Aktuelles von den Basketballern

28.10.2024

OTB hadert im selbst gebuddelten Loch

Bildunterschrift: Nach einer schweren Niederlage leicht bedient: OTB-Coach Vangelis Kyristis Bild: Piet Meyer

Team verliert in Göttingen Kopf, Anschluss und fünftes Spiel in Serie.

Es sollte ein Schritt nach vorn werden – es wurde die bislang schwächste Saisonleistung: Die Basketballer des Oldenburger TB (7 Spiele/4 Punkte/10. Platz) haben beim ASC Göttingen (7/4/9.) am Samstag die fünfte Niederlage in Folge in der 1. Regionalliga kassiert. Das Team von Trainer Vangelis Kyritsis wurde mit einem 71:90 aus der Halle gefegt.

„Wir müssen jetzt zusammenhalten und an uns glauben – das wird die Aufgabe für die nächsten Wochen sein“, meinte der OTB-Coach, dessen Mannschaft nach einem ausgeglichenen ersten Viertel im zweiten Spielabschnitt den Kopf und auch den Anschluss verloren hatte. Die Göttinger trafen ihre Würfe, die Oldenburger nicht.

In der Folge fingen die Gäste an zu hadern und zu diskutieren. „Wir sind vollkommen eingebrochen und haben uns nicht mehr mit dem Spiel, sondern viel zu viel mit den Schiedsrichtern beschäftigt“, monierte Kyritsis und fügte kopfschüttelnd hinzu: „Das war überhaupt nicht gut.“

Nach einem 32:46-Pausenrückstand kam der Turnerbund nicht mehr aus dem selbst gebuddelten Loch heraus. „Wir haben dann alle möglichen Aufstellungen auf dem Feld ausprobiert, um zu schauen, was vielleicht funktioniert“, betonte Kyritsis: „Erfolgreich war aber gar nichts.“ Mit dem 75:50 für die Gastgeber vor dem Schlussviertel war die Begegnung bereits entschieden.

22.10.2024

Oldenburger kassieren gegen Wolfenbüttel vierte Niederlage in Serie

Es fehlt oft nicht viel, doch aktuell beißt sich der Oldenburger TB in der 1. Basketball-Regionalliga die Zähne aus. Am Samstagabend kassierte das Team von Trainer Vangelis Kyritsis durch ein 77:82 in eigener Halle gegen den MTV/BG Wolfenbüttel die vierte Niederlage in Serie und muss jetzt erst einmal zusehen, dass zu den zwei Siegen aus den ersten beiden Saisonspielen zeitnah Zählbares dazukommt. Aus dem Abstiegskampf wollte sich der Turnerbund eigentlich raushalten.

Ungenutzte Chance: „Wir müssen jetzt einfach weiter zusammenhalten und unsere Chemie auf dem Feld noch weiter verbessern“, sagte Kyritsis. Drei der vier verlorenen Spiele gingen nur hauchdünn an den Gegner. Nachdem der OTB mit dem letzten Wurf in Bramsche geschlagen worden und erst in der Verlängerung in Westerstede unterlegen gewesen war, hatte er auch diesmal beim Stand von 77:80 in der letzten Minute die Chance auf den Ausgleich, nutzte sie aber nicht. „Alle drei knappen Spiele waren gegen gute Teams“, betonte Kyritsis: „Es kommen noch so viele Spiele. Da werden wir auch knappe Partien gewinnen.“

Ungeschickte Offensive: Gegen die sehr gut in die Saison gestarteten Wolfenbütteler (jetzt 5 Spiele/8 Punkte/4. Platz) agierte der OTB (6/4/8.) über die gesamte Spielzeit auf Augenhöhe. Kein Team setzte sich wirklich ab – es gab 14 Führungswechsel. Das Kyritsis-Team fand aber nie kon­stant in den Angriffsrhythmus. „Offensiv haben wir vor allem im Fastbreak gepunktet. Im Setplay hatten wir aber Probleme. Dazu haben wir uns viele Ballverluste erlaubt“, beklagte Kyritsis ein teilweise auch ungeschicktes Auftreten.

