OTB (ver-)zweifelt

Oldenburger verspielen in Drittliga-Abstiegsrunde erneut eine Führung

Trainer Jörg Johanning (Mitte) und Thadeus Volk (hinten) beobachten Yannik Ahr bei der Annahme. BILD: Remmers

Einen weiteren harten Tiefschlag verdauen müssen die um den Klassenerhalt ringenden Volleyballer des Oldenburger TB. Bei der 1:3-Niederlage bei den Rhein-Sieg Volleys verspielte das junge Team von Trainer Jörg Johanning wie zum Auftakt der Abstiegsrunde gegen den TV Hörde (2:3 nach 2:0) eine Führung und musste mit viel Frust und den Gedanken an einen immer unrealistischer erscheinenden Verbleib in der Dritten Liga West die rund 330 Kilometer lange Heimfahrt antreten

Das Limit - „Am Ende kann man es ganz einfach herunterbrechen: Es reicht nicht für uns“, betonte der enttäuschte Johanning, der manche Spieler seit der U 14 begleitet hat und mit ihnen viele Erfolge bei Deutschen Jugend-Meisterschaften feiern durfte, jetzt aber feststellen musste: „Wenn wir alle nicht am Limit spielen, und zwar konstant über drei Sätze, dann gewinnen wir nicht.“

Die Wende - In Sankt Augustin brachte zunächst Thadeus Volk den OTB nach einem 7:11-Rückstand im ersten Durchgang in die Spur. Beide Teams begegneten sich auf Augenhöhe, doch die Oldenburger bewiesen Nervenstärke und belohnten sich mit einem 26:24-Satzgewinn. Mitte des zweiten Abschnitts kassierten die Gäste fünf Breakpunkte durch drei verschiedene Aufschläger und mussten ein 21:25 einstecken.

Das Stimmungsloch - Wie in so vielen Spielen des OTB kippten die Stimmung, die Emotionen und die Leistung. Der Gegner spielte nun lockerer, punktete nach Belieben und sicherte sich durch ein 25:18 und ein 25:21 alle drei Punkte. „Irgendwann ist man auch als Trainer ratlos, wenn die Wechsel nichts bewirken – und auch die taktischen Vorgaben nicht“, monierte Johanning, der am Ende insgesamt 18-mal gewechselt und acht Auszeiten genommen hatte.

Das Rechnen - Es ist für den OTB (6 Partien/6 Punkte) rechnerisch natürlich noch möglich, im Duell mit TV Hörde, VSG Ammerland (beide 6/10), VCB Tecklenburger Land (5/9), Rhein-Sieg Volleys (5/7) und USC Braunschweig (4/6) die drei Abstiegsplätze zu verlassen. Dafür müssten die Oldenburger aber vielleicht sogar ihre vier verbleibenden Spiele alle gewinnen. Weiter geht’s am 4. Februar (Samstag, 20 Uhr, Haarenesch-Halle) zu Hause gegen die Tecklenburger. (Quelle: NWZ, 25.01.2023)

25.01.2023

Viel Aufwand – kein Ertrag

Nichts zu holen gab es für die Volleyballerinnen vom Oldenburger TB (im Angriff: Julia Remmers) gegen die erfahrene Bundesliga-Reserve von SCU Emlichheim

Bild: Fabian Steffens


Die Zähne ausgebissen und für einen hohen Aufwand nicht belohnt haben sich die Volleyballerinnen des OTB im Regionalliga-Heimspiel gegen den SCU Emlichheim II. Die Leistung der um den Klassenerhalt kämpfenden Oldenburgerinnen (10 Spiele/10 Punkte/8. Platz) gegen den Drittliga-Absteiger (11/24/3.) stimmte. Der Ertrag nicht: 3:0 setzte sich die Bundesliga-Reserve durch.

„Wir konnten oftmals gegen ihre harten Angriffe gegenhalten“, meinte OTB-Trainer Stefan Noltemeier, musste aber eingestehen, dass der Gegner „bei der Aufschlageffizienz, Spielorganisation und Qualität im ersten Kontakt überlegen“ war. Im ersten Satz lagen die Gastgeberinnen schnell 3:11 hinten, was Noltemeier zudem zwei Auszeiten kostete. Nach einem 13:25 sorgte die Einwechslung von Merle Hinrichsen für mehr Stabilität im Spiel des Turnerbunds und damit auch für mehr Ausgeglichenheit. „Im zweiten und dritten Satz haben wir gut dagegengehalten und stark gekämpft“, lobte Noltemeier, dessen Team aber ein 21:25 kassierte, ehe der Rivale aus der Grafschaft Bentheim auch in Durchgang drei nach einem 23:23 die besseren Nerven bewies.

Nach den vielen Spielabsagen vor dem Jahreswechsel muss der sechs Punkte vor Abstiegsrang neun stehende OTB am kommenden Wochenende – ungewöhnlich für die Regionalliga – doppelt ran. Am Samstag geht’s zum VfL Lintorf (11/15/6.), am Sonntag steht um 16 Uhr in der Sporthalle an der Feststraße das wichtige Heimspiel gegen den SC Spelle-Venhaus (11/4/9.) auf dem Plan. (Quelle: NWZ, 25.01.2023)

19.01.2023

Regionalliga: OTB-Frauen stoppen ihre Durststrecke

Seit Mitte November hatten die Volleyballerinnen des Oldenburger TB nicht mehr in der Regionalliga gewonnen. Nun genehmigten sie Raspo Lathen den ersten Satzgewinn der Saison, siegten aber mit 3:1.

Sicher: Lea Jahnke (vorn) und Libera Anna Thuernagel (hinten) bildeten mit Julia Remmers (nicht im Bild) einen starken Annahmeriegel.

Bild: Martin Remmers

Mit dem ersten Sieg nach neun Wochen haben die Volleyballerinnen des Oldenburger TB ihre auch aufgrund von Spielausfällen seit Mitte November dauernde Durststrecke in der Regionalliga beendet. Beim 3:1 bei Raspo Lathen (10 Spiele/0 Punkte/10. Platz) genehmigte der OTB (9/10/8.) dem Schlusslicht zwar den ersten Satzgewinn in dieser Saison, holte aber alle drei Punkte und verschaffte sich ein Sechs-Zähler-Polster auf Abstiegsrang neun.

„Der Annahmeriegel hat gegen den risikobehafteten Aufschlag von Raspo sehr gut gegengehalten“, lobte Trainer Stefan Noltemeier die Formation von Julia Remmers, Libera Anna Thuernagel und Lea Jahnke: „Das brachte uns im Spielaufbau viel Sicherheit – sowie die Möglichkeit, flexibel zu agieren.“ Der Coach gab vielen Teammitgliedern Spielzeit und freute sich dazu über die Taktik-Umsetzung: „Wir haben uns im Training viel damit beschäftigt, Risikomanagement im Service zu betreiben. Das hat gut funktioniert.“

Zur wertvollsten Spielerin wurde Jahnke gekürt. „Gewinnen ist schön – vor allem weil wir alle so aufmerksam waren und durch eine variable Passverteilung zum Angriff kamen“, meinte sie. Ein Trainer-Sonderlob erhielt Nachwuchskraft Remmers: „Julia hat im Angriff, gerade in schwierigen Situationen, immer wieder gute Lösungen gefunden.“ Ein anderes Kaliber kommt am nächsten Sonntag auf den OTB zu, wenn der SC Union Emlichheim II (10/21/4.) ab 16 Uhr in der Haarenesch-Halle gastiert. (Quelle: NWZ, 19.01.2023)