Das sind die Sportler des Jahres

Zweimal Basketball, zweimal Triathlon und zweimal Volleyball mit mehr als einem Hauch von Turn-Eleganz: So lässt sich das Ergebnis der Oldenburger Sportlerwahl 2024 zusammenfassen, die am Mittwochabend mit einer Sport-Gala im Theater Laboratorium ihren feierlichen Abschluss fand. Bei der vom Stadtsportbund wiederum mit Unterstützung von Foto-Dienstleister CEWE organisierten Online-Wahl wurden innerhalb eines Monats insgesamt 15 633 Stimmen abgegeben – in einer der sechs Kategorien entschied nur eine einzige Stimme über den Sieg.

Die Vorbilder

„Es ist wichtig, im Leben Vorbilder zu haben – und hier auf der Bühne stehen viele Vorbilder“, sagte Stadtsportbund-Vorsitzender Stefan Könner, für den es nach seinem Amtsantritt im vergangenen Jahr die erste Sportlerwahl in dieser Position war. „Oldenburg ist eine Sportstadt“, betonte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, der wie zahlreiche Ehrengäste sowie die eingeladenen Nominierten, ihre Familien und ihre Freunde gespannt auf die Ergebnisse war, und ergänzte: „Da gehört der Profisport dazu, aber noch viel, viel, viel mehr – und das sieht man auch hier wieder.“

Die Prominenz

„Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie nervös ich war, wenn ich hier gesessen habe und nicht wusste, ob ich gewonnen habe oder nicht“, sagte die frühere Nationalspielerin Wiebke Kethorn, die als Handballerin beim VfL in ihrer Karriere drei Einzel- und fünf Mannschaftstitel bei der Sportlerwahl gewonnen hatte. Als Ehrengast bei der Sport-Gala zeichnete die 39-Jährige, die jetzt als Spielertrainerin in ihrem Heimatverein mit der SpVgg Brandlecht-Hestrup die Verbandsliga-Tabelle anführt, als Laudatorin die Basketballerin Sarah Nocke (BTB Royal Ladies) als Sportlerin des Jahres aus. Diese hatte sich mit 653 Stimmen vor Kim Lea Müller (609) durchgesetzt, die 2024 als BMX-Sportlerin bei Olympia in Paris gewesen war.

Die Titelverteidigung

Bei den Nachwuchssportlerinnen verteidigte Triathletin Eva-Sophie Detmers (1. TCO „Die Bären“) nicht nur ihren Titel, sondern räumte diesen auch mit der größten Stimmenzahl und dem größten Vorsprung dieser Wahl ab. Mit 948 Online-Klicks erhielt sie mehr als doppelt so viele wie die zweitplatzierte Ruderin Jule Heusel (468). Auch Ironman-Hawaii-Finisher Carsten Niederberger (813, ebenfalls „Bären“-Triathlet) und die Basketball-Talente der Baskets Juniors (822), die 2024 sensationell den Deutschen Meistertitel in der JBBL geholt hatten, bekamen bei ihren Wahl-Siegen viele Stimmen.

Das Fotofinish

Eng war der Ausgang bei den Nachwuchssportlern, wo hinter Beachvolleyballer Joke Johanning vom OTB (579) auch Bastian Schwarz (530, Leichtathletik), Joris Heinemann (527, BMX-Sport) und Colin Schröder (513, Basketball) die „500“ geknackt hatten. Nicht enger hätte es beim Sportfoto des Jahres laufen können. Benjamin Kern, der als Abteilungsleiter der OTB-Volleyballer keinen Beitrag aus dem Bereich, sondern ein Bild vom „Feuerwerk der Turnkunst“ eingereicht hatte, gewann mit 687 Stimmen vor Hauke-Christian Dittrich (686). Ulf Duda, der vor einem Jahr die Premiere dieser Kategorie gewonnen hatte, schrammte auch nur relativ knapp an einem weiteren Sieg vorbei (663). Es war – wenn man so will – ein echtes Fotofinish.

(Quelle: NWZ, 06.03.2025)

Jahresrückblick Tischtennis 2024

Jahresbericht Tischtennisabteilung für 2024

 

Das Jahr 2024 war für die Tischtennisabteilung ein gutes und erfolgreiches Jahr, das nicht geringe Anforderungen an die organisatorische Bewältigung des großdimensionierten Spielbetriebs und des Abteilungslebens stellte. Es dürfte wenige Vereine geben, die es schaffen, mit erfolgreichen Mannschaften von der 3. Bundesliga bis zur 4. Kreisklasse ihren Sport zu betreiben, vom professionellen Leistungssport bis zum Anfänger- und Seniorentischtennis, das immer mehr Zulauf erhält.

Das sportliche Aushängeschild der Abteilung wurde Vizemeister der 3. Bundesliga und wird versuchen, beim nächsten Anlauf den Aufstieg in die 2. Bundesliga zu schaffen. Mehrere andere Mannschaften konnten erneut Meisterschaften, wie die 6. Mannschaft in der 3. Kreisklasse, sowie Aufstiege verbuchen wie die 3. Herrenmannschaft, die über die Relegation in die Verbandsliga gelangte und zudem den Landespokal gewann und anschließend im Wettbewerb des Bundespokals den dritten Platz belegte. Das seit langem etablierte Leistungstraining unter der Anleitung von Philipp Floritz und Valentin nad Nemedi fand durchweg eine gute Beteiligung auf unterschiedlichem Niveau und kommt allen Aktiven zugute – in seiner Art dürfte es einmalig sein.

In die Punktspiele gingen sieben Herren-, drei Damen- und drei Nachwuchsmannschaften. Hier wurde in verschiedenen Altersklassen der Neuaufbau fortgesetzt, allerdings ist im gesamten Nachwuchsbereich eine gewisse Stagnation zu verzeichnen – die sich in den meisten anderen Vereinen ähnlich auswirkt. Einzelne Jugendliche konnten hervorragende Erfolge auf Landesebene erzielen, etwa Jan Eilers als jüngster Akteur. Bastian Meyer setzte seine erfolgreiche Karriere als Einzelspieler fort. Dass weiterhin drei Damenmannschaften aktiv waren, stellt eine Seltenheit dar und betont den hohen Stellenwert des Frauen-Tischtennis in unserer Abteilung. Die Voraussetzung dafür bildet nach wie vor die kontinuierliche Aktivität auch im weiblichen Nachwuchsbereich.

Mehrere Anfänger-, Senioren- und Freizeitgruppen haben den Abteilungs- und Trainingsbetrieb erweitert und sich inzwischen mit immer weiter steigenden Teilnehmerzahlen fest etabliert. Es bleibt eine lohnenswerte Aufgabe, diesen „Hobby“-Tischtennisbereich immer wieder neu mit dem anspruchsvollen Trainingsbetrieb der Leistungsmannschaften zu verbinden.

Die „Altmeister“ der Senioren-60-Mannschaft gewannen den Meistertitel in der Verbandsliga, verzichteten aber auf einen Aufstieg. Die 1. Jungenmannschaft wurde Meister der Bezirksliga, die 3. Jungenmannschaft Erster der Kreisliga.

Das längerfristig angelegte Konzept, Leistungssport, Breitensport und Jugendarbeit miteinander zu verbinden, wurde mit Erfolg fortgesetzt, bedarf aber in Teilen auch der Auffrischung. Insgesamt war 2024 ein gutes Jahr für die Tischtennisabteilung.

Hiroki Ishizaki, Abteilungsleiter
Kurt Dröge, Pressewart