Aktuelles von den Volleyballern

21.09.2019

Abwanderer heizen Rivalität an

Vor einem Jahr gewann Simon Adelmann (weißes Trikot, Nr. 8) mit seinen OTB-Kollegen das Prestigeduell in eigener Halle mit 3:2 gegen die VSG (im Angriff: Dirk Achtermann). Jetzt spielt er wie Jannis Jargow für die Ammerländer. Bild: Piet Meyer

Im Sommer verließen Jannis Jargow und Simon Adelmann den Oldenburger TB und kommen nun mit der VSG Ammerland an den Haarenesch zurück. OTB-Trainer Lars Drantmann fordert einen kühlen Kopf.

Das Spiel der Spiele steht für die Volleyballer der OTB in dieser Regionalliga-Saison schon am zweiten Spieltag auf dem Programm. Nachdem sich die beiden Mannschaften in der Vergangenheit immer wieder packende Duelle geliefert haben, empfangen die Oldenburger an diesem Samstag (20 Uhr, Sporthalle Haarenesch) die Nachbarn von der VSG Ammerland zum Derby.

 

„Fühlt sich an wie ein Saisonneustart“, meint OTB-Trainer Lars Drantmann mit Blick darauf, dass der etatmäßige Zuspieler Nils Galle aus dem Urlaub zurück ist. Er fehlte bei der 1:3-Auftaktniederlage beim USC Braunschweig II. Dort sei sichtbar gewesen, dass „das junge, wilde und manchmal unerfahrene OTB-Team“ mit den vorgenommenen Veränderungen überfordert war, sagt Drantmann, der im Sommer den Trainerposten mit Jörg Johanning von dem nach Griechenland zurückgekehrten Panos Tsironis übernommen hatte.

Beim Prestigeduell mit den Ammerländern kann das Gespann nun „auf altbewährte Aufstellungen zurückgreifen – was bei einem Durchschnittsalter von unter 21 Jahren schon fast komisch klingt“, erklärt Drantmann und ergänzt: „Es freut uns riesig, dass die Früchte der langjährigen Jugendarbeit sich jetzt auch im Kader der ersten Mannschaft widerspiegeln.“

Während die vielen Talente des Turnerbunds gemeinsam in der Jugend viele Erfolge feierten, kann auch Trainer-Urgestein Torsten Busch bei der VSG auf einen eingespielten Kader zurückgreifen. „Die Ammerländer verfügen immer über ein herausragendes Block-/Abwehrspiel und eine mehr als solide Annahme“, zollt Drantmann dem Rivalen Respekt.

In der vergangenen Saison spielten beide Teams lange um die Meisterschaft mit, bis die VSG durch ein 3:0 im Heimderby im Februar die Aufstiegsträume der Oldenburger ganz fein filetierten. „Wir sind lange genug dabei um zu wissen, an welchen Schrauben wir drehen müssen, um diesen favorisierten Gegner zu schlagen“, sagt Drantmann und ergänzt: „Das erfordert aber taktische Disziplin und manchmal auch kühlen Kopf, was sicher durch die äußeren Umstände nicht unbedingt gefördert wird.“

Großes Zuschauerinteresse und Spielerwechsel zwischen den Nachbarn haben immer wieder zu einer „gesunden Rivalität geführt“, wie der OTB-Trainer es nennt. In diesem Sommer haben Jannis Jargow und Simon Adelmann dem Turnerbund den Rücken gekehrt und sind ins Ammerland gewechselt. „Wir können nicht versprechen, dass sie mit viel Applaus empfangen werden“, sagt Drantmann mit einem Augenzwinkern.

Der Trainer schiebt dem Rivalen die Favoritenrolle zu, glaubt aber natürlich an eine Chance. Im Hinspiel der vergangenen Saison hat es auch gegen die VSG geklappt. Nach einem 3:2-Thriller wurden die Gastgeber von mehr als 350 Zuschauern in der Haarenesch-Halle gefeiert. „Wenn der Funke vom Team auf das Publikum überspringt und die Vorgaben umgesetzt werden, ist alles möglich“, weiß Drantmann und ergänzt: „Zumal der Druck sowieso beim erklärten Meisterschaftsfavoriten liegt – denn wir haben nicht gesagt, dass wir Meister werden wollen.“

Quelle: www.nwzonline.de

21.09.2019

OTB-Frauen feilen am Zuspiel

Auf lautstarke Unterstützung der ersten Frauenmannschaft müssen die OTB-Männer verzichten, wenn sie an diesem Samstag um 20 Uhr im Derby in der Haarenesch-Halle auf die Nachbarn von der VSG Ammerland treffen. Die Regionalliga-Spielerinnen des Turnerbunds gastieren zeitgleich beim ASC 46 Göttingen. Was sein Team dort erwartet, kann Trainer Stefan Noltemeier nicht richtig einschätzen.

