Aktuelles von den Sportakrobaten

27.06.2017

Sportakrobatinnen des OTB gehören zur Deutschen Nationalmannschaft

Im Oktober geht's zur EM nach Polen

Alina Heinowski, Annalena Kunz und Anna Hannemann, sowie Laura Karczmarzyk und Pia Buttjes werden vom Bundestrainer nominiert.

Fünf Sportakrobatinnen für EM in Polen nominiert

Mehr als 250 Sportakrobatinnen und Sportakrobaten aus 21 Vereinen trafen sich am 6. und 7. Juni zur Deutschen Meisterschaft anlässlich des Deutschen Turnfestes in Berlin. Für die deutschen Formationen ging es hier nicht nur um den Turniersieg, sondern vor allem um die Nominierung für die Europameisterschaft 2017 im polnischen Rzeszow. Am Ende hieß es für die fünf Sportlerinnen vom Oldenburger Turnerbund: „EM, wir kommen!”

"Schon im Vorfeld der Deutschen Meisterschaft wussten wir, dass nach dem Wettkampf die Entscheidung fällt, wer zur EM fahren darf”, erklärt Manuel Karczmarzyk, Trainer vom Oldenburger TB. „Die Spannung war also bei uns allen groß.” Neben der Deutschen Meisterschaft in Wilhelmshaven und in Friedberg war dieses Turnier die letzte Gelegenheit, die Entscheidungskommission um Bundestrainer Igor Blintsov zu überzeugen. „Die Starter in Berlin waren stark, einige überraschten mit sehr guten Leistungsentwicklungen”, so Christiane Karczmarzyk.

Aus Oldenburg traten die Damengruppe mit Annalena Kunz, Alina Heinowski und Anna Hannemann, das Damenpaar Laura Karczmarzyk und Pia Buttjes sowie das Mixed-Paar Jeltje Thal mit Stefan Höntsch (SC Hoyerswerda) an. Die Damengruppe, die nun bei den Senioren in der höchsten Leistungsklasse startet, setzte sich trotz starker Konkurrenz in der Tempoübung auf Platz zwei. Diesen Platz verteidigten die drei souverän bis zum Ende des Turniers und sicherten sich damit zweimal Silber und einmal Bronze. Bevor die drei Sportlerinnen die EM im Visier haben, geht es für das A-Team Ende Juli zu den World Games nach Wroclaw.

Laura Karczmarzyk und Pia Buttjes hatten mit der größten Konkurrenz zu kämpfen. Nach einer guten Balance-Übung, in der sie mit 26,45 Punkten den Bronzeplatz erturnten, gaben die zwei Sportlerinnen in der Tempo- und in der Kombiübung noch einmal richtig Gas und sicherten sich in der nächsthöheren Altersklasse zweimal den Deutschen-Vizemeistertitel.

Jeltje Thal und ihr Partner Stefan Höntsch aus Hoyerswerda machten den Erfolg in Berlin komplett. Sie krönten Ihre gemeinsame Laufbahn mit dem dreimaligen Gewinn der Deutschen Meisterschaft in der Altersklasse Junioren 1. Trotz der sicheren EM-Nominierung entschied sich Jeltje, die seit Februar in Hoyerswerda trainiert und zur Schule geht, für eine Rückkehr nach Oldenburg. „Die Trainingsbedingungen, die Choreografin Anna und mein Trainer in Hoyerswerda waren super und ich habe viel von ihnen gelernt, aber ich freue mich wieder in Oldenburg zu sein, um meine Freunde zu treffen. Ich werde jetzt im OTB als Unterpartnerin in einer Damengruppe trainieren, das wird bestimmt super.“

Johanna ter Haseborg, die mit ihren Partnerinnen vom TuS blau-weiß Lohne an den Start ging, verpasste trotz herausragender Tempoübung den Einzug ins Finale um einen Platz.

Nach der letzten Siegerehrung in Berlin hieß es dann für die fünf Oldenburgerinnen und ihre Trainer abwarten und hoffen. Dann die erlösende Nachricht: „Ihr seid dabei!” Die Bundeskadersportlerinnen Heinowski, Kunz, Hannemann, Karczmarzyk und Buttjes vom Oldenburger TB dürfen bei der Europameisterschaft in Polen im Oktober für Deutschland in der Nationalmannschaft starten. „Wir sind überglücklich, dass unsere Mädels für ihren Fleiß und ihren Ehrgeiz belohnt wurden. Wir freuen uns riesig auf die EM”, sagten Manuel und Christiane Karczmarzyk begeistert.

26.06.2017

Sportakrobatinnen-Trio des OTB fährt zu den World Games nach Polen

Bundeskader C Sportlerinnen:
Alina Heinowski, Annalena Kunz und Anna Hannemann

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Sportakrobatinnen des Oldenburger TB bei den World Games 2017 in Breslau dabei

Seit Oktober 2016 trainieren sie gemeinsam: Annalena Kunz, Anna Hannemann und Alina Heinowski – und dies mit großem Erfolg. Die Aufnahme in den Bundeskader C und nun die Nominierung zu den World Games im Juli sind mehr, als sie sich je erträumt haben.

