Aktuelles von den Basketballern

14.01.2023

Wieso Armani Moore dem Oldenburger TB wieder fehlt

Ungewöhnliches Angebot

Schon wieder weg: Armani Moore (links, hier zuletzt beim 65:88 gegen den ASC Göttingen), Bild: Fabian Steffens

Eine An-Aus-Beziehung erleben die Basketballer des Oldenburger TB in dieser Saison mit dem im Herbst nachverpflichteten Armani Moore. Der früher für die EWE Baskets in der Bundesliga aktive US-Amerikaner fehlt dem abstiegsbedrohten Aufsteiger (12 Spiele/4 Punkte/10. Platz) nicht nur an diesem Samstag im um 19.30 Uhr beginnenden Duell bei den Aschersleben Tigers (12/14/7.), sondern auch in einigen weiteren Partien in der 1. Regionalliga.
 

„Jetzt müssen unsere ursprünglichen Leistungsträger wieder ihre Hausaufgaben machen und ihre Rollen besser erfüllen“, sagt OTB-Trainer Vangelis Kyritsis zum erneuten Fehlen von Moore, der im November nach seinem Debüt (Heimsieg gegen Königs Wusterhausen) in die US-Heimat geflogen war und drei Spiele (alle verloren) verpasst hatte, ehe er vor und nach der Weihnachtspause seine Einsätze zwei und drei im OTB-Trikot erlebte (auch beide verloren). Nun hat der 28-Jährige ein Angebot aus Island angenommen. Dort will Moore die Saison abschließen, so dass der Turnerbund bis Ende März auf ihn verzichten muss.

„Armani wollte gerade im letzten Spiel einfach zu viel und es stellenweise alleine gewinnen“, blickt Kyritsis auf das 65:88 vor einer Woche gegen den ASC Göttingen zurück und richtet den Blick nach vorn: „Die Stimmung im letzten Training war trotz der klaren Niederlage und des Ausscheidens von Armani sehr gut. Wir sind also im Vergleich zu Aschersleben derzeit eine intakte Mannschaft und wollen über unsere Tiefe und Geschlossenheit ein gutes Spiel zeigen.“

Der OTB-Coach spricht damit den Umbruch an, den die Tigers gerade erleben. Beim Tabellensiebten, für den es der erste Auftritt nach dem Jahreswechsel ist, musste nicht nur der Trainer gehen. Auch zwei Leistungsträger, darunter der Niederländer Jamayro de Windt, sind ausgeschieden. „Aschersleben bemüht sich, die Mannschaft mit neuen starken Spielern zu besetzen“, weiß Kyritsis: „Ob ihnen das bis zu unserem Spiel gelingt, ist aber noch sehr fragwürdig.“ (Quelle: NWZ, 14.01.2023)

13.01.2023

Basketball Jahresbericht 2022

Basketballabteilung geht gestärkt aus der Pandemiezeit hervor

 

Jahresbericht 2022

Auch zu Beginn des Jahres 2022 wurde der Spielbetrieb auf Landesebene
und darunter eingestellt. Lediglich die 1. Herren konnten ihren Traum
vom Aufstieg in die 1. Reginalliga Nord weiter verfolgen. Im Mai war es
dann geschafft!
Wie schon erwähnt, hatte Corona die gesamten Landesmeisterschaften im
Jugendbasketball ausfallen lassen, bis auf zwei Ausnahmen: die weibliche
U18 wurde Vizemeisterin bei der Norddeutschen Meisterschaft, musste sich
dabei nur dem amtierenden Deutschen Meister Alba Berlin geschlagen. Die
männliche U12 wurde ebenfalls Vizemeister bei der
Niedersachsenmeisterschaft, konnte Göttingen
mit einem 1,96m großen Spieler nicht bezwingen.
Bei den Senioren errangen die Ü65 die Vizemeisterschaft bei den
Bundesbestenspielen in Oldenburg. Und vier OTB - Spieler (Meister,
Pappert, Völcker, Kriebs, Müller) wurden in einer Spiegemeinschaft
ebenfalls Vizemeister bei den Ü60 - Bundesbestenspielen. Allen
Beteiligten Herzlichen Glückwunsch!