Umgestellte Defensive: Auch defensiv fand der OTB nie vollends das richtige Rezept. Die Oldenburger experimentierten viel und stellten die Verteidigung mehrmals um. „Uns fehlte einfach Kon­stanz im Spiel. Unsere Leistung hatte Höhen und Tiefen“, sagte Kyritsis. Das galt auch für Wolfenbüttel, so dass sich ein Spiel der kleinen guten Phasen entwickelte, in dem die Gäste letztlich den entscheidenden Lauf erwischten. (Quelle: NWZ, 22.10.2024)

14.10.2024

Aufholjagd des OTB bleibt ohne Lohn

Bildunterschrift: Treibende Kraft bei der OTB-Aufholjagd war Andre Galler (am Ball). Bild: Tom Ole Theilken

Oldenburger verlieren Derby bei Baskets Juniors nach Verlängerung

Viel mehr Basketball-Derby geht nicht: Zwei Teams, die sich bestens kennen, eine gut besuchte Westersteder Hössenhalle und ein intensives, phasenweise auch hitziges Spiel, das erst in der Verlängerung seinen Sieger fand. Die Baskets Juniors TSG Westerstede rangen am Samstagabend in der Regionalliga nach einem langen Schlagabtausch den Oldenburger TB mit 82:76 (31:22) in der Overtime nieder.

Dementsprechend erleichtert zeigte sich Juniors-Coach Artur Gacaev: „Das war ein richtiger Arbeits- und Charaktersieg. Oldenburg hat mit ganz viel Leidenschaft ein klasse Spiel gemacht und uns alles abverlangt. Aber wir haben immer dagegengehalten und vor allem mit viel Herz gespielt.“ OTB-Trainer Vangelis Kyritsis war ebenfalls nicht unzufrieden. „Keiner ist richtig glücklich, weil wir verloren haben. Aber mit dieser Leistung gegen so einen talentierten Gegner müssen wir uns vor niemandem verstecken.“

Dabei war die Ausgangslage für den OTB alles andere als einfach gewesen: „Wir waren nicht komplett und hatten eine richtig schlechte Trainingswoche durch viele Ausfälle“, beschreibt OTB-Spieler und Ex-Rasteder Andre Galler. Sein Team musste auf den großen Positionen mit Jan König, Leander Nzume und Nick Sander auf mehrere Spieler verzichten. Point Guard Tyrell Nwaki meldete sich erst direkt vor dem Spiel nach einem Infekt zurück.

Nach ausgeglichenem ersten Viertel (14:15) führten die Juniors zur Halbzeit 31:22 und im dritten Abschnitt zeitweise mit 14 Zählern (45:31). Die kämpfenden Oldenburger gaben jedoch nie auf. Der überragende Andre Galler (30 Punkte) leitete die Aufholjagd ein. 45 Sekunden vor Schluss brachte OTB-Guard Piet Niehus die Gäste sogar in Führung. Die Gastgeber schlugen zurück und vergaben den Sieg in der regulären Spielzeit, weil sie zwei Freiwürfe nach einem unsportlichen Foul sowie den anschließenden Angriff nicht nutzten.

In der Verlängerung hatten die Juniors aber die frischeren Beine. „Wir haben durch unsere schwache Wurfquote Oldenburg wieder ins Spiel geholt. Aber so ist das manchmal“, resümierte Gacaev: „Am Ende ist es wichtig, dass wir die knappen Spiele gewinnen können.“ Auch für Kyritsis waren am Ende Kleinigkeiten entscheidend: „Durch kleine Fehler haben wir es nicht geschafft, das Spiel entscheidend zu drehen. Diese Fehler sind aber einfach mit der fehlenden Kraft am Ende zu erklären, weil unsere Leistungsträger ganz viele Minuten gehen mussten.“ (Quelle NWZ, 14.10.2024)
 