„Wir spielen gegen einen Aufsteiger und damit unbekannten Gegner“, muss der OTB-Coach zugeben und legt den Fokus auf die eigenen Stärken – oder auch Schwächen. „Unser Ziel ist es, unser druckvolles Spiel mit dem Aufschlag zu eröffnen. Das ist uns vor einer Woche teilweise gelungen, aber nicht konstant genug“, sagt Noltemeier, dessen Mannschaft das Auftaktspiel in eigener Halle gegen Langenhagen 1:3 verlor.

„Unter der Woche haben wir viel an der Zuspielqualität gearbeitet und wollen das natürlich umsetzen – wir wollen unser Spiel durchsetzen“, erklärt der OTB-Coach, der personell wieder mehr Möglichkeiten hat: „Der Krankenstand lichtet sich langsam.“

Quelle: www.nwzonline.de

17.09.2019

OTB-Frauen fehlt die Übersicht

Achtung: Rieke Bruhnken blickt nach hinten zu ihren Mitspielerinnen, nachdem der Doppelblock des OTB von Langenhagen um- und überspielt wurde. Bild: Martin Remmers

Den OTB-Frauen mangelte es gegen Langenhagen an Aufmerksamkeit. Bei den Männern sanken in Braunschweig die Leistungskurve und die Stimmung.

Einen ordentlichen Dämpfer haben die beiden ambitionierten Regionalliga-Mannschaften des Oldenburger TB zum Auftakt der neuen Volleyball-Saison kassiert. Den Frauen wie den Männern glitt das Spiel nach gewonnenem ersten Satz aus den Händen.

Frauen: Oldenburger TB - SC Langenhagen 1:3 (26:24, 16:25, 12:25, 27:29). Wie wichtig die genaue Beobachtung des Gegners auf der anderen Seites des Netzes ist und die Anpassung der eigenen Defensive, offenbarte sich bei der Heimpleite der OTB-Frauen. „Wir waren deutlich zu unkonzentriert. Vor allem haben wir nicht die nötige Aufmerksamkeit gehabt, den Gegner zu lesen“, monierte Trainer Stefan Noltemeier. Weder in der Abwehr noch im Blockspiel bot sein Team den durchschlagskräftigen Gäste-Angreiferinnen Paroli.

Die Oldenburgerinnen waren furios gestartet. Eingeleitet von einer Aufschlagserie von Liska Treude und angeführt von der starken Kapitänin Lea Peters, die in Abwehr und Angriff zahlreiche Aktionen hatte, kam der OTB zu einem knappen Satzerfolg.

Die Gäste wirkten von da an aber entschlossener und verbuchten viele direkte Punktgewinne. „Gerade im Angriff war Langenhagen sehr konsequent – da haben wir keine Mittel gefunden“, analysierte Noltemeier mit Blick auf die Durchgänge zwei und drei, die deutlich an den Gegner gingen.

Im letzten Satz stellte der Coach komplett um, aber die Gäste zogen dennoch anfangs schnell davon. Durch Aufschläge von Peters und Rieke Bruhnken kämpften sich die Oldenburgerinnen noch einmal in Führung und hatten sogar Satzbälle, doch am Ende hatte Langenhagen verdient die Nase vorn. Weiter geht’s für den OTB am kommenden Samstag um 20 Uhr beim ASC 46 Göttingen.

Männer: USC Braunschweig II - Oldenburger TB 3:1 (24:26, 25:22, 25:19, 25:17). Die Voraussetzungen für das junge OTB-Team waren zum Auftakt schwierig – ohne gelernten Zuspieler ging es zum Duell mit der USC-Reserve. „Klar waren die Bedingungen nicht ideal, aber wir haben so viel spielerische Qualität, dass das kein Grund ist“, wollte Trainer Lars Drantmann das nicht als Ausrede für die Niederlage gelten lassen. Über eine starke Annahme von Jelte Johanning und Tom Remmers konnte Ersatzzuspieler Niclas Thuernagel zunächst auch erfolgreich die Fäden ziehen.