Nach den Sommerferien ging es dann wieder in eine normale Saison, deren
Vorbereitung durch die Baumaßnahnen bei der Haarenuferhalle doch stark
beeinträchtigt wurde.
Im weiblichen Bereich hatten insbesondere die jüngeren Mädchen einen
überzeugenden Start. Die U12 und U14 liegen verlustpunktfrei an der
Tabellenspitze. Die U16 verbessert sich ständig und hat in der
Landesliga langsam Fuß gefasst. Die neuformierte Damenmannschaft  hat
mit zwei Siegen und einer Niederlage gezeigt, dass sie in der Oberliga
mithalten kann.
Im männlichen Bereich war die neue Zusammensetzung in den
Jugendmannschaften nicht immer Garant für einen erfolgreichen Start.
Echte Standortbestimmungen sind wohl erst im Früjahr 2023 zu sehen,
ähnlich wie bei den Seniorenmannschaften. Die 1. Herren haben mit
schwankenden Leistungen noch nicht gezeigt, dass sie in der neuen Liga
bestehen können. Highlight war das Derby gegen die
Basket Juniors / TSG Westerstede am 04.12.2022 vor toller Kulisse in der
Haarenuferhalle mit einer bemerkensweten Choreografie des Fanclubs.
Leider verlor der OTB das intensive Derby deutlich.

Auf der Abteilungsversammlung vom 23.03.2022 wurde Marco Rakelmann mit
großem Applaus für seine jahrelange Arbeit als Verantwortlicher der
weiblichen Mannschaften verabschiedet. Diese Aufgabe hat nun Svenja Alms
übernommem. Wie schon in mehreren Artikeln dargestellt, ist die
Kooperation mit den EWE Baskets zum 31.07.2022 beendet worden. OTB und
EWE Baskets bleiben im Wunsch,bei Kindern und Jugendlichen Begeisterung
für den Basketballsport zu wecken und bestmöglich zu fördern, weiterhin
gewogen und verbunden.

Erfreulich ist, dass die Abteilung im Jahr 2022 auch zahlenmäßig
gewachsen ist. Insgesamt gingen 26 Basketballteams an den Start, sechs
weibliche und 20 männliche (wieder 5 Herrenteams).
Qualifizierte Trainer wie Vangelis Kyritsis, Sebastian Brunnert,
Karl-Heinz Röben, Arne Chorengel Andre Galler und Mladen Drijencic (seit
Herbst dabei) sowie viele junge Übungsleiterinnen waren
und sind weiterhin Quaranten für eine erfolgreiche Arbeit. Große
finanzielle Unterstützung gab es wie schon in den Jahren zuvor von den
Fördervereinen MBO und Assist.

Für die Abteilungsversammlung am 08.02.2023 wird der Vorstand einen
Perspektivplan vorstellen und diskutieren: welche Schwerpunkte will sich
die Basketballabteilung bis 2025 setzen?

Ulli Scheler, Abteilungsleiter Basketball

10.01.2023

65:88 gegen ASC Göttingen

Warum eine Erwartungshaltung den OTB hemmt

Eine schwache Dreier-Quote war nur ein Grund, warum das OTB-Team um Andre Galler (rechts) wieder deutlich verlor. Bild: Fabian Steffens

Beim ersten Spiel in 2023 in der 1. Basketball-Regionalliga hatte der Oldenburger TB wieder Probleme aus der Ferne. Beim ASC Göttingen brillierte ein Spieler – der OTB verließ sich zu sehr auf einen.

 

Statt sich im Abstiegskampf etwas Luft zu verschaffen, haben die Basketballer des Oldenburger TB im ersten Spiel nach dem Jahreswechsel in der 1. Basketball-Regionalliga einen weiteren Dämpfer kassiert. Der Aufsteiger (jetzt 12 Spiele/4 Punkte/10. Platz) unterlag in eigener Halle Playoff-Kandidat ASC Göttingen (13/18/3.) deutlich mit 65:88 (30:43).

„Das war kein gutes Spiel von uns“, klagte OTB-Coach Vangelis Kyritsis, dessen Team unter anderem wieder speziell aus der Distanz große Probleme hatte. Nur einer von 16 Dreier-Versuchen fand den Weg in den Korb. „Wir sind nicht in den Rhythmus gekommen – was einige Gründe hatte“, meinte Kyritsis.

