Aktuelles von den Basketballern
1. Basketball-Regionalliga
So kam es zur OTB-Demontage in Berlin

Drei Punkte standen für Melvin Papenfuß (Mitte, hier beim Heimsieg gegen die WSG Königs Wusterhausen) in Berlin zu Buche. Bild: Erik Hillmer
Ohne Armani Moore wurde das Auswärtsspiel des Oldenburger TB in der 1. Basketball-Regionalliga bei den Berlin Braves speziell in einem Viertel zum Debakel. Warum fehlte der US-Amerikaner dem OTB?
Oldenburg /Berlin Eine mehr als deftige Niederlage haben die Basketballer des Oldenburger TB vom Hauptstadt-Trip mitgebracht. Bei den Berlin Braves kassierte das Team von Trainer Vangelis Kyritsis ein 51:107 (32:43) und damit die höchste Pleite seit dem Aufstieg in die 1. Regionalliga.
• Ungemein: „Wir haben 25 Minuten sehr gut mitgespielt, sind dann aber mit dem Druck von den Außenspielern, die sehr körperlich und am Rande des Sportlichen agiert haben, nicht klargekommen“, meinte Kyritsis, dessen Team das letzte Viertel ungemein klar verlor (7:37): „Wir haben nichts mehr getroffen. Als ich sah, dass wir keine Chance mehr hatten, habe ich sehr stark rotiert, damit alle vernünftige Einsatzzeiten bekommen.“
• Unglaublich: Die Oldenburger verbuchten schwache Quoten aus dem Feld, trafen nur 37,8 Prozent aus der Nahdistanz und lediglich drei von 20 Versuchen von jenseits der Dreierlinie (15 Prozent). Speziell in die Quere kamen den Gästen aber die insgesamt 29 Ballverluste, die zu zahlreichen leichten Abschlüssen des Gegners führten. Die Berliner versenkten 62,5 Prozent aus der Nahdistanz und elf Dreier.
• Ungleich: Der hochgelobte Marley Jean Louis erzielte „nur“ zwölf Punkte für die Braves, aus deren Reihen aber vier weitere Spieler auf zweistellige Punktewerte kamen. Beim teilweise zu ungestümen OTB schaffte das einzig Andre Galler (20 Zähler). Er verlor den Ball aber auch sechsmal.
• Unabkömmlich: Eine Woche nach dem Debüt von Armani Moore musste der OTB kurzfristig auf die Nachverpflichtung verzichten. Der Ex-Bundesliga-Spieler war zu Thanksgiving in die USA geflogen. „Wir müssen auch ohne Armani klarkommen. Es wäre mit ihm natürlich eine andere Partie geworden, aber darum geht es nicht“, sagte Kyritsis und ergänzte: „Wir wussten, dass wir auf einen starken Gegner treffen – und dieser war uns einfach überlegen.“ (Quelle: Nordwest-Zeitung, 21.11.2022)
Sieg für Oldenburger TB
Mit Armani Moore geht’s aus dem Abstiegssumpf

