Aktuelles von den Volleyballern

29.09.2020

OTB-Trainer greift in Schatzkiste

Großer Nachwuchsblock: Am Netz versuchen Jason Prostka (rechts) und Robin Remmers, einen Angriff des Osnabrückers Lukas Grimm abzuwehren. Hinten schauen unter anderem (von rechts) Marten Faß und Joke Johanning zu. Bild: Piet Meyer

Als die Oldenburger gegen den VC Osnabrück schon 0:2 zurücklagen, zauberte Jörg Johanning das nächste Juwel aus der Jugend hervor. Sein 14-jähriger Sohn Joke trug entscheidend zur Wende bei.

Nach einem weiteren Griff ins große Talentreservoir haben die Volleyballer des Oldenburger TB am Wochenende einen 0:2-Satzrückstand im Heimspiel gegen den VC Osnabrück noch in ein 3:2 (25:27, 25:27, 25:15, 25:19, 15:8) gedreht. Die Frauen vom Turnerbund verloren ihre erste Saisonpartie in der vierthöchsten Spielklasse beim SC Langenhagen dagegen mit 1:3 (19:25, 25:17, 22:25, 23:25).

Die wahnsinnige Wende

„Die OTB-Jugendarbeit ist wie eine Schatztruhe“, meinte OTB-Trainer Jörg Johanning nach dem Kraftakt und ergänzte: „Da greifst du einfach rein und ziehst ein Juwel nach dem nächsten raus.“ Das jüngste Team der Liga (Altersschnitt: 20,5 Jahre) wurde zunächst aber kalt erwischt. Die Osnabrücker waren griffig in der Abwehr und machten anders als die Oldenburger in den entscheidenden Phasen des ersten und zweiten Satzes keine Fehler.
Mit dem Rücken zur Wand bei 0:2-Sätzen stellte Johanning um, stellte Jason Prostka (20 Jahre) und Marten Faß (16) als Angreifer auf und wurde mit einer 19:14-Führung im dritten Durchgang belohnt. Dann folgte der große Auftritt des Jüngsten: Joke Johanning (14). Der frischgebackene Doppel-Landesmeister im Beach servierte wie ein Großer und sorgte mit seinen Aufschlägen für die Entscheidung.

„Das war der Knackpunkt des Spiels“, meinte Papa Johanning und ergänzte: „Als die anderen den Mut von Joke sahen, war das wie eine Initialzündung.“ Die Osnabrücker hatten der wahnsinnigen Jugend-Power des OTB nichts mehr entgegenzusetzen. Speziell Prostka und Faß punkteten nach Belieben und führten das Team zum Sieg.

Die bröckelige Basis
Den Frauen fehlte dagegen in ihrer ersten Regionalliga-Partie nach der langen Corona-Zwangspause der Zugriff. „So richtig sind wir nicht ins Spiel gekommen“, sagte Kapitänin Lea Peters nach dem wechselhaften Duell und ergänzte: „Insgesamt waren wir nicht gut genug in den Basics.“ Damit meinte sie die stabile Annahme und den hohen Aufschlagdruck, die das OTB-Spiel sonst prägen.

In Langenhagen wirkte das Team nach dem Umbruch mit einigen Wechseln in der Mannschaft speziell in Drucksituationen verunsichert. „Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen“, sagte Trainer Stefan Noltemeier: „Im Training sind wir schon sehr stark, aber im Wettkampf hakt es noch.“ Unter den aktuellen Bedingungen sei das aber „zu erwarten“ gewesen.

Quelle: www.nwzonline.de

29.09.2020

OTB-Reserve gönnt sich nur kurze Auszeit

Die zweite Frauenmannschaft des Turnerbunds bezwang beim Start der Verbandsliga-Saison die Emder Volleys. Beim 3:1-Sieg fehlte nur im dritten Satz die nötige Spannung.

Einen Grundstein für den Ligaverbleib haben die Volleyballerinnen des OTB II beim Saisonstart in der Verbandsliga gelegt. Beim 3:1-Heimerfolg am Samstag gegen die Emder Volleys behielten die Oldenburgerinnen am Ende die Nerven.