Ein Faktor war vielleicht auch, dass die Gäste ohne Trainer angereist waren und dadurch sehr frei aufspielen konnten. Das nutzte vor allem Topscorer Nick Boakye, der neben 30 Punkten und zehn Rebounds für ein Double Double auch noch fünf Vorlagen und sechs Balleroberungen auf den Spielbogen brachte.

Einen weiteren Grund für die Niederlage sah Kyritsis in der Erwartungshaltung im Team gegenüber Starspieler Armani Moore: „Vielleicht haben wir gedacht, dass er alles macht – aber wir konnten ihn dieses Mal auch nicht so gut einsetzen.“

Der 28-jährige US-Amerikaner kam im Endeffekt auf elf Punkte, während Nick Sander (12 Zähler/10 Rebounds) ein Double Double für den OTB erzielte. Andre Galler wurde mit 18 Punkten zwar effektivster Korbjäger der Oldenburger, versenkte allerdings nur einen seiner acht Versuche aus der Distanz.

Die Göttinger trafen elf von 29 Dreierwürfen, waren aber vor allem auch in der Zone sehr präsent und stark. „Ihnen ist wirklich offensiv alles gelungen – mit einer unglaublichen Trefferquote“, musste Kyritsis anerkennen. Neben Boakye punkteten drei weitere ASC-Akteure zweistellig.

Vor dem OTB klafft nun eine Lücke, weil die Baskets Juniors/TSG Westerstede (13/8/8.) das Duell bei Tabellennachbar Rendsburg (13/8/9.) mit 71:65 gewannen. Da die WSG Königs Wusterhausen (13/4/11.) und die TSG Bergedorf (13/2/12) verloren, ist die Abstiegsgefahr für die Oldenburger immerhin nicht größer geworden.

12.12.2022

Armani Moore führt OTB fast zum Auswärtscoup

Der Oldenburger TB verlor in der 1. Basketball-Regionalliga bei der favorisierten SG Braunschweig nur knapp 66:70. Coach Vangelis Kyritsis adelte Heimaturlaub-Rückkehrer Armani Moore ganz speziell.

Individuell und kollektiv wichtig: Armani Moore (am Ball, bei seinem Debüt im OTB-Trikot im November gegen die WSG Königs Wusterhausen) Bild: Erik Hillmer)

Ganz knapp hat der Oldenburger TB am Sonntag einen Auswärtscoup in der 1. Basketball-Regionalliga bei der favorisierten SG Braunschweig verpasst. In einem taktisch geprägten Duell auf Augenhöhe unterlag der auf Position zehn liegende Aufsteiger (jetzt 11 Spiele/4 Punkte) dem nun auf Playoff-Platz vier gekletterten Gegner (11/14) mit 66:70 (35:32).


„Wir sind alle etwas traurig. Der Sieg war zum Greifen nah, aber uns hat am Ende das Quäntchen Glück gefehlt“, sagte OTB-Trainer Vangelis Kyritsis, der wieder auf US-Starspieler Armani Moore bauen konnte. Nach seinem Heimaturlaub überzeugte der 28-Jährige auch direkt mit 14 Punkten und vielen teamdienlichen Aktionen. „Wir sind mit Armani eine ganz andere Mannschaft. Er hat sich sehr aufgerieben – auch dadurch waren wir durchgehend auf Augenhöhe“, betonte Kyritsis.

 

Der Aufsteiger bot einige Spieler auf, die gerade erst Krankheiten oder Verletzungen überstanden hatten, hielt aber stark dagegen. Andre Galler (20 Punkte) war erfolgreichster Oldenburger. Auch Marcello Schröder (10) kam in den zweistelligen Bereich.