Abgeschirmt: Armani Moore (rechts) wurde beim Debüt im OTB-Trikot meist gedoppelt oder sogar getrippelt. Hier sind Leonardo Conzane (Nr. 6) und Leon Hecker (Nr. 7) an dem früheren Bundesliga-Akteur der EWE Baskets Oldenburg dran. Bild: Erik Hillmer
Kühlen Kopf in kühler Halle haben die Basketballer des Oldenburger TB bewahrt. Beim Debüt des ehemaligen EWE-Baskets-Spielers Armani Moore sicherte sich der Aufsteiger durch ein 72:58 (33:29) im Kellerduell mit der WSG Königs Wusterhausen den zweiten Saisonsieg in der 1. Regionalliga.
Verlassen: „Wir haben anfangs sehr stark und dominant gespielt“, lobte Trainer Vangelis Kyritsis, der aber zusehen musste, wie das Team ab Mitte des zweiten Viertels die Zügel schleifen ließ: „Die Jungs haben sich stellenweise zu sehr auf Armani verlassen. Wir werden in den nächsten Trainingseinheiten daran arbeiten müssen, das etwas mehr zu balancieren.“
Vergessen: Moore, 2018 und 2019/20 für die Baskets in der Bundesliga sowie zuletzt 2021/22 in der ProA für Bremerhaven aktiv, wurde vom Gegner meist gedoppelt oder sogar teilweise getrippelt und kam am Ende bei seinem Einstand auf sieben Punkte. „Er hat nicht viele Wurfversuche genommen aufgrund der Verteidigung und einige unglückliche Pfiffe seitens der Referees bekommen“, sagte Kyritsis. Der 28-Jährige habe aber „unglaublich schlaue Pässe“ gespielt und das Spiel „stark gelesen. Wenn sich der Zugang „weiter so integriert und der Rest der Mannschaft auch die eigenen Stärken entfaltet, sprechen wir bald nicht mehr über Abstiegskampf“.
Versenken: Bester Schütze der Oldenburger war Marcello Schröder, der in den schwierigen Phasen das Punkten übernahm und mit 21 Zählern sowie sechs Rebounds glänzte. An der Freiwurflinie war er bei 100 Prozent (7 von 7) Andre Galler erzielte 16 Punkte bei einer starken Feldwurfquote von 66,7 Prozent. Yannik Twiehaus verbuchte zehn Zähler und glänzte als Allrounder mit jeweils drei Steals, Rebounds sowie Assists.
Verkühlen: Die Kondenswasser-Problematik, die nach den Umbauarbeiten in der Halle am Haarenufer für rutschige Verhältnisse gesorgt hatte, ist jetzt ad acta gelegt, nachdem sich die Fenster nun öffnen lassen. Trotz einiger Worte über die kühlen Temperaturen in der Halle seitens der Gegner gab es laut Kyritsis keine Probleme mit dem Boden: „Ich denke, das Problem ist endlich abgehakt. Die Schiedsrichter haben die Temperaturen nicht negativ angesprochen“, sagte der Trainer: „Und ich denke, man muss sich auch etwas daran gewöhnen, dass die Heizungen stellenweise aus bleiben.“
(Quelle: NWZ vom 15.11.2022)
Oldenburger TB kann große Hypothek nicht tilgen
66:84 bei TSV Bargteheide

Sein Team fand erst nach der Halbzeitpause richtig ins Spiel: OTB-Coach Vangelis Kyritsis (Foto: Piet Meyer)
Auch beim TSV Bargteheide verpassten die Basketballer der Oldenburger TB Sieg zwei in der 1. Basketball-Regionalliga. Ein Viertel lief so richtig schief – jetzt geht’s gleich ins nächste Kellerduell. Oldenburg Wieder geschwächelt, wieder hinterhergelaufen, wieder kein zweiter Saisonsieg: Die Basketballer des Oldenburger TB (jetzt 7 Spiele/2 Punkte/11. Platz) haben am Samstag im Auswärtsspiel in der 1. Regionalliga beim TSV Bargteheide (8/6/9.) ein relativ deutliches 66:84 kassiert. „Wir haben das Spiel im zweiten Viertel verloren, weil wir dort zu viel kassiert haben“, monierte OTB-Trainer Vangelis Kyritsis, dessen Team den Abschnitt mit 11:32 abgegeben hatte und den 27:57-Halbzeitrückstand trotz einer Leistungssteigerung nicht mehr aufholen konnte. (Quelle: Nordwest-Zeitung, 07.11.2022)
Oldenburger TB bricht im Aufsteigerduell ein
59:73 gegen RedHawks Potsdam

Durchgewühlt: Marcello Schröder (am Ball) erzielte 13 Punkte gegen Potsdam. Foto: Piet Meyer
Bis zur 30. Minute lieferten die Basketballer des Oldenburger TB den RedHawks Potsdam ein umkämpftes Duell in der 1. Regionalliga. Am Ende stellte Trainer Vangelis Kyritsis die Kondition in Frage. Oldenburg Ein Leistungseinbruch in der entscheidenden Phase hat den Basketballern des OTB ein 59:73 (41:37) gegen die RedHawks Potsdam beschert. Die Oldenburger erzielten in den Vierteln drei und vier des Aufsteigerduells nur noch 18 Zähler und verpassten so den zweiten Saisonsieg. (Quelle: Nordwest-Zeitung, 01.11.2022)
Wie sich OTB neu aufgestellt hat
Über Planung für 1. Regionalliga und Abgrenzung zu Baskets