„Ich bin mit der Leistung der Mannschaft sehr zufrieden“, lobte Trainer Udo Herzog und ergänzte mit Blick auf die engen Auftaktdurchgänge: „Mit großen Kampfgeist und starken Einsatz haben wir die ersten beiden Sätze geholt.“

Nachdem sie durch ein 28:26 und ein 25:23 in Front gegangen waren, gönnten sich die OTB-Spielerinnen im dritten Durchgang aber eine „Auszeit“ (14:25). „Im vierten Satz war wieder das Engagement und die Konzentration da“, sagte Herzog, dessen Team den Abschnitt klar mit 25:17 für sich entschied: „Das war für uns als Aufsteiger ein gelungener Start mit drei Punkten.“ Weiter geht es am 18. Oktober zu Hause gegen den VfL Löningen, wenn die Corona-Problematik im Landkreis Cloppenburg das zulässt.

Quelle: www.nwzonline.de

29.09.2020

OTB II fehlt im Derby Annahme-Qualität

Das Oberliga-Team verlor das Nachbarschaftsduell bei der VSG Ammerland II mit 1:3. Das nächste Spiel findet erst in sechs Wochen statt.

Eine bittere Niederlage mussten die Volleyballer des OTB II am Samstag im Oberliga-Derby bei der VSG Ammerland II hinnehmen. Die Oldenburger unterlagen den clever agierenden Gastgebern verdient mit 1:3.

„Das war schon eine ordentliche Leistung von uns“, meinte Gästetrainer Niclas Thuernagel, dessen nach einem 0:2-Satzrückstand alles auf eine Karte setzte und den dritten Durchgang klar mit 25:16 gewann. Doch am Ende fehlte die entsprechende Qualität in der Annahme dazu, das eigene Spiel gefährlich zu strukturieren. Die Zahl der eigenen Fehler führte zu vielen gegnerischen Punkten.

„Wir haben nach der Niederlagen nun sechs Wochen Zeit, unsere Lehren aus dem Spiel zu ziehen“, sagte Thuernagel und ergänzte: „Daran werden wir arbeiten – und ich bin zuversichtlich für die kommenden Spiele.“ Erst am 7. November geht es zu Hause gegen den FC Schüttorf II und den TV Baden II weiter.

Quelle: www.nwzonline.de

23.09.2020

Zwischen Aderlass und Frischzellenkur

Lange her: Beim letzten Heimspiel vor der Corona-Pause besiegten (hinten, von links) Niklot Treude, Mika Drantmann und Niclas Thuernagel mit dem OTB den Meister Giesen Grizzlys II mit 3:0. Jetzt steht das Trio nicht mehr zur Verfügung. Bild: Sascha Stüber

Die Männer vom Oldenburger TB müssen den Abgang von zahlreichen Stammkräften verdauen. Bei den Frauen wird ein nach Bremen abgewandertes Zuspieltalent durch eine weitere vielversprechende Nachwuchskraft aus der eigenen Jugend ersetzt.

Nach einem bitteren Vorgeschmack auf die neue Regionalliga-Saison im ersten Auswärtsspiel hoffen die Volleyballer des OTB, bei der Heimpremiere den süßen Erfolg schmecken zu dürfen. „Wir spielen von Anfang an für den Klassenerhalt“, sagt Trainer Jörg Johanning nach dem 0:3 im Auftaktduell bei GfL Hannover. Zu Hause kommt auf die personell dezimierten Männer vom Turnerbund nun am kommenden Samstag (20 Uhr, Halle Haarenesch) vielleicht ein passenderer Gradmesser zu. Der VC Osnabrück zählt wohl ebenfalls eher zu den schwächeren Teams.

