Aktuelles von den Volleyballern

21.12.2019

Nur Derbysieg beschert OTB besinnliche Zeit

Übermacht: Im Hinspiel beim OTB (weißes Trikot, Mitte: Malte Brüers) dominierte die VSG (vorn, von links: Rolf von Kampen, Thomas Adelmann, Arne Tyedmers). Bild: Martin Remmers

Die Oldenburger plagen vor dem Regionalliga-Derby bei der VSG Ammerland Personalsorgen. OTB-Trainer Lars Drantmann sieht sich in einer Lage, wie sie einst Otto Rehhagel erlebt hat.

Schlechter könnten die Vorzeichen für die Volleyballer des OTB vor dem Regionalliga-Derby an diesem Sonntag (16 Uhr, Schulzentrum Bad Zwischenahn) bei der VSG Ammerland nicht sein. Im Hinspiel gab’s eine 0:3-Packung, zuletzt kassierten die Oldenburger zwei Niederlagen, zudem fehlen jetzt vier Stammkräfte.

„Griechenland ist mit ähnlichen Voraussetzungen 2004 Fußball-Europameister geworden“, zieht OTB-Trainer Lars Drantmann einen Vergleich mit dem EM-Triumph unter Otto Rehhagel und ergänzt: „Für uns gilt es einfach, das Maximale von uns abzuverlangen, egal welches Ergebnis am Ende rausspringt.“

Nach den beiden 1:3-Pleiten gegen Osnabrück und Braunschweig II stehen die Oldenburger (10 Spiele, 13 Punkte) aktuell nur noch vier Punkte vor dem Abstiegsrelegationsrang. Es ist klar: Nur ein Derbysieg beschert dem OTB eine besinnliche Weihnachtszeit.

Die Ammerländer (10, 23) sind Zweiter und wollen diese Position, die am Saisonende zur Teilnahme am Turnier um den Drittliga-Aufstieg berechtigt, weiter festigen. Während den Oldenburgern mit ihrem jugendlichen Elan bislang zu oft die nötige Konstanz fehlte, hat es die VSG mit ihrem erfahrenen Trainerfuchs Torsten Busch meist geschafft, die Spiele zu dominieren und die Kontrahenten gar nicht erst ins Spiel kommen zu lassen.

„Das sind zwei Mannschaften, die sich aus dem Effeff kennen. Gerade in solchen Partien kann es auf die bessere Tagesform ankommen“, sagt Busch mit Blick auf die vielen Spieler, die schon für beide Vereine aktiv waren, und weiß um das stets von Sprüchen geprägte Vorgeplänkel vorm Nachbarschaftsduell: „Solche Partien zählen für die Jungs natürlich doppelt – da spielt die Tabellensituation gar keine Rolle.“ Mal schauen, wie die Ammerländer mit dem „griechischen Gegner“ umgehen.

Quelle: www.nwzonline.de

21.12.2019

Frauen planen Ausbau von Erfolgsserie

Nachdem die Volleyballerinnen des OTB ihre Erfolgsserie in der Regionalliga vor einer Woche durch ein hart erkämpftes 3:2 in Langenhagen auf drei Siege ausgebaut haben, soll an diesem Samstag zu Hause Nummer vier folgen. Um 20 Uhr treffen die Oldenburgerinnen in der Haarenesch-Halle auf Schlusslicht ASC Göttingen.

„Der Sieg gegen Langenhagen war super wichtig“, sagt OTB-Trainer Noltemeier und ergänzt: „Dadurch haben wir uns in eine sehr angenehme Tabellensituation gebracht.“

Während sein Team (10 Spiele, 18 Punkte) als Dritter aktuell nur einen Zähler hinter dem Aufstiegsrelegationsrang liegt, haben die Gäste aus Göttingen (10, 7) in dieser Saison arge Probleme, positive Ergebnisse einzufahren. Vor einer Woche gelang durch ein 3:2 gegen den achtplatzierten SC Spelle-Venhaus der dritte Sieg. Der Abstand zum auf dem Abstiegsrelegationsplatz liegenden Rivalen wurde im direkten Duell auf sechs Zähler verkürzt.

„Wir dürfen den Gegner auf gar keinen Fall unterschätzen“, warnt Noltemeier und fordert: „Selbstbewusst auftreten und das starke Niveau aus dem Training aufs Parkett bringen, sind die Schlüssel zum Erfolg.“

Im Tabellenmittelfeld ist es ein enges Rennen. Die OTB-Frauen richten den Blick nach oben, stehen aber auch nur vier Punkte vor Spelle. „Große Spielerinnen zeichnen sich dadurch aus, dass sie alles dafür tun, die kleinen Dinge bestmöglich zu tun – und so sollten wir auch auftreten“, gibt Noltemeier als Marschroute vor und wünscht seiner Mannschaft, dass sie „das Spiel und das Jahr stimmungsvoll abschließt“. Der Trainer ist urlaubsbedingt nicht selbst dabei und wird an der Seitenlinie durch Philipp Kremin vertreten.