11.10.2024

Heißes Derby der bekannten Gesichter

Angesprochen auf das bevorstehende Basketball-Derby zwischen den Baskets Juniors TSG Westerstede und dem Oldenburger TB in der 1. Regionalliga haben beide Cheftrainer den exakt gleichen ersten Gedanken: „Es ist immer ein besonderes Spiel“, beginnen Juniors-Coach Artur Gacaev und OTB-Trainer Vangelis Kyritsis im identischen Wortlaut. An diesem Samstag um 19 Uhr in der Westersteder Hössenhalle stehen sich die beiden Teams zum fünften Mal in der vierthöchsten deutschen Spielklasse gegenüber. In der Vergangenheit gewannen beide Vereine je zwei Duelle.

Das Besondere: Für beide Coaches geht es dabei quasi gegen die halbe ehemalige Mannschaft. OTB-Trainer Kyritsis hat in den vergangenen Jahren viele Spieler der Juniors in der Jugend des OTB sowie in der U-16-Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) mit ausgebildet. Für TSG-Headcoach Artur Gacaev gilt das auch. Zahlreiche OTB-Spieler durchliefen die Nachwuchsstrukturen der Baskets Oldenburg, in denen Gacaev seit 2016 für verschiedene Teams arbeitet. Beide Trainer standen oft Seite an Seite an der Seitenlinie. „Bei keinem Spiel ist das Scouting wohl so einfach“, sagt Kyritsis und schmunzelt.

Die Gemeinsamkeiten: Diese gibt es zwischen den Rivalen nicht nur in der sich überschneidenden Vergangenheit. Beide Teams möchten auf dem Parkett schnell und mit viel Energie spielen. Die Juniors weisen als Ausbildungsteam des Oldenburger Bundesligisten einen der jüngsten Kader der Liga auf und drücken traditionell aufs Tempo. Kyritsis erwartet von seinem OTB ähnliche Dinge: „Intensität hochhalten, aggressiv verteidigen und einen attraktiven Basketball mit viel Geschwindigkeit spielen.“ Auch der Respekt vor dem jeweils anderen klingt bei den Coaches ähnlich heraus.

Die Unterschiede: Dabei schreiben die Verantwortlichen dem Gegenüber aber unterschiedliche Stärken zu. Kyritsis sieht sich und seine Oldenburger vor allem vor den starken Westersteder Guards um US-Import Jon’il Fugett gewarnt. Die Juniors um Gacaev schauen beim OTB zuerst unter den Korb und wollen die erfahrenen Akteure Jan König und Jacob Albrecht kontrollieren. Dazu dürfe OTB- Topscorer Andre Galler aus TSG-Sicht nicht „heiß laufen“. (Quelle: NWZ, 11.10.2024)

11.10.2024

OTB-Frauen greifen nach Tabellenspitze

Aufsteiger trifft in Heimspiel in der 2. Regionalliga auf TV Vörden

Nach dem 82:47 gegen Eintracht Braunschweig II wollen die Aufsteigerinnen vom Oldenburger TB an diesem Samstag (14.30 Uhr, Haarenufer) im zweiten Heimspiel in der 2. Basketball-Regionalliga nachlegen. Mit einem Sieg gegen den TV Vörden (1 Partie/0 Punkte/8. Platz) könnte der OTB (1/2/2.) die spielfreien Stadtrivalinnen von den BTB Royal Ladies (2/4/1.) von der Tabellenspitze verdrängen.

„Auch wenn Vörden das Eröffnungsspiel bei der BG Rotenburg 70:79 verloren hat, ist das ein ganz schön dickes Brett“, warnt Coach Sebastian Brunnert vor dem seit Jahren auf diesem Niveau aktiven Tabellendritten der Vorsaison: „Die Mannschaft ist eingespielt und wird seit mehr als zwei Jahrzehnten von Trainerfuchs Horst Maronn betreut.“

Dem Turnerbund fehlen in den Ferien in Anna Kaune und Henni Kraushaar zwei wichtige Spielerinnen. Lea Katzmarski ist nach überstandener Fußverletzung wohl wieder dabei. (Quelle: NWZ, 11.10.2024)