Ein erhöhter Aufschlagdruck des Gegners deckte aber Mängel auf. Kapitän Thuernagel wurde es nicht einfach gemacht – wie die Leistungskurve des Teams sank die Stimmung. Drantmann fühlte sich wie in einem Vorbereitungsspiel. „Ich musste regelmäßig früh Auszeiten nehmen und habe auf zahlreichen Positionen gewechselt – das war insgesamt zu wenig von uns“, kritisierte er und blickte auf das Derby am kommenden Samstag (20 Uhr, Sporthalle Haarenesch) gegen Nachbar VSG Ammerland voraus: „Jetzt heißt es dreimal schütteln und aufstehen. Das war ernüchternd, aber da wollen wir alles in die Waagschale werfen.“

Quelle: www.nwzonline.de

14.09.2019

Neue Regisseure fordern Konstanz von OTB-Team

Neue Saison, neue Führung: Niclas Thuernagel & Co. mussten den Abgang von Coach Panos Tsironis verdauen. Bild: Erik Hillmer

Die Regionalliga-Männer werden nun von den OTB-Urgesteinen Lars Drantmann und Jörg Johanning dirigiert. Die von Stefan Noltemeier trainierten Frauen haben Zuwachs bekommen – in verschiedener Hinsicht.

Lange Gesichter machten die Regionalliga-Volleyballer des Oldenburger TB in diesem Sommer, als sie erfuhren, dass Erfolgstrainer Panos Tsironis nach Griechenland zurückgeht. Nun sollen in Lars Drantmann und Jörg Johanning zwei OTB-Urgesteine als Gespann die Männer in der Regionalliga führen und entwickeln. Los geht’s auswärts in Braunschweig. Die weiterhin von Stefan Noltemeier trainierten Frauen starten zu Hause gegen Langenhagen.

Männer: USC Braunschweig II - Oldenburger TB (Samstag, 15 Uhr). „Unser Ziel ist es, diese junge und talentierte Mannschaft weiterzubringen“, sagt Drantmann mit Blick auf den Kader, zu dem zahlreiche Auswahlspieler gehören, die Erfahrungen bei vielen Deutschen Jugend-Meisterschaften sammelten. Die Vorbereitung des Teams, das in der vergangenen Saison als Dritter lange um den Aufstieg mitspielte, lief aber mau. „Beim OTB-Cup haben wir die Schwächen offengelegt. Aktuell fehlt die Konstanz“, moniert Drantmann.

Als Spieler zeigte Oldenburgs Sportler des Jahres 1998 in der Zweiten Liga oft seine Improvisationskünste, diese muss er nun zum Auftakt in der Regionalliga mit Johanning direkt bei der Aufstellung unter Beweis stellen. „Es stehen uns gegen den USC mehrere Spieler nicht zur Verfügung, weswegen wir die spielstärksten Jungs aufs Feld schicken“, kündigt er an und gibt als Parole aus: „Kneifen gilt nicht, es zählt nur Attacke.“

Im Zuspiel soll Kapitän Niclas Thuernagel das Zepter führen. Ein wichtiger Faktor gegen Braunschweig dürfte die Aufschlag- und Annahmesituationen sein. Mit den Trainersöhnen Mika Drantmann und Jelte Johanning als Garanten im Annahmeriegel sollte die USC-Reserve eine lösbare Aufgabe sein.

Frauen: Oldenburger TB - SC Langenhagen (Samstag, 20 Uhr, Haarenesch-Halle). Zuwachs in verschiedener Hinsicht haben derweil die 2018/2019 viertplatzierten Oldenburgerinnen bekommen. Denn neben dem Nachwuchs von drei Spielerinnen kann OTB-Trainer Stefan Noltemeier Jule Schnibbe (TV Cloppenburg), Paula Bernecker (1860 Bremen) und Marie Nagel (ASV Senden) als Zugänge im Team begrüßen. „Unsere Neuen wirken sich sehr positiv auf das Trainingsniveau aus“, sagt der Coach und ergänzt: „Dadurch können wir sehr nah am Wettkampf trainieren.“

Die große Stärke seiner Mannschaft in der vergangenen Spielzeit waren die Emotionalität und der Teamgeist. Beides soll auch jetzt wieder zum Trumpf werden. „Natürlich müssen wir uns als Team erstmal neu finden, aber die Vorbereitungsturniere haben bereits positiv angekündigt, wo die Reise hingeht“, lobt der OTB-Trainer.