Quelle: www.nwzonline.de

17.12.2019

Oldenburger erleben Déjà-vu

Im ersten Satz sahen die Trainer (hinten von links) Lars Drantmann und Jörg Johanning noch ein gutes OTB-Spiel. Bild: Piet Meyer

Die OTB-Männer brillierten erneut in Satz eins, doch dann drehte Braunschweig II wie im Hinspiel auf. Die Frauen gewannen in Langenhagen einen offenen Schlagabtausch mit 3:2.

Ein Déjà-vu haben die Volleyballer des Oldenburger TB bei ihrer 1:3-Heimniederlage gegen den USC Braunschweig II erlebt, während die Vereinskolleginnen in der Frauen-Regionalliga ihren Trainer beim 3:2 in Langenhagen an seine emotionalen Grenzen brachten.

Männer: Oldenburger TB - USC Braunschweig II 1:3 (25:17, 23:25, 15:25, 19:25). Wie im Hinspiel brillierten die Oldenburger im ersten Satz, ehe der Gegner aufdrehte und alle drei Punkte einsackte. „Ich habe lange keine Mannschaft gesehen, die so kon­stant gut aufgeschlagen und angegriffen hat. Das war am Ende eine Lehrstunde“, sagte Coach Lars Drantmann.

Er hatte zuvor mit Trainerkollege Jörg Johanning einen alten Bekannten reaktiviert. Zuspiel-Fuchs Benjamin Steffen, der vor zwei Jahren seine Karriere beendet hatte, sprang für das Heimspiel ein und ersetzte den erneut ausgefallenen Niels Galle. „Benni hat das klasse gemacht, aber das war uns auch irgendwie klar“, sprach Drantmann voll des Lobes für den Pritscher, der früher bei zahlreichen Dritt- und Regionalliga-Duellen Regie geführt hat.

Auch Steffen konnte die Niederlage aber nicht verhindern, da die Braunschweiger trotz kleinen Kaders immer besser ins Spiel kamen. „Sie haben das Niveau angezogen – wir konnten nicht mehr mithalten“, sagte Drantmann, dessen Team vor dem Derby am kommenden Sonntag um 16 Uhr bei der zweitplatzierten VSG Ammerland als Tabellensechster vier Punkte vor der Abstiegszone rangiert.

Frauen: SC Langenhagen - Oldenburger TB 2:3 (27:29, 28:26, 27:25, 17:25, 12:15). „Das Spiel hat mich emotional an meine Grenzen geführt, nun bin ich froh über den Sieg“, konstatierte OTB-Trainer Stefan Noltemeier nach dem Duell, das wie ein offener Schlagabtausch beim Boxen ohne Deckung verlief. Sein Team holte Satz eins, habe die beiden folgenden Abschnitte aber durch „unnötige Geschenke in den kleinen Elementen“ abgegeben.

„Ich musste die Mannschaft auf den Pott setzen, das wurde dann laut. Aber das Team ist dann zusammengerückt und hat gewonnen“, erklärte Noltemeier, dessen Standpauke Wirkung zeigte. Gerade das Zusammenspiel von Diagonalangreiferin Jule Schnibbe und Zuspielerin Liska Treude brachte immer wieder Punkte.

Im Tiebreak besiegelte Kapitän Lea Peters mit zwei Aufschlagpunkten den Auswärtssieg, durch den die Oldenburgerinnen Platz drei vor dem letzten Spiel des Jahres am kommenden Samstag (20 Uhr, Sporthalle Haarenesch) verteidigt haben.

Quelle: www.nwzonline.de

17.12.2019

Junge Garde verhindert Langeweile im Meisterrennen

Komplette Langeweile im Meisterrennen der Volleyball-Verbandsliga hat der Oldenburger TB II durch einen weiteren Derbysieg bei der SG Ofenerdiek/Ofen verhindert. Gäbe es die OTB-Reserve nicht, würde die SGO mit weißer Weste von der Spitze grüßen. Nach dem 3:2 im Hinspiel sicherte sich der Tabellenzweite aber durch ein 3:1 nun sogar alle drei Punkte.

„Der OTB hat brutal aufgeschlagen, gefühlt kamen die Dinger mit 100 km/h flach übers Netz“, meinte SGO-Trainer Olaf Gloystein zur Leistung der OTBer: „Vor allem technisch haben sie gezeigt, was sie können.“

Sein Team hatte sich in der ersten Partie des Tages schon beim 3:1 gegen Abstiegskandidat BC Cuxhaven schwer getan. „Ich kannte den Gegner nicht so wirklich und habe ihn vollkommen unterschätzt“, gab Gloystein zu, dass es ein Fehler gewesen sei, zunächst nicht die beste Sechs aufzubieten. Nach vielen missglückten Aufschlägen und fehlender Kon­stanz in der Annahme mühten sich die Ofenerdieker zu einem 25:22, 23:25, 25:18, 25:15.

„Also gegen uns wird das so aber nicht reichen“, lautete der Kommentar des wartenden OTB-II-Trainers Niclas Thuernagel und wurde für diese Aussage nicht bestraft. Die Talente im Team sowie die Ex-Regionalliga-Spieler Olaf Jahnke und Jan Hartkens zeigten dem Meisterfavoriten die Grenzen auf und siegten 25:22, 26:24, 11:25, 30:28.