• Der große Verlust
„Wir haben viele wichtige Säulen des Teams verloren“, sagt Johanning und meint damit nicht speziell das Aufhören von Trainerkollege Lars Drantmann, sondern insbesondere den Aderlass auf dem Feld. Nach Platz vier 2019/2020 sind Leistungsträger wie Mika Drantmann (Ausbildung, Wechsel zu Giesen Grizzlys, 1. Bundesliga/3. Liga), Niklot Treude (Studium), Niclas Thuernagel (Bremen 1860), Maksim Loskutov und Nicolas Schwede (beide OTB II) gegangen. „Bei uns standen in Hannover nur noch zwei Stammspieler der vergangenen Saison auf dem Platz“, erklärt Johanning, dem jetzt Marc Kraut als Co-Trainer zur Seite steht. Mit dem aktuell achtköpfigen Kader lieferte der OTB beim 0:3 (22:25, 11:25, 16:25) GfL nur anfangs Paroli. „Letztlich müssen wir unsere Personalnot aus der eigenen Jugend lindern“, sagt Johanning.

• Der kleine Umbau
„Wir haben die Vorbereitung für uns gut nutzen können – mit den uns möglichen Mitteln“, meint OTB-Frauen-Trainer Stefan Noltemeier vor dem Start am Samstag beim SC Langenhagen. Er musste seine Mannschaft nur punktuell umbauen. Neben Marie Nagel ist Leistungsträgerin Liska Treude gegangen (Eiche Horn, 3. Liga). Letztere ersetzen soll Jonna Tegtmeier. „Eine junge Spielerin mit viel Spielwitz“, sagt Noltemeier über das Zuspiel-Talent, das für eine weitere Frischzellenkur aus der eigenen Jugend sorgt. Sie steigt wie Franziska Lath aus den Reihen des OTB II auf. Zudem sind Deike Poppinga (TSG Westerstede) und Libera Anna Thuernagel neu dabei. Letztere kommt von Bremen 1860 zum Turnerbund, während ihr Bruder Niclas dorthin zurückgegangen ist, aber weiter Trainer der zweiten Männermannschaft des OTB bleibt.

• Das mittelgroße Ziel
„Das Team hat viele neue Gesichter – wir erhoffen uns, diese zu integrieren und einen Platz im oberen Tabellendrittel zu erreichen“, gibt Noltemeier vor. „Ich hoffe, dass wir an die Leistungen aus der vergangenen Saison anknüpfen können“, betont OTB-Kapitänin Lea Peters. Da war die Mannschaft in starker Manier Vizemeister geworden.

Quelle: www.nwzonline.de

23.09.2020

Mit Respekt und einer Portion Hochmut

Die ambitionierten Männer von der SG Ofenerdiek/Ofen sind mit einem 0:3 gestartet. Der ebenfalls aufgestiegene Oldenburger TB II geht mit einem Mix aus Erfahrung, Talent und jugendlichem Leichtsinn ins Rennen.

Nachdem die ambitionierten Volleyballer der SG Ofenerdiek/Ofen durch ein 0:3 beim TV Baden am Wochenende schon einen Dämpfer kassiert haben, geht der ebenfalls aufgestiegene OTB II am kommende Samstag mit Respekt, aber auch viel Vorfreude das erste Saisonspiel in Westerstede bei der VSG Ammerland II an.

„Wir haben eine recht bunt-gemischte Truppe zusammen, die Erfahrung, Talent wie jugendlichen Leichtsinn hat“, erklärt OTB-II-Trainer Niclas Thuernagel: „Vor keinem Gegner müssen wir uns verstecken, dennoch gilt es, jedes Spiel maximal ernst zu nehmen – sonst gewinnen wir kein Spiel.“ Das Team durfte als Verbandsliga-Vize hinter der SGO auch direkt aufsteigen, weil es in der Corona-Krise keine Relegation gab.

Nach der verdienten Meisterschaft lief es für die Ofenerdieker in Baden nicht rund. „Es ärgert mich, wenn sieben Eigenfehler zu gegnerischen Punkten führen, wir dennoch aber nur knapp die Sätze verlieren – da war mehr drin“, klagt Trainer Olaf Gloystein: „Es mag hochmütig klingen, gerade nach so einer Niederlage, aber ich will mit der Mannschaft jedes Spiel gewinnen. Wir können eine Platzierung oben schaffen.“

Quelle: www.nwzonline.de