Direkt zum Auftakt begrüßen die Oldenburgerinnen eine ehemalige Drittligamannschaft mit vielen erfahrenen Kräften. „Wie immer gilt es, in den Basics ordentlich zu arbeiten, dann haben wir auch die Möglichkeit, unseren Spielstil im Angriff aufzuziehen“, sagt Noltemeier. Als Saisonziel gibt der frühere Zweitligaspieler (mit Drantmann beim OTB) an, auf dem Feld „entspannt, aber emotional, dennoch fokussiert und als Team aufzutreten, so dass die knappen Spiele gewonnen werden“.

Quelle: www.nwzonline.de

10.09.2019

Teams genießen Gastfreundschaft

Kraftvoll und gut gelaunt: Die polnischen Gäste vom KS Team Stare Miasto wurden Sechste. Bild: Erik Hillmer

Bei den Frauen sicherten sich Niederländerinnen sportlich stark den Sieg. Bei den Männern setzte ein Außenseiter die Glanzlichter und gewann das Spektakel beim OTB.

Einerseits etwas müde nach einem Wochenende ohne viel Schlaf, andererseits aber auch sehr zufrieden blickte Cheforganisator Benjamin Kern auf den OTB-Cup der Volleyballer vom Turnerbund zurück. „Die 28. Auflage unseres Turniers war ein voller Erfolg“, freute sich der Abteilungsleiter und ergänzte lächelnd: „Besser hätte es nicht laufen können.“

Jeweils 22 Männer- und Frauenmannschaften genossen die Gastfreundschaft und nutzten das Traditionsturnier am Samstag und Sonntag als letzte Station in der Vorbereitung auf die am kommenden Wochenende startende Saison. Eingeteilt in drei Leistungskategorien (Landesliga bis Dritte Liga) pritschten und baggerten mehr als 400 Volleyballerinnen und Volleyballer um die Wette.

Siegreich in der Leistungsklasse eins der Frauen war das niederländische Team von Wevo 70 Weerselo. Die Auswahl aus dem Nachbarland gewann souverän ihre Gruppe und bezwang im Halbfinale den OTB mit 2:0 Sätzen. Während sich die Lokalmatadorinnen letztlich mit Platz vier begnügen mussten, machte Weerselo den Turniersieg durch ein 2:1 gegen Drittligist Eimsbütteler TV perfekt.

Bei den Männern schlug diesmal der „Kleine“ den „Großen“. Regionalligist TSV Gießen Grizzlys II setzte sich überraschend gegen die Drittliga-Auswahl vom TSC Gievenbeck mit 2:0 durch.

Die polnische Mannschaft vom KS Team Stare Miasto beeindruckte vor allem mit guter Laune – nicht zuletzt auch am späteren Samstagabend. Am Ende stand für die weit gereisten Gäste Position sechs zu Buche.

Als vorbildliche Gastgeber präsentierten sich die Männer vom Turnerbund. Die erste Mannschaft ließ in der höchsten Klasse allen Gästen den Vortritt. Die Reserve gab sich in der zweiten Leistungskategorie mit dem vorletzten Platz zufrieden. Die zweite Frauenmannschaft erspielte sich dagegen Rang drei in der zweitbesten Klasse.

„Was wir als Volleyballabteilung hier jedes Mal auf die Beine stellen, ist unglaublich. Ich danke allen Beteiligten für den großen Aufwand“, zollte Kern seinen Helfern Respekt. Für die OTB-Teams geht es am kommenden Samstag in der Regionalliga los. Die Frauen erwarten um 20 Uhr in der heimischen Haarenesch-Halle den SC Langenhagen. Die Männer starten um 15 Uhr beim USC Braunschweig II.

Quelle: www.nwzonline.de

OTB-Volleyball-Cup Ergebnisse 2019