Im vierten Satz zeigte das Schiedsgericht beim Stand von 26:26 Gloy­stein die Rote Karte, weil er regelwidrig eine Auszeit beantragt hatte. Anders als im Fußball bedeutet die keinen Platzverweis, sondern einen Punkt für den Gegner. „Das ärgert mich tierisch, vielleicht können wir ohne die Karte den Satz noch holen – und im Tiebreak weiß man nie“, sagte der SGO-Trainer.

„Wir wollten zu jeder Zeit mit Mut agieren. Vor allem im Service, aber auch im eigenen Angriff – damit wir sie gar nicht ins Spiel kommen lassen“, sagte Thuernagel nach dem Duell mit den Tabellenführern, die sich mit 28 Punkten aus elf Partien in die vierwöchige Weihnachtspause verabschiedet haben. Der OTB II (10 Spiele, 21 Zähler) gastiert am kommenden Samstag noch beim viertplatzierten VSK Osterholz-Scharmbeck (10, 16).

Quelle: www.nwzonline.de

14.12.2019

OTB-Trainer fordert glühenden Auftritt im Heimspiel

Niclas Thuernagel (rechts) fehlt dem OTB – Marten Faß (links) ist als Zuspieler gefordert. Bild: Erik Hillmer

Eine klare Reaktion fordert OTB-Trainer Lars Drantmann von seinen Regionalliga-Volleyballern im vorletzten Spiel vor der Weihnachtspause. Nach der „enttäuschenden und unnötigen“ 1:3-Pleite beim VC Osnabrück soll am Samstagabend für den Tabellensechsten (9 Spiele, 13 Punkte) ein Heimsieg gegen Braunschweigs Zweitliga-Reserve (9, 16, 4. Rang) her. Parallel gastieren die Oldenburger Frauen (9, 15, 3.) beim SC Langenhagen (10, 13, 6.).

Männer: Oldenburger TB – USC Braunschweig II (Samstag, 20 Uhr, Sporthalle Haarenesch). „Die Gesamteinstellung muss sich definitiv ändern, wenn wir gegen den USC bestehen wollen“, sagt Drantmann und hat dabei wohl nicht nur die schwache Leistung in Osnabrück, sondern auch das Hinspiel im Kopf. Da agierte der OTB zwei Sätze auf Augenhöhe, verlor aber letztlich klar mit 1:3.

Vor dem Rückrunden-Auftakt hat er mit Kollege Jörg Johanning im Training die Themen Aufschlag und Abwehr, gerade bei schwierigen Situationen, in den Fokus gestellt. Nicht zur Verfügung stehen Niclas Thuernagel und Zuspieler Niels Galle, der bereits gegen Osnabrück fehlte. Marten Faß wird das Amt des Spielgestalters wohl übernehmen. Der 16-Jährige ist zuvor aber bereits mit der Reserve im Verbandsliga-Derby gegen die SG Ofenerdiek/Ofen gefordert. Nichtsdestotrotz fordert Drantmann Vollgas: „Der Hallenboden glüht – so erwarte ich, dass die Jungs am Samstag auftreten werden.“

Frauen: SC Langenhagen – Oldenburger TB (Samstag, 20 Uhr). „Wir als Team wollen das zarte Pflänzchen an Spielfreude, Willen und Präsenz, welches sich im letzten Spiel gezeigt hat, weiter mit viel Nahrung versorgen“, philosophiert OTB-Trainer Stefan Noltemeier, dessen Mannschaft zuletzt Siege gegen Lintorf (3:1) und Lohne (3:0) eingefahren hat, die den Sprung auf Rang drei brachten.

„Sie kennen uns gut und sind eine erfahrene Mannschaft“, sagt Noltemeier über die Gastgeberinnen. Das Spiel ist nicht nur das Kräftemessen von zwei Teams, die sich in der Vergangenheit schon viele Duelle geliefert haben. Es ist auch das Wiedersehen zweier junger Spielerinnen, die in diesem Sommer zusammen an den U-19-Beachmeisterschaften teilnahmen. Liska Treude (OTB) und Partnerin Alexandra Selivanov (SCL) qualifizierten sich gemeinsam für die Endrunde, erreichten den 19. Platz und stehen sich nun in der Halle gegenüber.

„Wir sind gewarnt“, sagt Noltemeier mit Blick auf das 1:3 im Hinspiel zu Saisonbeginn, als seine Spielerinnen „recht kopflos“ agiert hätten. Erst danach nahm der OTB-Zug langsam Fahrt auf. Wollen die Oldenburgerinnen dem Trainer persönlich ein Weihnachtsgeschenk bereiten, muss nun ein Sieg her. Beim letzten Spiel des Jahres am nächsten Samstag zu Hause gegen Schlusslicht Göttingen befindet sich der Volleyball-Philosoph bereits im Winterurlaub.

Quelle: www.nwzonline.de