Die World Games werden alle vier Jahre unter der Schirmherrschaft des Internationalen Olympischen Komitees an wechselnden Orten ausgetragen, jeweils im Jahr nach den Olympischen Sommerspielen. Ausrichter ist der Internationale Verband für Weltspiele (IWGA). 

2017 werden die 10. Weltspiele in Polen stattfinden. Vom 20. bis 30. Juli treten mehr als 3.500 Athletinnen und Athleten in Breslau in Polen zur weltweit größten Sportveranstaltung des Jahres an. Die 10. World Games werden in mehr als 30 Sportarten ausgetragen, darunter auch Sportakrobatik. In Polens viertgrößter Stadt werden am 20. Juli die Spiele feierlich eröffnet.

In Wilhelmshaven fanden jetzt  die Deutsche Meisterschaften der Junioren II und Schüler statt und auch hier gingen die drei Sportlerinnen unter den Vereinsfarben des OTB an den Start, bevor es Ende Mai zum internationalen Wettkampf nach Genf ging.

Am ersten Wettkampftag lagen Licht und Schatten dicht beieinander. In der Tempoübung misslang ihnen eine Höchstschwierigkeit, so dass das Trio einen großen Abzug in der Techniknote hinnehmen musste. Dafür gelang dem „A-Team“ die Balance-Übung um so besser. Mit über 25 Punkten holten sie Edelmetall für ihren Verein. Strahlend nahmen sie die Bronzemedaille bei der Siegerehrung in Empfang.

Am Sonntag zogen sie als Sechsbeste ins Finale ein und steigerten sich in der kombinierten Übung um 2 Plätze, so dass sie mit Platz 4 nur knapp am Edelmetall im Finale vorbeischrammten. Johanna ter Haseborg, die gemeinsam mit den Sportlerinnen Daulina Sheremeti und Swantje Buse vom TuS blau-weiß Lohne an den Start ging erreichte Platz 6 und Platz 8.

Die OTB-Ausnahmeathletin Jeltje Thal startete das erste Mal gemeinsam mit ihrem Partner Stefan Höntsch in der Startgemeinschaft OTB/SC Hoyerswerda. Jeltje hatte im Februar den großen Schritt gewagt und ist in das 580 Kilometer entfernte Hoyerswerda in die Familie von ihrem Partner Stefan gezogen, geht dort zum Sportgymnasium und trainiert 5-7 mal pro Woche im SC Hoyerswerda. Ihr großes Ziel ist die Teilnahme an der Europameisterschaft im Oktober in Polen. Am Wochenende holten die beiden gleich dreimal den Deutschen Vizemeistertitel. Carlotta Hansen und Emely Keller konnten in der Altersklasse Schüler bei ihrem ersten nationalen Start noch einen 10.Platz mit nach Oldenburg nehmen.

Um die anstehenden Ziele zu erreichen, hat der Oldenburger TB versucht, alles machbar zu machen, um die Trainingsbedingungen für die Spitzensportlerinnen zu optimieren. „Wir messen uns mit Vereinen, die täglich in einer Halle mit einem Sprungboden und feststehenden Geräten trainieren. Nun konnten wir diesen Traum für unsere Sportlerinnen auch wahr werden lassen“, berichtet Trainerehepaar Karczmarzyk. Bis Mitte September haben die Sportlerinnen ihr Trainingszentrum in die Tennishalle des UP-Kletterzentrums in Hundsmühlen verlegt. „Wir freuen uns sehr, dass wir nun national vergleichbare Trainingsbedingungen haben und danken dem UP-Kletterzentrum und dem OTB für diese einmalige Chance“.

23.06.2017

Sportakrobatinnen haben EM im Visier

Junge Spitzenathletinnen des OTB möchten noch hoch hinaus

Fünf OTBerinnen sind im Bundeskader dabei.

Die Anforderungen an Sportakrobaten haben es in sich: Sie müssen nicht nur Kraft haben, sondern sich auch komplexe Bewegungen merken.

Wenn die Sportakrobatinnen vom Oldenburger TB über die großen blauen Matten laufen, die in der Halle ausgelegt sind, lässt sich bereits die Eleganz und Kraft erkennen, die in den Mädchen steckt. Dass sich beim OTB einige besondere Talente versammelt haben, zeigt nun die Berufung von gleich fünf der Athletinnen in den Bundeskader.

An Grenzen gehen

„Um es in der Sportakrobatik zu etwas zu bringen, braucht man vor allem Mut, muss bereit sein, bis an die körperlichen Grenzen zu gehen, und auch komplexe Bewegungen verstehen können“, beschreibt Trainerin Christiane Karczmarzyk die hohen Anforderungen an die Akrobatinnen. Zusammen mit ihrem Mann Manuel bildet sie seit Jahren Spitzenathletinnen in Oldenburg aus.

Und nur die Creme de la Crème schafft es dann auch in den Bundeskader: Annalena Kunz (Jahrgang 1999), Alina Heinowski (1998) und Anna Hannemann (2002) formen das sogenannte „A-Team“ und treten als Damengruppe im Seniorenbereich ab 15 Jahren an. Ihre Bezeichnung verdanken sie dem Umstand, dass alle drei den Anfangsbuchstaben „A“ im Vornamen tragen.