Ein Sommer voller Ereignisse, voller Weichenstellungen, voller Vorfreude liegt hinter der ersten Männermannschaft des Oldenburger TB. Nachdem die Basketballer von Trainer Vangelis Kyritsis in der vergangenen Spielzeit in souveräner wie eindrucksvoller Manier den Aufstieg realisiert hatten, startet das Abenteuer 1. Regionalliga an diesem Samstag (18.46 Uhr, Sporthalle Hainberg) mit einem Auswärtsspiel beim ASC 46 Göttingen.
Das Potenzial
„Ich freue mich darauf, dieses tolle Team zu trainieren und über die Saison zu begleiten“, sagt Kyritsis, dem in Fabian Lühring nun ein Co-Trainer zur Seite steht, der die spielerischen Abläufe der Mannschaft konstruieren und lenken soll. „Das ist ein Riesengewinn für mich. Er ist eine sehr gute Ergänzung für den Verein“, sagt der Chefcoach. „Ich glaube an die Mannschaft und an den erfahrenen Trainer“, betont Abteilungsleiter Uli Scheler: „Ich denke, wir haben das Potenzial, den Klassenerhalt gut gesichert anzupeilen.“
Die Neuen
Kyritsis hat mehr als eine Handvoll neuer Spieler im Kader willkommen geheißen – vielfach „erneut willkommen geheißen“. In Nick Sander und Melvin Papenfuß wurden zwei Leistungsträger der Baskets Juniors aus der Vergangenheit übernommen. Nach absolvierter Weltreise ist Paul Kleihauer zum OTB zurückgekehrt. „Wir haben in Finlay Stamer und Christoffer Isensee allerdings auch zwei wichtige Spieler verloren, die nun ihr Studium außerhalb von Oldenburg antreten“, erklärt Kyritsis.
Die Organisation
Sportlich ist ein „guter Start“, wie der Coach ihn sich erhofft, sicher wichtig. Auch organisatorisch kommt auf den Verein viel zu. Neben verlängerten Fahrtwegen vergrößert sich auch der Aufwand bei Heimspielen. So muss der OTB zum Beispiel Videomaterial für den Verband zur Verfügung stellen und auch die Kampfgerichte anders organisieren.
Die Vorbereitung
Die Vorbereitung wurde stellenweise durch den Bau an der Sporthalle am Haarenufer eingeschränkt. Die traditionelle Spielstätte der Basketballer bleibt bis Ende September geschlossen und soll pünktlich zum ersten Heimspiel in der 1. Regionalliga am 1. Oktober (Samstag, 17.30 Uhr) gegen Aschersleben wieder geöffnet werden. „Der Verein hat sich da ganz toll verhalten. Uns wurde durch das Ausweichen anderer Mannschaften ermöglicht, in der großen Haareneschhalle zu trainieren. Darüber bin ich wirklich dankbar“, sagt Kyritsis, der die Vorbereitungsphase generell lobt. „Wir haben zwei gute Turniere gespielt und ein Spiel gegen Wolfenbüttel absolviert, um etwas Luft in der 1. Regionalliga zu schnuppern. Das war wichtig für uns.“
Das Ziel
„Wir alle haben große Lust auf die neuen Herausforderungen“, betont Führungsspieler Andre Galler: „Natürlich sind unsere Erwartungen etwas anders als in der letzten Saison – und es geht zunächst um den Klassenerhalt. Ich denke aber, dass wir jeden Gegner schlagen können.“ Er sei sich mit seinem Team absolut bewusst, „dass es sportlich wie auch strukturell anders wird als letzte Saison“, sagt Kyritsis: „Aber wir werden jedem Gegner in die Augen blicken und alles abverlangen.“
Quelle: Nordwest Zeitung, 23.09.2022