Nachdem der Gegner durch ein 25:13 im dritten Viertel auf 57:48 enteilt war, kam der OTB in der Endphase noch einmal bis auf einen Zähler heran, drehte die Partie jedoch nicht mehr. „Es ist wirklich schade, da wir mit Köpfchen gespielt und auch nicht viel zugelassen haben“, resümierte Kyritsis und ergänzte: „Positiv ist aber zu bewerten, dass wir auch auswärts mit guten Mannschaften mithalten können.“ (Quelle: NWZ, 12.12.2022)

06.12.2022

OTB verliert intensives Derby deutlich

Oldenburger unterliegen Baskets Juniors TSG Westerstede am Haarenufer mit 61:84

Umkämpftes Derby mit Vorteilen für die Baskets Juniors: Der Oldenburger TB (weiße Trikots) um Marcello Schröder (am Ball) und Lennart Marx verlor mit 61:84. Foto: Fabian Steffens

Im Vorfeld hatten beide Seiten auf ein knappes Spiel getippt. In der mit 300 Zuschauern fast komplett gefüllten Sporthalle am Haarenufer wurde das Duell zwischen dem Oldenburger TB und den Baskets Juniors TSG Westerstede am Samstagabend aber schnell zu einer klaren Angelegenheit. Während sich die Gäste beim 84:61 (42:27) von ihren Fans als Derbysieger im Regionalliga-Duell feiern ließen, gab es beim OTB trotz der großen Unterstützung von der Tribüne hängende Köpfe.

Kampf angenommen: Grund für die Pleite waren neben einer guten Leistung der Gäste auch Blessuren bei den Oldenburger. So knickten in Andre Galler und Melvin Papenfuß unter der Woche gleich zwei Leistungsträger des OTB um, versuchten aber dennoch, die Mannschaft zu unterstützen.

„Wir waren vom Kopf nicht ganz da und haben trotz guter Reboundarbeit zu viele Ballverluste gehabt“, sagte OTB-Trainer Vangelis Kyritsis – seine Mannschaft verlor insgesamt 34 Mal den Ball. „Sie haben ihren Flow gefunden, den wir über die gesamte Spielzeit gesucht haben. Wir hatten gute Momente, aber die waren zu kurz“, ergänzte Kyritsis. „Die Juniors haben ihre Leistung aufs Parkett gebracht, bei uns haben das leider nicht alle geschafft“, sagte der enttäuschte Galler. Artur Gacaev hingegen war mit dem Auftritt seines Teams sehr zufrieden. „Die Jungs haben eine tolle Einstellung gezeigt und über die gesamten 40 Minuten gekämpft“, lobte der Baskets-Juniors-Trainer.

Vor der großen Kulisse agierten beide Mannschaften zunächst nervös. Mitte des ersten Viertels fanden die aufmerksam und giftig verteidigenden Gäste immer besser ins Spiel. Westerstedes Luca Michels verwandelte mit zwei getroffenen Drei-Punkte-Würfen in Folge das 5:3 in ein 5:9 (6. Minute). Die Gäste erhöhten nun den Druck in der Verteidigung und wurden mit zwei Ballgewinnen belohnt, die sie zur 13:5-Führung nutzten. Deutlich wurde es in den zweiten zehn Minuten. Dank eines 6:0-Laufs kam der OTB noch einmal auf 19:14 heran. Mehr sollte allerdings nicht gelingen. Unter Druck häuften sich die Fehlpässe, die die Gäste immer wieder zu einfachen Fastbreak-Punkten nutzten. Beim 19:35 nahm Kryritsis eine Auszeit. Das Momentum konnte aber auch er nicht mehr drehen. Die Juniors blieben bis zur Pause das aggressivere, wachere Team.

Die von den Heimfans erhoffte Aufholjagd im zweiten Durchgang blieb aus. Die Baskets Juniors blieben konzentriert, zeigten tollen Teambasketball und ließen den meist ideenlos angreifenden Gastgebern kaum Chancen, zurück ins Spiel zu finden. Am Ende des dritten Viertels war die Partie beim 41:66 entschieden. Das Schlussviertel nutzten beide Trainer, um kräftig durchzuwechseln.

Beim OTB waren Marcello Schröder und Nick Sander (jeweils 11 Punkte) die Topscorer. Bei den Juniors punkteten Fritz Hemschemeier (19), Michels (17) und Gaspar Kocevar (11) zweistellig. Michels traf dabei fünf von sieben Dreiern und damit mehr als das gesamte OTB-Team (zwei von 13). (Quelle: NWZ, 05.12.2022)