Zeit für Freunde bleibt

„Man hat uns aber nicht deswegen so zusammengestellt“, schmunzelt Alina. Dafür gibt es ganz andere Gründe, nämlich sportliche: Annalena und Alina sind groß gewachsen und kraftvoll, die kleinere Anna wird mit ihrer Athletik bei den Übungen hoch in die Luft geschleudert.

Über die Nominierung für den Bundeskader freuen sich die Mädchen sehr. „Erfahren haben wir davon beim Training“, sagt Anna, und Annalena fügt hinzu: „Darauf arbeiten wir schon lange hin.“ Sie ist seit 2014 beim OTB und kommt jedes Mal aus ihrer Heimatstadt Wilhelmshaven zum Training nach Oldenburg. Ein Aufwand, der sich offenbar auszahlt.

Viermal in der Woche trainieren die Mädchen jeweils drei Stunden lang, dazu kommen Lehrgänge, die auch in die Schulzeit fallen können. „Ich mache in diesem Jahr das Abitur, deshalb muss man das alles ordentlich planen“, erzählt Alina. Der Fokus sei schon auf den Sport gerichtet, „am Wochenende bleibt aber trotzdem auch noch Zeit, sich mal mit Freunden zu treffen“.

Laura Karczmarzyk (2001), Tochter des Trainerpaars, und Pia Buttjes (2005) agieren als Damenpaar noch im Jugendbereich. Auch bei dem Duo dreht sich alles um die Sportakrobatik. „Die meiste Zeit verbringe ich in der Halle, und auch zu Hause arbeiten wir oft noch an der Choreografie“, sagt Laura. Pia erzählt, man fehle dafür auch mal einen Tag in der Schule: „Das muss man dann nebenbei nachholen.“ Also können sogar die Schulsachen Begleiter in der Halle sein.

Leistung auf den Punkt

Sowohl die Dreiergruppe als auch das Duo haben das Ziel, sich für die Europameisterschaft zu qualifizieren. Dafür müssen sie bei den deutschen Meisterschaften im Mai jeweils unter die ersten drei Teams kommen. „Alle müssen gesund bleiben und auf den Punkt ihre Leistung bringen, dann klappt das“, meint Christiane Karczmarzyk.

18.01.2017

Bundeskader Sportakrobatik

Laura Karczmarzyk und Pia Buttjes sind im Bundeskader

Nun ist es endlich offiziell. Der DSAB (Deutscher Sportakrobatikbund) hat den aktuellen Bundeskader bekannt gegeben und in dem finden sich auch die beiden OTBerinnen Laura Karczmarzyk und Pia Buttjes wieder. Nach ihrem dritten Platz beim internationalen Acrocup in Albershausen im Frühjahr, dem Gewinn der Nordwest Deutschenmeisterschaften im April überzeugten die 14-jährige Laura und die elf Jahre alte Pia im Jahr 2015 den Bundestrainer Igor Blinstov aus Riesa bei weiteren Meisterschaften und Lehrgängen. Ziel des Nachwuchskonzeptes ist die Bündelung der besten Sportler und die langfristige Vorbereitung auf internationale Wettkampfeinsätze, bis hin zur Teilnahme an Europa- und Weltmeisterschaften.
 
Neben den vier dreistündigen Trainingseinheiten in der Woche kommen 6-8 Wettkämpfe im Jahr dazu. „Manchmal ist es schon mehr als ein Hobby. Neben der Schule dreht sich eigentlich fast alles um Sportakrobatik“, verrät Laura. Gemeinsam mit ihrer Partnerin Pia will sie im Februar 2016 ihren ersten internationalen Einsatz bestreiten. Der Weltcup findet vom 8.-10.Februar 2016 in Puurs (Belgien) statt. „Wir träumen von der Teilnahme an den Europameisterschaften 2017 in Polen“, lässt Pia durchblicken.
 
Damit sich auch sportliche Erfolge einstellen konnten, schufen die Trainer Manuel und Christiane Karczmarzyk neue Strukturen und es wurde die Abteilung Sportakrobatik gegründet. „Die Arbeit trägt bis jetzt schon unglaubliche Früchte!“ Die Leistungsdichte ist für einen im nationalen Vergleich eher kleinen Verein – wie den OTB außergewöhnlich.
 
Ermöglicht wird dies durch viele Stützen. Da ist der Verein selbst, der noch viele andere Gruppen unter sich vereint. Es sind die Eltern, die den Jugendlichen das Training ebenso ermöglichen wie die Fahrten zu Wettkämpfen und dabei anfallende weitere Kosten. „Wir würden uns sehr über Sponsoren freuen, die unsere Mädels unterstützen würden“, verraten die Trainer. Zuletzt aber eigentlich an erster Stelle braucht es Sportlerinnen, die sowohl mit Talent als auch mit Trainingsfleiß glänzen.

14.09.2016

Sportakrobatik - Jahresbericht 2015